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Praktische Tools für die Werkstatt

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Die Werkstatt ist zum Arbeiten da und auch wenn es für viele ein Hobby ist, freut man sich dennoch, wenn Projekte schnell umgesetzt werden können. Hilfreich können dabei kleine Gadgets sein, die gar nicht teuer sind, aber einem so manche Fummelarbeit abnehmen.

Der Toaster ist kaputt und soll repariert werden. Kein Problem, “Mann” kennt sich mit der Technik aus und die Werkstatt ist gut ausgestattet. Doch damit fängt so manches Problem schon an. Spezialschrauben, für die in der Werkstatt kein Bit zu finden ist. Hat man sie doch raus, kullert eine hinter den Schrank oder fällt beim Zusammenbau in den Toaster. Wie komme ich da ran? Lieber gleich alle Schrauben in eine Schachtel legen, die dann aber keinesfalls umwerfen, sonst fängt die Sucherei von vorne an.

Dabei gibt es zig Hilfsmittel, die so manches Problem von vornherein verhindern können. Einige davon möchten wir hier vorstellen.

Dieser Ratgeber gehört zu unseren Ratgebern rund ums Thema Werkstatt und DIY. Hier sind beispielsweise folgende Beiträge erschienen:

Es gibt nicht viele Dinge, in denen sich konkurrierende Unternehmen einig sind. Aber zumindest bei den Schrauben und Schraubenantrieben gibt es Normen und eine Grundausstattung an Bits genügt, um gängige Schraubenverbindungen lösen zu können.

In den meisten Fällen reichen je drei Größen an Kreuzschlitz-Bits (PH und PZ), unterschiedliche Größen Torx-Bits, Innensechskant und selten noch ein paar Schlitz-Bits. Damit ist man bereits gut gewappnet, um die meisten Arbeiten erledigen zu können.

So mancher Hersteller sieht es aber nicht gern, wenn seine Produkte von Unbefugten geöffnet werden und verwendet daher Spezialschrauben, die sich mit den gängigen Bits nicht öffnen lassen. Dann ist der Schlitz auf einmal nicht mehr durchgängig, der Kreuzschlitz versetzt angeordnet oder hat nur drei Kerben und im Loch der Torx-Schraube ist ein Stift, der das einstecken des Torx-Bits verhindert. Jetzt ist guter Rat teuer.

Nein, ist er nicht. Es gibt Bitsortimente, die genau für solche Spezialschrauben gedacht sind. Und dabei muss man nicht mal Unmengen an Geld ausgeben. Hier darf es dann auch gern mal ein NoName-Hersteller sein. Schließlich sind die Bits nicht im Dauereinsatz und wenn sie denn mal benötigt werden, kann man auch etwas vorsichtiger arbeiten.

Bei beschädigten und ausgeleierten Schraubköpfen helfen spezielle Schraubenausdreher-Bits weiter. Auch wenn sie nur selten zum Einsatz kommen – wenn Bedarf besteht, sind diese Teile sehr praktisch und die Investition wert.

Ähnlich sieht es mit dem Universal-Steckschlüssel aus. Dieser ersetzt zwar theoretisch einen ganzen Satz klassischer Schraubenschlüssel, doch dieser ist meist schon vorhanden. Deutlich spannender ist die Nutzung für Haken oder Ösen-Schrauben. Während diese normalerweise nur per Hand oder per Zange gegriffen werden können, ermöglicht der universelle Steckschlüssel nun den Einsatz eines Akku-Schraubers.

Werden technische Geräte für die Reparatur in der heimischen Werkstatt zerlegt, ist es wichtig, die Schrauben genau zu sortieren. Dabei sollte möglichst auch keine verloren gehen.

Hilfreich sind kleine Döschen oder besser noch Magnetschalen. Die gibt es in unterschiedlichen Größen und Formen und der Clou ist ein großer Magnet unterhalb der Schale. Dadurch werden Schrauben sicher in der Schale gehalten, lassen sich in ihrer Position sogar innerhalb der Schale sortieren und stehen Metallflächen zur Verfügung, bleibt dank des Magnetes sogar die Schale an ihrem Platz. Vorteilhaft, wenn man beispielsweise am eigenen PKW schraubt.

Wird immer brav am Arbeitsplatz geschraubt, lohnt sich auch der Blick auf hitzebeständige Arbeitsunterlagen aus Silikon. Diese haben meist ebenfalls magnetische Ablageflächen integriert und helfen so ebenfalls beim Ordnung halten. Die weiche und haltbare Silikonarbeitsfläche schützt zudem empfindliche Oberflächen.

Wer an schwer zugänglichen Stellen arbeiten muss, bekommt mit dem magnetischen Armband eine mobile Alternative zur Magnetschale. Das Texteilarmband verfügt über integrierte Magnete und Einschübe für Bits, Bohrer, Schrauben oder beispielsweise Nägel. Diese sind dann immer aufgeräumt und sofort griffbereit.

Wer sich ein paar Magnetschalen oder ein Magnetarmband zulegen möchte, der braucht nur die Augen offen zu halten. Zwar sind auch online günstige zu finden, aber so mancher Discounter hat sie hin und wieder im Angebot und dann ist der Preis unschlagbar. Ansonsten gibt es diese praktischen Helfer auch bei Amazon und Co.

Passiert es trotz Magnetschale und eine Schraube kullert in die entlegenste Ecke, muss sie dort irgendwie hervorgeholt werden. Nützlich sind da lange Drähte, Stangen oder auch ein Zollstock ist fast immer da. Kritisch wird es jedoch, wenn die Schraube gehoben werden muss, weil sie hinterm Schrank liegt.

Da hilft nur noch ein Magnet beziehungsweise ein ausziehbarer Teleskopstab mit Magnet. Die gibt es günstig zu kaufen und sind kaum größer als ein Kugelschreiber. Reicht die Länge nicht, kann ein solcher Magnetstab auch mit etwas Klebeband am Zollstock oder Besenstiel befestigt werden.

Wer flexibler sein will, kauft sich einen kleinen Neodymmagneten und befestigt diesen an eine Stange. Neodymmagnete sind enorm stark und können dadurch bereits mit sehr geringen Abmessungen genutzt werden.

Tipp: So manches Bandmaß besitzt einen Magnethaken um Abstände zu Metallteilen einfacher messen zu können. Ein solches Bandmaß eignet sich gut, um “versteckte” Schrauben einzusammeln.

Magnetisch sind auch Neigungsmesser, nur dienen sie dazu, stationäre Kreissägen im richtigen Winkel auszurichten. Das funktioniert im rechten Winkel ebenso gut wie bei jedem anderen Schnittwinkel.

Muss das Sägeblatt genau senkrecht zur Grundfläche stehen, lässt sich das einfach mit einem Winkel oder auch einem rechtwinkligen Stück Holz ausrichten. Werden jedoch andere Winkel benötigt, wird es kompliziert. Hier kommt der Neigungsmesser ins Spiel.

Dem Neigungsmesser ist es egal, ob die Säge gerade oder schief steht. Er wird auf dem Sägetisch platziert und auf Null gestellt. Anschließend heftet man ihn mit seiner magnetischen Fläche an das Sägeblatt und kann dieses so weit neigen, bis der gewünschte Winkel angezeigt wird. Der Winkel wird dabei nicht zur Waagerechten gemessen, sondern zur vorherigen Position auf dem Sägetisch. Also egal, wie schief die Säge auf dem Untergrund steht, der Neigungsmesser funktioniert immer.

Eine klassische Wasserwage ist unverzichtbarer in jeder Werkstatt. Doch wie wäre es mit einem Upgrade? Wasserwagen mit integriertem Laser erweitern die Nutzungsmöglichkeiten und machen die Anwendung bequemer.

Beim Messen und Markieren von Bohrlöchern muss die Wage dank des Lasers nun nicht mehr ständig verschoben und neu ausgerichtet werden. Der oder die Linien-Laser vergrößern den Messbereich um zig Meter. Bei größeren Bauprojekten oder beispielsweise beim Aufhängen von Bildern sind die 15 bis 20 Euro sehr gut angelegt.

Wer braucht schon ein Beschriftungsgerät? Zu Hause wahrscheinlich niemand. Aber wenn man eines besitzt, lernt man die Vorzüge kennen. Wie oft werden in der Werkstatt die kleinen Schubladen aufgezogen, ehe man Jene erwischt, in der die kleinen Schrauben waren? Oder weiß nach der Installation der Surroundanlage noch, welches Kabel nun von welchem Lautsprecher kommt?

Beschriften heißt die Devise. Mit einem Beschriftungsgerät sieht es nicht nur ordentlich aus, es macht es auch deutlich einfacher. Ausgedruckte Label brauchen keinen bestimmten farbigen Untergrund damit die Schrift lesbar ist. Ihnen ist es auch egal, wenn sie schmutzig werden - sie besitzen eine Folienbeschichtung und können einfach abgewischt werden. Auch mit Kabel haben sie kein Problem, viele besitzen ein “Kabelformat”, mit dem das Etikett um das Kabel herum gelegt wird und anschließend als Fahne absteht.

Sicher bedeutet ein Beschriftungsgerät eine kleine Investition, auf Dauer zahlt sich diese aber durch weniger Sucherei aus.

Vorrichtungen, mit denen sich Dübellöcher exakt bohren lassen, gibt es reichlich. Und natürlich haben diese auch ihren Preis. Günstiger geht es mit Dübelspitzen – kleine Zylinder mit Bund und einer Spitze. Je nach Dübelloch gibt es sie mit Durchmessern von 4 bis 12 mm.

Soll eine Dübelverbindung hergestellt werden, wird an einem Brett das Dübelloch angezeichnet und gebohrt. Anschließend steckt man die Dübelspitze in das Loch und positioniert das zweite Brett in seiner späteren Position. Ein kurzer Druck auf das Brett und die Dübelspitze markiert die exakte Position für das gegenüberliegende Dübelloch. Einfach schnell und effektiv.

Bei der Verlegung von Laminat oder Anbringen einer Holzverkleidung kann es vorkommen, dass verschiedene Rundungen und Absätze abgenommen werden müssen. Beim Ausmessen können sich da leicht Fehler einschleichen.

Schneller, sicherer und einfacher geht das mit einer sogenannten Konturenlehre. Diese besteht aus vielen kleinen Streifen, die gegen die Kontur gedrückt werden und somit die Form aufnehmen. Anschließend wird die Konturenlehre wieder abgenommen und die Form kann auf das zu schneidende Material übertragen werden.

Tipp: Solche Konturenlehren gibt es von bekannten Herstellern ebenso wie im Billigsegment. Beim Kauf sollte man jedoch auf ein paar Details achten. Wie breit ist die Konturenlehre? Aus wie viel Segmenten besteht sie und können auch kleine Radien exakt abgenommen werden? Lässt sich die Konturenlehre nach dem Abnehmen der Form verriegeln?

Viele kleine Hilfsmittel sind nicht neu und so mancher nutzt sie schon ewig. Aber häufig denkt man sich “Das brauche ich gerade nicht.” Dabei kosten viele Gadgets nicht mal 10 € oder sind sogar noch günstiger beim Discounter zu finden. Also nicht am falschen Ende sparen und ruhig mal mitnehmen. Der nächste Moment, in dem man sich sagt: “Ach hätte ich doch …” kommt bestimmt.

Wer noch eine passende Arbeitsbank für seine Werkstatt sucht, sollte einen Blick in unseren Ratgeber zum Thema Werkbänke werfen. Hilfe beim Kauf von Werkzeugen bieten unsere Artikel zu den Themen Sägen und Schleifen.

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