UHD-OLED-TV Sony KD-65AG9 im Test: Schwärzestes Schwarz

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OLED-Fernseher fallen im Preis, inzwischen bekommt man aktuelle und solide TVs unter 900 Euro. TechStage zeigt, worauf man achten muss, welche Features an Bord sein sollten und wie man eine Beleuchtung vergleichbar mit Ambilight nachrüsten kann.

Wer einmal einen OLED-Fernseher hatte, der will nichts anderes mehr. Dank der grandiosen Schwarzwerte sehen Filme und Serien darauf einfach noch besser aus. Das gilt vor allen für neue Serien wie Foundation oder Squid Game, die in knackigen Farben und hoher Auflösung daherkommen. Allerdings war OLED lange synonym für „teuer“. Doch das ändert sich gerade. Denn wie meist im Herbst steht ein Modellwechsel an und das bedeutet, dass man gute Fernseher der letzten Generation günstiger bekommen kann.

Wir zeigen, was man von einem OLED-Fernseher unter 1000 Euro erwarten kann und wo man ihn bekommt. Wer deutlich weniger ausgeben möchte, dem empfehlen wir unsere Kaufberatung 4K-TV: UHD-Fernseher gibt’s ab unter 250 Euro, hier bekommt man allerdings vor allem LED-Panels und kleine Größen. Wer einen besonders großen Fernseher sucht, der sollte in unseren Artikel Große Fernseher für kleines Geld: 4K-TVs ab 70 Zoll unter 700 Euro klicken. Für die schnelle Übersicht zu allen Preisen empfehlen wir den Ratgeber: Die günstigsten UHD-TVs aus allen Kategorien.

Beim Thema Auflösung können wir uns kurz halten. UHD oder als Marketingbegriff 4K mit 3840 x 2160 Pixeln ist die Auflösung der Wahl. Darunter gibt es im Fernsehmarkt nichts mehr. 8K-Geräte (also mit 7680 x 4320) bringen zwar eine höhere Pixeldichte, allerdings fehlen noch immer die Inhalte. Gerade, wer Inhalte vorrangig per Streaming-Dienst oder klassisches Fernsehen bekommt, dem reicht ein gutes UHD-Panel die nächsten Jahre. Mehr dazu im Artikel 8K TV ab 1300 Euro: Lohnt ein Fernseher-Upgrade von 4K?

Wie immer bei Fernsehern gilt: je kleiner, desto günstiger. Bei UHD-TVs mit OLED-Panel ist die Untergrenze bei 48 Zoll Bildschirmdiagonale, das entspricht 122 cm. Allerdings ist das unserer Meinung arg klein – vor allem, da Modelle mit 55 Zoll (140 cm) nur wenig mehr kosten oder sogar günstiger sind. Größere Fernseher machen natürlich noch mehr Spaß, allerdings steigt der Preis dann sprunghaft an. OLED-TVs mit 65 Zoll Diagonale kosten mindestens 1290 Euro.

Beim Sitzabstand kann man bei UHD-Fernsehern übrigens deutlich näher sitzen als bei Full-HD-Geräten. Panasonic etwa empfiehlt als Faustregel 1,5 x Bildschirmdiagonale, gerne aber auch etwas näher. Sprich, der 55-Zöller kann bis zu 2,10 Meter entfernt stehen.

Die wichtigsten Anschlüsse am Fernseher dürften die HDMI-Ports sein. Wer hier etwas einsteigt, der wird schnell von vielen Formaten und Bezeichnungen erschlagen. Um es kurz zu machen: Ein UHD-OLED sollte mindestens HDMI 2.0 bieten. Ab dieser Version kann man sichergehen, dass Inhalte mit 3840 × 2160 Pixel und 60 Hz dargestellt werden können. Unter HDMI 1.4 sollte man auf keinen Fall gehen, da erst ab diesem Standard die UHD-Auflösung übertragen werden kann. Das ist aber kein Problem, da es derzeit keinen OLED-TV mehr am Markt gibt, der weniger als HDMI 2.0 beherrscht.

Im Zusammenhang mit HDMI ist das Thema ARC (Audio Return Channel) und eARC (enhanced Audio Return Channel) wichtig. Diese Technik erlaubt es, den Ton eines Zuspielers (egal ob Streaming-Client im Fernseher oder externe IP-TV-Box) an ein angeschlossenes Gerät, etwa eine Soundbar (Themenwelt) zu schicken. Das geschieht automatisch, sodass man nicht mehr manuell etwas umstellen muss. Selbst günstige OLEDs haben die Funktion an Bord, die meisten bieten inzwischen sogar eARC. Diese Weiterentwicklung ermöglicht eine höhere Bandbreite für das Tonsignal, Dolby Atmos etwa kann damit unkomprimiert von der Quelle zur Soundbar fließen.

Bei den günstigen OLED-TVs dominiert LG mit seinem WebOS-Betriebssystem. Das ist per se nicht schlecht, WebOS ist ein ausgereiftes und gutes Betriebssystem für Fernseher. Es gibt zwar weniger Apps als etwa für Android OS, die wichtigsten Streaming-Clients (Netflix, Disney+, DAZN oder SkyTicket) sind aber problemlos in aktuellen Versionen verfügbar. Spannend ist, dass viele der WebOS-Geräte zusätzlich Airplay 2 besitzen, damit kann man einfach Inhalte von iPhone, iPad oder Macbook auf den Fernseher streamen. Wem die Auswahl partout nicht reicht, der kann einen Android-basierten Streaming-Stick, etwa den Nvidia Shield TV (Testbericht) anschließen, eine solide Alternative mit breitem App-Angebot ist auch der Amazon Fire TV Stick 4K (Testbericht). Weitere Alternativen zeigen wir im Artikel Streaming Boxen im Vergleich.

Die Lichtshow der Ambilight-TVs von Philips ist für viele ein Kaufargument. Blickt man allerdings in die Preisliste, so zahlt man für einen Ambilight-tauglichen OLED mindestens 1050 Euro, deutlich mehr als beispielsweise für ein Modell von LG ohne die Leuchten. Deswegen würden wir allen Schnäppchenjägern raten, eine Hintergrundbeleuchtung einfach am günstigeren Fernseher nachzurüsten.

Das funktioniert inzwischen ab 65 Euro, etwa mit den Produkten von Govee. Wie die Lösung im Detail arbeitet, zeigen wir im Beitrag Ratgeber: Ambilight an jedem TV ab 75 Euro nachrüsten. Der große Vorteil so einer Nachrüstlösung ist, dass man sie von TV zu TV mitnehmen und so auch bei einem späteren Upgrade Geld sparen kann.

Wer eine Xbox Series X (Testbericht) oder eine Playstation 5 (Testbericht) besitzt, den lockt vielleicht die Aussicht auf einen neuen OLED-Fernseher. Dabei sollte man aber ein paar Dinge beachten: Die aktuellen Konsolen können Inhalte mit mehr als 60 Hz anzeigen, dazu muss aber sowohl der Fernseher, der HDMI-Anschluss und das verwendete Kabel mindestens HDMI 2.1 unterstützen.

Das ist unter 1000 Euro machbar, mit einer Diagonale von 48 oder 55 Zoll (erneut sind es die LG-Geräte, die hier preislich locken). Wer sein Budget auf 1500 Euro erweitert, der bekommt neben LG auch Sony-OLEDs und Philips-Geräte mit integriertem Ambilight. Wer sich jetzt einen neuen OLED-Fernseher für eine Next-Gen-Konsole kaufen möchte, dem empfehlen wir auf jeden Fall HDMI 2.1 sowie eine native Bildwiederholrate von 100/120 Hz. Dann ist man gut für die aktuellen und kommenden Spiele gerüstet. Weitere Informationen und passende Nicht-OLED-Fernseher zeigen wir im Ratgeber: Der perfekte TV für Xbox Series X und Playstation 5.

Die günstigsten OLEDs mit HDMI 2.1 und 100/120 zeigt die folgende Übersicht:

Wer etwas Kaffeesatzleserei betreiben oder sein Glück als Zocker versuchen möchte, der könnte darauf spekulieren, dass neue OLEDs preislich nachlassen und die Rabatte für ältere Geräte noch günstiger werden. Tatsächlich zeigt ein Blick in den Preisverlauf von OLED-Fernsehern, die 2021 auf den Markt kamen, dass sie seit Januar zwischen 26 und 41 Prozent verloren haben. Traditionell werden neue Produkte den Entertainment-Messen IFA im Herbst und der CES im Januar vorgestellt, sie kommen dann im ersten Quartal auf den Markt und fallen übers Jahr bis zum Weihnachtsgeschäft.

Corona sowie die Knappheit bei Halbleitern (heise online Herzstück Halbleiter: Warum die globale Lieferkrise gefährlich bleibt) haben diesen Rhythmus durcheinandergebracht. Beim Eintauchen in die Preishistorie fällt aber auf, dass OLED-TVs in den ersten drei bis vier Monaten nach Marktstart am meisten im Preis nach unten gehen, danach flacht die Kurve ab und es gibt nur noch einzelne Ausschläge. Sprich, wer auf einen brandneuen Fernseher schielt, der sollte die Preise drei bis vier Monate nach der Verfügbarkeit im Auge behalten.

Die Preise für OLED-TVs waren noch nie so günstig, bislang waren knapp unter 1000 Euro die Untergrenze. Inzwischen fallen die ersten 55-Zoll-Fernseher unter die 900 Euro und es sind sogar gute und aktuelle Geräte von bekannten Herstellern wie LG darunter. Bei OLEDs tummeln sich sowieso weniger No-Name-Marken, was mit den deutlich teureren Panelen zu tun haben dürfte. Der Zeitpunkt für einen Umstieg auf einen OLED-Fernseher ist entsprechend günstig.

Groß beachten muss man eigentlich nichts, selbst die günstigen Produkte sind technisch auf einem aktuellen Niveau. Einzig Besitzer von Next-Gen-Konsolen sollten auf eine Bildrate von 100/120 Hz sowie HDMI 2.1 achten. Wer aber nur Filme und Serien ansieht, der ist mit 50/60 Hz gut bedient.

Weitere Artikel zum Thema haben wir in der Themenwelt Fernseher veröffentlicht. Dort geben wir unter anderem einen Überblick zu den Betriebssystemen wie Android OS, Tizen oder Web OS und zeigen die aktuellen TV-Schnäppchen im Artikel Ratgeber: Die günstigsten UHD-TVs aus allen Kategorien.

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