Notstrom ohne Lärm: Powerstations mit Akku & Steckdose

Powerstations

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Pools für jeden Garten: Planschbecken, Quick-Up-Pool, Whirlpool und DIY

Pools für jeden Garten: Planschbecken, Quick-Up-Pool, Whirlpool und DIY

Handyhalterung fürs Auto: Qi und kabelgebundenen Modelle ab 10 Euro

Handyhalterung fürs Auto: Qi und kabelgebundenen Modelle ab 10 Euro

Handstaubsauger mit UV-Licht: Sind Milbensauger die Lösung für Allergiker?

Handstaubsauger mit UV-Licht: Sind Milbensauger die Lösung für Allergiker?

GPS-Sportuhr und Fitness-Tracker für Läufer: Welche Uhr zum Joggen und Training?

GPS-Sportuhr und Fitness-Tracker für Läufer: Welche Uhr zum Joggen und Training?

USB-Powerbanks sind praktisch, kommen aber bei starkem Stromumsatz schnell an Ihre Grenzen. Deutlich mehr Power und Kapazität bieten Powerstations mit klassischer 230V-Steckdose. TechStage zeigt, worin sich die Geräte unterscheiden und worauf man beim Kauf achten muss.

Powerstations sind universell einsetzbar, haben sich jedoch besonders in den Bereichen Camping und DIY bewährt. Denn Powerstations sind überall dort sinnvoll, wo stationäre Geräte fernab einer Steckdose betrieben werden sollen. Wer sich für mobile Stromspeicher für die Hosentasche und Rucksack interessiert, sollte sich alternativ unsere Ratgeber Solarstrom für Gadgets oder den Vergleichstest von Qi-Powerbanks ansehen.

Die Powerstations sind universell einsetzbar. Ein klassisches Anwendungsgebiet ist der Bereich Camping, wo die mobilen Stromspeicher beispielsweise im Zelt, Caravan oder selbst ausgebautem Wohnmobil zum Einsatz kommen. Am Strand, auf dem Boot oder in der Berghütte sind die Geräte genauso gut aufgehoben wie im Garten oder Hinterhof, Flohmarkt oder Schulfest. Letztlich sind Powerstations immer dann sinnvoll, wenn Strom fernab einer Steckdose gebraucht wird. Zusammen mit einem Solarpanel eignen sich die Geräte auch als Insel-Anlagen für Vereinshütte, Schrebergarten oder Campingplatz.

Im privaten Bereich kommt die Powerstation bei uns regelmäßig zum Einsatz, um beispielsweise Lampen, Smart-Speaker (Testsieger) oder Schleifgerät im Garten oder auf dem Balkon zu nutzen, ohne dafür Verlängerungskabel verlegen zu müssen. Die Stromversorgung von Notebook (Ratgeber) und externem Monitor (Kaufberatung) übernimmt die Station ebenso, wie das Nachladen von Modellbauakkus für RC-Auto (Ratgeber für Einsteiger) oder Drohne (Die beste Drohne für Einsteiger). Im Wohnmobilurlaub befeuert unsere Powerstation erfolgreich Lampen und elektronische Insektenfallen. Bei der Aufnahme von mehrstündigen Zeitrafferaufnahmen haben wir den mobilen Stromspeicher ebenfalls schon mehrfach eingesetzt. Selbst die Nutzung von Zuckerwattemaschine oder Eiswürfelbereiter beim Picknick wäre denkbar, solange die Leistung der angeschlossenen Geräte nicht die Ausgangsleistung der mobilen Speicher überschreitet.

Powerstations sind leistungsstarke Akkus mit Wechselrichter, welche elektronische Geräten fernab der Steckdose mit Strom versorgen. Anders als bei klassischen USB-Powerbanks (Ratgeber) können hier neben 5-V-USB-Verbrauchern auch Leuchten, Werkzeuge, Computer oder sonstige Geräte mit 230-V-Anschluss betrieben werden. In der Regel stehen auch 12-V-Ausgänge inklusive einer Zigarettenanzünder-Buchse zur Verfügung.

Ein Großteil der am Markt erhältlichen Powerstations nutzen als Stromspeicher günstige Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion), wie man sie beispielsweise aus Notebook oder mobilen Lautsprechern kennt. Nur wenige Geräte arbeiten aktuell mit den neueren Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePo4). Diese Akkus sind zwar spürbar teurer, dafür überhitzen sie weniger schnell und erlauben mehr Ladezyklen, ohne dabei an Kapazität einzubüßen. Die Kapazität des eingebauten Akkus bestimmt, wie lange angeschlossene Verbraucher mit Strom versorgt werden können. Der Wert wird in der Regel in Wattstunden (Wh), Amperestunden (Ah) oder Milliamperestunden (mAh) angegeben. Geladen werden die Powerstation-Akkus per Netzteil an der Steckdose, am Zigarettenanzünder, USB-Anschluss oder per Solarpanel. Da nicht alle Powerstations alle Lademöglichkeiten unterstützen, sollte man hier genau hinsehen.

Bei den Wechselrichtern, welche die Akku-Spannung auf 230 Volt transformieren, gibt es ebenfalls Unterschiede. Da ist zum einen die abweichende Leistungsfähigkeit. Während einige Powerstations maximal Verbraucher mit 150 Watt versorgen können, liefern bessere Modelle Bluetti EB70 bis zu 1000 Watt und mehr. Hier kommt es ganz auf den persönlichen Anspruch an. Wer beispielsweise energiehungriges Werkzeug oder Küchengeräte betreiben möchte, muss hier genau auf die Spezifikationen achten.

Günstige Wechselrichter liefern für den Wechselstrom eine sogenannte modifizierte Sinusspannung, während hochwertige Wechselrichter eine echte Sinuskurve erzeugen. Bei vielen Verbrauchern ist das unerheblich, einige empfindliche Geräte könnten damit allerdings gar nicht oder nur eingeschränkt funktionieren. Bei Fernsehern entstehen bei der Nutzung der modifizierten Sinusspannung beispielsweise Streifen im Bild. Detaillierte Informationen rund um das Thema Spannungswandler gibt es beispielsweise auf Spannungswandler.info.

Wir benutzen nun seit über einem Jahr die Powerstation Blitzwolf BW-PG1 des Händlers Banggood mit 462 Wh mit einer maximalen Ausgangsleistung von 600 Watt. Der Stromspeicher verfügt über zwei 230-V-Steckdosen, eine 12-V-Zigarettenanzünder-Buchse, drei USB-Slots, drei 12-V-Ausgänge, einen eingebauten Lautsprecher für Smartphone & Co. und einer Lampenfunktion. Die Abmessungen betragen 29 x 16 x 19 cm. Das Gewicht liegt bei rund 7 kg. Damit ist das Gerät zwar mobil, für Wanderungen oder Radtouren letztlich aber zu schwer. Im Caravan oder Pkw lässt sich die BW-PG1 hingegen völlig unproblematisch transportieren.

Der Spannungswandler dieser Powerstation gibt eine echte Sinuskurve aus, sodass dieses Modell auch einen Fernseher mit Strom versorgen kann. In der Praxis haben wir das ausprobiert.

Die 462 Wh reichen beispielsweise aus, um den ganzen Tag (über 9 Stunden) mit einem Notebook auf der Terrasse oder dem Balkon zu arbeiten. Wer lediglich einen hellen LED-Strahler mit 20 Watt anschließt, kann diesen fast 24 Stunden durchgehend mit Strom versorgen. Kleinere Verbraucher versorgt die Station tagelang mit Strom, bevor sie selbst wieder an die Steckdose muss. Letztlich haben wir die Powerstation aber selten stundenlang benutzt. Viel entscheidender ist, wie häufig wir sie benutzt haben. Und dies war oft der Fall. So kommt die Powerstation beispielsweise bei FPV-Fliegen wiederholt zum Einsatz. Zum einen, um unsere Flug-Akkus auf dem Feld zu laden, zum anderen, um beispielsweise kleine Reparaturen mit dem Lötkolben durchzuführen. Auch zum Laden und Betreiben von Kameraequipment haben wir die Station regelmäßig eingesetzt.

Die Lautsprecher- und Lampenfunktion nutzen wir in der Praxis nur selten. Am Campingplatz sind die beiden Features allerdings sinnvoll.

Das vollständige Aufladen mit dem mitgelieferten 19-V-Netzteil dauert zwischen sechs und sieben Stunden. Das Laden per KFZ-Lader oder Solarpaneel benötigt deutlich länger. Wer das Gerät regelmäßig nutzt, sollte den Akku deshalb regelmäßig füllen, um Wartezeiten zu vermeiden.

Obwohl wir bereits die Powerstation von Blitzwolf beeindruckend fanden, setzt die unter anderem frisch bei Geekmaxi erhältliche Bluetti Poweroak EB70 noch ordentlich eins drauf. Der knapp 10 kg schwere Energiespeicher hat eine Kapazität von satten 716 Wh und liefert eine dauerhafte Ausgangsleistung von 1000 W. Neben zwei 230-V-Steckdosen, zwei USB-A-Ausgängen (5V, 3A) stehen zwei USB-C-Ports mit Power Delivery (zu je 100 W), drei 12-V-Ausgänge (Hohlstecker und Zigarettenanzünder) und Wireless Charging mit bis zu 15 W zur Verfügung. Auch eine LED-Lampe und ein kleiner Statusmonitor gehören zur Ausstattung. Diese Leistungssteigerung kostet jedoch auch deutlich mehr als die Blitzwolf BW-PG1.

Anders als das Modell von Blitzwolf ist hier ein aktiver (nicht geregelter) Lüfter an Bord. Der ist deutlich zu hören, für die Verwendung im Zelt oder Campingwagen, sollte man das auf jeden Fall beachten. Die vom Hersteller versprochenen 1000 W Leistung scheinen zu stimmen, zumindest haben erste Versuche mit Verbrauchern bis 800 W problemlos funktioniert. Mit dem aktiv gekühlten und damit lauten Netzteil braucht das vollständige Laden der Powerstation knapp über vier Stunden. Mit einem schwachen KFZ-Lader dauert der Ladevorgang neun Stunden und mehr. In einem folgenden ausführlichen Test gehen wir der wirklichen Leistungsfähigkeit der Bluetti Poweroak EB70 auf den Grund.

Mit Preisen ab etwa 160 Euro sind Powerstations erheblich teurer als USB-Powerbanks, welche es bereits für wenige Euro gibt. Wer nach besser ausgestatteten Modellen sucht, zahlt für die mobilen Energiespeicher schnell 500 Euro und mehr.

Die Powerstation Blitzwolf BW-PG1 kostet bei Banggood rund 350 Euro. Die Lieferung erfolgt aus einem Lager innerhalb Europas.

Die Bluetti EB70 gibt es aktuell bei Geekmaxi mit dem Code IvQyGJe7 für 596 statt 699 Euro (mit Lieferung aus einem europäischen Lager). Wer sie bei Otto (Marktplatz) kauft, zahlt 750 Euro.

Wer derart viel Geld für eine Powerstation investiert, sollte deshalb unbedingt im Vorfeld klären, wie viel Ausgangsleistung und Kapazität tatsächlich gebraucht werden. Außerdem sollte man sich überlegen, welche Anschlüsse und Funktionen wirklich nötig sind. So ist beispielsweise das Laden per Solarpanel nicht bei allen Geräten vorgesehen, bei der Bluetti EB70 aber schon. Auch Lautsprecher, kabelloses Lade-Pad und LED-Lampe sind nicht bei allen Powerstations vorhanden.

Wer bereit ist eine längere Lieferzeit zu akzeptieren, der bekommt kleinere Powerstations ab etwa 100 Euro bei Geekmaxi oder Banggood. Bei Amazon gibt es ebenfalls eine große Auswahl an Geräten, die zum Teil nicht im Preisvergleich zu finden sind.

Wir wollen unsere Powerstation Blitzwolf BW-PG1 nicht mehr hergeben! Der unkomplizierte Einsatz in Garten, Urlaub oder Hobbybereich hat uns in den letzten Monaten vom hohen Nutzwert überzeugt. Auf den ausführlichen Test der leistungsstärkeren Bluetti EB70 sind wir gespannt.

Wer viel und gerne abseits von Steckdosen mit technischem Equipment arbeitet, der bekommt mit Powerstations eine praktische und geldwerte Lösung. Bevor man nun alle Werkzeuge durch Akkuwerkzeuge ersetzt, sollte man sich überlegen, ob es nicht auch der mobile Stromspeicher tut.

Wer zwar Strom fernab der Steckdose benötigt, nicht aber mobil sein muss, der sollte sich alternativ Solar-Insellösungen ansehen. Diese sind zwar wenig kompakt, bieten aber eine ebenfalls bezahlbare Alternative. Für kleine Verbraucher, wie Smartphone, Tablet oder Kamera sind aber schon klassische USB-Powerbanks ausreichend. Mehr dazu in unserem Vergleichstest von Qi-Powerbanks und der Kaufberatung Solarstrom für Gadgets.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.