Notlicht bei Stromausfall: Immer geladen und griffbereit ab 15 Euro

Notlichter

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Notlichter für die Steckdose garantieren Licht bei Stromausfall. Die portablen Lampen mit integrierter Notlichtfunktion sind ab 15 Euro erhältlich. Wir zeigen fünf unterschiedliche Modelle und erklären, wie sie sich in der Praxis unterscheiden.

Stromausfälle sind zwar selten, trotzdem ist es sinnvoll gerüstet zu sein. Sollte nachts der Strom ausfallen, wird zunächst Licht benötigt. Das funktioniert per Smartphone – wenn es greifbar und geladen ist. Besonders Personengruppen ohne Handy benötigen aber eine andere Lösung, etwa in Form einer Taschenlampe. Die in zig Variationen erhältlichen LED-Lampen sind trotz niedriger Preise hell und praktisch. Beim Stromausfall muss man die Lampe allerdings erst finden. Außerdem sollten Batterie oder Akku voll sein. Die Erfahrung zeigt, dass dies oft genau dann nicht der Fall ist, wenn man die Lampe wirklich benötigt. Wer nicht, wie unser Autor, einen kompletten Vorrat an Taschenlampen anlegen will, braucht eine sinnvollere Lösung.

Hier kommen sogenannte Notlampen oder Notlichter für die Steckdose ins Spiel. Diese sind dank Ladestation an der Steckdose stets voll aufgeladen und schalten sich im Falle eines Stromausfalles automatisch ein. Das hilft bei der Orientierung und erleichtert das Auffinden der portablen Lampen.

Wir haben fünf Notlampen ausführlich in der Praxis getestet und erklären die Unterschiede und worauf man beim Kauf achten sollte. Dieser Ratgeber gehört zu unseren Themenwelten Blackout und Stromversorgung.

Notlichter für die Steckdose haben zwei Grundaufgaben zu erfüllen:

  • Sie müssen jederzeit einsatzbereit sein und auch als Taschenlampe funktionieren
  • Sie müssen sich bei Stromausfall automatisch einschalten

Um zuverlässig auch mobil zu funktionieren, nutzen alle Notlampen interne Akkus. Damit die Leuchte schnell einsatzbereit und greifbar ist, setzten die meisten Hersteller auf ein geteiltes Design aus Ladestation und Notlampe. Damit die Leuchte möglichst schnell greifbar ist, nutzen die meisten Hersteller eine kabellose Aufladung per Induktion. Diese Lademethode ist zwar weniger effizient, vermeidet aber Ein- und Ausstecken von Kabeln und ist so sehr bequem. Im Testfeld gibt es lediglich ein Modell, welches direkt in die Steckdose gesteckt werden muss. Vorteil: Man kann das Ladegerät nicht verlieren. Nachteil: Das Ein- und Ausstecken ist bei häufiger Nutzung deutlich unbequemer.

Die zweite Grundfunktion erfüllen alle Lampen dank interner Schaltung. Sobald kein Strom mehr fließt oder die Geräte den Kontakt zur Ladestation verlieren, schalten sich die Leuchten automatisch ein.

Überdies verfügen einige Modelle über zusätzliche Funktionen, wie ein Nachtlicht oder eine Schaltung per Bewegungssensor. Hier liegen dann auch die größten Unterschiede. Wer sich im Nachhinein nicht ärgern will, sollte deshalb auf einige Punkte achten. Denn obwohl die Grundfunktion bei allen Notlampen gegeben ist, in der Praxis sind manche Geräte deutlich besser geeignet als andere.

Für unseren exemplarischen Vergleichstest haben wir uns sechs Lampen unterschiedlicher Hersteller in der Praxis angesehen. Los geht es mit den Modellen TFA Dostmann Multifunktions-Sicherheitslampe Lumatic Guard für rund 25 Euro und der optisch ähnlichen Lunartec Stromausfalllampe 4-in-1 für 21 Euro. Die einzige Leuchte ohne Ladestation ist das Northpoint 3-in-1 Nachtlicht für rund 19 Euro. Das Nachtlicht Olympia NL300 ist mit 15 Euro am günstigsten.

Neben den auf Preisvergleich und Amazon beliebten Modellen haben wir auch ein Gerät der Marke Star beim Discounter (Netto) gekauft. Die Lampe war allerdings schon nach wenigen Tagen vergriffen. Nach einiger Recherche haben wir aber herausgefunden, dass es die Lampe auch als Müller Nachtlicht Casto und Nedis Orientation Light für etwa 15 Euro vertrieben wird. Bei Amazon läuft die Lampe auch unter dem Namen TronicXL Night Light – hier sind aber ganze 35 Euro fällig.

Ähnlich ist es uns mit dem auf Amazon gekauften Licht von Light4You ergangen. Auch dieses ist aktuell ausverkauft. In der Praxis ist das nicht weiter schlimm, da es vergleichbare Varianten mit ähnlichen Funktionen gibt und das Modell in der Praxis nicht endgültig überzeugte.

Eines haben alle Notleuchten gemein – das weiße und gut sichtbare Kunststoffgehäuse. Die Verarbeitung der Geräte ist grundsätzlich in Ordnung, aber es gibt Unterschiede. Besonders stabil und durch ein höheres Gewicht am hochwertigsten und stabilsten wirken die Modelle vom Discounter, von Dostmann, Lunartec und Olympia.

Das faltbare Northpole-Licht ist zwar ordentlich verarbeitet, allerdings klappert das Gerät minimal bei eingeklapptem Stecker. Das flache Light4You-Modell wirkt wenig belastbar und klappert bei der mobilen Nutzung. Die Ladestation vom Olympia-Nachtlicht verfügt als einziges Modell übe reinen um 90 Grad drehbaren Stecker. Bei der Wandmontage ist das zwar in der Regel nicht notwendig, kann aber in Einzelfällen sinnvoll sein.

Bis auf die Falt-Lampe von Northpole handelt es sich immer um Sets bestehend aus Induktionsladestation für die Steckdose und eine Handlampe mit zwei getrennten Leuchten und einen Funktionstaster, bzw. Schalter beim Olympia-Nachtlicht. Bis auf dieses haben auch alle Leuchten einen Bewegungssensor an Bord. Über einen Dämmerungssensor sollen laut Produktbeschreibung alle Lampen verfügen. In der Praxis funktioniert der allerdings nicht immer zuverlässig, wie das Notlicht Light4You zeigt. Dort ist der Sensor seitlich angebracht und so bekommt er häufig zu wenig Licht ab. In der Praxis schaltet sich die Lampe so auch tagsüber ständig ein und aus – was nervt.

Los geht es mit der Helligkeit. Hier muss man hier zwischen Notlampe und Taschenlampe unterscheiden. Die Hauptlampe, die bei Stromausfall und Bewegung aktiv ist, ist bei der Olympia-Lampe am dunkelsten. Außerdem ist deren Haupt-LED nach unten gerichtet, was die Ausleuchtung weiter einschränkt. Immerhin blendet die Lampe so nicht.

Ebenfalls nicht besonders hell sind die warm weiße Lampe von Northpole und das Modell Light4You. Hier wird zwar ausreichend ausgeleuchtet, viel mehr als eine Notleuchte sind die Modelle aber nicht. Die Lampen von Dostmann, Lunartec und vom Discounter sind deutlich heller. Deren Leuchtkraft reicht locker aus, um auch größere Räume ordentlich auszuleuchten. Wer nicht möchte, dass diese drei wirklich hellen Lampen blenden, kann sie in der Halterung um die z-Achse drehen. Dann wird die dahinterliegende Wand beleuchtet.

Bei der Taschenlampenfunktion haben die Modelle vom Discounter und von Light4You die höchste Leuchtkraft. Die Lampe vom Discounter erzeugt zwar einen weit leuchtenden, hellen Spot, der Lichtpegel ist aber sehr eingeschränkt und die Ausleuchtung nicht homogen. Die kaltweißen LEDs der Light4You erzeugen eine bessere Ausleuchtung – schade, die hätten wir uns für die Notlichtfunktion gewünscht. Nicht ganz so hell, aber deutlich angenehmer, ist die gleichmäßig starke Ausleuchtung der Lampen von Dostmann, Lunartec. Am schwächsten schneiden hier die Lampen von Olympia und Northpole ab. Deren Taschenlampenfunktion reicht zwar zur groben Orientierung, für lange Flure ist die Leuchtkraft aber bereits zu schwach.

Die Bedienung der getesteten Geräte ist einfach und selbsterklärend. Um die Notlichtfunktion zu aktivieren, muss man die Leuchten nur in die eingesteckte Ladeschale einsetzen, oder in die Steckdose einstecken. Die Lampen beginnen zu leuchten und gehen dann nach etwa 30 bis 60 Sekunden automatisch wieder aus. Nun sind sie einsatzbereit. Lediglich beim Modell von Olympia muss man hier zuvor den Wahlschalter auf „Auto“ positionieren.

Das Verhalten der meisten Lampen ist dann in der Praxis sehr ähnlich. Fällt der Strom aus, beginnen die Hauptlampen automatisch zu leuchten. Das klappt bei allen getesteten Geräten zuverlässig. Fließt der Strom wieder, gehen die Lampen nach etwa 30 Sekunden automatisch aus. Bei Dunkelheit ist dann außerdem der Bewegungsmelder aktiv.

Bewegungen in einem Umkreis von 2 bis 4 Metern werden mit einer aufleuchtenden Notleuchte quittiert. Wer das nicht möchte, muss die Lampe nach dem Einsetzen per Tastendruck ausschalten. Das funktioniert allerdings nur bei den Lampen von Dostmann, Lunartec und vom Discounter. Bei den Modellen Northpole und Light4You kann man den Bewegungsmelder nicht deaktivieren. Sollen die Lampen nicht als zusätzliches Nachtlicht, sondern nur als Notlicht genutzt werden, sind diese Modelle ungeeignet. Die Olympia-Lampe verzichtet ganz auf den Bewegungsmelder. Hier gibt es lediglich den Dämmerungssensor und so leuchtet die Lampe immer, wenn es dunkel ist. Das kann so gewünscht sein, kostet aber dauerhaft Strom, auch wenn niemand vor Ort ist.

Die exakten Ladezeiten haben wir nicht gemessen, da die Geräte im Regelfall ständig versorgt werden. Wichtig war uns eine angemessene Akkulaufzeit von wenigstens zwei Stunden. Die Light4You-Lampe hält allerdings lediglich knapp eineinhalb Stunden durch. Am Ende dann schon mit deutlich geringerer Leuchtkraft. Das ist zu wenig. Die restlichen Lampen leuchten mindestens zwei bis drei Stunden. Am längsten hält das schwache Olympia-Nachtlicht durch. In der Praxis ist deren dezente Ausleuchtung bis über viereinhalb Stunden ausreichend.

Die Preise der getesteten Lampen liegen zwischen 15 und 30 Euro. Das Modell Light4You vom Hersteller Schwaiger ist derzeit vergriffen. Hinsichtlich der zuverlässigen Notlichtfunktion sind alle Geräte empfehlenswert. Allerdings sollte man auf die Spezifikationen achten, da sich nicht jedes Modell für jede Anwendung eignet.

Neben den getesteten Geräten gibt es etwa auf Amazon noch zahllose Alternativen.

Die gute Nachricht: Alle getesteten Notlichter haben Ihre Hauptaufgabe zur vollen Zufriedenheit erfüllt! Bei Stromausfall bieten alle Geräte zuverlässig und ausreichend Licht, um sich zu orientieren. Alles in allen kann man guten Gewissens auch zu den günstigen Notlampen greifen. Allerdings sollte man sich im Vorfeld Gedanken machen, was man genau möchte. Reicht ein Notlicht für den Stromausfall? Oder soll die Lampe auch als Nachtlicht dienen? Und falls ja, soll dieses immer leuchten oder nur bei Bewegungserkennung?

Nun kommt es aber auf den gewünschten Einsatzzweck an. Wer eine dauerhafte Beleuchtung bei Dunkelheit nachrüsten möchte, etwa in Treppenhaus, ist mit dem Olympia-Nachtlicht am besten beraten. Dieses leuchtet immer, sobald es dunkel wird. Dient die Lampe als Notbeleuchtung oder Nachtlicht per Bewegungsmelder, sind alle anderen Geräte geeignet.

Aus dem Rahmen fällt lediglich die Lampe Light4You – deren Bewegungsmelder ist selbst in ordentlich ausgeleuchteten Räumen dauerhaft aktiv, was zu ständigen Ein- und Ausschalten führt. Das nervt. Wer die Beleuchtung per Bewegungsmelder auch deaktivieren möchte, muss genau hinsehen. Hier sind nur die Geräte von Dostmann, Lunartec und das Modell vom Discounter geeignet.

Am besten gefallen uns die Lampen von Dostmann und Lunartec gefolgt von der Lampe vom Discounter. Letztere schneidet nur wegen des unschönen Taschenlampenlichts nicht so gut ab. Insgesamt bieten diese drei Lampen aber eine hohe Helligkeit und die größte Flexibilität. Eine Sonderstellung nimmt das Olympia-Nachtlicht ein. Dieses leuchtet bei Dunkelheit immer, was gewünscht sein kann.

Wer lieber eine klassische Taschenlampe mit einer dafür um so höheren Leuchtkraft sucht, der sollte einen Blick in unseren Ratgeber Brutal hell und trotzdem günstig: Taschenlampen & Kopflampen für Schulweg, Sport & Spaziergang werfen. Andere Gadgets für den Stromausfall zeigen wir in unserem Blackout-Ratgeber.

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