Preiswerte Laptops ab 500 Euro: Welcher AMD Ryzen ist die beste Wahl?

Huawei Matebook 16 mit AMD Ryzen 7 5800H

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Notebooks mit Ryzen-Prozessoren von AMD haben den Ruf eines guten Preis-Leistungs-Verhältnisses. Doch können diese CPUs mit Intel mithalten? Das Ergebnis überrascht.

Bei Windows-Notebooks teilt sich der Markt auf in Geräte mit Chips von Intel oder AMD. Die aktuellen Ryzen-Prozessoren bieten eine starke Leistung und eignen sich als Alternative zu Intels CPUs. Wir werfen einen Blick auf entsprechende Notebooks, zeigen welche Varianten es gibt und wo die Geräte die Nase vorne gegenüber Notebooks mit Intel-Chips haben.

Dieser Ratgeber gehört zur Themenwelt Laptop. Neben Einzeltests finden sich hier Beiträge zu den Themen Leicht aber stark: Kompakte Laptops unter 1000 Euro sowie Ultrabook vs. Convertible: Das darf ein Touch-Laptop kosten.

Als direkter Konkurrent zu den Chips von Intel tritt AMD mit der Ryzen-Reihe an. Analog zum Core i3, i5 und i7 stehen der Ryzen 3, 5 und 7 gegenüber. Der Ryzen 3 ist ähnlich wie der Core i3 für Einsteiger-PCs für unter 500 Euro gedacht. Der Ryzen 5 bedient die Mittelklasse und steht dem Core i5 gegenüber. Bei der Oberklasse der Notebooks duellieren sich der Intel Core i7 und der Ryzen 7. Core i9 und Ryzen 9 sind als High-End-CPUs bei Notebooks seltener anzutreffen und zudem teuer, weshalb wir auf diese nicht weiter eingehen in diesem Ratgeber.

Neben der allgemeinen Typenbezeichnungen bei Ryzen-Prozessoren ist zusätzlich je nach Generation die einzelne Baureihe zu unterscheiden. Die einzelnen Chips sind jeweils in die 3000er, 4000er sowie 5000er-Reihe eingeteilt. In dieser Übersicht konzentrieren wir uns auf die mobilen Chips von AMD für Notebooks. Die jüngsten Vertreter sind etwa der AMD Ryzen 3 5400U, AMD Ryzen 5 5600H sowie AMD Ryzen 7 5800H aus dem Jahr 2021. Diese nutzen bereits die neue Zen-3-Architektur und tragen den Beinamen „Cezanne“.

Häufig anzutreffen ist der AMD Ryzen 5 5500U sowie der Ryzen 7 5700U unter dem Codenamen „Lucienne“, der der früheren Generation mit Zen-2-Architektur angehört. Weiterhin im Handel sind Notebooks mit Ryzen-Chips der 4000er aus dem Jahr 2020 und zum Teil noch der 3000er-Reihe, die 2019 eingeführt wurde. Recht häufig anzutreffen sind der Ryzen 5 4600U und 4500U der Renoir-Generation mit Zen-2-Architektur sowie der Ryzen 5 4680U beim Surface Laptop 4 von Microsoft.

Der AMD Ryzen 5 3500U „Picasso“ von 2019 nutzt noch die Architektur Zen+ und findet sich verstärkt bei Notebooks im Preisbereich unter 500 Euro. Der AMD Ryzen 5 3500C ist eine modernisierte Version aus dem Jahr 2020. Beim preiswerteren Ryzen 3 ist der die Variante 5300U gefragt, häufiger finden sich noch Geräte mit der älteren Generation 3250U und 3250C.

Was die Kompatibilität der Ryzen-Prozessoren für ein kostenloses Update auf Windows 11 angeht: Alle Vertreter ab der 3000er-Reihe werden unterstützt. Prinzipiell empfiehlt es sich dennoch, eine möglichst aktuelle Generation zu wählen. Hier ist die Performance am höchstens.

Die aktuelle Chipkrise sorgt aber vermehrt für Lieferengpässe bei neun Chips und führt zu hohen Preisen. Im Idealfalls wählt man dennoch ein Modell der 5000er-Reihe oder wenigstens 4000er-Reihe. Bei der 3000er-Reihe sollte man nur zugreifen, wenn das Budget begrenzt ist oder das Preis-Leistungs-Paket besonders günstig erscheint.

Die Chips unterscheiden sich in einigen Punkten von Intel. Eines der auffälligsten Merkmale: AMD fertigt seine Ryzen-Prozessoren seit der 4000er-Reihe auf Transistoren im 7-Nanometer-Verfahren statt der bis dato üblichen 12 oder 14 Nanometer. Je kleiner ein Transistor, desto weniger Energie benötigt er für den Betrieb. Das bedeute mehr Energieeffizienz. Intel setzt erst seit der zehnten Generation namens „Ice-Lake“ auf 10 Nanometer.

Traditionell bieten Ryzen-CPUs mehr Kerne und Threads. Seit der 4000er-Generation sind es acht Kerne beim mobilen AMD Ryzen 7, sechs Kerne beim Ryzen 5 sowie vier Kerne beim Ryzen 3. Bei der neusten Generation „Cezanne“ mit Zen-3-Architektur sind es jeweils doppelt so viele Threads wie Kerne. Speziell bei Multi-Core-Aufgaben schneiden die AMD-Chips besser ab. Das ist nützlich beim Multitasking und sorgt für eine höhere Stabilität bei höherer Auslastung.

Verglichen damit kommen bei allen Intel-CPUs der Tiger-Lake-Mikroarchitektur (elfte Generation) vier Kerne zum Einsatz, wobei nur der Core i7 acht Threads nutzt. Beim Core i5 sind es vier Threads. Dafür ist beim Core i7 eine etwas höhere Taktfrequenzen von maximal 4,8 GHz möglich. Ein Wert, den sonst nur der AMD Ryzen 9 schafft. Der maximale Takt beim AMD Ryzen 7 mit Octa-Core liegt bei 4,4 GHz, beim Ryzen 5 sind es 4,2 GHz.

Das Huawei Matebook D16 (Testbericht) überzeugte uns im Test mit einer starken Leistung und erreichte beim Benchmark-Test von PCmark über 5100 Punkte mit einem Ryzen 5 der 4000er-Serie. Damit liegt der PC vor Geräten mit Core i5 der elften Generation, die im Fall des Acer Swift 5 (Testbericht) auf 4700 Punkte kommen. Allerdings war die Akkulaufzeit mit unter 8 Stunden nicht ganz so ausdauernd wie beim Acer-PC.

Wie stark der aktuelle 7er ist, zeigen das neue Huawei Matebook 16 (Testbericht) sowie das Lenovo Yoga Slim 7 Pro (Testbericht). Beim Benchmark-Test von PCmark erreichten beide Geräte über 6300 Punkte – einer der besten Ergebnise unser bisher getesteten Laptops.

Kleine Laptops sind nicht für jeden gedacht. Wer einen Rechner benötigt, mit möglichst großem Display und einer ausladenden Tastatur, findet bei einem Notebook ab 15 Zoll eine bessere Alternative. Diese Geräte eignen sich auch als sogenannten Desktop Replacement Computer – also als Ersatz eines PCs am Schreibtisch.

Dafür passen die Geräte nicht mehr ohne Weiteres in jeden Rucksack oder jede Tasche und wiegen mit einem Gewicht von bis zu 2 Kilogramm mehr als die kleinen Vertreter unterhalb von 14 Zoll. Die gute Nachricht: Die großen Laptops sind günstiger als die kompakten Modelle. Den Einstieg unter den preiswerten Geräten machen Modelle mit AMD Ryzen 3 5300U. Ein günstigster Preis für Geräte von HP oder Lenovo ist ab 400 Euro möglich. Prozessoren älterer Generationen wie der 3250U sind kaum günstiger und lohnen sich deshalb nicht mehr.

Mit dem 5er-Modell machen Käufer nochmals einen deutlichen Leistungsschub. Wer auf den nicht mehr ganz aktuellen AMD Ryzen 5 5500U setzt, bekommt bereits Geräte von HP für knapp unter 500 Euro. Von einem AMD Ryzen 5 3500U raten wir aufgrund des Alters eher ab. PCs mit einem AMD Ryzen 5 4600H sind ein Geheimtipp, da dieser Prozessor trotz des höheren Alters sogar eine höhere Taktrate und geringfügig bessere Performance bietet als der 5500U. Ein Beispiel für so ein Gerät wäre das Huawei Matebook D16 (Testbericht).

Wer auf den neuesten AMD Ryzen 5 5600H setzt, muss deutlich mehr bezahlen. Ein PC mit dieser CPU kostet wenigstens 770 Euro. Hier besteht tatsächlich kein echter Preisvorteil. So bekommt man ein Notebook mit Intel Core i7-1160G7 (Tiger-Lake) bereits ab 720 Euro. Jenseits von 900 Euro starten die Gaming-Laptops mit Ryzen 5 und Nvidia Geforce RTX 3060, etwa der Acer Nitro. Ein vergleichbares Gerät mit Core i5 kostet in Verbindung mit einer Geforce RTX dann mindestens 1000 Euro.

Geräte mit Ryzen 7 von Asus gibt es bereits ab 550 Euro. Hier kommt allerdings noch die ältere Variante 3700U zum Einsatz. Klüger wäre hier die Wahl des AMD Ryzen 7 5700U, das ist mit Laptops von Lenovo und HP bereits ab knapp über 600 Euro möglich. Ein günstiger Tipp ist zudem der AMD Ryzen 7 4800H. Rechner mit dem modernsten Vertreter 5800H, wie etwa das Huawei Matebook 16 (Testbericht), findet man hingegen erst jenseits der 1000 Euro. In diesem Bereich sind die Geräte nicht günstiger als PCs mit dem neuesten Core i7. Dieser Prozessor ist zudem sehr beliebt bei Gaming-Notebooks mit Nvidia Geforce RTX3060 oder Radeon im Preisbereich jenseits der 1200 Euro. Vergleichbare Geräte mit Core i7 und Geforce-Grafikkarte sind hier ähnlich teuer.

Kleine und kompakte Notebooks mit niedrigem Gewicht bieten Vorteile, wenn häufiger der Arbeitsplatz gewechselt wird und man das Gerät viel mitnehmen will. Eine Auswahl an leichten Geräten zeigen wir im Ratgeber Leicht aber stark: Kompakte Laptops unter 1000 Euro.

Wer im Budget-Bereich ein kompaktes Gerät bis 14 Zoll sucht, findet bereits Geräte mit Ryzen-CPUs für unter 500 Euro. Darunter ist mit dem Acer Spin 3 sogar ein waschechter Convertible-PC (Ratgeber). Allerdings kommt hier dann der ältere Ryzen 3 3250U zum Einsatz. Ein Gerät mit modernerem Ryzen 3 5300U und Full-HD-Auflösung gibt es mit dem HP 14s-fq1355ng bereits ab 530 Euro. Sehr beliebt sind hier auch das HP Pavillon 14 und der Acer Swift 3.

Der Sprung auf einen Ryzen 5 muss nicht viel teurer sein – wenn man dafür bereit ist, einen etwas älteren Prozessor wie den Ryzen 5 5500U „Lucienne“ mit Zen-2-Architektur in Kauf zu nehmen. Soll es aber ein Ryzen 5 5600U mit Zen-3-Architektur sein, werden mindestens 750 Euro fällig. Ein Notebook mit Ryzen 7 bekommt man in der Ausführung mit 5700U und Zen-2-Architektur ab 600 Euro. Ein Modell mit dem neuesten Prozessortyp 5800U kostet 900 Euro und mehr.

Eines der beliebtesten Modelle mit AMD-Chip ist laut unseres Preisvergleichs das Lenovo Yoga Slim 7 Pro (Testbericht). Das Notebook für knapp 1000 Euro mit bärenstarkem AMD Ryzen 7 5800H überzeugte uns im Test mit seiner hervorragenden Verarbeitung sowie einem tollen Display mit einer hohen Auflösung von 2880 x 1800 Pixel. Beim Benchmark-Test von PCmark 10 setzte sich das Gerät mit 6300 Punkten deutlich von der Konkurrenz ab. Zum Vergleich: Das Honor Magicbook 14 (Testbericht) mit Core i5 der elften Generation erreicht bei diesem Benchmark über 4700 Punkte. Das Yoga Slim 7 Pro zeigte sich nicht nur leistungsfähig, sondern auch ausdauernd mit einer Laufzeit von unter 11 Stunden laut Battery Test von PCmark.

Notebooks mit Ryzen-Prozessoren müssen sich nicht hinter den Intel-CPUs verstecken. Diese bieten eine bessere Performance bei den meisten Allround-Aufgaben. Das trifft sowohl auf die älteren Generationen als auf die aktuellen Baureihen im Vergleich zu.

Wer auf das neueste Modell eines Ryzen setzt, hat nur geringere Preisvorteile gegenüber einem Intel-Chip. Wer bereit ist, eine etwas ältere Prozessor-Generation zu kaufen, kann jedoch Geld sparen. So gibt es bereits Notebooks mit 15,6-Zoll-Display und Ryzen 5 5500U oder 4600H für 500 Euro. Ein vergleichbares Gerät mit Intel-Prozessor kostet rund 10 Prozent mehr, bei geringfügig schlechterer Performance. Bei Premium-Notebooks – speziell den kompakten Varianten unter 14 Zoll, fallen die Unterschiede nicht mehr so groß aus. Bei Gaming-Laptops wiederum sind AMD-Modelle etwas preiswerter.

Wer ein Beispiel haben will für die Leistungsfähigkeit eines Ryzen-7-Modells, sollte einen Blick auf das Lenovo Yoga Slim 7 Pro (Testbericht) oder Huawei Matebook 16 (Testbericht) werfen. Weitere kompakte Geräte dieser Art zeigen wir in unserem Ratgeber Leicht aber stark: Kompakte Laptops unter 1000 Euro sowie Ultrabook vs. Convertible: Das darf ein Touch-Laptop kosten.

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