Mobile Monitore: Zweit- und Dritt-Display für unterwegs ab 100 Euro

Mobiler Monitor

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Mehr Bildfläche durch zusätzliche Monitore erleichtert die Bildschirmarbeit nicht nur am klassischen Arbeitsplatz. TechStage zeigt mobile Lösungen und erklärt die Unterschiede.

Mobile Monitore sollen das eigentliche Notebook-Display nicht ersetzen, sondern lediglich den Desktop erweitern. Die Arbeit mit zwei oder mehr Monitoren ist bei Bildbearbeitung, Videoschnitt und allen Arbeiten mit verschiedenen Fenstern extrem komfortabel und verbessert die Übersicht. Wer sich einmal daran gewöhnt hat, will nicht mehr darauf verzichten.

Tests und Ratgeber rund um Computer-Displays zeigt unsere Themenwelt Monitor. Neben Einzeltests etwa vom curved Monitor Mateview GT 34 von Huawei (Testbericht) oder dem mobilen LG Gram 16 +View (Testbericht) sind hier etwa die Kaufberatung Gaming-Monitore: Displays zum Zocken und ein Gaming-Monitor-Vergleichstest zu finden.

Eine Übersicht der besten Bildbearbeitungsprogramme haben zudem die Kollegen von heise Download bereitgestellt.

Da es mobile Monitore mittlerweile ab knapp über 100 Euro gibt und nun auch die ersten Dual-Monitor-Lösungen und 4K-Varianten zu moderaten Preisen erhältlich sind, haben wir uns einen aktuellen Überblick verschafft.

Wer vor 20 Jahren noch mit seinem 21-Zoll-Röhrenmonitor von einer LAN-Party zur nächsten gezogen ist, empfindet eigentlich alle Flachbildschirme als verhältnismäßig mobil. Echte mobile Monitore der aktuellen Generation haben aber selbst mit dem Design klassischer Flat-Screen-Displays nicht viel gemein.

Ein portabler Monitor kommt komplett ohne Netzteil aus und das Design erinnert mehr an ein Tablet als an einen Computer-Monitor. Zum Schutz vor Kratzern ist meist ein Softcover beigepackt. Dieses dient dann gleichzeitig als Ständer für das tragbare Display.

Von den ganz kleinen portablen Displays mit unter 11 Zoll wollen wir allerdings absehen, da diese zwar schick an Raspberry & Co. aussehen, für produktives Arbeiten aber zu klein sind. Wer trotzdem Interesse hat, bekommt etwa einen 5 Zoll großen Touchscreen mit IPS-Panel und einer Auflösung von 800 x 480 Pixeln ab 44 Euro. Die Variante mit einer Diagonalen von 7 Zoll gibt es ab 54 Euro.

Die Größe der Geräte ist ganz an die Maße von Notebook-Displays angepasst. So liegt die Bildschirmdiagonale zwischen 12 und knapp über 17 Zoll (ca. 43 cm). Zur Übertragung nutzen die Geräte USB-Typ-C oder einen HDMI-Anschluss und funktionieren nach dem Motto Plug&Play. Die meisten tragbaren Monitore erlauben den Betrieb in Quer- und Hochformat. Beim einigen Displays muss der Nutzer dafür in die Grafikeinstellungen des Notebooks gehen. Bildschirme mit integrierter Lageerkennung stellen die Auflösung automatisch um. Für den Transport passen die mobilen Monitore zusammen mit dem Notebook in Rucksack oder Tasche. Das Gewicht ist mit meistens deutlich unter einem Kilogramm moderat.

Es geht allerdings auch deutlich schwerer. Wer sich nicht nur mit einem zusätzlichen Monitor zufriedengeben will, bekommt mittlerweile auch eine Reihe an Dual-Monitoren, welche dann über zwei Kilogramm wiegen. Die beiden Bildschirme werden bei diesen Modellen direkt am Notebook-Monitor befestigt und seitlich ausgeklappt oder herausgezogen. Die Preise für die solche Geräte sind überraschend moderat. Den P2 Dual-Monitor von Ofiyaa mit zwei 11,6-Zoll-FHD-Panels gibt es beispielsweise ab 349 Euro. Die Variante mit zwei 13 Zoll großen FHD-Displays gibt es etwa vom Hersteller Bewinner ab 491 Euro. Die größere Version mit zwei 15-Zoll-FHD-Displays schlägt mit 525 Euro zu Buche.

Anbei ein paar Eindrücke vom HP EliteDisplay S14 (Testbericht).

Im Hinblick auf Auflösung stehen die mobilen Displays den stationären Modellen in Nichts nach. Je nach persönlicher Anforderung und Budget sind bis zu 4K möglich. Modelle wie der Uperfect UP-15607-DE mit einer Auflösung von 3840 x 2160 und IPS-Panel gibt es ab etwa 260 Euro – vor knapp einem Jahr waren hier 100 Euro mehr fällig. Der LG Gram 16 +View (Testbericht) mit 16 Zoll und WQHD-Auflösung (2560 x 1600) ist ab 250 Euro erhältlich. In der Praxis sind die bei den Markengeräten etablierten 1080p (Full-HD-Auflösung) vollkommen ausreichend. Günstige mobile Monitore auf Amazon ohne klare Markenangabe bieten allerdings lediglich eine abgespeckte HD-Auflösung von 1366 × 768 Bildpunkten.

Die Helligkeit der mobilen Geräte kann hingegen nicht mit stationären Monitoren mithalten und liegt zwischen 180 und maximal 300 cd/m². Der Durchschnittswert liegt bei knapp über 200 cd/m². Zum Vergleich, Gaming-Monitore wie der ASUS ROG Strix XG248Q (Testbericht) schaffen zwischen 300 und 400 cd/m². Das Ganze hat aber einen triftigen Grund: Die höhere Helligkeit verbraucht mehr Strom und das wäre der mobilen Nutzung nicht zuträglich.

Je nach Einsatzzweck hat der Nutzer die Wahl zwischen matten und spiegelnden Monitoren. So nutzt etwa der Asus ZenScreen MB16ACE ein mattes, der ZenScreen MB16AC ein glänzendes Display. Die Glare-Version (glänzend) sieht zwar schicker und edler aus, dafür ist sie wegen der Spiegelungen in heller Umgebung deutlich unpraktischer.

Neben den klassischen mobilen Bildschirmen gibt es auch Touch-Screen-Monitore für unterwegs. Mit der passenden App ist damit sogar die Steuerung von Android-Apps auf Tablet oder Smartphone möglich. Wer das Gerät am Laptop betreibt, braucht ein Betriebssystem, welches die Touch-Funktion unterstützt. Mobile Touch-Screens wie der Asus Zenscreen MB16ATM mit 15,6-Zoll-FHD-Panel sind ab etwa 400 Euro zu bekommen. Hier lohnt sich auf jeden Fall der Blick in den Preisvergleich, denn bei Amazon ist das Gerät etwa gut 30 Euro teurer als beim günstigsten Anbieter.

Bei den externen Monitoren, insbesondere bei Modellen mit 4K-Auflösung und/oder Touch-Funktion, lohnt sich der Blick auf chinesische Anbieter wie Aliexpress.

Bei der Stromversorgung gibt es grundsätzlich drei unterschiedliche Arten, wie die mobilen Displays versorgt werden. Die günstigen Geräte, dies gilt vor allem für zahlreiche Noname-Modelle, bekommen den Strom per zusätzlichem USB-Kabel. Dieses hängt entweder an einem freien USB-Port am Notebook oder an einem separaten USB-Netzteil.

Bei den hochwertigen Monitoren ist ein zweites Kabel unnötig. Die Monitore bekommen sowohl das Bildsignal als auch den Strom über ein und dasselbe USB-C-Kabel. Das ist aufgeräumter und komfortabler, geht aber, wie auch die vorherige Lösung, zulasten des Notebook Akkus. Im Test des LG Gram 16 +View (Testbericht) hatte sich die Laufzeit unseres Notebooks knapp halbiert. Wer mit seinem Rechner fernab einer Steckdose arbeitet, sollte dies bedenken oder eine zusätzliche Powerstation mit PD via USB-C anschaffen.

Die dritte Kategorie braucht gar keine externe Stromversorgung. Mobile Displays mit integriertem Akku schonen den Notebook-Akku und ermöglichen den Betrieb auch zusammen mit Smartphones. Das Zocken zusammen mit einem Huawei P20 Pro (Testbericht) hat auf Anhieb funktioniert und viel Spaß gemacht. Steht neben dem USB-C-Port auch ein HDMI-Slot zur Verfügung, funktionieren die Monitore auch mit Kamera oder Spielekonsole. Die Laufzeit der internen Stromspeicher liegt bei etwa 3 bis 4h.

Die praktischen Erfahrungen mit mobilen Monitoren von Asus, HP und LG stimmen hoffnungsvoll. Das Handling der mobilen Monitore mit nur einem Anschlusskabel ist extrem komfortabel. Mit dem Macbook ist auch der Anschluss von zwei zusätzlichen Bildschirmen über USB-C völlig unproblematisch. Der Mehrwert bei der Arbeit mit mehreren Fenstern ist nicht zu unterschätzen. Nerviges hin- und herschalten und die Suche nach dem benötigten Fenster entfällt dank des deutlich gewachsenen Desktops.

Was schnell auffällt, sind die Unterschiede bei der Art der Stromversorgung. Die Stromversorgung über den USB-Port verkürze die Akkulaufzeit des Notebooks erheblich. Wer den Monitor ohne Stromversorgung seines Computers nutzen will, sollte das beim Kauf bedenken. Hier sind Modelle mit integriertem Akku, trotz des Mehrgewichts und höheren Preises, deutlich im Vorteil. Wie sehr sich der Zweit-Monitor auf die Laufzeit der Notebooks auswirkt, werden die kommenden Einzeltests zeigen.

Verspiegelte Displays sehen edler aus und Farben wirken darauf deutlich brillanter. Bei der Arbeit im Freien ziehen wir allerdings matte Versionen vor. Ein weiterer Nachteil bei Hochglanz-Displays ist deren hohe Anfälligkeit für Fingerabdrücke. Hier nun ein paar Bilder vom letzten mobilen Testgerät, dem LG Gram 16 +View (Testbericht). Das Gerät ist als Begleitmonitor für das Notebook LG Gram 16 (Testbericht) konzipiert, funktioniert aber mit jedem Laptop, der Displayport über USB-C anbietet.

Während erschwingliche No-Name-Modelle auf Amazon bereits ab knapp 130 Euro gehandelt werden, kosten die Markenprodukte ab etwa 180 Euro. Bei Aliexpress, Banggood und Co. sind die Geräte ab etwa 100 Euro zu bekommen. Um keine zusätzlichen Gebühren zu riskieren, sollte man die Ware aus einem europäischen Lager bestellen.

Zusätzliche Monitore ermöglichen auch unterwegs sehr komfortables Arbeiten mit gleichzeitiger Darstellung verschiedener Fenster und Programme. Die mobilen Displays bieten großen Komfort bei kompakter Bauweise und geringem Gewicht.

Wer sich einen zweiten Bildschirm für sein Notebook zulegt, sollte im Vorfeld die benötigten Spezifikationen klären. Neben Größe und Auflösung unterscheiden sich die Displays sowohl bei der Stromversorgung als auch den Anschlussmöglichkeiten. Auch ob der Monitor verspiegelt oder matt sein soll, hängt von den Nutzungsgewohnheiten und -umgebungen ab.

Wer Displays zum Zocken sucht, braucht allerdings etwas anderes. Hier sind Reaktionsgeschwindigkeit, knackige Farben und hohe Kontraste gefragt. Bei der Suche nach geeigneten 4K-Fernsehern für die Konsole und das Heimkino hilft unsere Kaufberatung: UHD-TVs für jeden Geldbeutel. Hier erklären wir, was OLED bei Notebooks bringt.

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