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Freibad daheim: Die besten Gadgets für den Pool

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Eine Filteranlage, Thermometer und Wassertestgeräte gehören zu jedem vernünftigen Pool. TechStage zeigt sinnvolle Gadgets und Zubehör für das eigene Schwimmbad im Garten.

Dieser Artikel gehört zu unserer Themenwelt Garten, in der wir beispielsweise Ratgeber zu Solar-Lampions, kühlenden Sprühneblern oder smarten Bewässerungsanlagen veröffentlicht haben. Auch Themen wie schnelles WLAN im Garten oder Akku-Hochdruckreiniger werden hier behandelt.

Heißer Sommer und wenig Platz in Freibädern oder an Seen. Wer im zweiten Corona-Sommer Abkühlung in der eigenen Umgebung sucht, der hat es nicht leicht. Da liegt es nahe, dass man das im eigenen Garten versucht. Dabei helfen günstige Riesenplanschbecken und Aufstellpools. Wer möglichst lange Freude am eigenen Pool haben will, muss ihn allerdings pflegen und sich für das richtige Modell entscheiden. Doch neben einer vernünftigen Filteranlage gibt es noch zahlreiche andere mehr oder weniger praktische Gadgets. Wir geben einen Überblick.

Um einen Pool im eigenen Garten aufstellen zu können, muss unbedingt eine ausreichend große und ebene Fläche mit geeignetem Untergrund zur Verfügung stehen. So verlockend das Aufstellen auf Terrasse oder Balkon erscheinen mag, so sollte man vorher unbedingt die Statik prüfen, denn selbst ein kleiner Whirlpool mit 180 x 66 cm bringt es schon auf über 800 kg Gewicht. Größere Pools in 305 x 776 cm bringen bei einem Volumen von 3854 Litern fast 4 Tonnen auf die Waage.

Das schnellste und günstigste Freibad für daheim ist ein großes Planschbecken. Dieses sorgt für eine schnelle Abkühlung, ist günstig in der Anschaffung, einfach im Aufbau und benötigt nicht allzu viel Wasser. Das bedeutet zugleich ein vergleichsweise geringes Gewicht, das auf Rasen oder Terrasse einwirkt.

Im Praxistest haben wir uns die Swim Center Family Lounge von Intex näher angesehen. Das etwas größere Planschbecken mit vier aufblasbaren Sitzen und Rückenlehnen kostet um die 35 Euro, oft wird es auch in Baumärkten günstig als Mitnahmeartikel angeboten. Die Verarbeitung ist dabei auf den ersten Blick sehr gut, es stehen keine Nähte oder sonstiges über. Allerdings ist uns ein Manko aufgefallen: Das komplette, vergleichsweise sehr große Becken besteht aus einer einzigen Luftkammer. Ein Loch und alles fällt in sich zusammen. Hier hätten wir uns zumindest zwei oder drei Kammern gewünscht, aber das spiegelt einfach den Preis wider. Das Planschbecken hat einen Abfluss im Boden. Leider lässt sich dort nicht ohne Weiteres ein Schlauch anschließen, mit einer Pumpe muss man das Wasser also per Hand absaugen.

Im Alltag ist die Familiy Lounge aber durchaus brauchbar. Kinder können darin herumplanschen, ohne dass man Angst haben muss, dass sie untergehen. Für Erwachsene ist es nett, sich zur Abkühlung hineinzusetzen – auch wenn die "Becherhalter" eher Makulatur sind und beispielsweise keine Bierflasche in Standardgröße aufnehmen können. Alles in allem erfüllt das Planschbecken aber die Erwartungen, die das Cover-Bild und der Preis wecken (auch wenn es auf den Werbefotos größer aussieht). Wer einfach ein etwas größeres Planschbecken für die Familie sucht, der kann zugreifen.

Nicht empfehlen können wir dagegen Planschbecken mit einem Wasserspiel. Die Idee ist zunächst sehr cool, man schließt einfach den Gartenschlauch an und hat dann einen Springbrunnen oder einen Wasserfall im Becken. Im Praxistest mit einem solchen Planschbecken von Intex stellte sich aber heraus, dass das Wasser aus dem Gartenschlauch viel zu kalt ist. Entsprechend spielte kein Kind mit diesem Feature. Ja, theoretisch könnte man wahrscheinlich das Wasser mit der Pumpe in einen Sammelbehälter pumpen, es dort Aufwärmen und mittels einer zweiten Pumpe wieder ins Planschbecken zurückbringen. Wer allerdings so viel Aufwand betreibt, der sollte eine dauerhafte Lösung einem 50-Euro-Planschbecken vorziehen, etwa eine Gartendusche. Auch aufblasbare Rutschen oder Ähnliches sehen gut aus, sind in der Praxis aber nur für Krabbelkinder stabil genug.

Die nächste Stufe sind die sogenannten Quick-Up-Pools. Diese bestehen durch einen Luftring oben und einen "Sack" aus Poolfolie. Man bläst den Luftring auf und füllt anschließend Wasser ein. Dadurch hebt sich der Ring nach oben und man bekommt einen Pool, der überraschend große Abmessungen erreichen kann. Die Pools gibt es mit über einem Meter Höhe und 4,5 Meter Durchmesser. Beim Kauf sollte man darauf achten, dass der Pool über einen Zu- und Abfluss für eine Pumpe verfügt und sich am Boden zudem ein Ablaufventil für das Wasser befindet. Oft gehört eine Pumpe zum Lieferumfang, deren Qualität ist aber meistens mittelmäßig. Es lohnt sich, in eine Pumpe mit Sandfilteranlage zu investieren.

Unserer Erfahrung nach halten die Quick-Up-Pools bei guter Pflege drei bis vier Jahre, bevor sie ersetzt werden sollten. Da der Luftring nur aus einer einzelnen Luftkammer besteht, ist auch hier Vorsicht geboten. Immerhin lassen sich kleine Löcher verhältnismäßig einfach kleben. Das gilt allerdings nicht für den eigentlichen Pool. Ist hier die Außenhaut beschädigt, hilft auch kein Kleber mehr. Um Beschädigungen durch Steine oder Wurzeln entgegenzuwirken, empfehlen wir den Einsatz von Teichfolie oder Schaumstoffmatten als Bodenschutz.

Die nächste Kategorie sind Frame-Pools. Diese bestehen aus einem aufstellbaren Gestänge, in das die Poolfolie eingehängt wird. Damit sind vergleichsweise große Pools möglich, die sich dennoch relativ einfach auf- und abbauen lassen. Anders als Quick-Up-Pools gibt es die Frame-Pools sowohl in rund als auch rechteckig. Spätestens hier muss man eine Leiter für den Ein- und Ausstieg nutzen, meist liegen diese den Sets bei. Der größte Vorteil ist das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer genügend Platz für einen so großen Pool hat, der eben und stabil sein sollte, der bekommt mit einem Frame-Pool ein vernünftiges Gartenfreibad, ohne dass man ein echtes Schwimmbad ausheben muss.

Die stabilste Konstruktion schließlich sind Stahlwand-Pools. Auch diese sind vergleichsweise günstig im Preis, sie sind aber deutlich weniger flexibel als Frame Pools. Dafür eignen sie sich zum Versenken in die Erde. Neben den günstigen Stahlwand-Pools, die man selbst aufstellen kann, kann man diese Produkte als "echte" Schwimmbecken in verschiedensten Formen bekommen, darunter Oval oder in Form einer Acht. Sie eignen sich für alle, die dauerhaft einen Pool bei sich aufstellen wollen und auf eine robuste Bauweise Wert legen. Da sowohl Frame wie auch Stahlwand-Pools lange stehen, muss man hier unbedingt in ein Reinigungssystem investieren. Viele Pools bringen eine Pumpe mit, meist ist die allerdings gerade so ausreichend. Bessere Ausrüstung zeigen wir im Ratgeber: Pool statt Biotop: So bleibt der Pool lange sauber.

Eine Sonderform sind die günstigen Whirlpools zum Aufstellen. Diese sind letztlich mit den Quick-Up-Pools vergleichbar, verfügen allerdings über eine zusätzliche Dämmung der Seitenwände. Die Whirlpools kommen mit kleinen Filteranlagen und integriertem Durchlauferhitzer zum Kunden.

Wie sehr sich die Preise für Garten-Pools unterscheiden, zeigen folgende konkrete Beispiele. Los geht es mit kleinen Rund-Pools mit 244 cm Durchmesser. Diese Größe gibt es nur in der einfachen Quick-Up-Bauweise. Das Modell für Kinder besteht sogar nur aus einer dünnen Kunststoffwand und verzichtet sogar auf den Luftring. Diese kleine Pool-Variante ist insgesamt etwas teurer als größere Modelle mit 300 cm Durchmesser.

Der Index Easy Set Quick-Up Pool in der Höhe 76 cm kostet sowohl einzeln als auch im Set mindestens 70 Euro. Der vergleichbare Bestway Fast Pool mit 66 cm Höhe kostet hingegen nur 28 Euro. Mit der ausschließlich für kleine Kinder geeigneten Höhe von 46 cm gibt es den Pool mit 244 cm Durchmesser bereits ab 20 Euro.

Beim Durchmesser von 300 cm sind Auswahl und Preisspanne noch größer. Hier stehen zusätzlich zu den einfachen Quick-Up-Pools, Frame-Pools und Stahlwandpools zur Auswahl. Am günstigsten sind hier wieder die Modelle mit luftgefülltem Rand. Der Pool Marin mit einer Höhe von 76 cm kostet beispielsweise 65 Euro – günstiger als die vergleichbare Version mit 244 cm Durchmesser. Die stabilere Frame-Pool-Variante von Exit Toys in gleicher Höhe und Filterpumpe schlägt mit mindestens 157 Euro zu Buche. Wer eine langfristig stabile Version sucht, muss zur teureren Stahlwand-Variante greifen. Diese ermöglicht im Gegenzug auch höhere Abmessungen. In der Größe 300 x 90 cm gibt es den myPool Standard ab 660 Euro. Der Summer Fun Miami mit 300 x 120 cm ist ab 762 Euro erhältlich.

Wer nur wenig Platz zur Verfügung hat und Wellness der Abkühlung vorzieht, der sollte sich günstige Einsteiger-Whirlpools ansehen. Der günstigste Pool bei unserer Recherche ist der Bestway Lay-Z-Spa Miami Whirlpool mit den Abmessungen 180 x 65 cm (etwa 800 l) mit einem Preis von 320 Euro. Dieser kommt zusammen mit einer kombinierten Heiz- und Filteranlage zum Kunden und sorgt für hollywoodreifes Badevergnügen auf Terrasse oder im Garten.

Wem die von der Umgebungstemperatur abhängige Wassertemperatur zu niedrig ist, der braucht eine Poolheizung. Heizsysteme mit Stromanschluss helfen, die Temperatur gezielt und dauerhaft zu erhöhen. Allerdings sind die Elektroheizungen teuer und brauchen extrem viel Strom. Für kleine Pools reicht hier das Einsteigermodell von Index für knapp 100 Euro. Wer größere Becken und schneller aufheizen will, muss allerdings tiefer in die Tasche greifen. Das Modell von Steinbach schafft beispielsweise Pools bis zu einem Volumen von 20000 Liter und kostet 489 Euro.

Umweltfreundlicher, wenn auch wenig effektiv, sind Solarheizungen. Diese erwärmen das Pool-Wasser durch Sonnenenergie. Einen ähnlichen Effekt versprechen die sogenannten Solar-Abdeckplanen. Wie gut deren Heizfähigkeit ist, hängt von der Position des Pools und der Wassertiefe ab. Doch gerade in Planschbecken kann man damit recht ordentliche Ergebnisse erzielen. Das zeigt der Praxistest mit einem kleinen Becken, in das wir etwa 20 cm hoch Wasser gefüllt hatten.

Wir nutzen dafür den etwa 2 m² großen Rest einer Teichfolie, die von einem anderen Projekt übrig blieb. Das Planschbecken stand direkt in der Sonne und wir legten die Folie auf das Wasser, sodass sie nicht unterging. Nach etwa einer Stunde hatte die Folie eine Temperatur von über 42 Grad. Nach etwa vier Stunden erwärmte sich das Wasser im Planschbecken von 16 Grad aus dem Wasserhahn auf knapp 29 Grad. Anschließend konnten wir die Temperatur mit zusätzlichem Wasser gut auf eine angenehme Planschtemperatur bringen.

Der kurze Test zeigt, wie gut man mit schwarzen Planen oder Solarplanen gerade kleinere Wassermengen aufheizen kann. Unser Tipp wäre es, die Planen tagsüber in direkter Sonneneinstrahlung auf die Becken zu legen und dann, wenn die Kinder aus Kindergarten oder Schule kommen, die Temperatur entsprechend anzupassen. Ein weiterer Vorteil der Solarplanen: Sie helfen nachts die Wassertemperatur zu halten.

Mehr Heizleistung versprechen beispielsweise ein langer Solarschlauch oder eine Solarmatte auf dem Dach. Matten mit 120 x 120 cm Größe gibt es laut Preisvergleich ab circa 50 Euro. Bei Amazon ist die Solarmatte von Index derzeit auf faire 26 Euro reduziert. Vier Quadratmeter Solarmatten schlagen mit etwa 169 Euro zu Buche. Je nach System wird dieser Kollektor mithilfe des Filters oder einer zusätzlichen Pumpe umgewälzt.

Pools ziehen Insekten, Blätter und anderen Dreck magisch an. Doch mit ein paar Maßnahmen kann man einfach dagegenhalten. Das lohnt sich gerade für größere Pools, die man nicht ohne Weiteres ausleeren und neu befüllen kann. Diese sollten vor allem nachts abgedeckt sein, passende Abdeckplanen helfen hier und sind einfach aufzubauen. Dazu passt wunderbar ein Reinigungsset. Diese vergleichsweise günstigen Produkte bestehen aus einem Kescher und verschiedenen anderen Netzen, die man einfach durch den Pool ziehen und Dreck so einfach aufsammeln kann.

Damit das Wasser im Pool – häufig mehrere tausend Liter – nicht nach kürzester Zeit kippt, muss es zusätzlich dauerhaft mit einer Filterpumpe gereinigt werden. Die einfachste und günstigste Variante sind hier die häufig bei den Quick-Up-Pools enthaltenen Kartuschenfilter. Diese sind in der Praxis allerdings wenig effektiv und wartungsintensiv.

Bedeutend bessere Ergebnisse haben wir in der Vergangenheit mit einer günstigen Sandfilterpumpe gemacht. Diese Filter haben einen deutlich höheren Wasserdurchlauf und arbeiten mit Sand oder watteähnlichen Kunststoffbällchen als Filtermedium. Das Ergebnis ist eine deutlich höhere und gleichbleibende Wasserqualität über mehrere Wochen hinweg.

Die Preise für Sandfilteranlagen, wie das Modell Flowclear von Bestway, beginnen bei etwa 90 bis 100 Euro. Selbst dieser kleine Filter hat bereits einen Wasserdurchsatz von rund 2000 Litern pro Stunde. Für sehr kleine Pools ist das eigentlich zu viel. Was für eine Leistung die Pumpe wirklich braucht, hängt natürlich von der Größe des Pools ab. Die Faustregel lautet: Das komplette Wasser des Pools sollte pro Tag mindestens zwei bis dreimal durchgespült werden. Soll das Ergebnis stimmen, reicht es allerdings auch beim 2000-Liter-Pool nicht, die oben genannte Pumpe nur drei Stunden am Stück laufen zu lassen. Das Wasser sollte nie zu lange stehen und im Idealfall alle acht bis zwölf Stunden einmal gespült werden.

Ob Filtersand oder Filterbälle aus Polyethylen zum Einsatz kommt, ist Geschmackssache. Wir haben uns für die watteähnlichen Filterbälle entschieden und sind damit seit zwei Jahren sehr zufrieden. Die Wattebälle sind angenehm leicht und ersparen das Rückspülen des Filters. Um sie zu reinigen, werden sie einfach entnommen und unter fließendem Wasser gewaschen. Laut Herstellerangaben ermöglichen sie, im Vergleich zu Sand, einen leichteren Durchfluss und entlasten so die Pumpe.

Die genannte Pumpe ist während des Betriebs mit den Filterbällen übrigens leiser als der schwache Kartuschenfilter aus den Pool-Sets. Der Aufbau ist, auch bei Pools von anderen Herstellern, einfach – wenn man einmal verstanden hat, wo alles hingehört. Die beigepackte Anleitung unseres Sandfilters ist leider schlecht bebildert. Mit ein bisschen Geschick und Hirnschmalz klappt der Aufbau und Anschluss trotzdem in 15 bis 20 Minuten.

Was uns bei unserem Bestway-Filter negativ auffällt, ist die Qualität des Zubehörs. Die beigepackten Schlauchschellen aus Kunststoff sind sehr empfindlich. Die erste Schelle bricht bereits beim Aufbau. Hier hilft ein Gang in den Baumarkt und der Kauf von ordentlichen Rohrschellen aus Metall. Diese halten in der Praxis deutlich mehr aus und kosten nur ein paar Euro. Die Dichtungen des Sandfilters sind der zweite Schwachpunkt. Selbst nachdem wir alles fest angezogen haben, tropft es hier und da. Es geht zwar nicht viel Wasser verloren, aber ärgerlich ist es trotzdem. In unserem Fall haben wir mit einem herkömmlichen Dichtungsband nachgeholfen und das Problem so gelöst.

Wer seinen Pool mit einer Pumpe reinigt, der kann zudem einen Oberflächenskimmer an den Pumpeingang anschließen. Dadurch wird das Wasser angesaugt und zumindest die schwimmenden Verschmutzungen wie Insekten oder Blätter wandern in den Auffangbehälter. Erfahrungsgemäß sind die Oberflächenskimmer allerdings nur für größere Pools geeignet, da sie viel Platz benötigen.

Mehr Informationen zum Thema Filter gibt es im Ratgeber Pool statt Biotop: So bleibt der Pool lange sauber.

Für eine optimale Wasserqualität braucht es geeignete Chemikalien zusätzlich zu Kartuschenfiltern oder Sandfilteranlage. Diese werden dem Wasser meist in Tablettenform zugegeben. Die Mittel sind zum Teil derart aggressiv, dass sie die empfindlichen Böden der Aufstellpools angreifen. Abhilfe schaffen sogenannte Chemiekalienschwimmer aus Kunststoff, welche auf der Wasseroberfläche schwimmen und die Mittel gleichmäßig im Wasser abgeben. Ein Gadget für bessere Wasserqualität ohne Chemie sind UV-Lampen für den Sandfilter. Diese hilft gegen das Wachstum von Bakterien und Algen.

Um die Wasserqualität zu prüfen, eignen sich einfache Teststreifen oder elektronische Poolwasser-Tester. 50 Teststreifen für den pH-Wert gibt es ab etwa 10 Euro. Elektronische Wassertester kosten etwa das Zehnfache. Neben dem größeren Komfort bieten die Geräte auch mehrere unterschiedliche Testwerte. Wer die Testwerte bequem auf seinem Smartphone ablesen will, muss mit Kosen ab 400 Euro rechnen. Der Ondilo ICO misst beispielsweise pH-Wert, ORP/Redox-Wert, Leitfähigkeit und Pool-Temperatur und sendet dies Daten per Bluetooth oder WLAN an die App.

Zur reinen Temperaturüberwachung gibt es neben günstigen Schwimmthermometern auch praktische Funkthermometer mit Basisstation. Die günstigsten Temperaturanzeiger gibt es ab etwa 5 Euro. Die bequeme Funkvariante ist ab etwa 18 Euro erhältlich.

Wer statt eines kleinen Vorgartenpools ein mittelgroßes Schwimmbad sein eigenen nennt, sollte sich mittelfristig die Anschaffung eines Pool-Roboters überlegen. Die halb- oder vollautomatischen Roboter helfen bei der täglichen Reinigung großer Flächen und sorgen für strahlende Pool-Böden und -Wände. Der Grad der Automation ist stark vom Preis abhängig. Während einfache Bodensauger-Modelle bereits ab unter 100 Euro erhältlich sind, kosten leistungsstarke Geräte für Wand- und Bodenreinigung schnell 1000 Euro und mehr.

Zum richtigen Schwimmbad-Ambiente gehört neben dem Pool auch etwas Atmosphäre. Hier eignen sich Bluetooth-Lautsprecher mit Wasserdichtigkeit ab IPX7. Günstige Modelle wie die Go-2-Serie von JBL gibt es bereits für unter 30 Euro. Was die kleinen Boxen in der Praxis leisten, zeigt unser Artikel 11 Outdoor-Lautsprecher mit Bluetooth im Vergleich.

Schwimmende LED-Lampen auf dem Pool sorgen abends für stimmungsvolles Urlaubsambiente im eigenen Garten. Die wasserdichten Lampen funktionieren mit einem Akku und einem Mini-Solarpaneel und schalten sich ein, sobald es dunkel wird. Damit die Lampen zur Geltung kommen, darf der Pool allerdings nicht abgedeckt sein.

Damit die empfindlichen Pools nicht durch Steinchen oder Ähnliches beschädigt werden, lohnt sich die Anschaffung von Bodenmatten aus Schaumstoff. Ein weiterer positiver Nebeneffekt der Matten oder Planen: Der Pool-Boden bleibt sauber, was die Endreinigung nach der Badesaison deutlich erleichtert. Falls es doch einmal zu Beschädigungen kommt, muss der Pool nicht gleich in den Müll. Kleine Risse oder Löcher lassen sich erfahrungsgemäß einfach mit entsprechenden Reparatur-Sets ausbessern.

Eine sinnvolle Anschaffung sind Schlauchhalter für den Pumpenschlauch. Dieser ist während des Betriebs vergleichsweise schwer und kann den Pool-Rand belasten. Passende Halterungen gibt es im Web zu kaufen. Besitzer eines 3D-Druckers (Ratgeber) können sich die Halterungen auch drucken, Vorlagen gibt es etwa bei Thingiverse.

Vorsichtig sollte man mit Wasserspielen oder Wasserfällen sein. Sie sehen gut aus und das plätschernde Wasser sorgt für eine angenehme Atmosphäre. Allerdings erhöhen sie den Sauerstoffgehalt im Wasser deutlich. Entsprechend kann es sein, dass der Pool trotz Sandfilteranlage durch Algenbefall "umkippt".

Ein eigener Pool im Garten ersetzt zwar kein Freibad, mit den richtigen Gadgets bietet er aber jede Menge Freude und eine angenehme Abkühlung. Damit sich weder die Freude am Pool noch das Wasser eintrüben, braucht es aber Pflege und Überwachung. Hier empfehlen wir, den schwachen in den Sets enthaltenen Kartuschenfilter gegen einen Sandfilter auszutauschen. Mehr dazu im Artikel Budget-Pool statt Biotop: So bleibt der Pool lange sauber. Wer im Pool Aufnahmen mit der Kamera machen will, sollte unseren Artikel Filmen und Fotografieren unter Wasser ansehen.

Erfrischung ganz ohne Pool verspricht unser Ratgeber Terrasse und Balkon günstig per Sprühnebler kühlen. Ist ein stabiles und schnelles WLAN im Sonnenstuhl wichtiger als Abkühlung, empfehlen wir den Artikel Schnelleres WLAN im Garten: Outdoor-Repeater & Co.

Im Artikel Dumm vs. smart: Wer braucht welche Bewässerungsanlage zeigen wir verschiedene automatische Bewässerungslösungen.

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