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Powerstations: Die mobilen Stromspeicher eignen sich beispielsweise für Werkzeug.

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USB-Powerbanks sind praktisch, kommen aber bei starkem Stromverbrauch schnell an Ihre Grenzen. Selbst leistungsstarke Powerbanks reichen maximal für eine kurzzeitige Stromversorgung per USB. Deutlich mehr Power und Kapazität bieten die Akkus von Powerstations mit klassischer 220V-Steckdose. TechStage zeigt, worin sich die Geräte unterscheiden und worauf man beim Kauf achten muss.

Dieser Ratgeber gehört zu gleich mehreren Themenwelten. Am passendsten finden wir die Zuordnung in den Bereich Camping und DIY. Denn die Powerstations sind überall dort sinnvoll, wo nicht Akku betriebene Geräte fernab einer Steckdose betrieben werden sollen. Wer sich für mobile Stromspeicher für die Hosentasche und Rucksack interessiert, sollte sich alternativ unsere Ratgeber Solarstrom für Gadgets, oder den Vergleichstest von Qi-Powerbanks ansehen.

Die Powerstations sind universell einsetzbar. Ein klassisches Anwendungsgebiet ist der Bereich Camping, wo die mobilen Stromspeicher beispielsweise im Zelt, Caravan oder selbst ausgebautem Wohnmobil zum Einsatz kommen. Am Strand, auf dem Boot oder in der Berghütte sind die Geräte ebenso gut aufgehoben, wie im Garten oder Hinterhof. Letztlich sind die Powerstations immer dann sinnvoll, wenn Strom fernab einer Steckdose gebraucht wird. Zusammen mit einem Solarpaneel eignen sich die Geräte auch als Insel-Anlagen für Vereinshütte oder Schrebergarten.

Im privaten Bereich kommt die Powerstation bei uns regelmäßig zum Einsatz, um beispielsweise Lampen, Smart-Speaker, Laptop oder Schleifgerät im Garten oder auf dem Balkon zu nutzen, ohne dafür Verlängerungskabel verlegen zu müssen. Im Wohnmobilurlaub befeuerte unsere Powerstation erfolgreich Lampen und elektronische Insektenfallen. Auch bei der Aufnahme von mehrstündigen Zeitrafferaufnahmen haben wir den mobilen Stromspeicher schon mehrfach eingesetzt.

Powerstations sind leistungsstarke Akkus mit Wechselrichter, welche elektronische Geräten fernab der Steckdose mit Strom versorgen. Anders als bei klassischen USB-Powerbanks (Ratgeber) können hier neben 5-V-USB-Verbrauchern auch Leuchten, Werkzeuge, Computer oder sonstige Geräte mit 230-V-Anschluss betrieben werden. In der Regel stehen auch 12-V-Ausgänge inklusive einer Zigarettenanzünder-Buchse zur Verfügung.

Ein Großteil der am Markt erhältlichen Powerstations nutzt als Stromspeicher die günstigen Lithium-Ionen-Akkus (Li-Ion), wie man sie beispielsweise aus Notebook oder mobilen Lautsprechern kennt. Nur wenige Geräte arbeiten aktuell mit den neueren Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePo4). Diese Akkus sind zwar spürbar teurer, dafür überhitzen sie weniger schnell und erlauben mehr Ladezyklen, ohne dabei an Kapazität einzubüßen. Die Kapazität des eingebauten Akkus bestimmt, wie lange angeschlossene Verbraucher mit Strom versorgt werden können. Der Wert wird in der Regel in Wattstunden (Wh), Amperestunden (Ah) oder Milliamperestunden (mAh) angegeben. Geladen werden die Powerstation-Akkus per Netzteil an der Steckdose, am Zigarettenanzünder, USB-Anschluss oder per Solarpaneel. Da nicht alle Powerstations alle Nachlade-Möglichkeiten unterstützen, sollte man hier genau hinsehen.

Bei den Wechselrichtern, welches die Akku-Spannung auf 230 Volt transformieren, gibt es ebenfalls Unterschiede. Da ist zum einen die abweichende Leistungsfähigkeit. Während einige Powerstations maximal Verbraucher mit 150 Watt versorgen können, liefern teure Modelle bis zu 1000 Watt und mehr. Hier kommt es ganz auf den persönlichen Anspruch an. Wer beispielsweise Werkzeug betreiben möchte, muss hier genau auf die Spezifikationen achten.

Günstige Wechselrichter liefern für den Wechselstrom eine sogenannte modifizierte Sinusspannung, während hochwertige Wechselrichter eine echte Sinuskurve erzeugen. Bei vielen Verbrauchern ist das unerheblich, einige empfindliche Geräte könnten damit allerdings gar nicht oder nur eingeschränkt funktionieren. Bei Fernsehern entstehen bei der Nutzung der modifizierten Sinusspannung beispielsweise Streifen im Bild. Detaillierte Informationen rund um das Thema Spannungswandler gibt es beispielsweise auf Spannungswandler.info.

Wir benutzen nun seit über einem Jahr die Powerstation Blitzwolf BW-PG1 mit 462 Wh für rund 310 Euro (aus dem Tschechischen Lager 380 Euro) mit einer maximalen Ausgangsleistung von 600 Watt. Der Stromspeicher verfügt über zwei 230-V-Steckdosen, eine 12-V-Zigarettenanzünder-Buchse, drei USB-Slots, drei 12-V-Ausgänge, einen eingebauten Lautsprecher für Smartphone & Co. und eine Lampenfunktion. Die Abmessungen betragen 29 x 16 x 19 cm. Das Gewicht liegt bei rund 7 kg. Damit ist das Gerät zwar mobil, für Wanderungen oder Radtouren sind die Powerstations letztlich aber zu schwer. Im Caravan oder Pkw lässt sich die BW-PG1 hingegen völlig unproblematisch transportieren.

Der Spannungswandler dieser Powerstation gibt eine echte Sinuskurve aus, sodass dieses Modell beispielsweise auch einen Fernseher mit Strom versorgen kann. In der Praxis haben wir das allerdings nur kurz ausprobiert, da schlicht kein Bedarf bestand.

Die 462 Wh reichen beispielsweise aus, um den ganzen Tag (über 9 Stunden) mit dem Macbook Pro auf der Terrasse oder dem Balkon zu arbeiten. Wer lediglich einen hellen LED-Strahler mit 20 Watt anschließt, kann diesen fast 24 Stunden durchgehend mit Strom versorgen. Kleinere Verbraucher versorgt die Station tagelang mit Strom, bevor sie selbst wieder an die Steckdose muss. Letztlich haben wir die Powerstation aber selten stundenlang benutzt. Viel entscheidender ist, wie häufig wir sie benutzt haben. Und dies war oft der Fall. So kam die Powerstation beispielsweise bei FPV-Fliegen wiederholt zum Einsatz. Zum einen, um unsere Flug-Akkus auf dem Feld zu laden, zum anderen, um beispielsweise kleine Reparaturen mit dem Lötkolben durchzuführen. Auch zum Laden und Betreiben von Kameraequipment haben wir die Station regelmäßig eingesetzt.

Die Lautsprecher- und Lampenfunktion nutzen wir in der Praxis nur selten. Am Campingplatz sind die beiden Features allerdings sinnvoll.

Das vollständige Aufladen mit dem mitgelieferten 19-V-Netzteil dauert zwischen sechs und sieben Stunden. Das Laden per KFZ-Lader oder Solarpaneel benötigt deutlich länger. Wer das Gerät regelmäßig nutzt, sollte den Akku deshalb regelmäßig füllen, um Wartezeiten zu vermeiden.

Mit Preisen ab etwa 160 Euro sind Powerstations erheblich teurer als USB-Powerbanks, welche es bereits für eine Handvoll Euro gibt. Wer hier investiert, sollte deshalb unbedingt im Vorfeld klären, wie viel Ausgangsleistung und Kapazität tatsächlich gebraucht werden. Außerdem sollte man sich überlegen, welche Anschlüsse und Funktionen wirklich nötig sind. So ist beispielsweise das Laden per Solarpaneel nicht bei allen Geräten vorgesehen. Auch Lautsprecher und LED-Lampe sind nicht bei allen Powerstations vorhanden.

Wer bereit ist eine längere Lieferzeit zu akzeptieren, der bekommt kleinere Powerstations ab etwa 100 Euro bei Banggood. Bei Amazon gibt es ebenfalls eine große Auswahl an Geräten, die zum Teil nicht im Preisvergleich zu finden sind.

Wir wollen unsere Powerstation nicht mehr hergeben! Der unkomplizierte Einsatz in Garten, Urlaub oder Hobbybereich hat uns in den letzten Monaten vom hohen Nutzwert überzeugt.

Wer viel und gerne mit technischem Equipment arbeitet und das auch fernab von Steckdosen, der bekommt hier eine praktische und geldwerte Lösung. Bevor man nun alle Werkzeuge durch Akkuwerkzeuge ersetzt, sollte man sich überlegen, ob es nicht auch der mobile Stromspeicher tut.

Wer zwar Strom fernab der Steckdose benötigt, nicht aber mobil sein muss, der sollte sich alternativ Solar-Insellösungen ansehen. Diese sind zwar wenig kompakt, bieten aber eine ebenfalls bezahlbare Alternative. Für kleine Verbraucher, wie Smartphone, Tablet oder Kamera sind aber schon klassische USB-Powerbanks ausreichend. Mehr dazu in unserem Vergleichstest von Qi-Powerbanks und der Kaufberatung Solarstrom für Gadgets.

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