Magsafe für alle: magnetische Ladekabel für Smartphone, Kopfhörer & Co.

magnetische USB-Kabel

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Egal, ob Handy, Notebook, Kamera oder Kopfhörer – insbesondere mobile Geräte setzten auf USB-Ports zum Laden und zur Datenübertragung. Magnetische Adapter und Kabel entlasten den USB-Anschluss und ersparen die Suche nach der USB-Buchse. TechStage zeigt, worauf es beim Kauf ankommt.

So praktisch der USB-Standard auch ist, die Suchen nach der Anschlussbuchse kann der Stecker nicht komplett ersetzen. Schlimmer noch: Da ein USB-Kabel (Typ C) bis zu 100 W, 10 GBit/s, Audio, Video und vieles mehr gleichzeitig übertragen kann, haben viele Hersteller die Anzahl der Anschlüsse verringert. Gerade dann ist es wichtig, dass die Ports auch verlässlich funktionieren. Aus eigener Erfahrung ist das häufig nur bei neuer Hardware der Fall. Durch das regelmäßige Ein- und Abstecken und Zugkräfte am Kabel, leiern die Buchsen nach einiger Zeit aus. Zusätzlich kommt es vor, dass sich Staub und Dreck im USB-Port sammelt. Der USB-Stecker sitzt dann nicht mehr fest und im schlimmsten Fall, ist dann keine Übertragung von Strom oder Daten möglich.

Abhilfe schafft hier etwa die Nutzung eines USB-C-Docks (Ratgeber) oder eines günstigen magnetischen Ladekabels.

Abhilfe gegen Schmutz und Abnutzung versprechen magnetische Daten- und Ladekabel. Diese bestehen aus einem USB-A-Kabel mit magnetischem Ende und entsprechendem Magnetstecker. Zum Lieferumfang gehören in der Regel drei magnetische Adapter mit USB-C, Micro-USB- und Lightning-Stecker. So ein magnetisches USB-Ladekabel funktioniert also auch bei älteren Geräten, iPhones und iPads.

Zum Verbinden müssen die beiden Nylon-Magnete lediglich zusammengeführt werden. Meist reicht es schon, den Adapter in die Nähe des Kabels zu bringen. Die Magnetverbindung ist derart stark, dass das Kabel dann automatisch angezogen wird und in der richtigen Position einrastet.

Doch nicht nur das Anschließen ist sehr bequem. Zudem schonen die Adapter den oftmals empfindlichen USB-Port. Sie verhindern das Eindringen von Dreck und verringern die mechanische Belastung. Ein gutes Anwendungsbeispiel ist etwa unsere privat genutzte RC-Fernbedienung, welche per Micro-USB-Kabel geladen wird. Hier ist die USB-Buchse beim Versuch, das Ladekabel einzustecken von der Platine heruntergerissen. Nachladen ist so nicht mehr möglich. Ein magnetisches Ladekabel mit dauerhaft eingestecktem Adapter in der Fernbedienung hätte diesen Schaden verhindert.

Ein magnetisches USB Ladekabel gehört auch bei vielen Ladestationen für die Quest 2 zum Lieferumfang. Auch hier gibt es lediglich einen einzelnen USB-Port, der entsprechend geschont werden sollte. Unsere private Oculus Quest 2 (Testbericht) mit USB-Typ-C haben wir zur Schonung des Anschlusses gleich von Beginn an mit einem entsprechenden Kabel ausgestattet.

Wie auch bei klassischen USB-Kabeln gibt es allerdings große Unterschiede zwischen den verschiedenen Angeboten. Schon die Vielfalt im Online-Shop von Amazon ist schier unüberschaubar. Einige Kabel sind beispielsweise lediglich zum Laden gedacht – eine Datenübertragung ist damit nicht möglich. Hier gibt es Unterschiede, da nicht alle Varianten auch zum Schnellladen ausgelegt sind. Das reicht zwar häufig, allerdings schränkt es den Nutzen ein. Erkennbar sind diese günstigen Modelle durch die nur zwei Kontaktstellen am Magnetanschluss.

Ein Beispiel für ein solches Modell ist das magnetische USB-Kabel, welches wir bei Amazon vom Händler AUFU-Store bekommen haben. Dieses wird zwar in der Überschrift als Datenkabel bezeichnet, im Kleingedruckten steht dann allerdings, dass es weder zur Datenübertragung noch zum Schnellladen geeignet ist. Immerhin, diese Kabel sind am günstigsten. Das konkrete Angebot umfasst insgesamt sechs Kabel in Längen zwischen 0,5 und 3 m und je vier Adapter auf Micro-USB, Lightning und USB-C. Wer das Kabel sowieso mit einem Gerät ohne Schnellladefunktion nutzt, kann hier zuschlagen.

Die zweite Variante eignet sich zwar auch zum schnellen Aufladen, allerdings fehlt auch hier der Daten-Port. Hier hilft es nur genau in die Spezifikationen des Datenblattes zu schauen.

Am besten, da für alle Anwendungen geeignet, sind Kabel, die sowohl Quick Charge als auch die Übertragung einer hohen Datenrate erlauben. Ein Beispiel hierfür ist das VAFOTON 3in1 USB-C Magnet-Kabel.

Wer mehr über Spezifikationen und Bezeichnungen der Kabel erfahren will, sollte einen Blick in unseren Ratgeber USB-C-Kabel: Nicht jedes kann alles werfen.

Bei der Kabelspezifikation ist allerdings noch lange nicht Schluss mit den Unterschieden. So gibt es die magnetischen Adapter beispielsweise in unterschiedlichen Formen und Abmessungen. Am wenigsten Platz benötigen in der Regel die runden Adapter. Diese haben zudem den Vorteil, dass sie sich um 360 Grad drehen. Allerdings sind auch die runden Adapter nicht immer gleich – selbst bei gleicher Spezifikation können sich die Kontaktflächen unterscheiden.

Auch die Verarbeitung ist von Kabel zu Kabel unterschiedlich. Neben einfach isolierten Kabeln gibt es diese etwa mit strapazierfähiger Stoffummantelung. Ebenso sieht es mit den Steckern aus, die mal aus günstigem Kunststoff und mal aus Aluminium gefertigt sind.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal ist das Kabelende. Dies ist bei einigen Kabeln starr, bei anderen schwenkbar. So ein flexibles Ende ist insbesondere dann sinnvoll, wenn das angeschlossene Gerät nicht nur herumliegt, sondern benutzt wird. Wer etwa sein Smartphone beim Zocken lädt, sollte darauf achten. Auch bei Kopfhörern ist der Dreh- und Schwenkmechanismus deutlich angenehmer als ein starres Kabel. Für Smartphones gibt es mittlerweile extra flache Adapter, um die Haptik zu erhalten.

Zudem gibt es die Kabel mit zusätzlicher LED oder abgewinkeltem Stecker. Eine unnötige Spielerei? Nein, im dunklen Wohnzimmer ist das Kabel vom Ladegerät so jederzeit schnell gefunden und griffbereit. Allerdings würden wir Kabel mit kleinem LED-Licht am magnetischen Ende den komplett illuminierten Kabeln vorziehen. Diese sehen zwar abgefahren aus, allerdings lenkt der Leuchteffekt ab und nervt schnell.

Beim Kauf sollte man sich im Idealfall für ein Kabel entscheiden, für das die Adapter auch einzeln erhältlich sind. Geht mal ein Stecker verloren oder es kommt ein zusätzliches Gerät ins Haus, kann man dieses dann nachrüsten, ohne gleich neue Kabel kaufen zu müssen. Wir nutzen etwa zwei Cafele Magnet-Ladekabel von Amazon für rund 12 Euro, für das die Adapter auch einzeln verfügbar sind. Ein Päckchen mit 5 USB-C-Adaptern kostet hier 13 Euro. Wer sein Apple iPhone laden will, nimmt entsprechend die Variante mit Lightning-Stecker. Alternativ lohnt sich hier der Griff zu einem Set mit mehreren Kabeln, für das jeweils alle Adapter beigepackt sind (auf die Spezifikationen achten!).

Ob so ein Adapter eingesetzt werden kann, hängt immer auch von der genutzten Hardware ab. Da die Magnetadapter trotz geringer Abmessungen Platz brauchen, sind sie leider nicht für alle elektronischen Gadgets gleichermaßen geeignet. Hier ein paar konkrete Beispiele.

Bei Smartphones stören die Adapter Haptik und Optik, zumindest wenn keine Hülle genutzt wird. Kommt eine Hülle zum Einsatz, muss um den USB-Ladeport genügend Platz sein. Das ist etwa bei Outdoor-Smartphones nicht der Fall. Wird das Handy in Halterungen oder Sound-Dock genutzt, ist der Adapter ebenfalls störend.

Gleiches gilt für Actioncams und alle Geräte, bei denen der USB-Port hinter einer Klappe oder Dichtung sitzt. In Unterwassergehäuse und Kamera-Cages passen die Adapter ebenfalls nur in Ausnahmefällen. Bei der Nutzung an der Ladeschale von True-Wireless-Kopfhörern kann es passieren, dass der magnetische Adapter den Klappmechanismus des Deckels blockiert. Bei Geräten mit USB-Anschluss auf der Unterseite kann der Magnetstecker ebenfalls stören.

Am Ladeanschluss von etwa Over-Ear-Kopfhörer, VR-Brille, LED-Leuchte, Bluetooth-Speaker, Schraubendreher, Konsolen-Controller, RC-Zubehör etc. können wir die Lösung aus eigener Erfahrung weiterempfehlen.

Neben den magnetischen Daten- und Ladekabeln gibt es den Magnetverschluss auch zum Nachrüsten. Dies ist beispielsweise beim MacBook Pro oder anderen Notebooks sehr praktisch. Der Adapter Xtreme Mac schützt nicht nur den empfindlichen USB-Port, er ermöglicht auch die Nutzung des originalen Ladekabels, ohne die Funktion zu beeinträchtigen. Sollte man mal über das Ladekabel des Notebooks stolpern, löst sich der magnetische Anschluss und das Gerät selbst bleibt sicher auf dem Tisch stehen. Einen Nachteil hat der Adapter allerdings. Die Abmessungen des rechteckigen Adapters sind so groß, dass der danebenliegende USB-C-Port blockiert wird. Der Adapter erlaubt laut Hersteller einen Datentransfer von bis zu 10 GBit /s und eine Ladeleistung von bis zu 100W. Die Übertragung von 4K-Auflösung per HDMI wird ebenfalls unterstützt.

Eine weitere Sonderform sind die magnetischen kabellosen Ladegeräte. Hier handelt es sich um Qi-Ladegeräte mit magnetischer Halterung. Diese sind kompatibel zum iPhone sowie zu Android-Smartphones von Samsung.

Ein magnetisches USB-Kabel gibt es samt Adapter ab etwa 8 Euro. Dann handelt es sich in der Regel um Ladekabel, welche keinen Datentransfer erlauben. Das Set mit insgesamt sechs verschieden langen Ladekabeln und jeweils vier Adaptern ist ab etwa 28 Euro erhältlich.

Aus unserer Sicht sollte man lieber gleich etwas mehr investieren und ein Kabel inklusive Daten-Port kaufen. Das privat von uns genutzte Modell von Cafele kostet im Doppelpack 12 Euro. Hierfür sind die Adapter für Lightning, Micro-USB- und USB-C auch einzeln erhältlich.

Magnetische Daten und Ladekabel sind nicht nur bequem in der Anwendung, sie schonen auch die USB-Ports der angeschlossenen Hardware. Mit entsprechenden Adaptern können selbst energiehungrige Geräte wie Notebooks nachgerüstet werden und dabei halten sich die Anschaffungskosten sogar in Grenzen. Allerdings sollte man die magnetischen Adapter nachrüsten, bevor der USB-Port ausgeleiert ist.

Wer sich für die Nutzung entscheidet, sollte allerdings genau auf die technischen Spezifikationen achten. Nicht alle Kabel sind zum Schnellladen oder zur Datenübertragung geeignet. Außerdem sollte man darauf achten, dass sie magnetischen Adapter auch einzeln verfügbar sind. Wer mehrere Kabel und Adapter benötigt, sollte diese vom gleichen Hersteller kaufen, um keine Kompatibilitätsprobleme zu bekommen.

Ob das Kabel oder der Stecker leuchtet, ist dabei weniger wichtig, als dass der Adapter überhaupt ins Gerät passt. Bei tief im Gehäuse sitzenden Anschlüssen, nah aneinander liegenden Ports oder der Nutzung von Hüllen und Gehäusen kann es Probleme geben.

Weitere Artikel zum Thema USB sind unsere Kaufberatung zu USB-C-Docks ab 30 Euro, der Artikel USB-C-Kabel: Nicht jedes kann alles und unser Ratgeber Der richtige Adapter für jede Aufgabe.

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