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Mobile Gaming: Alles für perfektes Zocken unterwegs

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Wer unterwegs spielen, aber keine zusätzliche portable Spielkonsole kaufen möchte, hat mit Smartphones eine gute Basis. Wir zeigen, wie das Gaming-Erlebnis noch besser wird.

Update vom 08.08.2021

In der Bahn, auf dem Schulhof, im Wartezimmer oder einfach auf der Couch: Zocken ist nicht nur für Kinder, sondern zieht sich durch alle Altersklassen. Konsolen – egal ob fürs Wohnzimmer oder für unterwegs – kosten allerdings extra, und zwar nicht zu wenig. Zum Glück hat heute jeder ein Smartphone und die kleinen Taschencomputer sind inzwischen sogar für Hard-Core-Gamer interessant. So haben es Mobiltelefone vom Lückenfüller sogar in eSports-Ligen geschafft, in denen professionelle Teams in Titeln wie Fifa oder Fortnite um hohe Geldbeträge und Ruhm kämpfen.

Eine Überraschung ist das nicht, schließlich haben moderne 3D-Shooter nichts mehr mit den pixeligen Java-Games von vor 15 Jahren zu tun. Möglich macht das unter anderem die Hardware, die inzwischen neben starken Acht-Kern-Prozessoren auch echte 3D-Darstellung erlaubt und viel Speicher bietet.

Grundsätzlich eignen sich zum gelegentlichen Zocken alle Mittelklasse-Smartphones ab einem Preis von rund 250 bis 300 Euro (Die besten Smartphones 2020 bis 300 Euro). Damit laufen alle 2D-Spiele flüssig und mit mehr oder weniger stark reduzierter Grafik auch die meisten 3D-Spiele. Wer viel spielt, sollte aber tiefer in die Tasche greifen. Denn die höheren Ausgaben schlagen sich nicht nur in stärkerem Chipsatz mit kräftigeren CPUs und GPUs nieder, sondern außerdem in mehr Speicherplatz für Games, mehr Arbeitsspeicher für flüssigere Wiedergabe und in besseren Displays. Dann gibt es etwa OLED statt LCD für kräftigere Farben und bessere Kontraste, die Auflösung liegt bei mindestens Full-HD+, die Bildwiederholungsfrequenz des Screens steigt und auch andere für Spiele relevante Punkte wie die Qualität des Lautsprechers (oder besser: der Lautsprecher) verbessern sich.

Grundsätzlich raten wir für Hard-Core-Gamer, die ein “normales” Oberklasse-Smartphone haben wollen, zu Smartphones mit möglichst großem Display mit OLED-Screen, mindestens Full-HD+-Auflösung und am besten 90 Hertz oder mehr. Auch eine hohe Abtastrate des Panels ist für genaue Steuerung interessant. Als Chipsatz empfehlen wir derzeit nur Spitzenmodelle wie Qualcomm Snapdragon 888 oder Apple A14 Bionic. Sie bringen automatisch die für Spiele wichtigen Top-Grafikbeschleuniger mit. Beim Arbeitsspeicher sollten es aktuell mindestens 6 GByte oder besser noch 8 GByte bei Android-Modellen sein, der interne Speicher sollte für maximalen Genuss nicht unter 128 GByte liegen und auf schnelle UFS-Technologie setzen. Wegen des großen Geschwindigkeitsunterschiedes zwischen Festspeicher und Speicherkarten raten wir grundsätzlich, von der Installation auf Micro-SD-Karten abzusehen, selbst falls das möglich ist.

Wer das Smartphone auch an Fernseher oder Monitor anschließen will, sollte auf entsprechende Ausgänge per Kabel (USB-C oder Displayport/HDMI) oder Software (etwa Miracast) achten. Stereolautsprecher erhöhen zudem unterwegs die Immersion. Für lang anhaltenden Spielspaß sollte der Akku außerdem möglichst stark sein – unter 4000 mAh sind unpassend. Wer Online-Games zocken will, sollte außerdem auf gute 4G- (LTE) oder sogar 5G-Verbindungsgeschwindigkeiten achten.

Das derzeit günstigste Smartphone, das nicht explizit ein Gaming-Smartphone ist, ist das Realme GT (Testbericht). Das Modell protzt mit Snapdragon 888, 8/128 GByte Speicher, 120-Hz-OLED-Display mit 6,4 Zoll und 4500 mAh starkem Akku. Es überzeugte in unserem Test als nahezu perfektes Gesamtpaket, das in erster Linie unter dem markigen Marketing des Herstellers leidet. So viel Power gibt es schon für unter 500 Euro. Fast identisch ausgestattet ist das Xiaomi Mi 11i. Es bietet ein 6,7 Zoll großes OLED-Display mit 120 Hz, Snapdragon 888, 8/128 GByte Speicher und einen Akku mit 4520 mAh. Auch dieses Modell liegt knapp unter 500 Euro.

Etwas über 600 Euro kostet das Asus Zenfone 8 (ZS590KS). Sein Display ist zwar mit 5,9 Zoll überraschend klein, dafür setzt es auf OLED-Technik und bietet 120 Hz. Erneut sorgt ein Snapdragon 888 als Antrieb, 8/128 GByte Speicher und ein mit 4000 mAh an die Display-Größe angepasster Akku runden das handliche Paket ab. Unter 650 Euro liegt das Oneplus 9 (Testbericht). Das Smartphone bietet neben der Hasselblad-Kamera ein 6,55 Zoll großes OLED-Panel mit 120 Hz, 8/128 GByte Speicher, Snapdragon 888 und einen Akku mit 4500 mAh.

Knapp unter 700 Euro liegt zum Artikelzeitpunkt das Xiaomi Mi 11 (Testbericht) in der Version mit Snapdragon 888, 8/256 GByte Speicher, 6,8 Zoll großem OLED-Display mit 120 Hz und 4600 mAh starkem Akku.

Die Apple-Modelle nehmen einen ganz eigenen Platz in unserer Auflistung ein. Bei ihnen ist zumindest bei aktuellen Geräten scheinbar zu schwache Hardware kein Ausschlusskriterium, da Apple seine Software viel gezielter auf die iPhone-Hardware abstimmen kann. Das erlaubt vergleichbare Leistung bei teils schwächerer Ausstattung. Abraten würden wir aber von iPhone SE (2020) und iPhone 12 Mini, da hier die Displays mit unter 5,5 Zoll arg klein zum richtigen Zocken sind.

Neben den “normalen” Spitzen-Smartphones, die sich dank ihrer sehr guten Hardware und meist toller Kamera für Alltagseinsatz und Gaming gleichermaßen eignen, gibt es noch die richtigen Gaming-Smartphones. Dank ihrer herausragenden Hardware sind sie natürlich ebenfalls für den Alltagsgebrauch hervorragend gerüstet, richten sich aber mit Zusatz-Features in erster Linie an Gamer. Leider ist hier die Kamera normalerweise nur Mittelklasse und es fehlen einige High-End-Features wie IP-Zertifizierung und kabelloses Laden. Zur Zusatzausstattung gehören dafür etwa besondere Kühlsysteme, um der Spitzen-Hardware auch längere Zeit volle Leistung abverlangen zu können, besondere optische Merkmale wie LED-Beleuchtung und zusätzliche Tasten, etwa Schultertasten wie bei Gamepads von Spielkonsolen. Manche Hersteller bieten für ihre Gaming-Smartphones sogar ansteckbare Gamepads oder spezielle Ansteck-Hardware wie aktive Kühler oder Lautsprecher an.

Displays von Gaming-Smartphones unterstützen inzwischen gerne 144 Hz und haben mit 16 oder sogar 18 GByte RAM so viel Arbeitsspeicher wie ein normaler PC. Darüber hinaus bieten Gaming-Smartphones meist besondere Software-Features wie spezielle Game-Modi. Die erlauben nicht nur eine maximale Ausnutzung der Hardware-Ressourcen, sondern blocken auf Wunsch eingehende Nachrichten und Anrufe während des Spielens oder erlauben sogar Live-Streaming. Zudem gibt es Aufzeichnungs-Funktionen oder gar Makro-Features, mit deren Hilfe Tastenkombinationen in Spielen mit nur einem Klick ausgelöst werden können. Da Gaming-Smartphones eher zu den Nischengeräten zählen, sind sie mitunter schwer zu bekommen. Viele Gaming-Smartphones haben besonders viel Speicher und einen starken Akku.

Bei Gaming zählt Rechen- und Grafikpower und daher ist es nicht verwunderlich, dass für uns das neu Asus ROG Phone 5 (Testbericht) an erster Stelle steht. Die Spitze bildet die Ultimate-Version des ROG Phone 5. Sie wird von einem Snapdragon 888 und satten 18/512 GByte Speicher befeuert. Der 6,8 Zoll große Bildschirm hat eine Bildwiederholungsrate von 144 Hz und eine Abtastrate von 300 Hz. Weitere Gaming-Features sind druckempfindliche Schultertasten (Airtrigger), und ein programmierbarer OLED-Bildschirm auf der Rückseite sowie zwei Sensortasten. Ein zweiter USB-C-Port ist auf der Gehäuseseite platziert. Im Querformat beim Gaming steckt man dort den Active Cooler 5 an, der leider nicht mehr im Lieferumfang enthalten ist, außerdem kann man hier auch beim Zocken bequem Laden.

An den Bildschirmrändern sitzen zwei kräftige nach vorn gerichtete Stereo-Lautsprecher, die eingebaute Kamera stammt nahezu unverändert aus dem Vorgänger ROG Phone 3 und ist nur Mittelmaß. Das ROG Phone 5 gibt es in der normalen Version mit 2 GByte RAM weniger und verzichtet zudem auf die zusätzlichen Sensortasten auf der Rückseite.

Lenovo hat sein Legion Phone Duel (Testbericht) überarbeitet und den Nachfolger auf den Markt gebracht. Größtes Problem: Das Modell ist in Deutschland mal wieder nicht so einfach zu bekommen. Dabei klingt die Hardware extrem interessant: 6,9 Zoll großes OLED-Display mit 144 Hz und 660 Hz Abtastrate, wieder eine ausfahrbare Frontkamera, Snapdragon 888 und 16/512 GByte Speicher samt Akku mit 5500 mAh und 90 Watt Ladeleistung - spitze!

Auch das Nubia Red Magic 6 Pro ist derzeit hierzulande nicht zu bekommen. Schade, denn 6,8 Zoll OLED mit bis zu 165 Hz Bildwiederholungsfrequenz und 500 Hz Abtastrate, Snapdragon 888, 16/256 GByte Speicher und 5500 mAh mit 66 Watt Ladeleistung klingen richtig gut.

Mit dem Asus ROG Phone 3 (Testbericht) ist schon das zweite ROG-Phone in dieser Topliste - das zeigt, wie gut die Geräte sind. Der Hersteller baut einen Snapdragon 865+, ein und kombiniert ihn mit stolzen 16 GByte Arbeitsspeicher. Als Display kommt ein OLED-Screen mit 6,6 Zoll und erweiterter Full-HD-Auflösung sowie 144-Hz-Wiederholungsrate zum Einsatz, Spiele finden im bis zu 512 GByte großen UFS-3.1-Speicher Platz. Eines der Highlights ist der äußerst kräftige Stereo-Sound, zudem legte Asus an den Gaming-Modus Hand an und erweiterten ihn um etliche Features im Vergleich zur Konkurrenz. Die AirTrigger genannten Schultertasten lassen sich beliebig programmieren und unterstützen unter anderem Wischgesten.

Wem das nicht reicht, der sollte spätestens beim Anblick des Lieferumfangs zufrieden sein. Darin befindet sich nämlich unter anderem der AeroActive Cooler 3, der bequem an das Smartphone angeschlossen werden kann und es dann bei langen Zocker-Sessions um bis zu 4 Grad Celsius herunterkühlt. In der großen Ausstattungsvariante gehört das ROG Phone 3 zu den teureren Smartphones, der Preis liegt bei 750 bis 1000 Euro. Dafür bekommt man hier gegen Aufpreis viel speziell auf das Smartphone zugeschnittenes Zubehör wie das TwinView Dock III mit Zusatz-Display und Akku für stolze 215 Euro (Straßenpreis). Zwingend nötig ist der Zusatzakku nicht, das ROG Phone 3 kommt mit 6000 mAh zum Kunden, dessen 30 Watt maximale Ladestärke allerdings etwas mickrig ist. Die Kamera ist eher Mittelmaß.

Das Lenovo Legion Phone Duel (Testbericht) bietet beeindruckende Eckdaten: Das OLED-Display ist 6,65 Zoll groß, bietet eine Auflösung von 2340 × 1080 Pixel und eine Bildfrequenz von 144 Hz. Als Antrieb setzt der Hersteller auf den Snapdragon 865+ in Kombination mit bis zu 16 GByte RAM. Der schnelle UFS-3.1-Speicher ist in der größten Variante 512 GByte groß und der zweigeteilte Akku kommt auf insgesamt 5000 mAh. Er lässt sich auf Wunsch über zwei USB-C-Kabel gleichzeitig laden, damit kommt das Gerät auf 90 Watt und eine Ladezeit von nur rund 30 Minuten.

Spannend ist die Frontkamera, die im Querformat mittig nach oben aus dem Smartphone ausfährt. Damit können Gamer in 4K/30 live Streamen. Über das Gaming-Hub lassen sich zahlreichen Spiele-Funktionen anpassen, darunter die markanten Sensor-Schultertasten.

Der Touchscreen ist zwar im Alltag gut für die Bedienung des Smartphones, bei Spielen klagen viele Gamer aber über mangelndes Feedback von virtuellen Sticks und Buttons und darüber, dass man im Eifer des Gefechtes schnell abrutscht. Abhilfe schaffen hier Fingerlinge oder Fingerhülsen etwa von Amazon für wenig Geld, die den Grip verbessern. Ebenfalls sehr günstig sind kleine Mini-Joysticks wie von Logilink, die entweder per Saugnapf oder Klemme auf das Display gepappt werden und dort als physisch greifbares Bedienelement der eigentlich digitalen Steuerknöpfe auf dem Display dienen.

Auch manche Smartphone-Hülle verbessert die Handhabung und erleichtert so das Spiel oder verlängert die Akkulaufzeit. Manche kühlen aktiv das Smartphone und verhindern sogenanntes Throtteling, also Leistungsverlust durch Überhitzung des Mobiltelefons. Sogenannte Gaming-Grips bieten zudem die typischen Hörnchen, die wie bei einem Game-Controller gut in der Hand liegen und so das Spielegefühl aufwerten.

Konsolen ohne Game-Controller sind undenkbar und auch für das Smartphone gibt es sie. Je nach Modell werden die per Bluetooth oder USB-Kabel mit Smartphone und bisweilen alternativ auch PC oder Spielekonsole verbunden und liefern je nach Variante nicht nur die Standard-Tasten zum Spielen, sondern auch die Android-Steuerungstasten für Home, Zurück und Taskmanager. Darüber hinaus bieten manche Modelle die Möglichkeit, das Smartphone daran zu befestigen, um quasi nur noch einen Gegenstand in der Hand zu halten – praktisch. Wenn dann auch noch ein Extra-Akku für längere Gesamtlaufzeit sorgt, ist die Welt für den Mobile-Gamer fast schon perfekt.

Fans der Nintendo Switch dürfen sich auch unterwegs mit dem Smartphone freuen: Es gibt nämlich Gamepads, die seitlich an das Mobiltelefon gesteckt werden und dann richtige Hardware-Steuerelemente bieten. Das Display ist dann in der Mitte und nicht wie bei Controllern über dem Steuerungsgeschehen. Grade hierbei sollten Käufer aber darauf achten, dass die Gamepads auch zur Größe des Smartphones passen, zumal diese Art der Steuerungsverbesserung meist an den USB-Port des Handys angeschlossen werden müssen.

Virtual Reality findet immer mehr Verbreitung und auch wenn die große VR-Welle bei Smartphones längst wieder abgeebbt ist, gibt es sie noch: VR-Brillen fürs Handy. Die Preise variieren dabei von wenigen Euros für sogenannte Cardboards bis hin zu dutzenden Euros für wesentlich hochwertigere Brillen wie eine Samsung Gear VR. Der Vorteil des abgeklungenen Hypes: Solche Modelle gibt es inzwischen gebraucht zu sehr niedrigen zweistelligen Preisen.

Wer den oftmals dünnen Sound von Smartphones aufpeppen will, wird bei Bluetooth-Lautsprechern oder Headsets fündig. Dabei bieten selbst günstige Modelle oftmals eine Freisprechfunktion, um ggf. mit anderen Gamern kommunizieren zu können. Besser klappt das natürlich mit Bluetooth-Headsets, in unserem Ratgeber zu günstigen True-Wireless-Headsets sollte auch für den kleinen Geldbeutel etwas dabei sein. Wichtig ist, dass Smartphone und Kopfhörer über den AptX-Codec für geringe Latenz verfügen.

Zugegeben: Lautsprecher fürs Handy schränken die Mobilität der Mobilfunkgeräte deutlich ein, gleiches gilt auch für Bildschirmlupen. Wer aber zu Hause zockt, wird sich darüber sicherlich freuen. Die Bildschirmlupen versprechen dabei eine Vergrößerung der Darstellungsfläche um mehrere Zoll, so wird schnell aus dem 6-Zoll-Panel ein 10 oder gar 12-Zoll-”Bildschirm”. Dabei sind sie nicht einmal teuer, für unter 10 Euro gibt es schon ein ordentliches Modell. Wegen des Aufbaus ist bei der Nutzung ein Gamepad zu empfehlen.

Wer ausschließlich am Smartphone spielt und gar keinen PC zu Hause hat, sollte sich einmal nach Möglichkeiten umschauen, Maus und Tastatur anzuschließen. Die gibt es in Form kleiner Hubs und auch per Bluetooth ist das bisweilen möglich. Zudem bieten manche Oberklasse-Smartphones ab Werk entsprechende Möglichkeiten. Samsung hat dafür etwa Dex im Angebot, mit dessen Hilfe Inhalte vom Smartphone auf einem großen Display mit angepasster Oberfläche dargestellt werden können. Dann ist Maus- und Tastatursteuerung möglich, das klappt auch in einigen Games.

Spielen fordert Prozessor und Grafikchip, entsprechend ist der Smartphone-Akku schnell leergesaugt. Abhilfe schaffen hier sogenannte Powerbanks, die es in verschiedensten Ausführungen, etwa wasserdicht, mit Solarbetrieb (Solarstrom für Gadgets ) oder zum kabellosen Laden (Kabellos Energie: Qi-Powerbanks ab 10 Euro im Vergleich ) gibt.

Google Stadia, Playstation Now, Shadow (Testbericht ) und GeForce Now – das sind die großen Anbieter von Streaming-Diensten für Gamer. Dabei stellen die Unternehmen Hochleistungsrechner zur Verfügung, auf denen die Spiele ausgeführt werden. Anschließend werden die Inhalte als Daten an ein Endgerät wie einen Laptop, ein Tablet oder ein Smartphone geschickt. Im Gegenzug schicken die Nutzer dieser Endgeräte ihre Eingaben auf dem gleichen Weg zurück und steuern so den Rechner, der vielleicht am anderen Ende der Welt steht, fern. Cloud-Gaming nennt sich das und erlaubt es Zockern, die ein zu schwaches Endgerät haben, um darauf die neuesten Triple-A-Titel mit vollen Grafikdetails spielen zu können, diese eben doch darauf zu genießen. Denn die eigentliche Berechnung läuft woanders, die Spieler sehen quasi nur einen interaktiven Live-Stream.

Das bietet neben viel niedrigerem Hardware-Bedarf auch andere Vorteile: Es fallen keine Updates an, die groß und zeitaufreibend herunterzuladen sein können und auch die einzelnen Spiele müssen nicht mehr direkt gekauft werden. Zumindest nicht bei allen Anbietern. Hauptproblem ist die Bandbreite der verfügbaren Datenverbindung. Ist die zu schlecht, sinkt die Bildqualität und die Befehlsumsetzung verzögert sich – gerade in Echtzeitspielen wie Shootern ist das ein NoGo.

Als grobe Richtlinie gelten 10 MBit/s im Download für 720p-Gaming, für 1080p sollten es rund 20 MBit sein und 4K benötigt wenigstens 40 MBit. Mehr schadet natürlich nie. Neben der reinen Datengeschwindigkeit ist auch die Verbindungsqualität ausschlaggebend für reibungsloses Gaming per Stream. Geschwindigkeitsschwankungen sind Gift für ordentliche Darstellung und flüssiges Spielvergnügen, denn Buffern, also das Vorausladen von Inhalten wie bei Video-Streaming, ist nicht möglich. Schließlich ist nie im Voraus klar, was der Spieler als Nächstes tun wird.

Als dritter Punkt ist die Latenz ausschlaggebend. Denn zusätzlich zur Latenz, die selbst auf einem Highend-Gaming-Rechner zuhause zwischen Tastendruck und Ausführung liegt, kommt noch einmal eine Verzögerung durch den Datenversand hinzu. Das alles bedeutet im Klartext: Da auf dem Smartphone-Display 720p-Übertragung zur Not ausreicht, ist auch mit LTE theoretisch Zocken per Cloud-Gaming möglich. Zumindest in Gebieten mit guter Netzabdeckung. Gerade auf dem Land, wo selbst DSL oder Kabel längst nicht überall zu haben ist, dürfte das nahezu unmöglich sein. Mehr zu Cloud-Gaming zeigen wir im Artikel PC Spiele auf Handy und TV zocken: So gut laufen Valheim, Witcher 3 & Co mit Cloud Gaming.

Gaming auf dem Smartphone bietet längst mehr als fallende Klötzchen und Piep-Sounds. Stattdessen lassen sich heute grafisch anspruchsvolle Triple-A-Titel auch unterwegs spielen – entweder direkt auf dem Smartphone berechnet, oder per Stream nur darauf dargestellt. Ein Problem bleibt aber immer noch die Steuerung über den Feedback-losen Touchscreen oder die zu geringe Display-Größe – für alles gibt es mehr oder weniger sinnvolle Lösungen, die wir in diesem Artikel aufgeführt haben.

Wer mehr zu den einzelnen Themen wissen möchte, sollte sich Einzeltests und entsprechende Ratgeber auf unserer Seite anschauen. Exemplarisch seien hier die besten Smartphones bis 300 Euro (Ratgeber), Solarstrom für Gadgets (Ratgeber) oder die günstigsten True-Wireless-Kopfhörer (Ratgeber) genannt.

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