Ratgeber: die besten 3D-Drucker und Zubehör zu Weihnachten

3D-Drucker

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3D-Drucker bieten eine hohe Langzeitmotivation und sind nicht teuer. TechStage zeigt, welche Modelle geeignet sind und welche Angebote sich besonders lohnen.

Für Hobby und Werkstatt sind 3D-Drucker eine praktische Ergänzung. Neben Ersatzteilen lassen sich damit auch Prototypen, Funktionsteile oder Dekorationen drucken. Das Handling und die Zuverlässigkeit der Geräte haben sich in den letzten Jahren signifikant verbessert. Mit Preisen von unter 150 Euro sind die Geräte auch für interessierte Einsteiger geeignet.

Dieser Ratgeber gehört zu unserer Themenwelt 3D-Drucker. Hier finden sich neben Einzeltests zahlreiche Ratgeber und unserer Top 10. Wer mehr Grundsatzinformationen zum Thema sucht, sollte einen Blick in unseren Artikel 3D-Drucker: Alle wichtigen Informationen für den Einstieg werfen.

Bevor man sich für ein konkretes Modell entscheidet, sollte man klären, welche Druck-Technik für die eigenen Ansprüche geeignet ist.

Die meisten Drucker arbeiten mit dem FDM-Verfahren (Fused Deposition Modeling). Hierbei wird auf einer Spulte aufgewickelter Kunststoff, das sogenannte Filament, geschmolzen und Schicht für Schicht in Form aufeinandergelegt. Das Preis-Leistungs-Verhältnis der Geräte ist ausgezeichnet, allerdings sind sehr günstige Drucker häufig fummelig – und wer ein ordentliches Druckergebnis will, muss die Druckparameter sehr exakt einstellen.

Bei Resin-Druckern wird ein zähflüssiges Harz mit UV-Licht belichtet, welches dabei schichtweise aushärtet. Die Technik hat eine deutlich höhere Auflösung, ermöglicht damit ein genaueres Druckbild und ist zuverlässiger in der Handhabung. Die Kosten für Drucker und Harz sind zwar enorm gefallen, weswegen sie jetzt auch für den Hobby-Einsatz interessant werden. Trotzdem liegen die Druckkosten höher als beim FDM-Verfahren.

In Sachen Druckqualität hat Resin klar die Nase vorn. Durch die sehr viel geringeren Schichtdicken von 0,01 bis 0,2 mm sehen die Drucke fast wie aus einem Guss aus. Oberflächen sind glänzend glatt und Ecken scharfkantig. Selbst kleinste Details bleiben erhalten.

Bei der Schmelztechnik liegt die reguläre Schichtdicke bei etwa 0,2 bis 0,3 mm, was eine deutlich sichtbare Stufenbildung zur Folge hat. Gerade bei sehr filigranen Druckobjekten kommen FDM-Drucker an ihre Grenzen. Details gehen verloren und Kanten sind eher rund statt eckig. Wer seinen FDM-Drucker ordentlich kalibriert, kann mit etwas Nacharbeit (nachbearbeiten) aber trotzdem sehr ordentliche Ergebnisse erreichen. Grundvoraussetzung hierfür ist, dass das Druckobjekt nicht zu kleinteilig ist.

Mehr Informationen gibt es im Artikel UV-Harz oder Kunststoff-Filament: 3D-Drucker im Vergleich.

Während wir vor einigen Jahren noch die meisten Drucker optimieren und tunen mussten, bevor sie vernünftige Ergebnisse lieferten, funktioniert das heute selbst bei günstigen Einsteigergeräten ab Werk. Zwar müssen die meisten Budget-Drucker erst zusammengebaut werden, das ist in der Regel aber auch für ungeübte Einsteiger machbar. Am besten ist der Griff zu einem Bausatz mit fertig vormontierten Komponenten, hier dauert die Montage nur zwischen 20 und 60 Minuten. Kleinteilige Bausätze können hingegen auch mal acht Stunden brauchen, bis sie vollständig aufgebaut sind.

Am günstigsten und kompaktesten sind Drucker in der sogenannten Bettschubser-Bauweise mit einem durchschnittlichen Bauraum von etwa 20 x 20 x 20 cm. Diese sind in der Regel zwar etwas langsamer als XY-Core-Drucker, bieten allerdings die gleiche Druckqualität bei gleichzeitig niedrigeren Anschaffungskosten.

Einen preiswerten Einstieg bietet etwa der Artillery Hornet (Testbericht), welchen es derzeit bei Tomtop für 125 Euro mit kostenloser Lieferung aus einem deutschen Lager gibt. In der Regel kostet das Modell circa 200 Euro – auch dieser Preis ist angesichts der ausgezeichneten Performance gerechtfertigt. Der Drucker ist zwar nur bedingt zum Tunen geeignet, er bietet aber ab Werk ein ordentliches Druckbild und ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Eine Alternative dazu wäre die Update-Version des Ender 3 (Testbericht). Der Creality Ender 3 V2 kostet knapp 200 Euro und bietet eine riesige Community, mit zahlreichen Hilfestellungen und verfügbaren Tuning-Teilen. Bei Tomtop ist das Modell mit dem Code BLACKENDER3V2 aktuell für 170 Euro zu haben.

Etwas mehr Komfort und eine größere Materialauswahl bietet etwa unser Testsieger der Anycubic Vyper (Testbericht) für etwa 290 Euro. Der Drucker bietet etwa eine Auto-Leveling-Funktion und so muss man hier das Druckbett nicht händisch einstellen. Die Hauptvorteile des Vyper sind aber die Tatsache, dass er sehr zuverlässig arbeitet und ab Werk flexibles TPU-Filament verarbeiten kann. Das automatische Leveling klappt aktuell nur mit wenigen Druckern. Eine Alternative zum Vyper wäre etwa der Creality CR-6 SE für 325 Euro. Aktuell gibt es den CR-6 SE bei Tomtop für faire 200 Euro. Der Code für die Aktion lautet BLACKCR6SE.

Sollen die 3D-Drucke größer sein, sollte man sich nach einem Gerät mit XL-Bauraum umsehen. Hier kommen etwa der Anet A8 Plus (Testbericht) mit 30 x 30 x 35 cm oder der Creality CR-10 mit 30 x 30 x 40 cm infrage. Der Bausatz des Anet A8 Plus kostet regulär knapp 180 Euro. Bei Tomtop ist das Modell aktuell ab 107 Euro erhältlich. Den Creality CR-10 gibt es zum Black Friday ab 300 Euro. Der Normalpreis liegt bei etwa 485 Euro.

Geht es in erster Linie um den Preis, sollte man die aktuellen Sonderpreise nutzen. Alternativ zeigen wir in einem eigenen Artikel die 15 günstigsten 3D-Drucker. Die günstigsten Modelle mit großem Bauraum zeigen wir im Ratgeber Größer drucken ohne Aufpreis: Riesen 3D-Drucker ab 199 Euro.

Das wichtigste Zubehör für FDM-Drucker ist zweifelsohne das Filament. Die Auswahl an verschiedenen Farben und Materialeigenschaften ist riesig. Wer bereits einen 3D-Drucker hat, wird sich immer über frisches Druckmaterial freuen. Am einfachsten zu drucken ist das Filament PLA. Mit etwas Erfahrung im 3D-Druck sind auch Wood-Filament oder PETG empfehlenswert.

Wer sich wegen Material- und Farbwahl unsicher ist, kann auch Zubehör für die richtige Aufbewahrung verschenken. Mehr dazu im Ratgeber 3D-Drucker: Filament richtig aufbewahren, lagern und trocken.

Resin-Drucker sind erst seit wenigen Jahren erhältlich und erschwinglich. Zwar ist deren Bauraum deutlich kleiner als bei Filament-Druckern, die niedrigen Druckschicht-Höhen erlauben allerdings deutlich kleinteiliger und detailliertere Druckobjekte. Für kleine Table-Top-Figuren oder Architektur-Modelle sind die Drucker somit deutlich besser geeignet als die Filament-Drucker.

Wer mit einem solchen Drucker arbeitet, braucht allerdings ausreichend Platz für sein Hobby. Zwar sind die Drucker selbst recht kompakt, allerdings müssen die Druckerzeugnisse nach dem Drucken aufwendig gereinigt werden. Und dafür braucht man Platz und einen gut durchlüfteten Raum.

Einen optimalen Einstieg in die Welt der Resin-Drucker ermöglicht etwa das Modell Creality Halot One (Testbericht) für etwa 139 Euro. Dieser hat einen Bauraum von 127 x 160 x 80 mm. Zwar gibt es andere ähnlich teure Drucker mit theoretisch höherer Auflösung, das Druckbild des Holet One ist allerdings über jede Kritik erhaben. Derart gute Ergebnisse bei ähnlich hoher Druckgeschwindigkeit hat in der Praxis bisher nur der Anycubic Mono X (Testbericht) geliefert. Dieser punktet neben der hohen Druckqualität mit seinem überdurchschnittlich großen Bauraum von 192 x 245 x 120 mm. Mit Preisen zwischen aktuell 439 und regulär 499 Euro ist der Mono X allerdings auch ein ganzes Stück teurer.

Wer erst einmal mit dem Resin-Druck anfangen will, bekommt auch andere günstige Geräte. In der Regel liefern auch die ordentlichen Ergebnisse, allerdings bei deutlich niedrigerem Tempo. Mehr Einzeltests und einen Resin-Ratgeber findet man in unserer Themenwelt Resin-Drucker.

Wer bereits einen Resin-Drucker besitzt, wird sich wegen der hohen Preise immer über Materialnachschub freuen. Mehr Informationen zu den unterschiedlichen Harzen gibt es im Ratgeber Resin für 3D-Drucker: Flexibel, extra stabil oder abwaschbar.

Um die Reinigung der Druckobjekte zu vereinfachen, bietet sich der Kauf einer Cure-and-Wash-Station an. Diese Geräte helfen beim Befreien von flüssigem Harz und beim Nachtrocknen. Infrage kommen hier etwa die Creality UW-01 (Testbericht) oder die Cure&Wash-Station von Anycubic (Testbericht).

Weiteres sinnvolles Zubehör für Resin-Drucker haben wir in einem eigenen Ratgeber zusammengefasst.

3D-Drucker sind längst kein Nerd-Thema mehr. Fertige 3D-Modelle gibt es mittlerweile kostenlos (Ratgeber) und wer im Bereich 3D keine Erfahrung hat, findet sich dank zahlreicher Ratgeber und Foren schnell zurecht.

Zwar ähneln sich die Drucker laut Datenblatt – in der Praxis haben wir allerdings schon so manche Überraschung erlebt. Wer sich für einen Drucker entscheidet, sollte sich im Vorfeld Einzeltests dazu ansehen. Unsere Top 10: Die besten 3D-Drucker für Filament und Resin zeigt, welche Modelle in der Praxis überzeugen.

Mehr Ratgeber, Einzeltests und Vergleiche gibt es in unserer Themenwelt 3D-Drucker.

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