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Billigheimer: Tablets von 40 bis 150 Euro

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Wer ein Tablet haben möchte, muss dafür nicht unbedingt viel Geld ausgeben. Wir zeigen, wieviel Tablet man bis 150 Euro bekommt.

Das Smartphone ist schon praktisch – es ist immer dabei und kann fast alles. Zum bequemen Lesen und bisweilen auch zum besseren mobilen Spielen fehlt aber oft ein größeres Display. Hier kommen Tablets ins Spiel. Nicht jeder will allerdings nach dem Smartphone auch noch einmal mehrere hundert Euro für so ein Surfbrett ausgeben, doch das ist auch gar nicht unbedingt nötig. Der Einstieg beginnt schon unter 50 Euro.

Dass dabei keine High-End-Technik erwartet werden kann, sollte jedem klar sein. Im Detail setzen Hersteller im untersten Preissegment auf wenig performante Chipsätze, kleinen Speicher, Displays mit niedriger Auflösung und alte Betriebssysteme. Um letzteres weitgehend zu vermeiden, haben wir uns für diesen Ratgeber nur Tablets ab 2020 angeschaut. Beim Datenspeicher sollten Nutzer gleich eine von allen Billigheimern akzeptierte Micro-SD-Karte oder Cloud-Speicher mit einplanen, mit kleinem Arbeitsspeicher müssen sie hingegen leben. Unter 2 GByte sollte der aber nicht liegen.

In Kombination mit eher schwachen Prozessoren sind Ruckler in Apps wie Spielen dabei vorprogrammiert – wer damit nicht leben will, der muss deutlich tiefer in die Tasche greifen. Oder einen ganz anderen Weg einschlagen: Cloud-Gaming, etwa von Shadow (Ratgeber) . In Sachen Performance ist die niedrige Auflösungen von günstigen Tablets entgegen des ersten Eindrucks übrigens sogar vorteilhaft: Je weniger Pixel der Chipsatz berechnen muss, desto weniger Power braucht er dafür. Daher ist normalerweise bei Billigheimern zwar keine Rede von ruckelfreiem Gaming, im Alltag macht sich die schwache Leistung aber oftmals nicht zu stark bemerkbar.

Auch bei der Größe müssen Interessenten Abstriche machen: Die typischen 10-Zöller fangen erst bei etwa 80 bis 100 Euro an, darunter findet man nur 7- und 8-Zöller. Ob sich deren Kauf lohnt, hängt vor allem von den eigenen Ansprüchen ab. Wer ein Smartphone jenseits der 6 Zoll sein Eigen nennt, sollte lieber gleich zu 10 Zoll greifen. Besitzer eines kleineren Mobiltelefons werden eher einen Unterschied zu einem Tablet mit 7 Zoll bemerken und auch auf Reisen ist so ein kompaktes Modell vorteilhafter.

Wir haben unser Augenmerk auf Tablets ab 2020 gelegt. Denn bei Tablets ist die Update-Politik bei vielen Herstellern generell noch etwas schlechter als bei Smartphones – umso mehr bei günstigen Tablets. Damit wenigstens halbwegs aktuelle Android-Versionen drauf sind, ist es am besten, keine zu alten Modelle zu kaufen.

Unter 50 Euro haben wir dieses Mal keine Tablets gefunden, die in unseren Filter passen und empfohlen werden können.

Tipp: In unserem Preisvergleich können Interessenten nicht nur den Preisverlauf von Tablets sehen, sondern auch einen Preisalarm mit gewünschtem Kaufpreis setzen, bei dessen Erreichen eine Benachrichtigung erfolgt.

Empfehlenswerte Tablets starten in unseren Augen derzeit ab rund 85 Euro – und auch hier bekommt man dafür natürlich keine Leistungsmonster. Dennoch: Das Amazon Fire HD 8 (2020) punktet mit für das Geld viel Speicher (32 GByte) und USB-C. Das Display ist dem Namen entsprechend 8 Zoll groß und wird mit 1280 × 800 Pixel befüllt - Standard bei günstigen Tablets. Als Antrieb kommt ein Quad-Core von Mediatek zum Einsatz, GPS oder gar LTE sucht man vergebens. Außerdem ist das Tablet zu diesem Preis mit Werbung versehen. Wie sich das umgehen lässt und statt der Amazon- die Google-Dienste auf dem Gerät landen, zeigen wir im Ratgeber Amazon-Tablets mit Google-Apps . Wir würden übrigens 5 Euro mehr ausgeben und dafür die 64-GByte-Version nehmen.

Wer weder Amazon, noch Google-Dienste haben will, ist mit dem Matepad T8 von Huawei bestens bedient. Auch hier gibt es ein 8-Zoll-Display, als Antrieb dient aber ein Octa-Core von Mediatek und GPS ist auch mit dabei. Dafür gibt es nur Micro-USB und 16 GByte internen Speicher. Android 10 ist bereits verfügbar. Wir würden - wenn es denn das T8 sein soll – die LTE-Version und 32 GByte Speicher nehmen - für gerade einmal 16 Euro mehr.

Ab 100 Euro gibt es auch 10 Zoll (ca. 25 cm). Am günstigsten ist das Lenovo Tab M10. Es bietet nicht nur ein 10,1 Zoll großes Display (wie alle Modelle in diesem Preisbereich mit 1280 × 800 Pixel), sondern wird als große Ausnahme von einem Qualcomm-Chip angetrieben. Der Snapdragon 429 wird von 2 GByte RAM unterstützt, Daten landen im 16 GByte großen Speicher (erweiterbar). Bäume reißt diese Konfiguration zwar auch nicht aus, in dieser Preisregion ist das aber auch nicht zu erwarten.

Für nur wenig mehr Geld bietet Hersteller Peaq das Pet 100 an. Zwar sind hier weiterhin nur 2 GByte RAM eingebaut und der Chipsatz ist wieder ein Quad-Core von Mediatek, dafür gibt es 32 GByte erweiterbaren Speicher, GPS und LTE. Wie so oft verharrt das Tablet wie auch das Lenovo Tab M10 noch auf dem längst überholten Android 9, Käufer sollten aber auch nicht zwingend mit Updates rechnen.

Es geht auch bei Tablets billig, sogar noch billiger als bei den hier aufgezählten Modellen. Die können wir aber nicht mehr ruhigen Gewissens empfehlen. Natürlich kann man selbst mit günstigeren Modellen zur Not (oder bei sehr niedrigen Ansprüchen) leben, halbwegs Spaß machen aber erst Modelle über 100 Euro. Hier gibt es (manchmal zumindest) sogar Full-HD und Achtkerner, was Darstellung und Performance im Zusammenspiel mit mindestens 2 GByte RAM klar verbessert.

Aufpassen sollten Interessenten beim Betriebssystem. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bieten in den unteren Preisregionen die Fire-Tablets von Amazon, die allerdings mit dem angepassten Fire OS nach Hause kommen. Das bringt neben kleinen Einschränkungen durch die forcierte Integration von Amazon- statt Google-Diensten vor allem Werbung von Amazon aufs Tablet. Wer das nicht haben will, muss zu teureren werbefreien Versionen oder anderen Herstellern greifen. Die bieten aber gerade in den untersten Preisregionen oftmals recht alte Android-Versionen an, die zumindest in der Theorie ein gewisses Sicherheitsrisiko bieten.

Wie immer gilt also auch hier: Wer mehr zahlt, bekommt mehr. Als groben Anhalt sprechen wir stark simplifiziert ab rund 200 Euro von ordentlichen Tablets, ab 350 Euro gibt es schon richtig gute Modelle. Mehr Tipps und Hilfe bei der Kaufentscheidung haben wir in unserem Artikel Kaufberatung: Wieviel Tablet ist wirklich nötig? zusammengestellt. Wer eher ein Tablet für die Schule daheim sucht, dem raten wir zum Ratgeber: Tablets für Homeschooling und Lernportale .

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