Streaming: Netflix, Disney+, Spotify, Tidal & Co. im Überblick

Streaming

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

JBL, Sonos, Sony: Outdoor-Lautsprecher mit Akku für die beste Party draußen

JBL, Sonos, Sony: Outdoor-Lautsprecher mit Akku für die beste Party draußen

Tuya Smart Home im Test: Über 400.000 Geräte mit einer App verwalten

Tuya Smart Home im Test: Über 400.000 Geräte mit einer App verwalten

Schwimmen, Springen, Rasen: Total verrückte Stunt-Cars und RC-Spielzeug ab 20 Euro

Schwimmen, Springen, Rasen: Total verrückte Stunt-Cars und RC-Spielzeug ab 20 Euro

Kühlen und Bewässern im Garten: Sprühnebler  von Gardena & Co. im Test

Kühlen und Bewässern im Garten: Sprühnebler  von Gardena & Co. im Test

Amazon, Disney+, Netflix oder doch Musik-Streaming über Tidal, Apple Music & Co.? Wir zeigen, welche Streaming-Dienste sich als Geschenk eignen.

Früher waren es DVD-Boxen, neue Musikalben oder Hörspiele auf CD. Heute gibt es nahezu unbegrenzt Filme und Musik von Streaming-Anbietern. Diese eignen sich aber nicht nur für den eignen Zeitvertreib, sondern auch zum Verschenken an Freunde und die Familie.

Wir haben Video-Anbieter wie Amazon Prime, Apple-TV, Disney+, Freenet Video, Joyn, Netflix und Sky sowie die Mediatheken von ARD und ZDF ausprobiert und verraten, welcher Dienst aktuell das beste Angebot bereithält. Zudem haben wir uns das aktuelle Portfolio von Musik-Streaming-Anbietern wie Amazon Musik, Apple Music, Tidal und Spotify angesehen. Folgende Kriterien waren uns wichtig:

  • Preis
  • Angebot an Inhalten
  • Aktualität der Inhalte
  • Exklusivinhalte
  • Accounts / gleichzeitige Nutzung
  • Bedienung
  • Zusatzleistungen (Sprachauswahl, Auflösung, etc.)
  • Zusatzkosten

Spezielle Anbieter für Sportübertragungen sowie für Hörbücher finden in diesem Ratgeber zum aktuellen Zeitpunkt keine Berücksichtigung.

Jeden Monat kommt der Rundfunkbeitrag – aktuell 17,50 Euro. Dafür erwartet man natürlich auch etwas. Neben dem linearen Fernsehen bieten deshalb unter anderem ARD und ZDF eine eigene Mediathek an.

Aktuell hat man Zugriff auf rund 2000 Produktionen und tausenden Sendungen, darunter Abenteuer Erde, Agatha Christie und natürlich die Tatort-Reihe – allein bei der ARD. Wer beim ZDF reinschaut findet zusätzlich noch Serien wie Bad Banks oder Arctic Circle – der unsichtbare Tod. Der Großteil der Inhalte ist aktuell und exklusiv, eben Eigenproduktionen der Sendeanstalten. Das ist aber auch gleichzeitig ein Manko. Denn viele Filme und Serien verschwinden bereits nach wenigen Tagen wieder aus dem Programm und das Angebot ist darüber hinaus nicht vollständig. Wer beispielsweise schon immer mal alle Tatort-Filme von 1970 bis heute sehen wollte, wird enttäuscht sein – wie der Autor dieses Beitrags. Die Auswahl reicht nur bis 2010 zurück.

Dafür können unbegrenzt viele Familienmitglieder die Mediatheken gleichzeitig nutzen, schließlich ist das Angebot für alle Bundesbürger. Eines Log-ins bedarf es nicht. Der Zugriff auf das Angebot gestaltet sich sehr einfach: Via App für Android, iOS oder Amazon Fire Tablets gibt es das Angebot genauso wie für Amazon Fire TV oder Apple TV. Hier unterscheiden sich die Apps nur im Detail.

Uns persönlich gefällt die Oberfläche des ZDF mittlerweile deutlich besser. Das Ganze erinnert mehr an eine erwachsene Streaming-Plattform und weniger an die herkömmliche Mediathek, also eine Sammlung von Sendungen von A bis Z. Beim ZDF gibt es bereits auf der Startseite beliebte Serien und Filme, Neuerscheinungen und Letzte-Chance-Angebote, die bald wieder verschwinden.

Der öffentlich-rechtliche Sender bietet rundum ein tolles Programm und eine immens große Auswahl an Dokumentationen über Polit-Sendungen bis hin zu Spielfilmen wie Thriller, Comedy oder Drama. Auf große Produktionen aus den USA, Südkorea oder England muss man aber verzichten. Genauso wie auf eine Sprachauswahl oder Untertitel in anderen Sprachen. Das gibt es weder bei der ARD noch beim ZDF. Mehr als Full-HD darf man bei der Auflösung außerdem nicht erwarten. Downloads von Inhalten sind ebenfalls nicht möglich, man muss also für die Nutzung dauerhaft online sein.

Wer Freunden oder Familie etwas zu den öffentlich-rechtlichen Sendern schenken will, greift am besten zu Streaming-Sticks. Sie sind deutlich günstiger als Boxen von Telekom, Vodafone & Co. und bieten eine einfache Bedienung. Die besten TV-Sticks haben wir uns an anderer Stelle genauer angesehen. Wer einen Streaming-Stick mit klassischen Nummerntasten sucht, sollte sich zudem den Waipu-TV 4K Stick (Testbericht) ansehen. Der bietet neben linearem Fernsehen auch die Möglichkeit zum Aufzeichnen von Sendungen und eine breite Auswahl an Pay-TV-Sendern.

Soll es gleich ein Paket mit Filmen, Serien, Musik und Hörbüchern sein? Amazon Prime gibt es 30 Tage kostenlos und danach für 79 Euro im Jahr. Der Dienst bietet kostenlosen Versand, über eine Million Lieder auf Amazon Music und eine große Auswahl bei Prime Video. Amazon Prime ist und bleibt ein Multitalent für überschaubares Geld. Bei den Filmen und Serien lässt sich das gesamte Angebot mittlerweile gar nicht mehr beziffern. Neben Serien-Klassikern wie Lost, Pokémon und Supernatural, gibt es Filme wie Transformers, Hellboy oder Harry Potter. Aber auch hier gilt: Man kann froh sein, wenn einmal das gesamte Angebot einer Serie verfügbar ist. Nur in den seltensten Fällen, abgesehen von den Amazon-Eigenproduktionen, stehen alle Staffeln einer Serie oder alle Filme einer Reihe zur Verfügung. Dafür stockt Amazon sein Sortiment so oft auf, dass man selten vor der Langeweile steht. Und natürlich gibt es dann noch die Exklusivinhalte wie Star Trek Picard, The Grand Tour oder die deutsche Produktion Pastewka. Ferner überträgt der Anbieter die Dienstagsspiele der UEFA Champions League.

Fakt ist: Amazon Prime Video ist so unübersichtlich, dass man schon genau wissen muss, was man sich ansehen will. Suchfilter und Empfehlungen stellen den Autor dieses Beitrags regelmäßig vor die Herausforderung, passende Inhalte zur Abendgestaltung herauszusuchen. Unser Tipp daher: Sieht man spontan einen Titel, der interessiert, dann am besten gleich damit auf die Watchlist. Das spart Suchen, wenn man sich in Ruhe etwas ansehen will. Neben den inkludierten Angeboten gibt es noch weitere Serien und Filme zum Kauf oder zum Leihen.

Amazon Prime Video ist auf iOS, Android, Fire TV Stick (Ratgeber), Google Chromecast und Apple TV (Testbericht) sowie über TV-Boxen der Telekom und auf den aktuellen Konsolen Xbox Series S (Testbericht) und Series X (Testbericht) sowie der Playstation 5 (Testbericht) verfügbar. Einige Smart-TVs haben die App vorinstalliert – hier sollte man sich aber vorab genau informieren. Amazon nennt Geräte der Hersteller LG, Hisense, Panasonic und Samsung.

Gleichzeitig streamen können bei Amazon nur zwei Personen und das auch nur, wenn nicht beide den gleichen Film oder die gleiche Serie sehen. Eine zubuchbare Option gibt es nicht. Dafür aber Zusatzleistungen beim Filmangebot. Ist etwa ein Film nicht im kostenfreien Angebot, gibt es die Option diesen zu leihen oder zu kaufen. Je nach Deal gibt es hier schon etwas für einen Euro. Zudem bietet Amazon eigenen Channels an, also Sub-Dienste, wenn man so will. Hier findet man etwa das Angebot von Animax Plus. Die Channels kosten in der Regel jeweils weitere sechs Euro im Monat.

Zusammengefasst ist Prime Video ein starkes Angebot. Filme und Serien mit Suchtfaktor gibt es genug, das Angebot wird in diversen Sprachen ausgeliefert – darunter auch Chinesisch oder Türkisch – und ist in einigen Bereichen auch in UHD streambar. Wer unterwegs ist, kann sich zudem Filme und Serien vorab herunterladen, um diese später offline zu sehen. Störend bleibt aber die Unübersichtlichkeit bei der Suche nach Inhalten.

Als Geschenkoption kann man Amazon Prime entweder für den zu Beschenkenden als Abo abschließen oder ihm eine Gutscheinkarte zukommen lassen.

Das Angebot von Apple kostet pro Monat fünf Euro, Käufer eines Apple-Gerätes bekommen es für ein Jahr kostenlos. Wer nur reinschnuppern will, kann den Dienst in einer Probewoche testen. Seit 2021 ist Apple TV+ nicht mehr nur Apple-Nutzern mit iPhone, iPad, Mac oder Apple TV vorbehalten. Den Dienst gibt es nun auch als App für Streaming-Sticks von Roku, Amazon und Google sowie ausgewählte Fernseher und Konsolen wie Xbox und Playstation.

Das Angebot beim Apple-Streaming ist überschaubar. Neben den bekannteren Eigenproduktionen wie For all Mankind, The Morning Show mit Jennifer Aniston und Reese Witherspoon oder Finch mit Tom Hanks gibt es Talkshows mit Oprah Winfrey und eine Neuverfilmung von Snoopy als Animation. Zusammengefasst: Apple TV+ zählt weniger als 40 Titel, darunter freilich auch Serien mit einigen Folgen. Rundum ist es hier noch sehr leer, der Dienst hat sein Angebot im Vergleich zum Vorjahr etwa verdoppelt.

Sechs Personen können das Angebot von Apple gleichzeitig nutzen, die maximale Auflösung ist UHD. Alle Titel sind in dutzenden Sprachen verfügbar, von Arabisch bis Vietnamesisch. Die Bedienung erfolgt Apple-typisch sehr komfortabel und man findet sich schnell zurecht – okay, bei rund 40 Titeln kein Wunder. Immerhin dürfen sie heruntergeladen und offline angeschaut werden.

Wer Apple TV+ verschenken will, kann ein Abo abschließen oder eine Geschenkkarte besorgen. Zudem gibt es noch die Alternative mit dem Service Apple One. Dieser bietet Apple TV+, Music, Arcade und iCloud mit 50 GByte Speicher ab monatlich 15 Euro.

Disney+ hat seit seiner deutschen Markteinführung 2019 einen ordentlichen Preisanstieg hingelegt. Mittlerweile kostet der Dienst 90 Euro im Jahr oder 9 Euro im Monat; zu Beginn waren es 70 Euro im Jahr. Einen kostenlosen Testmonat gibt es nicht.

Dafür bietet der Dienst über 1000 Streams. Seit dem 23. Februar 2021 sind über 300 Serien und Filme hinzugekommen. Das neue Disney-Programm "Star" richtet sich vornehmlich an ein älteres Publikum. Es bietet Inhalte mit einer FSK über 12; dazu zählen 55 Serien wie Grey’s Anatomy mit mehreren Staffeln, 5 Exclusives und rund 280 Filme. Viele Inhalte sind nicht neu, neben allen Teilen von Stirb Langsam findet sich Serien wie Castle mit 8 Staffeln oder Klassiker des letzten Jahrhunderts wie Braveheart.

Aber auch das klassische Programm lässt sich sehen: Darunter alle Teile von Aladdin inklusive der Neuverfilmung aus 2019, die kompletten Staffeln der Simpsons sowie das historische Angebot an Trickfilmen rund um Donald Duck & Co. Und auch das Angebot von Pixar, Marvel und Star Wars hat es nahezu vollständig in den Disney-Dienst geschafft. Eine Ausnahme sind die Kinofilme zu Spider Man, die Rechte daran gehören Sony und nicht Disney. Wer ein Fan von Star Wars, Donald Duck oder Marvel ist, findet hier mittlerweile alle Serien und Filme an einem Fleck und muss für einzelne Episoden nicht noch extra einen anderen Anbieter abonnieren.

Das Thema Exklusivinhalte ist bei Disney+ entsprechend etwas anders als bei den anderen Anbietern gelöst. Denn Disney behält inzwischen als Produktionshaus alles, was dem Unternehmen gehört, für sich selbst. Vorher gab es Filme und Serien bei Netflix, Sky und Amazon.

Der Zugriff funktioniert über iOS, Android, Xbox, Playstation, Apple TV, Chromecast und Fire TV Stick. Im Ratgeber Disney+: So klappt Streaming an jedem TV klären wir die Details. Jeweils sieben Personen können den Dienst nutzen, vier davon gleichzeitig. Ein Download von Inhalten ist nur teilweise möglich, es ist nicht ersichtlich, nach welchen Kriterien Disney den Download ermöglicht. Ebenfalls clever: Zu vielen Filmen gibt es Extras, etwa geschnittene Szenen, erweiterte Inhalte oder Audiokommentare.

Disney+ macht einen ordentlichen Eindruck, gerade für Familien und Fans von Star Wars oder Marvel. Für neun Euro bei sieben Nutzern ist das Angebot zudem immer noch preiswert im Vergleich zu anderen Dienstleistern. Einen bitteren Beigeschmack hinterlässt der Aspekt, dass Disney sich aus den anderen Streaming-Angeboten zurückgezogen hat, um selbst noch mehr daran zu verdienen. Das sei dem Unternehmen grundsätzlich wirtschaftlich gegönnt, trotzdem zahlen Kunden jetzt für etwas extra, was sie früher in ähnlicher Form bei anderen Anbietern bereits hatten.

Wer Disney+ verschenken will, bekommt direkt auf der Anbieterseite eine Geschenkoption angeboten.

Ja, richtig gehört. Die Mobilfunktochter Freenet von Mobilcom-Debitel hat ein eigenes Streaming-Angebot. Den Dienst gibt es schon seit 2018. Aktuell verlangt der Anbieter rund einen Euro für den ersten Monat, danach kostet der Dienst fünf Euro im Monat.

Im Angebot sind rund 1000 Filme und Serien enthalten. Wer genau hinschaut, stellt aber rasch fest: Hier ist zumindest auf den ersten Blick wenig Attraktives dabei, zu den bekannteren Filmen zählen Wonder Woman 1984, Drive sowie Texas mit Helge Schneider oder Police Story aus dem letzten Jahrtausend. Als Geschenk zudem interessant: Sämtliche Teile des Winnetou-Epos sind nun ebenfalls im Sortiment. Unter den Serien findet man Urmel oder die britische Produktion Doc Martin mit sechs Staffeln. Bei der Sprachauswahl steht deutsch, manchmal englisch zur Verfügung und die maximale Auflösung beträgt Full-HD.

Freenet Video streamt man auf Wunsch auf fünf Geräten gleichzeitig. Es gibt Apps für iOS, Android, Chromecast, Fire TV Stick und Apple TV. Ein Download der Inhalte ist nicht möglich.

Mit Zusatzangeboten wird Freenet Video etwas attraktiver. Für rund fünf Euro kann man sich aktuelle Filme leihen, für rund 15 Euro auch kaufen. Das ist letztlich auch das Konzept hinter Freenet Video, denn es wird durch den Video-on-Demand-Anbieter Videociety betrieben.

Rein in Hinblick auf das Angebot zum Paketpreis lohnt sich Freenet Video zurzeit nur bedingt. Für einen Euro kann man den Dienst schon mal für einen Monat mitnehmen und Winnetou streamen. Das beinhaltete Angebot wird aber kaum über den Gratiszeitraum hinaus reichen, außer man zieht sich wirklich alle sechs Staffeln von C-Serien wie Profiling Paris oder Doc Martin rein.

Joyn ist der Nachfolger von Maxdome aus dem Hause ProSiebenSat.1 Media und Discovery. Die kostenpflichtige Variante Joyn Plus ist zum Testen für einen Monat kostenlos, danach zahlt man sieben Euro im Monat. Viele ehemalige Maxdome-Inhalte wie La La Land oder John Wick sind hier zu finden. Unter anderem stehen dem Nutzer 14 Staffeln von Criminal Minds, 9 Staffeln von The Walking Dead und 12 Staffeln Doctor Who zur Verfügung. Auch die vierte Staffel von Fargo gibt es bereits bei Joyn Plus. Netflix-Kunden müssen darauf derzeit noch warten. Bei den Filmen findet man aktuell unter anderem Der Marsianer, Ghostbusters, Ironman und Passengers.

Neben dem Streaming-Dienst umfasst Joyn Plus zusätzlich 60 Live-TV-Sender, darunter Pro Sieben und Kabel Eins sowie die Mediatheken der Sender und Eigenproduktionen wie Jerks, Mocro Maffia und Deadly Class. Die Inhalte werden maximal in HD ausgeliefert. Ein Download der Inhalte ist nicht möglich.

Joyn Plus gibt es für Android und iOS sowie für Apple TV und Fire TV Stick. Allerdings ist der Dienst nur auf einem Gerät nutzbar – wer also einen Account mit der Familie teilen möchte, kann das vergessen. Eine Sprachauswahl oder Untertitel gibt es ebenfalls nicht.

Die Bedienung von Joyn gestaltet sich hingegen einfach und verständlich und erinnert an das Design von Netflix oder Disney+. Der Gesamteindruck von Joyn Plus ist stimmig und der Zugriff auf das umfangreiche Angebot an Filmen und Serien rechtfertigen die sieben Euro im Monat. Dass man Joyn Plus aber nur an einem Gerät gleichzeitig nutzen kann, dürfte dem Dienst auf kurz oder lang Schwierigkeiten bereiten.

Einen Probemonat von Netflix gibt es nicht mehr. Wer den Dienst will, muss direkt bezahlen. Mindestens 8 Euro kostet das Abo für ein einzelnes Gerät in SD-Qualität derzeit. Wer mehr als einen Nutzerzugang und Full HD braucht, zahlt 12 Euro und wer vier Zugänge und UHD-Auflösung will, muss 18 Euro im Monat berappen. Alle Abos haben dafür den unbegrenzten Zugang auf alle Filme und Serien sowie eine breite Palette an Sprach- und Untertitelauswahl. Der Download für die Offline-Wiedergabe von Inhalten ist in jedem Paket möglich.

Netflix gilt als die Mutter des Streamings. Auch wenn das natürlich nicht stimmt, hat der Dienst ein beachtliches Angebot und eine überaus geschickte Empfehlungsfunktion. Denn Netflix stimmt die angezeigten Filme und Serien mit dem persönlichen Nutzerverhalten ab und ergänzt die Empfehlungen um beliebte Angebote, die aktuell in Deutschland von anderen Nutzern angesehen werden. Vor allem zu Anfangszeiten war das für Netflix wichtig, denn das Angebot zum Deutschlandstart war 2014 mehr als gering.

Mittlerweile bietet der Dienst eine breite Palette an Eigenproduktionen von Filmen und Serien an – eine genaue Zahl gibt es nicht. Das Angebot an Serien überwiegt aber gefühlt. Neben erfolgreichen Titeln wie Orange is the New Black und Altered Carbon, hat der Dienst mittlerweile eine wahre Serienmacht. Marco Polo, Ozark, Castlevania, Haus des Geldes, Better Call Saul oder Peaky Blinders sind nur ein paar Beispiele.

Daneben findet man Produktionen anderer Studios wie Rick and Morty, Gossip Girl, Naruto, Family Guy oder The Walking Dead. Etwas schade: Wie Amazon oder Joyn hat auch Netflix fast nie alle Staffeln einer Serie im Angebot. Bei der Filmauswahl hat Netflix ein stetig wechselndes Angebot, es gibt auch hier Eigenproduktionen, darunter The Irishman mit Hollywood-Stars wie Robert De Niro und diverse Filme mit Dwayne "The Rock" Johnson.

Ganz neu sind Spiele. Wer Netflix bucht, erhält seit circa Anfang November 2021 Zugriff auf Games. Das derzeitige Angebot ist noch stark eingeschränkt; es gibt nur wenige 2D-Spiele etwa zu eigenen Serien wie Stranger Things.

Netflix gibt es für Android, iOS, Xbox und Playstation sowie für Apple TV und Fire TV Stick. Überdies findet sich Netflix bei diversen Smart-TVs direkt als Dienst integriert oder sogar als Taste auf der Fernbedienung.

Wer entsprechend auf spannende, dramatische oder lustige Serien steht und gerne über längere Zeiträume bei einem Thema bleibt, wird Netflix mögen. Das Serienangebot ist hervorragend. Zeitweise versuchte Netflix auch interaktive Serien mit dem Zuschauer – unterm Strich hat man das Gefühl, dass sich der Dienst laufend weiterentwickelt. Die Auswahl an Filmen ist hingegen nicht so ausgeprägt wie etwa bei Disney+ oder Amazon Prime. Eigenproduktionen dominieren das Programm. Dafür tauscht Netflix sein Angebot regelmäßig aus und versorgt die Zuschauer mit einem abwechslungsreichen Programm.

Wer Netflix verschenken will, greift am besten zur Guthabenkarte. Die gibt es etwa mit 25 bis 150 Euro bei Amazon.

Sky Ticket ist das Streaming-Angebot von Sky, das ohne ein längerfristiges Abo oder Decoder auskommt. Zur Auswahl stehen drei verschiedene Pakete: Serien, Filme oder Live-Sport. Je Option verlangt Sky 10 bis 30 Euro im Monat.

Neben dem Sportprogramm aus Formel 1 und den Samstagsspielen der Fußball-Bundesliga bietet Sky Ticket weit über 1.000 Filme, rund 100 Serien und diverse Eigenproduktionen. Zu den aktuellen Highlights zählen primär Serien wie die aktuelle Staffel Rick and Morty, 4 Blocks oder die Eigenproduktion Das Boot oder Chernobyl sowie alle Folgen von Game of Thrones.

Sky Ticket bekommt man für Android und iOS, Playstation und Xbox, Apple TV, Chromecast sowie diverse Smart-TVs. Eine App für den Amazon Fire TV Stick gibt es mittlerweile auch. Maximal zwei Nutzer können das Angebot von Sky Ticket gleichzeitig beanspruchen.

Bei der Sprachauswahl bietet Sky überwiegend Englisch und Deutsch an. Gleiches gilt für Untertitel. Die maximale Auflösung beträgt Full-HD. Die Bedienung von Sky Ticket ist nutzerfreundlich und leicht verständlich.

Rundum ist Sky Ticket ein attraktives Angebot für alle, die Filme kurz nach der Erstausstrahlung im Kino sehen wollen und auf Serien von US-Sendern wie FOX oder HBO stehen. Preislich liegt Sky Ticket deutlich über den Angeboten der Mitbewerber. Mit etwas Glück bekommt man die Kombi aber auch schon für 15 Euro monatlich und liegt somit etwa beim teuersten Netflix-Paket.

Dazn bietet seit 2016 Sportveranstaltungen als Streaming-Angebot. Vor allem für Spiele der deutschen Bundesliga, aber auch für große Sportevents aus American Football, Dart, Ski, Basketball oder Handball ist der Dienst gefragt.

Im Januar 2022 hat Dazn bekanntgegeben, dass der Dienst für Abonnenten teurer wird. Zum 1. Februar 2022 erhöht DAZN seine Preise. Wer noch bis zum 31. Januar 2022 ein Abo abschließt, profitiert bis zum 31. Juli 2022 von den bisherigen Tarifen mit 14,99 Euro/Monat oder einem Jahresabo für einmalig 149,99 Euro. Wer im Endspurt der Bundesliga sparen möchte, sollte deshalb jetzt noch zugreifen. Gutschein- und Geschenkkarten dafür gibt es bei Amazon.

Ab Februar kostet das Monatsabo dann 29,99 Euro. Bei einer einjährigen Laufzeit wären 24,99 Euro monatlich fällig. Günstiger ist die einmalige Zahlung von 274,99 Euro für 1 Jahr. DAZN besitzt die Rechte für die Bundesligaspiele am Freitag und Sonntag sowie für die Champions League abgesehen von einer Partie am Dienstag, die nur Amazon Prime Video überträgt.

Wer jährlich 80 Euro für Amazon Prime zahlt, erhält Video, Versand und Musik kostenlos. Das Musikangebot ist jedoch mit gut zwei Millionen Songs bei Amazon Music eingeschränkt. Wer eine wirklich breite Palette will, muss monatlich 8 Euro extra zahlen, um Amazon Music Unlimited zu erhalten. Dann hat man Zugriff auf 75 Millionen Songs und Podcasts. Die ersten drei Monate gibt es gratis für Neukunden.

Besonderheit von Amazon Music Unlimited ist die Unterstützung vom Dolby Atmos für Surround-Sound. Wer raumfüllenden Klang damit genießen will, braucht allerdings ein kompatibles Soundsystem oder Kopfhörer mit der Technologie. Weitere Informationen dazu haben wir im Geschenkratgeber Soundbars zusammengefasst.

Zugriff auf Amazon Music Unlimited erhält man per App für Android und iOS, via Amazon Echo oder Fire TV Stick sowie via Google Home. Eine Verbindung über Apple Homepod ist nicht möglich.

Als Geschenkoption kann man Amazon Prime entweder für den zu Beschenkenden als Abo abschließen oder ihm eine Gutscheinkarte zukommen lassen.

Fazit: Amazon Music Unlimited ist für alle geeignet, die bereits ein Amazon-Prime-Abo beziehen. Der Dienst bietet eine der umfassendsten Musikbibliotheken auf dem Markt, unterstützt Dolby Atmos und ist auf vielen Endgeräten verfügbar.

Wer iPhone, iPad, Apple TV oder Apple Homepod besitzt, greift zu Apple Music. Für den Homepod ist der Dienst nahezu die einzige Möglichkeit, um Musik zu streamen. Andersherum ist Apple Music aber auch auf PCs, Android-Smartphones, der Xbox oder Playstation sowie Sonos-Lautsprechern, Amazon Echo, Google Home und Samsung Smart-TVs verfügbar.

Wie bei Amazon Music Unlimited wird Dolby Atmos unterstützt. Ferner kann man Lieder sogar in Hi-Res-Audio streamen. Die Musikbibliothek umfasst 90 Millionen Songs und Podcasts.

Drei Monate Apple Music gibt es gratis. Danach zahlt man 10 Euro für einen Einzelaccount oder 15 Euro im Monat für einen Familienaccount. Alternativ verschenkt man eine Guthabenkarte. Zudem gibt es noch die Alternative mit dem Service Apple One. Dieser bietet Apple TV+, Music, Arcade und iCloud mit 50 GByte Speicher ab monatlich 15 Euro.

Fazit: Wer auf Hi-Res-Audio und Dolby Atmos Wert legt und einen Apple Homepod besitzt, sollte zu Apple Music greifen.

70 Millionen Songs, Hörbücher und Podcasts bietet Deezer. Den Dienst gibt es kostenfrei mit Werbung und eingeschränktem Angebot. Wer mehr will, muss zahlen. Die ersten drei Monate sind kostenfrei. Danach liegt der Dienst bei 10 Euro im Monat oder rund 90 Euro im Jahr. Auch als Geschenkkarte gibt es Dienst etwa via Amazon.

Unter allen hier aufgelisteten Streaming-Anbietern ist Deezer mit den meisten Endgeräten kompatibel. Unter anderem gibt es den Dienst für Android und iOS, für Sprachassistenten von Apple, Amazon und Google, für Audiosysteme wie Bose, Bluesound, Bang & Olufsen und Denon sowie für Smartwatches, Autos und Spielekonsolen. Eine Übersicht hat der Hersteller hier zusammengefasst. Leider verzichtet Deezer auf Hi-Res-Audio und Dolby Atmos.

Fazit: Deezer ist mit unfassbar vielen Endgeräten kompatibel. Das ist das größte Alleinstellungsmerkmal des Anbieters. Bei der Auswahl an Songs kann er mit Amazon Music Unlimited mithalten. Wer audiophil ist und eine hohe Klangqualität wünscht, wird bei Deezer mit fehlendem Hi-Res-Audio womöglich aber nicht glücklich.

Napster bietet 60 Millionen Songs und Hörbücher. Den Dienst gibt es direkt vom Anbieter oder via Aldi Musik als Kooperationspartner. Unterschiede zwischen den Bezugsquellen gibt es vordergründig beim Preis. Bei Napster zahlt man rund 10 Euro im Monat, bei Aldi 8 Euro. Zudem ist Napster in Autos von Audi, BMW oder Mini ab den Baujahren 2013/2014 verfügbar. Das kann Aldi Musik nicht.

Ansonsten erhält man beide Dienste via App für iOS und Android, auf Lautsprechern von Raumfeld, Yamaha und Sonos sowie auf Mac und PC. Eine Anbindung an Google Home, Amazon Alexa oder Apple Homepod ist nicht möglich. Beide Dienste unterstützen weder Hi-Res-Audio noch Dolby Atmos.

Fazit: Napster beziehungsweise Aldi Musik sind Nischenprodukte. Wer für ein spezielles Automodell oder spezielle Soundsysteme einen Streaming-Dienst sucht, kann mit Napster Freude haben. Wer den Dienst via Sprachassistent steuern will, Hi-Res-Audio oder Dolby Atmos sucht, ist hier aber falsch.

Wie Deezer oder YouTube Music ist Spotify kostenfrei. Dann gibt es allerdings Werbung und Offline-Playlisten sind nicht verfügbar. Wer das nicht will, bekommt Spotify Premium für drei Monate kostenfrei. Im Anschluss zahlt man monatlich 10 Euro beziehungsweise 13 Euro als Duo-Tarif für zwei Personen oder 15 Euro als Family-Account für maximal sechs Nutzer.

Spotify ist auf Android und iOS sowie Amazon Alexa, Google Home, Sonos, Xbox, Playstation und sogar in der Chat-App Discord verfügbar. Eine Anbindung an Apple Homepod ist nicht möglich. Leider verzichtet auch dieser Dienst auf Hi-Res-Audio und Dolby Atmos.

Tidal bietet mit über 80 Millionen Songs ein sehr breites Portfolio. Der Dienst richtet sich mit seinem Angebot vorrangig an audiophile Kunden, Hi-Res-Audio und Dolby Atmos werden unterstützt. Dafür zahlt man 20 Euro im Monat.

Auch bei der Auswahl unterstützter Geräte merkt man, dass Tidal sich an akustisch anspruchsvolle Nutzer richtet. Vor allem Lautsprechersysteme von Sonos, Roon, Bluesound, Denon, Yamaha, Onkyo & Co. werden unterstützt. Daneben auch Android und iOS sowie PC, Mac, Fire TV, Google Chromecast und mehr. Eine komplette Übersicht hat der Anbieter hier zusammengefasst.

Bei unserer persönlichen Nutzung haben wir uns mit der Musikbibliothek von Tidal schwergetan. Der Dienst ist eher für Kenner ausgelegt, die keine Musikvorschläge wünschen, sondern ganz konkret nach Inhalten suchen.

Fazit: Wer Musik über Amazon Alexa oder Google Home steuern will, ist bei Tidal falsch. Der Dienst ist für audiophile Kunden gedacht, die genau wissen, was sie suchen.

Tidal-Alternative Qobuz bietet 70 Millionen Songs. Der Dienst bietet Hi-Res-Audio bereits für 13 Euro im Monat. Für 15 Euro im Monat erhält man zusätzlich noch redaktionelle Beiträge rund um Audio, Musiker und Alben.

Wie Tidal ist Qobuz über unzählige Audio-Systeme nutzbar. Zudem gibt es Apps für Android, iOS, Mac und PC. Eine Anbindung via Amazon Alexa, Apple Homepod oder Google Home ist nicht möglich.

Fazit: Qobuz ist die aufgeräumte Version von Tidal, die es zudem noch deutlich günstiger gibt und Hintergrundinformationen zu Musik und Künstlern bietet. Wer audiophile Freunde oder Familie hat, kann hier ein schönes Gesamtpaket verschenken.

YouTube Music ist kostenlos. Der Dienst bietet eine sehr umfassende Bibliothek an aktuellen Hits, Alben und Hörbüchern. Genaue Angaben zum Umfang des Musikangebots gibt YouTube nicht. Wir haben den Dienst drei Monate ausprobiert und konnten jeden Song finden, den wir wollten. Die Oberfläche der App ist sehr aufgeräumt und leicht verständlich.

Wer YouTube Music ohne Werbung, mit besserer Audioqualität und auch offline nutzen will, muss Geld bezahlen. Hier liegt man bei 10 Euro im Monat. Einen Probemonat gibt es kostenlos. Wir würden allerdings eher zum Angebot von YouTube Premium raten. Das gibt es als Familientarif für monatlich 18 Euro. So kann man mit bis zu fünf Freunden den Account teilen. YouTube Premium bietet neben YouTube Music auch werbefreies Videostreaming des kompletten Angebots von youtube.com.

Bei der Verfügbarkeit ist YouTube Music allerdings eingeschränkt. Den Dienst gibt es als App für Android und iOS sowie für Google Home und einzelne Fernseher. Eine Anbindung an Amazon Alexa oder Apple Homepod ist derzeit offiziell nicht möglich.

Als Geschenkkarte gibt es YouTube Music nicht. Hier kann man wahlweise einen Familientarif abschließen und den Zugang teilen oder Android-Nutzern eine Guthabenkarte für Google Play schenken.

Fazit: YouTube Music macht aus unserer Sicht vorwiegend in Verbindung mit YouTube Premium Sinn. Wer regelmäßig Streams auf der Videoplattform schaut und diese werbefrei will, erhält einen potenten Musik-Streaming-Dienst im Abo gleich mit dazu.

Wer statt DVD-Boxen und CDs zeitgemäße Geschenke sucht, findet eine breite Auswahl an Streaming-Diensten für Video und Musik. Viele der Angebote gibt es als Gutscheinkarte, Familienabo oder Abogeschenk. Mit unseren jeweiligen Bewertungen wollen wir die Auswahl vereinfachen.

Wer deutlich günstiger an Streaming-Abos kommen will, sollte sich den Beitrag unserer Kollegen von heise Download ansehen. Er zeigt wie man Streaming-Angebote via VPN deutlich günstiger bekommt.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.