TechStage | Tests, Ratgeber und Kaufberatungen zu Smartphones, Smart Home, Computer und Technik, die Spaß macht

Kopfhörerverstärker und USB-Soundkarten bis 40 Euro
Beliebt auf TechStage
Kopfhörer für Kinder: Sichere, günstige und gute Headsets für Reisen und Schule ab 20 Euro
E-Scooter für Kinder ab 100 Euro im Test: großer Spaß mit harter Einschränkung
Die fünf beliebtesten smarten Fahrradhelme im Vergleichstest
3D-Drucker: Filament richtig aufbewahren, lagern und trocken

Wenn Lautstärke und Tonqualität von Kopfhörern zu niedrig sind, bieten sich Mini-Verstärker oder USB-Soundkarten an. Wir zeigen, was die Geräte in der Praxis leisten.

Im Rahmen unserer Tests von Kopfhörern, Headsets und Bluetooth-Adaptern sind folgende Artikel erschienen:

Wer sich bei der Soundübertragung per Klinkenkabel oder beim Tragen von kabelgebundenen Kopfhörern mehr Lautstärke wünscht, kann auf einen günstigen Kopfhörerverstärker zurückgreifen. Die Geräte sind zwischen 15 und mehreren Hundert Euro erhältlich und versprechen besseren und druckvolleren Sound.

Zur Inbetriebnahme wird der kleine Verstärker zwischen Musikquelle und Wiedergabegerät gesteckt. Das kann beispielsweise ein Smartphone und ein Autoradio, ein Fernseher und ein Kopfhörer oder auch ein alter Discman und ein Aktivlautsprecher sein. Die Einsatzmöglichkeiten sind vielfältig. Dementsprechend groß ist auch die Auswahl an unterschiedlichen Modellen.

Für den stationären Betrieb bieten sich Verstärker mit Stromanschluss und einem Cinch- oder Toslink-Eingang an. Diese liegen preislich allerdings meist deutlich über den mobilen Varianten. Für den Betrieb unterwegs sind Modelle mit 3,5-mm-Klinkenanschluss ausreichend. Wer ein Smartphone ohne Klinkenbuchse verwendet, kann einen Klinkenadapter oder ein Modell mit Micro-USB-, USB-C- oder Lightning-Stecker verwenden. Außerdem sollte ein Akku verbaut sein.

Für diese Kaufberatung haben wir uns das günstige Modell Enisina AP01 besorgt und es hauptsächlich zwischen Smartphone und AUX-In des Autoradios eingesetzt. Zwischen verschiedenen Computern und einem Gaming-Headset hatten wir es testweise im Einsatz. Was uns beim Kopfhörerverstärker AP01 gut gefällt, ist die lange Akkulaufzeit von über fünf Stunden, das stabile Gehäuse aus Aluminium und die sehr kompakte Bauform. Der kleine Verstärker ist nur so groß wie ein USB-Stick und findet so problemlos in der Mittelkonsole des Autos Platz. Hier macht der AP01 auch einen guten Job. Nach dem Anschließen des Gerätes ist die Gesamtlautstärke deutlich gestiegen. Das kleine Gerät funktioniert zuverlässig – man sollte allerdings nicht an die Kabel kommen, da dies zu Störgeräuschen führt.

Dass die Klangqualität bei der Nutzung sinkt, merkt man kaum. Das liegt allerdings an der Musikanlage unseres PKW – es handelt sich um ein günstiges Standardradio in einem zehn Jahre alten Auto. Dieses beginnt selbst ohne Verstärker schnell zu übersteuern und zu scheppern.

Bei der Nutzung an einer hochwertigen Stereoanlage oder in Verbindung mit einem Headset, fällt der Qualitätsverlust durch den Verstärker dementsprechend deutlich auf. Die Hoch- und Tieftöner übersteuern bei hoher Lautstärke und es kommt zu einem hörbaren Hintergrundrauschen. Im PKW fiel das überhaupt nicht auf.

Als Zwischenfazit können wir einen einfachen Kopfhörerverstärker, wie den Enisina AP01, nur empfehlen, wenn die Ansprüche an die Klangqualität nicht sehr hoch sind. Während wir das Gerät weiterhin gerne im Auto betreiben, ist die Nutzung mit hochwertigen Komponenten nicht zielführend. Die Einbußen beim Klang sind die gesteigerte Gesamtlautstärke nicht wert.

Wer für den stationären Betrieb einen Verstärker sucht, muss etwas mehr Geld in die Hand nehmen und ein höherwertiges Modell im besten Falle mit Cinch- oder Toslink-Eingang suchen.

Wer Ausgangsleistung und Soundqualität von Computer, Playstation, Tablet oder Smartphone steigern will, sollte sich externe USB-Soundkarten ansehen. Für diesen Artikel haben wir uns das Modell Gaming DAC Pro S von Sharkoon angesehen. Die mit nur acht Gramm sehr leichte Soundkarte sieht aus wie ein USB-Stick und kostet zwischen 30 und 35 Euro. Zum Anschluss am Computer dient ein USB-Stecker. Kopfhörer oder Lautsprecher werden per 3,5-mm-Klinkenstecker angeschlossen. Treiber, Software, Apps oder eine Registrierung sind nicht notwendig. Die Soundkarte funktioniert, sobald sie eingesteckt ist. Im Test mit verschiedenen Computern, Smartphones und einem älteren Tablet funktioniert das Gerät problemlos und zuverlässig. Bei Nutzung am Tablet oder Smartphone wird ein zusätzlicher OTG-Adapter mit Micro-USB- oder USB-C-Anschluss benötigt.

In Sachen Klangqualität überrascht die Mini-Soundkarte. Zwar fällt der Unterschied bei aktuellen Geräten nur gering aus, bei älteren Wiedergabegeräten und Computern mit einfachen Onboard-Soundkarten ist der Unterschied aber deutlich. Der Sound klingt insgesamt weitaus harmonischer und sauberer. Derart feine Höhen, deutliche Mitteltöne und warme Bässe haben wir an unserem alten PC bisher vermisst. Auch unser altes Tablet spielt die Musik plötzlich in ungewohnt hoher Qualität ab.

Da sich am Gaming DAC Pro S auch Headsets anschließen lassen, verhilft die Soundkarte auch der Sprachübertragung zu neuem Glanz. Bei aktuellen Geräten ist der Unterschied zwar nur gering, gerade bei älteren PCs klingt die Stimme deutlich weniger blechern und insgesamt klarer.

Das Ergebnis in Sachen Lautstärkesteigerung ist hingegen ernüchternd. Zwar ist eine Steigerung bemerkbar, diese fällt bei den meisten Wiedergabegeräten allerdings sehr gering aus; Insbesondere im Vergleich zum Kopfhörerverstärker. Lediglich bei der Nutzung mit einem in die Jahre gekommenen PC und einem sehr günstigen Notebook war der Unterschied deutlich bemerkbar. Bei Smartphones, Tablet und aktuellen Macbooks fällt der Zugewinn an Lautstärke kaum auf.

Kopfhörerverstärker und externe Soundkarten können sinnvoll sein. Ob sie das tatsächlich sind, hängt stark von den eigenen Ansprüchen und der angeschlossenen Hardware ab.

Bei reinrassigen Kopfhörerverstärkern ist zwar ein Zugewinn an Lautstärke spürbar, dieser geht allerdings zu Lasten der Soundqualität. So lohnt sich der Einsatz nur bei extremen Lautstärkeproblemen und bei mittleren Ansprüchen an die Qualität. Wer geplant hat, seinen 400-Euro-Hifi-Kopfhörer an der High-End-Anlage zu verstärken, sollte sich das Geld besser gleich sparen. Wer lediglich etwas mehr Lautstärke für seinen AUX-Eingang im alten PKW benötigt, bekommt beispielsweise mit dem Enisina AP01 eine günstige und zielführende Lösung.

Wer sich mehr Soundqualität für Computer, Tablet oder Smartphone wünscht, der sollte sich eine externe Soundkarte besorgen. Diese sorgt bei älteren Geräten oder Rechnern mit Onboard-Soundkarte für einen spürbar besseren Sound. Bei aktuellen Wiedergabequellen und Computern mit eigener Soundkarte ist der Unterschied allerdings nur gering. Die Lautstärkesteigerung funktioniert im Test nur bei einem kleinen Teil der Geräte. Bei den meisten Musikquellen steigt die Lautstärke nur minimal. Das Modell Gaming DAC Pro S von Sharkoon funktioniert zuverlässig und ist für alte oder günstige Rechner, Tablets und Smartphones eine gute Wahl.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.