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Xbox und Playstation buhlen gleich mit vier Varianten um Käufer. TechStage erklärt die Unterschiede und zeigt, welche Konsole sich für wen eignet.

Mit der neuen Konsolengeneration ergibt sich ein echtes Luxusproblem: Die Playstation 5, die Xbox Series X und die Xbox Series S sind allesamt gute Geräte, die man für sich gesehen vollumfänglich empfehlen kann. Gut, kleine Mängel gibt es, wie unsere Tests darlegen, aber was man für das Geld bekommt, ist beeindruckend. Dadurch entsteht die Qual der Wahl: Für welche Konsole soll man sich entscheiden? In unserem Ratgeber wollen wir kurz darlegen, für wen welche Konsole geeignet sein könnte.

Fangen wir mit der Grundsatzentscheidung an: Playstation oder Xbox? Diese Frage kann man nur anhand des eigenen Spielegeschmacks beantworten. Bei Multiplattform-Titeln tut sich nicht viel. Zwar kann es hier geringe technische Unterschiede in der Grafik geben, oder hier und da taucht mal ein exklusiver DLC auf einer Plattform auf.

Ansonsten wird man Spiele wie Dirt 5, FIFA oder Watch Dogs Legion in einer ähnlichen Qualität auf beiden Seiten spielen können. Ausschlaggebend sind aber die exklusiven Spiele. Auf der Playstation 4 hat Sony mit beeindruckenden Single-Player-Erlebnissen begeistert, die sich vor allem durch ein cineastisches Erlebnis auszeichneten. Kracher wie The Last of Us II, Horizon: Zero Dawn oder Uncharted 4: A Thief´s End sind emotionale Achterbahnfahrten, die auch auf der Playstation 5 laufen. Und es sieht nicht so aus, als würde Sony plötzlich aufhören: Spider-Man: Miles Morales ist eine starke Einzelspieler-Comicadaption und der zweite Teil von Horizon, Forbidden West, soll 2021 erscheinen. Nur eines haben diese Titel nicht: Einen guten Multiplayer-Modus.

Wer gerne mit Freunden eine Runde über das Internet spielen möchte, ist mit den Exklusives bei der Xbox Series S/X besser aufgehoben. Der Coop-Modus in den Halo-Spielen ist schon seit Jahren ein Garant für großen Spaß. Wer es dystopischer mag, kann die allermeisten Gears of War-Titel im Coop spielen. Deathmatch und andere Spielformen gibt es obendrauf. Die gut integrierten Party- und Chatfunktionen gehen über das Xbox-Dashboard gut von der Hand und funktionieren zuverlässig. Generell ist die Erreichbarkeit der Microsoft-Server grundsätzlich sehr gut.

Wer sich für Microsoft entscheidet, steht vor der nächsten Frage: Xbox Series S oder Series X? Immerhin liegt die Preisdifferenz zwischen beiden Konsolen laut UVP bei 200 Euro, wobei die Xbox Series S beim Straßenpreis sogar je nach Angebot noch weiter fallen kann. Damit wären wir schon beim ersten guten Argument für die schmalere Xbox: Man kann durch sie mit weniger als 300 Euro in die Next Gen einsteigen. Vor allem wird es hier Neulingen einfach gemacht: Wer vorher nur auf dem PC gespielt hat, bekommt hier die preiswerteste Gelegenheit, um in die Welt der Konsolen hineinzuschnuppern. Dabei hilft vor allem das Smart-Delivery-Konzept von Microsoft. Beim Kauf von Spielen, die unter dem Banner der Microsoft Studios fallen, bekommt man in den meisten Fällen gleich einen Key für die PC-Version dazu. Die Spielstände werden in der Cloud gespeichert, womit man bequem zwischen den Geräten wechseln kann. Gemütlich im Schlaf- oder Wohnzimmer weiterspielen ist also kein Problem.

Wer gerne Spiele auf Disk kauft, um sie später auf dem Gebrauchtmarkt wieder zu Geld zu machen oder sogar eine physikalische Spielesammlung pflegt, kann mit der Xbox Series S oder der Playstation 5 Digital Edition nichts anfangen: Sie haben kein optisches Laufwerk und sind nur für Nutzer geeignet, die Spiele ausschließlich digital erwerben wollen. Das setzt zudem zwingend eine Internetverbindung voraus, denn der Lizenzschlüssel bei digital erworbenen Titeln beim Start des Spiels kann nur überprüft werden, wenn der Sony- oder Microsoft-Server angefunkt werden kann. Beide Konsolen sind aber mit Microsoft Game Pass respektive Playstation Plus kompatibel, wer das Abo-Konzept mag, der findet hier zahlreiche Titel.

Es gibt einen Unterschied zwischen den beiden Xbox- und den Playstation-Konsolen. Die Playstation 5 Digital Edition ist im Inneren identisch mit der Playstation 5, es fehlt lediglich ein optisches Laufwerk. Die Xbox Series S ist dagegen auf der Hardware-Seite schwächer als die Xbox Series X und hat kein Laufwerk mehr. Wer High-End-Grafik möchte, der sollte daher gleich zur Xbox Series X greifen. Sie kommt mit stärkerer Grafikkarte und mehr RAM und ist unserer Meinung nach für die Zukunft besser gerüstet. In ein oder zwei Jahren werden wir Spiele sehen, die das Potenzial der Series X ausschöpfen, bei denen die Series S aber nur schwer mithalten kann. Dieses Szenario können wir schon heute bei der Vorgeneration beobachten: Spiele, die auf der Xbox One X ausgezeichnet aussehen, straucheln auf der ersten Xbox One. Watch Dogs Legion zum Beispiel ist auf letzterer Konsole kaum noch spielbar: Bildzerreißen, niedrige Auflösung, etliche Ruckler - das macht keinen Spaß.

  • die leiseste Konsole von allen
  • sehr starke Performance
  • umfangreiche Spielbibliothek mit Game Pass
  • Xbox-Universum sehr stark bei Multiplayer-Spielen
  • die kostengünstigste Konsole von allen
  • kein Laufwerk, nur für digitale Onlinekäufe geeignet
  • schwächste Hardware von allen
  • sehr starke Performance
  • Playstation-Universum sehr stark bei Singleplayer-Spielen
  • einzigartige 3D-Sound-Implementierung
  • erstklassiger DualSense-Controller

Playstation 5 Digital Edition:

  • identisch mit der normalen Playstation 5, nur ohne Disk-Laufwerk

Die günstigste Next-Gen-Konsole ist die Xbox Series S (Testbericht). Ihre UVP ist 299 Euro, tatsächlich haben wir aber schon Angebote für 285 Euro gesehen. Wie gesagt, sie hat eine schwächere Hardware und kein Laufwerk. Die Xbox Series X (Testbericht) empfiehlt Microsoft für 499 Euro zu verkaufen. Diesen Preis bekommt man aktuell nirgends.

Die Playstation 5 (Testbericht) besitzt eine unverbindliche Preisempfehlung von 500 Euro, die Version ohne Laufwerk liegt bei 400 Euro. Da die Konsolen aber aktuell immer noch knapp sind, bekommt man sie nur selten zu diesem Preis.

Da die Verfügbarkeit enorm schwankt, haben wir unseren Tarif-Experten Lenz losgeschickt, um zu prüfen, ob man die Konsolen vielleicht zusammen mit einem Smartphone- oder DSL-Tarif zu einem guten Deal bekommt. Einige Provider haben gerade die Playstation 5 immer wieder im Bundle mit einem Smartphone- oder DSL-Tarif. In aller Regel sind die Bundles binnen weniger Stunden aus dem Angebot verschwunden. Es kann also sein, dass die hier aufgeführten Deals bald nicht mehr aktuell sind. Wir haben aktuell zwei Deals gefunden, bei denen die Konsole zum Zeitpunkt der Veröffentlichung als „verfügbar“ aufgeführt ist.

Bei 1und1 gibt es die Playstation 5 im Paket mit DSL 100 im O2-Netz. Für 18 Euro im Monat, also 432 Euro auf die Laufzeit von 24 Monaten gerechnet, bekommt man die Playstation 5 mit Laufwerk und 12 Monaten Playstation Plus. Wer noch einen WLAN-Router braucht, zahlt ab 5 Euro monatlich. Damit liegt der günstigste Paketpreis bei 63 Euro. Der Vertrag läuft insgesamt 24 Monate und muss mindestens drei Monate vor Laufzeitende gekündigt werden, sonst verlängert er sich um weitere 12 Monate.

In Verbindung mit einem Smartphone-Tarif ist die Playstation 5 mit Laufwerk und 12 Monaten Playstation Plus aktuell bei Mobilcom-Debitel erhältlich. Hier hat der Käufer die Wahl zwischen Vodafone- und Telekom-Netz. Bei beiden gibt es 10 GByte Datenvolumen, bei Vodafone mit bis zu 50 MBit/s und bei Telekom mit maximal 21,6 MBit/s. Eine Telefonie-Flat ist ebenfalls mit dabei. Dafür verlangt der Provider monatlich 42 Euro und einmalig rund 140 Euro mit der Konsole. Einzeln kosten die gleichen Tarife 16 beziehungsweise 17 Euro. Somit liegen die Kosten für die Konsole bei 24 Monaten Laufzeit bei 740 bis 764 Euro; wenn man die Anzahlung von 140 Euro noch einberechnet. Ganz schön teuer! Die Kündigungsfrist beträgt drei Monate zum Laufzeitende.

Für die Xbox Series X oder Series S haben wir derzeit keine Tarife gefunden.

Wer günstig kauft, kauft also doppelt? Sollte man lieber gleich zu einer Xbox Series X greifen? Nein, denn wir schätzen, dass die Xbox Series S trotz schwächerer Hardware für mindestens 2 bis 3 Jahre für Gelegenheitsspieler ausreichen wird. Wer ab und zu eine Runde FIFA mit Freunden spielt, sich jährlich ein neues Call of Duty gönnt und ab und an mal was Neues ausprobiert, muss nicht gleich 500 Euro für ein neues Gerät raushauen.

Diese Zielgruppe kommt vermutlich sogar locker mit den 360 GB verfügbaren Speicher aus und muss nicht unbedingt noch eine Festplatte dazu kaufen. Wer aber generell viel spielt und das Maximum an aktueller Konsolenpower haben möchte, kommt um die Xbox Series X oder die Playstation 5 eigentlich nicht herum.

Hier kann man sich sicher sein, im Rahmen von Konsolen die bestmögliche Qualität zu erhalten. Die Xbox Series S ist dann im Vergleich einfach eine nette Zweitkonsole für einen Nebenraum.

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