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Ladegeräte für iPhone & iPad: Schneller & besser ab 20 Euro
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Wer iPhone und iPad schnell laden will, benötigt die richtige Kombination aus Netzteil und Kabel. Wir zeigen gute und günstige Alternativen zum teuren Apple-Zubehör.

Wer eines der iPhone-12-Modelle kauft, muss zusätzlich in ein Netzteil investieren oder ein altes nutzen. Denn Apple legt erstmals kein Ladegerät bei, angeblich aus Umweltschutzgründen. Viele vermuten jedoch, dass es Apple schlicht um Gewinnmaximierung geht. Um die maximale Ladegeschwindigkeit zu erreichen, gibt es ein paar Punkte zu beachten. Auch gibt es Alternativen zum originalen Apple-Zubehör, die technisch sehr gut, kompakter und auch noch günstiger sind.

Unter „Schnellladen“ versteht Apple , dass beispielsweise ein leerer iPhone-Akku in 30 Minuten auf etwa die Hälfte aufgeladen ist. Um in den Schnelllademodus zu wechseln, benötigt die iPhone-12-Reihe ein Netzteil mit mindestens 20 Watt. Ältere iPhones ab dem iPhone 8 benötigen für den Schnelllademodus ein Netzteil mit mindestens 18 Watt. Folgende iPad-Modelle laden mit einem Ladegerät mit mindestens 18 Watt schnell:

  • iPad Pro 12,9″ (1. Generation und neuer)
  • iPad Pro 11″(1. Generation und neuer)
  • iPad Pro (10,5″)
  • iPad Air (3. Generation)
  • iPad mini (5. Generation)

20 Watt mag im Apple-Kosmos viel sein. Nutzer von einigen Android-Geräten können hier aber nur milde schmunzeln. So laden etwa die ab 500 Euro erhältlichen Oppo Reno 4 Pro (Testbericht) , Oppo Find X2 Pro (Testbericht) und Realme X50 Pro 5G (Testbericht) mit bis zu 65 Watt.

Käufer sollten bei ihrem neuen Ladegerät unbedingt auf den freien Ladestandard Power Delivery achten. Er ist zwingend nötig, damit Apple-Endgeräte in den Schnelllademodus wechseln. Aber nicht nur iOS-, sondern auch viele Android-Geräte unterstützen den Schnelladestandard Power Delivery. Apple selbst bezeichnet den Schnelladestandard schlicht als „Schnellladen für iPhone“. Hersteller von Geräten mit Android-Betriebssystem nutzen häufig dem Begriff USB-PD.

Noch komplizierter wird es bei den Bezeichnungen der Ladegerät-Hersteller. So schreibt etwa Anker auf ihre aktuellen Netzteile PowerIQ 3.0 . Damit unterstützen sie die Schnellladeprotokolle von Power Delivery, Qualcomm und einigen mehr.

Bei USB-PD handeln Netzteil und Endgerät die Kombination aus Spannung Strom aus. Üblicherweise bietet das Netzteil verschiedene Kombinationen an, aus denen sich das Endgerät die passende heraussucht. Das geschieht über den Control Channel (CC) des USB-C-Steckers. Auch deswegen ist es wichtig, das richtige Kabel zu wählen. Arbeitet der Chip im Kabel nicht korrekt, überträgt es maximal drei Ampere.

Dabei ist USB Power Delivery 3.0 der erste Standard, der Qualcomms Quick Charge und Apple Lightning ersetzen kann. Mit USB-PD 3.0 werden die bisherigen Power-Profile mit der festen Zuordnung von Spannung und Maximalstrom durch flexible Power Rules abgelöst. Dabei gilt, je höher die Nennleistung, desto mehr Kombinationen sind möglich.

Wer tiefer in die Materie einsteigen will, dem empfehlen wir den Beitrag zu USB-PD: USB Power Delivery .

Eine weitere Voraussetzung für das Schnellladen an iPhone und iPad ist ein USB-C-auf-Lightning-Kabel. Nutzt man das von Apple mitgelieferte Kabel, sollte es bezüglich der Energieübertragung keine Probleme geben. Kauft man jedoch ein Kabel nach, gilt es aufzupassen. Denn wie wir bereits in unserer Kaufberatung USB-C-Kabel: Nicht jedes kann alles feststellen, kann es unter scheinbar gleichen große Unterschiede geben. Um auf Nummer sicher zu gehen, empfehlen wir auf eine MFi-Zertifizierung zu achten. Diese ist stets am "Made for iPhone / iPad / iPod" - oder " Made for iPhone " -Aufdruck auf der Verpackung zu erkennen.

Ein Problem, welches scheinbar hauptsächlich Apple-Nutzer haben: Die Kabel brechen an stark beanspruchten Stellen, etwa direkt hinter dem Lightning- oder USB-C-Stecker und funktionieren anschließend nicht mehr zuverlässig. Das ist bei einem Kabel, welches einzeln bereits um die 20 Euro kostet, besonders ärgerlich. Gerade beim Kabel empfehlen wir auf andere Marken zu setzen. Wir haben etwa in der Vergangenheit gute Erfahrungen mit Anker gemacht. Seit langer Zeit ist das Anker Powerline II USB-C-auf-Lightning-Kabel bei uns im Einsatz und weist kaum Gebrauchsspuren auf.

Das Anker Powerline III Flow hat eine sehr weiche Ummantelung und verheddert sich kaum. Anker wirbt damit, dass es ganz besonders stabil ist. Aber auch mit Spigen , Ugreen und Amazon Basic gab es in der Vergangenheit wenig Probleme.

Das Original-Netzteil von Apple mit einer Leistung von 20 Watt kostet etwa 20 Euro. Das ist ein für Apple äußerst vernünftiger Preis. Trotzdem lohnt sich ein Blick über den Tellerrand. So kostet etwa das Anker Powerport III Nano ebenfalls 20 Euro, manchmal auch nur 17 Euro. Es bietet 20 Watt mit Power Delivery, unterstützt jedoch noch weitere Schnellladestandards zum flotten Laden anderer kompatibler Endgeräte. Außerdem ist es deutlich kompakter als das Original-Ladegerät von Apple.

Nochmal eine Ecke günstiger und sogar kräftiger ist das Ladegerät Spigen Steadyboost 27W PD . Dafür ist es jedoch etwas größer geraten. 27 Euro kostet das PD-Netzteil von Aukey und bietet gleich zwei USB-C-Ports mit insgesamt 30 Watt.

Ab dem iPhone 8 laden die Apple-Smartphones auch kabellos über die Ladestandard Qi. Apple gibt selbst einen maximalen Ladestrom von 7,5 Watt an. Wie unser Vergleichstest: Die besten Qi-Ladegeräte zeigt, geht bei einigen Qi-Ladegeräten sogar noch etwas mehr. Auch die aktuelle iPhone-12-Reihe unterstützt Qi bis 7,5 Watt. Diese bietet jedoch zusätzlich die Möglichkeit, den hauseigenen Magsafe-Adapter anzuschließen. Er hält magnetisch auf der Rückseite und bietet dann einen Ladestrom von bis zu 15 Watt, wie Apple klarstellt . Allerdings nicht das iPhone 12 Mini, das schafft nur 12 Watt . Auch der Magsafe muss an einem Power-Delivery-fähigen Netzteil mit bestenfalls 20 Watt hängen, um seine volle Leistung übertragen zu können. Wer das schnelle kabellose Laden am iPhone 12 nutzen will, kann neben dem Original-Zubehör zunehmend auf Magsage-Varianten von Drittherstellern zugreifen. Alternativ empfehlen wir unseren großen Vergleichstest: Die besten Qi-Ladegeräte .

Wer sein iPhone oder sein iPad schnell laden will, muss mit Ausnahme des kabellosen Magsafe-Adapters nicht zwingend zu teurem Apple-Zubehör greifen. Manchmal ist das Netzteil und das Kabel von Dritthersteller nicht nur günstiger, sondern auch besser. Wir empfehlen etwa das sehr kompakte und dennoch schnelle Netzteil Anker Powerport III Nano in Kombination mit dem haltbaren und schicken Anker Powerline III Flex .

Wer aktuell noch mit dem Kauf eines iPhone 12 liebäugelt, dem empfehlen wir unsere Beiträge iPhone 12: So schnell werden die neuen Modelle günstiger und Günstig zum iPhone 12: Vertrag vs Finanzierung vs Kauf.

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