Photovoltaik, Powerstation, Battery-Guard: Must-Have-Gadgets für den Campingplatz

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Wer seinen Urlaub mit Camper oder Zelt plant, muss mit dem richtigen Campingzubehör trotzdem nicht auf Komfort verzichten. TechStage zeigt gute und günstige Gadgets fürs Zelt, Wohnwagen und Wohnmobil.

Campingurlaub liegt im Trend: Seit einigen Jahren steigen immer mehr in Wohnwagen, Wohnmobil und Campervan ein, um dem Alltag und Pauschalurlaub zu entfliehen. 2020 war eines der erfolgreichsten Jahre für Wohnwagen-Verkäufer. Viele Neubesitzer bereiten sich aktuell auf die kommende Saison vor. Ob man auf einem Campingplatz steht oder wild übernachtet: Mit der richtigen Campingausrüstung macht der Trip gleich noch mehr Spaß.

Doch welches Campingzubehör braucht man? Wir haben nützliche Campingausrüstung von unbekannten sowie von Top-Marken zusammengestellt – nicht für alle braucht man Strom.

Wer unterwegs darauf angewiesen ist, seinen Computer regelmäßig zu nutzen, wird auch passende Stromquellen benötigen. Große Wohnmobile haben dafür oft eine zweite oder sogar dritte Batterie an Bord. Bei Campervans sieht man als Campingausrüstung immer öfter Solar-Panels auf dem Dach. Aber es geht auch kleiner: Wer seinen Laptop nur einmal mit Strom versorgen muss, kann dafür eine Powerbank nutzen. Wir haben zu diesem Zweck die RAVPower PD Powerbank mit 60 Watt Ausgangsleistung und einer Kapazität von 20.000 mAh getestet. Bis die recht schwere Powerbank vollständig aufgeladen ist, dauert es etwa drei Stunden. Als Anschlüsse stehen ein USB-A- und USB-C-Anschlüsse zur Verfügung, letzter sogar mit schneller Stromübertragung. Mit 60 Watt ist es sogar möglich, ein Macbook Pro aufzuladen. Wird gleichzeitig am anderen Anschluss ein Smartphone eingesteckt, sinkt die Ausgabeleistung entsprechend. Weitere Informationen zu Power Delivery geben wir in unseren Beitrag USB-C-Ladegeräte im großen Vergleichstest: Das Beste kostet nur 15 Euro.

Für echte Hardcore-Camper ist das allerdings nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Wer beim Campen richtig gut aufgestellt sein möchte, sollte einen Blick auf die leistungsfähigeren Powerstations mit integriertem Solargenerator werfen. Die kompakten Akku-Pakete mit integrierter 230-V-Steckdose liefern zwischen 100 und 1800 W und haben Kapazitäten zwischen mehreren hundert Wh bis hin zu einigen KWh. Die größeren Modelle eigenen sich so auch für starke Verbraucher wie Fernseher, Eiswürfelbereiter, Kühlbox oder Werkzeug.

Preislich geht es hier regulär bei etwa 300 Euro los. Dafür gibt es etwa die Powerstation Blitzwolf BW-PG2 (Testbericht) mit 300 W Dauerleistung und einer Kapazität von 300 Wh. Besser ausgestattete Modelle wie die Bluetti Poweroak EB70 (Testbericht) mit 1000 W Leistung und ordentlichen 716 Wh gibt es ab etwa 620 Euro. Die Ecoflow Delta (Testbericht) kostet sogar knapp über 1000 Euro. Dafür bietet dieses Kraftpaket eine sehr hohe Dauerleistung von 1800 W und eine Akku-Kapazität von satten 1,2 KWh. Dank genialer Schnellladefunktion ist die mit vier 230-V-Steckdosen ausgestattete Powerstation per Netzteil in nur 1,5 Stunden aufgeladen – vergleichbare Powerstations anderer Hersteller brauchen mindestens sechs bis acht Stunden.

Wirklich interessant sind die Powerstations zusammen mit einem Solarpanel – insbesondere für jene, die keinen Stromanschluss am Campingplatz haben. Geeignete mobile Photovoltaik-Module mit mindestens 100 W Leistung gibt ab etwa 150 Euro. Doch auch hier gibt es einige feine Unterschiede, welche wir im Ratgeber Solarmodule: Worauf es bei mobilen Photovoltaik-Panels ankommt zusammengefasst haben.

Wer sich für solch einen Solargenerator mit Akku und 230-V-Steckdose oder ein Solarmodul interessiert, sollte regelmäßig bei Onlineshops wie etwa Banggood, Geekbuying oder Geekmaxi nach Angeboten schauen. Die Erfahrung der letzten Wochen zeigt, dass hier Rabatte von bis zu 50 Prozent gegenüber des regulären Marktpreises möglich sind. Zum Veröffentlichungszeitpunkt bietet etwa Banggood die Powerstation Xmund XD-PS8 mit 296 Wh und einer Dauerleistung von immerhin 300 W für 204 Euro mit Lieferung aus einem EU-Lager an. Im Normalfall ist das Modell knapp 100 Euro teurer. Doch hier muss man schnell sein, die Angebote sind häufig nach nur einem Tag vergriffen.

Für Dauercamper mit festem Stellplatz ist sind solche Plug-and-Play-Lösungen allerdings zu teuer. Hier sind weniger mobile Insel-Solaranlagen eine deutlich günstigere Möglichkeit dauerhaft Strom zu erzeugen und zu speichern. Mehr Informationen zu dem Thema liefert unser Artikel Insel-Solaranlagen: Stromversorgung für Schrebergarten & Co.

Nur wenn auch deutlich weniger Leistung ausreicht, sind USB-Solarpanels wie das 18-W-Solarpanel von Marbor (Testbericht) oder Solarrucksäcke (Ratgeber) interessant. Diese sind zumindest ausreichend, um Actioncam oder Smartphone mit Strom zu versorgen.

Wer auf einen Campingplatz Energie aus dem Stromnetz benötigt, braucht ein entsprechendes Kabel mit einem dreipoligen CEE-Anschluss. Mehr noch: Damit das Stromkabel der Norm entspricht, muss es bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Diese regeln die DIN-Normen VDE 0100 Teil 708 und Teil 721. Sie sehen zum Beispiel vor, dass auf Campingplätzen nur CEE-Steckdosen und blaue CEE-Stecker verwendet werden dürfen. Handelsübliche Schukostromkabel und Verlängerungen sind also eigentlich nicht zulässig.

Wir haben uns für eine Kabeltrommel entschieden, da sich diese einfach aufwickeln lässt. Die Garant von Brennenstuhl benötigt für den CEE-Anschluss keine Adapter, sondern kann direkt an die Strombox des Campingplatzes und ans Wohnmobil oder den Wohnwagen gesteckt werden. Die Kabeltrommel hat genügend Leistungsreserven, um auch Geräte mit einem höheren Watt-Bedarf sicher mit Strom zu versorgen. Und ein Tipp: Das Kabel sollte komplett abgerollt werden, damit an der Trommel kein Hitzestau oder gar Kabelbrand entsteht.

Wer in den reist, weiß es zu schätzen, etwa Getränke, aber auch Obst und Gemüse, zu kühlen. Für Dauercamper kann auch eine Gefrierbox für Tiefkühlkost sinnvoll sein. Hier helfen mobile Kühlschränke, die im besten Fall so weit herunterkühlen, dass auch Speiseeis oder Fisch gefroren lange hält. Wir haben uns für diesen Ratgeber den Outdoor-Kühlschrank Alpicool C20 angeschaut. Er wurde uns vom Online-Shop Geekmaxi zur Verfügung gestellt. Dort kostet die Gefrierbox Alpicool C20 (Kauflink) im Angebot mit dem Gutscheincode AlpicoolC20DE 197 Euro aus einem tschechischen Lager. Damit ist er bei Geekmaxi etwa 30 Euro günstiger als bei Amazon.

Die Alpicool C20 ist eine gute Lösung für alle, die eine anständige Kühlung für Lebensmittel oder Medikamente brauchen. Die elektrische Thermoelektro-Gefrierbox wirkt wertig verarbeitet. Seine Innenmaße betragen etwa 35 x 25 x 17 Zentimeter, Alpicool gibt 20 Liter an. Daher rührt auch der Name C20. Alpicool hat unter anderem auch eine Variante mit 15 Liter im Angebot, die hört auf die Produktbezeichnung C15. In die C20 passen dank der großzügigen Innenlängen von 35 Zentimetern auch 1,5-Liter-Softdrinkflaschen.

Die 9,7 Kilogramm schwere Kühlbox bietet zwei Griffe an den Längsseiten. Die Seitenwände sind dick. Auch der Deckel wirkt ausreichend isoliert und schließ gut ab. Trotzdem fühlen sich die Außenwände schnell kühl an, weswegen wir von keiner besonders guten Isolierung ausgehen. Der Hersteller gibt an, dass die C20 stoßfest ist und kurzzeitig auch bei Neigungen bis zu 45 Grad in Betrieb bleibt.

Beeindruckt hat uns die gute Kühlleistung. Alpicool gibt an, dass sie die Temperatur innerhalb von 15 Minuten von 20 auf 0 Grad senkt. Im Test benötigt sie dafür bei einer Umgebungstemperatur von 22 Grad knapp 25 Minuten, was noch immer eine beeindruckende Kühlleistung darstellt. Wir stellen die Solltemperatur auf -20 Grad Celsius ein, nach etwa 70 Minuten hört die Alpicool C20 auf zu kühlen, weil der innere Sensor die eingestellte Temperatur von -20 Grad erkannt hat. Beim Nachmessen zeigt unser Thermometer an den Innenwänden etwa -18 Grad an. In der Mitte der Kühlbox freischwebend, umgeben von isolierender Luft, maß unser Thermometer -8 Grad. Das Display zeigt beim Einstellen kurz die Solltemperatur an und wechselt dann auf die Isttemperatur.

Während des Kühlvorgangs ist die Alpicool C20 zwar deutlich hörbar, aber nicht wirklich laut. So messen wir mit einer Dezibel-App aus einem Meter Entfernung 33 db. Ausgeschaltet herrschen im Testraum 30 db.

Alpicool gibt zum Energieumsatz recht schwammig an, dass die C20 in zwei bis vier Tagen eine Kilowattstunde umsetzt – je nachdem wie hoch die Außentemperatur ist und wie tief der Nutzer die Solltemperatur eingestellt hat. Während des Kühlvorgangs messen wir einen durchschnittlichen Stromverbrauch von etwa 45 Watt. Sie wird mit einem Anschluss für den Zigarettenanzünder sowie mit einem Netzteil zum Anschluss an eine 220-Volt-Steckdose geliefert. Die Alpicool C20 verfügt über ein dreistufiges Autobatterie-Schutzsystem, welches verhindern soll, dass sich die Autobatterie entlädt.

Ein neuer Trend bei mobilen Kühlboxen ist eine integrierte Bluetooth-Schnittstelle zur Überwachung der Temperatur. Solch eine Smartphone-Verbindung bietet etwa die Bodega Kühlbox mit 18 Litern für 239 Euro. Mehr Platz, aber ebenfalls eine Überwachung per Bluetooth bietet das Modell Bodega mit 50 L Platz. Die Kosten liegen hier allerdings bei ordentlichen 429 Euro.

Natürlich kann man im Wohnwagen auch per Smartphone ins Netz gehen oder damit einen Hotspot für Laptop & Co. aufbauen. Die bessere Methode ist es aber, den Hotspot mit einem LTE-Router (Themenwelt) mit eigener SIM zu errichten. Wir haben den Netgear Nighthawk M2 (Testbericht) mit der Bestnote bewertet und finden, dass er sich auch hervorragend im Camper macht.

Damit geht es nicht nur schneller ins Netz als mit jedem Smartphone, der Akku ist auch stark genug, um damit durch den Tag zu kommen. Der Preis ist mit 360 Euro sportlich, aber gerade digitale Nomaden, die auch "on the road" ein stabiles Internet benötigen, werden die Investition nicht bereuen.

Weitere LTE-Router und die dazu passenden Datentarife stellen wir im Ratgeber: Die besten Tarife für mobiles Surfen vor.

Wer auch im Campingurlaub nicht komplett auf Entertainment verzichten will, bekommt hier einige praktische Gadgets, die auch unterwegs und ohne Stromanschluss funktionieren.

Los geht es hier mit einfachen Bluetooth-Lautsprechern mit integriertem Akku. Diese sollten für den Einsatz am Campingplatz genügend Energiereserven liefern und gegen Feuchtigkeit und Dreck geschützt sein. Mehr dazu in unserer Kaufberatung zum Thema Bluetooth-Lautsprecher.

Doch mit ordentlichem Sound ist lange noch nicht Schluss. Wer will, kann den abendlichen Campingplatz so auch ganz schnell zum Outdoor-Kino machen. Die Lösung hierfür sind mobile Videoprojektoren mit integriertem Akku. Mehr dazu im Artikel Winzig, günstig, mega gut: Beamer mit Akku & Android im Test.

Grillen und Camping gehören zusammen wie Joko und Klaas oder wie Nathan Drake zu „Uncharted“. Wer gerne mit Gas grillt, ist allerdings in den meisten Fällen darauf angewiesen große Outdoor Kocher mitzuschleppen. Was in einem riesigen Wohnmobil mit viel Stauraum kein Problem ist, wird in einem Bulli schon schwierig und beim Zelten, wo gerade noch der Schlafsack Platz findet, geradezu unmöglich. Das dachte sich Christian Battel auch. Er ist der Kopf hinter dem Skotti Grill (Testbericht), einem Mini-Gasgrill, der vor der Nutzung aus verschiedenen Edelstahlteilen einfach zusammengesetzt wird. Bis zur Nutzung werden die Einzelteile in einer LKW-Plane verstaut. Das Päckchen ist dann so flach, dass es locker hinter einem Autositz verschwindet. Der Aufbau dauert etwa eine Minute, der Abbau nur unwesentlich länger. Und da die Einzelteile aus Edelstahl sind, kann man Grillspuren komfortabel mit einer Stahlbürste entfernen und den Grill anschließend in die Spülmaschine stellen; soweit vorhanden versteht sich.

In großen Wohnmobilen ist manchmal sogar Platz für einen Backofen. Doch wer in seinem Campervan oder im Zelt etwa einen Kuchen backen oder einen Auflauf zubereiten will, schaut häufig in die – nicht vorhandene – Röhre. Hier kommt der schwedische Omnia ins Spiel, der Backofen für unterwegs. Der Ofen wird einfach auf den Gaskocher gestellt, durch die Bauform wird die Hitze so verteilt, dass die Backwaren von allen Seiten die optimale Temperatur erhalten.

Die schlichte Konstruktion besteht in der Basisversion aus Edelstahl und besteht aus dem Aufsatz für den Herd / Grill, der Backform und einem Deckel. Darüber hinaus gibt es inzwischen Zubehör ohne Ende, etwa Silikoneinsätze, Gitter, Muffinförmchen oder Tragetaschen. Den Omnia-Backofen gibt es in der Grundausstattung für 50 Euro, eine große Auswahl an Zubehör gibts unter anderem im Camping Shop und kostet extra.

Hygiene an Bord und im Zelt funktioniert etwas anders, als in den eigenen vier Wänden. Häufig muss man Kompromisse eingehen. Doch egal wie gut ein Camper ausgestattet ist und wie nah man auf dem Campingplatz an einem Waschhaus steht: Eine zusätzliche Außendusche ist auf den meisten Trips ein Gewinn. Man kann sich schnell die Hände waschen, Sand von den Füßen spülen oder einfach nur mal abkühlen. Und wenn man ein paar Tage auf einem Festivalgelände steht, möchte man so eine Dusche erst recht nicht missen. Die Camping-Dusche von LYTLD hat ein Fassungsvermögen von 40 Litern, erwärmt wird das Wasser durch die Sonne. Mit der Handbrause lässt sich der Wasserstrahl flexibel steuern. Und nach der Nutzung kann man die Dusche einfach zusammenfalten.

Manchmal muss man einfach. Dringend. Und wenn keine Toilette an Bord ist, kann die Suche nach einem Klo problematisch sein. Die Köpfe hinter der deutschen Firma Kildwick sind selbst Camper und kennen das Problem. Sie haben mit dem MiniLoo eine transportable Lösung für den Austritt im Sortiment. Der Korpus des Klos besteht aus Holz und muss selbst zusammengebaut werden. Auf das Klo kommen Brille und Deckel, in den Kasten ein Trenneinsatz, der flüssige und feste Stoffe voneinander trennt und in separaten Behältern aufnimmt. Den Geruch stoppen verschiedene natürliche Zusätze. Besonders wer mit Kinder reist, wird sich über diese Lösung freuen.

Wer campt, muss auch seine Kleidung waschen. Eine Lösung können faltbare Mini-Waschmaschinen sein. Die reinigen einige Kleidungsstücke auch im Zelt oder Wohnwagen. Die Moyu Travel Portable Mini Folding Wash Machine (Testbericht) findet man beispielsweise bei real.de für 90 Euro. Banggood verlangt dafür 94 Euro.

Das Modell hat ein Fassungsvermögen von rund drei Kilogramm und wäscht innerhalb von zehn Minuten. In unserem Test hat sie überraschend gut abgeschnitten, allerdings ist der Schleudergang unbrauchbar.

Werkzeuge und passendes Zubehör braucht man beim Camping immer. Mal wird eine Leine für die Wäsche gekürzt, mal müssen Äste zurechtgesägt werden. Aber gleichzeitig ist der Platz an Bord limitiert, auch auf das Gewicht sollte man achten. Ein großer Werkzeugkasten mit vollem Umfang bleibt da häufig zu Hause. Für Camper bietet sich daher ein Multitool an.

Das Campingzubehör Leatherman Signal bringt 19 Werkzeuge für unterwegs in ein handliches Format. Neben typischen Tools wie Messer oder Säge gibt es eine Zange, Kabelschneider und eine kleine Schere. So weit, so typisch. Der Signal hat aber noch herausnehmbare Pfeife, Messerschleifstein und Feuerstahl, mit dem man sein Lagerfeuer in Gang bringen kann. Da viele Multitools inzwischen unter die sogenannte Taschenmesser-Verordnung fallen, muss es beim Transport sicher verwahrt werden. Dennoch lohnt die Mitnahme, mehr Werkzeuge braucht man in den meisten Fällen nicht.

Für Dauercamper und Ferienhausbesitzer, die Ihr Hab und Gut auch in Abwesenheit im Auge behalten wollen, sind Wildkameras mit GSM oder GPRS sinnvoll. Die Geräte erlauben Videoüberwachung auch ohne Steckdose oder Internetanschluss. Wie die Geräte funktionieren und was sie kosten, zeigt unser Ratgeber: Fotofallen zum Beobachten und Überwachen.

Für Wohnmobile oder Gespanne ist es nicht immer leicht, die optimale Route zu finden: Mal ist die Straße zu eng, mal sind die Brücken zu niedrig. Normale Navigationsgeräte, Navi-Apps oder Kartendienste wie Google Maps helfen zwar bei der generellen Routenplanung, sie schützen aber nicht vor manchmal unüberwindbaren Schwierigkeiten bei großen, hohen oder langen Fahrzeugen.

Bei speziellen Navigationsgeräten für Wohnwagen und Caravan kann man nicht nur Streckenvorlieben eintragen, sondern auch die Abmessungen und Besonderheiten des Fahrzeuges. Natürlich bieten solche Geräte viele Standardfunktionen wie Stauwarner oder eine Freisprecheinrichtung. Praktisch ist es außerdem, wenn auf dem Display auch das Bild einer Funk-Rückfahrkamera (Ratgeber) angezeigt werden kann oder sogar eine Dashcam integriert ist. Darüber hinaus zeigt diese Campingausrüstung auch spezielle Orte für Outdoor-Fans an, zum Beispiel Camping- oder Stellplätze, Versorgungsstationen oder auch Tipps für beste Sightseeing-Orte mit sicheren Parkplätzen. Das ist nett, doch ähnliche Features und ausgewählte POIs (Points of Interest) bieten auch Standard-Navis.

Camping-Navis zeichnet nicht nur die Hardware aus, sondern vor allem die Software. Wer sich überwiegend in Deutschland bewegt, bekommt sehr gute Ergebnisse. Geht es ins Ausland, variiert die Qualität des Kartenmaterials. Mit der generellen Routenplanung gibt es selten Probleme, allerdings bei der Genauigkeit der spezifischen Angaben, zum Beispiel bei der Durchfahrthöhe. Geht man nach den Nutzerkommentaren verschiedener Navigationslösungen, machen alle aktuellen Geräte einen guten Job, allerdings nicht überall: Offenbar schafft es kein Navi, in allen 42 Länder Europas zwischen einer ausgebauten Straße oder einer Schotterpiste zu unterscheiden. Aber wir sind ja nicht bei „Wetten, dass..!“, ein paar Fehler sind erlaubt. Wichtig ist es, dass man vor der Reise das Kartenmaterial aktualisiert. Übrigens: Viele Stellplätze haben im Ausland keine richtige Adresse, sondern es müssen GPS-Koordinaten eingegeben werden. Beim Navi-Kauf sollte man also darauf achten, dass dies möglich ist.

Bei externen Navis für Camper hat die bekannte Marke Garmin mehrere gute Produkte mit vielen Extras im Sortiment. Das Camper 780 zeigt die Route auf einem knapp sieben Zoll großem Touch-Display an und bietet darüber hinaus einen digitalen Verkehrsfunk. Beim Camper 785 & Traffic ist eine Dashcam an Bord. Camper 890 hört aufs Wort und kann Updates per WLAN einspielen. Außerdem werden aktuelle Kraftstoffpreise angezeigt. Spannend ist die Anbindung an TripAdvisor und das weltweite Kartenmaterial, welches kostenlos heruntergeladen werden kann. Das Flaggschiff Camper 1090 bietet mit 10 Zoll das größte Display.

Das Go Camper von der Marke TomTom ist – auch preislich – ein attraktives Campingzubehör. Das Display ist zwar lediglich sechs Zoll groß, dafür ist eine SIM-Karte eingebaut, um jederzeit aktuelle Informationen zum Verkehr noch präziser abrufen zu können. Der Clou sind die redaktionell betreuten Road-Trips mit tollen Touren in aller Welt und die Möglichkeit, eigene Urlaube mit MyDrive am Computer vorauszuplanen und ans Navi zu übertragen.

Übrigens: Wer einen Warner für Gefahrenstellen und Blitzer sucht, sollte unseren Ratgeber Ooono, Saphe & Co.: Was taugen Blitzerwarner mit App-Anbindung ab 40 Euro? lesen.

Wer beim Camping unangenehme Überraschungen vermeiden will, sollte Bordbatterie und Gasvorrat im Blick behalten. Hier bieten sich sogenannte Batteriewächter mit Bluetooth-Verbindung zum Smartphone an. Das Modell Battery-Guard von Intact gibt es auf Amazon ab knapp 18 Euro. Der Batteriewächter von Lescar ist ab 30 Euro erhältlich.

Eine ähnliche Funktionsweise haben auch die erhältlichen Reifendrucksensoren. Die smarten Ventilkappen werden ganz einfach gegen die normalen Kappen ausgetauscht und zeigen dann per Funk oder Bluetooth den aktuellen Reifendruck. Günstige Funk-Modelle, wie das Spurtar Solar Reifendruckkontrollsystem gibt es bereits ab 33 Euro auf Amazon. Geräte mit Bluetooth zur Überwachung am Smartphone gibt es ab 48 Euro etwa in Form des Toogoo Reifendruck-Testers.

Um den Füllstand der Gasflasche zu checken gibt es verschiedene günstige Möglichkeiten. Los geht es mit der magnetischen Füllstandsanzeige für 6 Euro. Dieser kleine Sticker wird direkt auf die Gasflasche gesetzt und zeigt anhand einer Skala den Inhalt der Flasche. Auch wenn es unglaublich erscheint, erfahrungsgemäß funktioniert dieses Low-Tech-Gadget sehr gut und zuverlässig. Wer auch seine Ersatzflasche überprüfen will, sollte gleich zum Doppelpack für rund 9 Euro greifen. Die zweite Möglichkeit wäre ein Druckregler mit integrierter Füllstandsanzeige. Diese sind ab etwa 12 bis 15 Euro erhältlich.

Ebenso sinnvoll ist die Installation eines Raumluftsensors, um die Luft in Wohnmobil oder Campingwagen im Blick zu behalten, auch wenn hier leicht andere Kriterien zählen als im Smart-Home, empfehlen wir hier unseren Ratgeber Bessere Luft: Smarte Raumluft-Sensoren für CO2, Radon, Ozon, Feinstaub & Co.

Mit dem richtigen Zubehör ist der Campingurlaub noch bequemer und sicherer. Wer nicht auf Komfort verzichten möchte, muss nur die richtigen Produkte finden. Es gibt natürlich noch viel mehr, was nicht zwingend speziell für Camper gedacht sein muss. Dazu gehören etwa Smartphone-Halterungen für das Lüftungsgitter oder Halterungen für Tablets, um die Kinder bei Laune zu halten.

Auch Dashcams sind für Camper interessant, wobei man hier jeweils die rechtlichen Vorgaben des jeweiligen Landes beachten muss. Im Schadensfall ist es aber oft nicht verkehrt, einen Videobeweis zu haben. Noch besser, wenn diese Dashcams auch nach hinten blicken und auch eine Rückfahrkamera ist äußerst hilfreich. Mehr dazu in unserem Vergleichstest zu Dashcams.

Und dann ist da natürlich auch noch die Luft für alle Bikes, Bälle oder Schwimmtiere, die man im Gepäck hat. Unser Vergleichstest zeigt sechs mobile elektrische Luftpumpen, mit denen man sich viel Puste sparen kann – und das im Shop schon ab 35 Euro. Oder wie wäre es mit einer elektrischen Wasserpistole für die große Wasserschlacht mit den Nachbarn am Campingplatz? Mehr dazu im Ratgeber Elektrische Wasserpistolen im Vergleich: Schon ab 15 Euro gut.

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