Monitore mit USB-C

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Bei Monitoren denkt man zuerst an Größe, Auflösung und Latenz. Um Power Delivery oder Hub-Funktion via USB-C kümmert sich hingegen kaum jemand. TechStage zeigt, warum das falsch ist.

Beim Kauf eines neuen Monitors gibt es viele Dinge, die beachtet werden sollten. Neben den klassischen Punkten wie Auflösung, Bildwiederholungsfrequenz oder Preis sollte aber auch auf die verfügbaren Anschlüsse geachtet werden. Bildschirme mit USB-C können als USB-Hub, als Netzteil für das Notebook oder als mobiler Monitor für unterwegs genutzt werden.

Dieser Ratgeber gehört zu unserer Themenwelt Monitor. Hier haben wir beispielsweise den günstigen Gaming Monitor LG 24MK430H (Testbericht) oder den mobilen Bildschirm HP EliteDisplay S14 (Testbericht) getestet.

Beim Kauf eines Monitors für PC oder Notebook sollte man sich im Vorfeld einige Gedanken machen. Die beiden wichtigsten Fragen sind die nach dem Einsatzzweck und dem Budget. Beide Punkte haben Auswirkungen auf die folgenden Kriterien.

Wir würden uns aktuell für eine Diagonale von mindestens 23 bis 24 Zoll (61 cm) und Full-HD-Auflösung entscheiden. Das ist ausreichend groß, um etwa bequem zwei Anwendungen nebeneinander darzustellen oder damit zu zocken. Auch für das Arbeiten mit großen Excel-Tabellen sind diese Abmessungen gut geeignet. Bei FHD-Auflösung sind Schriften und Desktop-Symbole gut und bequem erkennbar. Die Bildwiederholungsrate der günstigen Monitore liegt in der Regel bei 60 Hz – für Office-Anwendungen ist das in Ordnung. Gamer sollten sich für Modellen mit höherer Bildfrequenz entscheiden. Auch bei der Auflösung darf es für Gamer gerne etwas mehr sein – allerdings sollte dann auch ein entsprechend schneller Gaming-PC (Ratgeber) zur Verfügung stehen. Bei schwacher oder nur mittelstarker Hardware sind 1080p häufig die bessere Wahl. Die Bildschirme setzen dabei auf die gängigsten Panel-Technologien TN, IPS oder VA. Mehr zu den verschiedenen Panels, deren Vor- und Nachteile zeigen wir im Ratgeber: günstige UHD-Monitore und ihre Haken.

Wer ausreichend Platz und Budget zur Verfügung hat, kann deutlich größere Bildschirme mit höherer Bildfrequenz und Auflösung in Betracht ziehen. Ab einer Diagonalen von 27 Zoll (68 cm) sollte es wegen der besseren Bildschärfe dann die höhere 4K-Auflösung sein. Ab etwa 32 Zoll Diagonale ist es wegen der besseren Übersicht zusätzlich sinnvoll, sich für einen gebogenen Curved-Monitor zu entscheiden. Ein Beispiel hierfür ist etwa der 34 Zoll große Curved-Gaming-Monitor von Xiaomi (Testbericht). Dieser hat ein Bildverhältnis von 21:9 und bietet zackige 144 Hz.

Aktuell ist allerdings noch das Bildverhältnis von 16:9 am verbreitetsten. Im Preisvergleich sind hier über 1850 Modelle zu finden. An zweiter Stelle, mit gerade einmal 135 Geräten, kommen die Breitbild-Geräte mit einem Verhältnis von 21:9. Alle anderen Formate sind noch seltener vertreten.

Zusätzlich gibt es noch einige Sonderfunktionen, die man bei der Auswahl bedenken sollte. Für PC-Nutzer bieten sich etwa Bildschirme mit integrierten Lautsprechern an. Diese können zwar klanglich nicht mit größeren Aktivlautsprechern mithalten, für die gelegentliche Nutzung von Teams oder Youtube sind sie aber ausreichend.

Für Office-Anwendungen ist auch die Pivot-Funktion, bei der man den Monitor um 90 Grad drehen kann, sinnvoll – Inhalte lassen sich dann in voller Größe und Auflösung hochkant darstellen.

Windows-Nutzer können sich zudem überlegen, ob der Monitor berührungsempfindlich sein soll. Das Arbeiten per Touch ist zwar nicht immer von Vorteil, kann bei einigen Anwendungen aber praktisch sein.

Selbst Monitore mit integrierter Webcam sind erhältlich. Unser Ratgeber Webcams ab 35 Euro im Vergleich: Bessere Bilder im Videochat zeigt allerdings, dass man diese auch preiswert nachrüsten kann. Ein echtes Kaufkriterium sollte die Webcam nicht sein.

Bei Desktop-Monitoren sollte man außerdem darauf achten, ob die Geräte in der Höhe und im Winkel verstellbar sind. Ob zur Stromversorgung ein internes oder ein externes Netzteil verwendet wird, ist bei der stationären Nutzung nicht wichtig.

Über die Anschlussmöglichkeiten eines Monitors macht sich häufig kaum jemand Gedanken - HDMI haben schließlich alle modernen Monitore an Bord. Häufig ist auch ein zweiter HDMI-Eingang oder der ältere DVI-Anschluss vorhanden.

USB-C? Ja, auch der Anschluss über USB-C mit Display Port funktioniert. Und der immer häufiger genutzte USB-C-Standard hat sogar einige entscheidende Vorteile gegenüber dem klassischen HDMI-Port.

Das USB-C-Kabel ist sehr vielseitig. Neben der Übermittlung von hohen Datenraten, Bildschirm- und Audio-Signalen ist damit auch die gleichzeitige Versorgung mit Strom möglich. Und das in beide Richtungen. Mobile Monitore für Notebooks (Ratgeber) bekommen so etwa sowohl ihr Bildsignal als auch den Strom über nur ein einziges USB-C-Kabel. Bei stationären Bildschirmen mit Power Delivery kann hingegen das angeschlossene Notebook mit Strom versorgt werden. Ein zusätzliches Netzteil für den Laptop kann man sich so sparen. Damit die Stromversorgung des mobilen Rechners auch tatsächlich funktioniert, muss Power Delivery stark genug sein. Viele der Monitore liefern maximal 60 oder 65 Watt, was nicht immer ausreicht. Unser Macbook Pro benötigt 85 Watt – das funktioniert etwa mit dem privat von uns genutzten View Sonic FG2455.

Einige USB-C-Monitore erfüllen außerdem die Aufgaben eines USB-Hubs. Das ist insbesondere bei der Nutzung von Notebooks sehr praktisch, da diese häufig mit nur wenigen USB-Anschlüssen ausgestattet sind. Statt eines zusätzlichen USB-C-Hubs werden Netzwerkkabel, Drucker und Scanner dann direkt hinten am Bildschirm angesteckt. Das erspart unnötiges Ein- und Ausgestecke und sieht zudem deutlich ordentlicher aus. In unserem View Sonic FG2455 finden neben einem USB-3.0-Gerät zusätzlich das Netzwerkkabel Platz. Wer will, kann am USB-Slot direkt noch einen kleinen USB-Hub mit integriertem Card-Reader abschließen. Wer diese zusätzliche Erweiterung plant, sollte ein Hub mit ausreichend langem Kabel wählen, um das Hub bequem am Schreibtisch platzieren zu können. Hier bieten sich etwa der Aceele USB-Hub für 20 Euro oder der LogiLink CR0042 für 30 Euro an. Mehr zum Thema USB-Docks zeigt der Ratgeber Universelle USB-C Docking Stationen ab 30 Euro: Bequem Monitore & Co anschließen.

Wer plant, seinen neuen Monitor nicht nur für PC oder Laptop zu nutzen, sollte allerdings darauf achten, dass trotzdem zusätzlich ein HDMI-Eingang vorhanden ist. An unserem mobilen Monitor ist dies nicht der Fall – das Anschließen von Nintendo Switch oder Playstation ist somit nicht möglich. Dafür hat der Asus Zenscreen Go MB16AP (Testbericht) einen integrierten Akku. Solange dieser ausreichend gefüllt ist, werden über das USB-Kabel lediglich die Bildsignale übertragen, während der Notebook-Akku nicht weiter belastet wird. Mehr zum Thema im Ratgeber Mobile Monitore: Zweit- und Dritt-Display für unterwegs ab 100 Euro.

Außerdem ist USB-C nicht gleich USB-C. Nicht jede Schnittstelle und jedes Kabel ist auch tatsächlich für alle Aufgaben geeignet. Zwar liegen bei den Monitoren universelle und geeignete Kabel bei, beim Nachkauf muss man allerdings genau auf die Spezifikationen achten. Mehr dazu im Ratgeber Kaufberatung USB-C-Kabel: Nicht jedes kann alles.

Aktuell sind Monitore mit USB-C noch die Ausnahme. Insbesondere in den unteren Preisregionen fehlt die moderne Schnittstelle.

Auch die Power-Delivery-Funktion zum Laden des Notebooks ist noch bei wenigen Monitoren verfügbar. Wer mit Hilfe des Preisvergleichs nach Monitoren sucht, kann insgesamt über 90 verschiedene Filter setzen, um das perfekte Modell zu finden. Anbei noch eine Auswahl an Geräten mit Power Delivery und USB-Hub.

Selbst leistungsstarke Rechner machen mit dem falschen Monitor keinen Spaß und wer beim Monitor-Kauf knausert, spart an der falschen Stelle. Das gilt keineswegs nur für Zocker, sondern auch für alle, die den Bildschirm fürs Arbeiten verwenden. Die Qualität des Monitors entscheidet nicht nur über die Wiedergabe, es beeinflusst auch die Konzentrationsdauer und Effizienz.

Neben der Qualität des Panels sollte man auch auf die Anschlussmöglichkeiten achten. Dank des Monitors mit USB-C kann man getrost auf das Notebook-Netzteil und eine zusätzliche USB-Docking-Station verzichten. Abgesehen davon, dass der Anschluss nur eines Kabels sehr bequem ist, erspart es unnötigen Kabelsalat und schont die USB-Ports.

Privat nutzen wir seit einiger Zeit einen Asus Zenscreen Go MB16AP (Testbericht) für mobiles Arbeiten und einen View Sonic FG2455 für unseren Arbeitsplatz. Beide Monitore werden lediglich mit einem einzigen USB-C-Kabel verbunden, was einen aufgeräumten Schreibtisch und einen leichten Notebook-Rucksack ermöglicht. Wir möchten diesen Komfort nicht mehr missen und können deshalb nur dringend zu einem Bildschirm mit USB-C raten.

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