Kopfhörer für Kinder: Darauf kommt es beim Kauf an

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Kopfhörer für Kinder müssen besondere Ansprüche erfüllen. Sie sollen stabil und bequem zu tragen sein, zudem sollen sie das Gehör schonen. TechStage zeigt, wie man die richtigen Kopfhörer findet.

Wer auf der Fahrt in den Urlaub zum zigten Mal Bibi & Tina, Feuerwehrmann Sam, Paw Patrol & Co. hört, der wird sich irgendwann Kopfhörer wünschen. Vor allem, wenn noch mehrere Stunden Fahrt oder Flug vom Ziel trennen. Wir haben mehrere Kopfhörer ausprobiert und zeigt, was man beim Kauf beachten sollte.

Grundsätzlich unterscheidet man bei Kopfhörern zwischen In-Ear-, On-Ear und Over-Ear-Modellen. Für Erwachsene ist die Auswahl riesig. Selbst Kopfhörer mit aktiver Geräuschunterdrückung (ANC) sind mittlerweile günstig zu haben. Mehr dazu im Artikel Testsieger: Das sind die besten Kopfhörer ihrer Klasse.

Bei Kindern schrumpft die Auswahl. Zwar gibt es einige In-Ear-Modelle für Kinder, deren maximale Lautstärke begrenzt ist. Grundsätzlich raten wir aber davon ab, In-Ears bei Kindern zu verwenden. Denn bei Kopfhörern handelt es sich streng genommen um Hygieneprodukte. Stecken sich die Kleinen verunreinigte In-Ears in die Ohren, kann das zu Reizungen, im schlimmsten Fall zu sogar zu Entzündungen führen.

Over-Ear-Kopfhörer liegen im Gegensatz zu On-Ear-Modellen nicht auf dem Ohr auf, sondern umfassen es komplett. Dadurch sind sie beim längeren Tragen vor allem bei empfindlichen Ohren angenehmer. Zusätzlich schirmen sie die Umgebung besser ab. Das mag bei Erwachsenen gewünscht sein. Bei Kindern ist es eher schlecht, wenn diese von ihrer Umwelt zu wenig mitbekommen. Aus dem gleichen Grund sehen wir in ANC für Kinderkopfhörer wenig Sinn, von denen es auf dem Markt ohnehin keine Modelle gibt. Ein weiterer Nachteil der Over-Ears: Im Sommer sorgen sie zuverlässig für einen Satz heiße Ohren.

Kinderkopfhörer sollten eine begrenzte maximale Lautstärke haben. Empfohlen sind maximal 85 Dezibel, weniger ist im Zweifel besser. Dabei muss man sich in erster Linie auf die Angaben der Hersteller verlassen. Vor allem bei günstigen Geräten kann das eher Fantasie als Realität sein. So oder so sollte man den sicherheitshalber selbst kurz nachmessen. Dafür kann man eine App im Smartphone nutzen. Die Kollegen von heise+ stellen im Artikel Fünf Schallpegel-Apps für Android-Smartphones im Vergleich passende Programme vor. Unter Windows kann man ein Mikrofon und Anwendungen wie den Spaichinger Schallpegelmesser verwenden. Die Messungen sind natürlich nicht zu 100 Prozent genau, man sieht aber zumindest, ob ein Kopfhörer bei voller Lautstärke unter 80 oder über 100 dB liegt.

Die meisten Kindermodelle setzen auf Dämpfer, die nicht wissen, wie die tatsächliche Lautstärke der Kopfhörer ist. Nutzt man sie also bei Zuspielern mit schwachen Verstärkern, ist bei maximaler Lautstärke der Kinderkopfhörer gering. Nutzt man sie dagegen an Endgeräten mit besseren Verstärkern, kann die tatsächlich im Kinderohr ankommende Lautstärke über den angegebenen 85 db liegen. Entsprechend sollte man den Zuspieler immer wieder kontrollieren und etwa bei iOS in den Einstellungen die maximale Lautstärke regeln. Samsung bietet ähnliche Funktionen, andere Android-Geräte kann man mit einer App begrenzen, der Suchbegriff dafür ist Volume Limit.

Unser Tipp sind Kinderkopfhörer mit Kabel. Sie sind günstig, stabil und benötigen keine Batterien. Für diesen Ratgeber haben wir mehrere Kopfhörer ausprobiert. Die meisten Markenprodukte ähneln sich im Aufbau und beim Preis. Vernünftige Kopfhörer für Kinder kosten zwischen 15 Euro und 30 Euro.

Das Schwergewicht bei den Kinderkopfhörern ist JBL. Der Hersteller baut nicht nur solide Kopfhörer, er liefert sie auch mit zahlreichen Aufklebern aus. Das ist für die meisten Kinder deutlich wichtiger als die eigentliche Soundqualität. Wir haben für den Ratgeber die JBL JR-300 ausprobiert, die allerdings derzeit nicht mehr im Handel sind. Die Nachfolger, etwa JBL JR310, sind ähnlich gut und kommen inzwischen mit einem Mikrofon.

In einem ähnlichen Preisbereich liegen die Tonies Lauscher. Sie kommen von der Macher der Toniebox (Testbericht), passen aber dank 3,5-mm-Klinke an jeden Standard-Ausgang. Im Test gefiel die Verarbeitung und die weichen Ohrenpolster. Für die meisten Kinder sollten sie angenehm zu tragen sein.

Anders als bei den JBL kann man das rund 1,3 m lange Kabel des Kopfhörers wechseln. Das geht bei den JVC HA-KD5 leider nicht. Die Testkinder spielen gerne am Kabel herum, was man vor allem am Klinkenstecker merkt. Überhaupt ist das dünne, 0,9 m lange Kabel die vielleicht größte Schwäche der JVC HA-KD5. Denn es teilt sich und geht in jede Ohrmuschel einzeln. Zudem kann man es nicht von den Ohrmuscheln lösen. Bleibt das Kind also beim Hören irgendwo hängen und reißt sich die JVC HA-KD5 vom Kopf, kann sich das Kabel unangenehm um den Hals legen.

Unser Tipp sind die aktuellen Kopfhörer von JBL oder die Tonies Lauscher. Beide Kopfhörer sind robust und liefern fürs Geld eine ordentliche Qualität.

Die Auswahl der Bluetooth-Kopfhörer für Kinder ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Das dürfte auch daran liegen, dass immer mehr Smartphones auf den Klinkenstecker verzichten. Die Antwort: Kinderkopfhörer mit Bluetooth.

Bekannte Marken wir Belkin oder JBL haben ihre Geräte entsprechend angepasst. Belkin ist dabei etwas aktueller. Neben Bluetooth 5.0 gibt es auch einen Klinkenanschluss, so dass man die Headsets mit und ohne Kabel nutzen kann. Das macht die Kopfhörer deutlich flexible, erhöht aber den Preis. Die günstigeren Geräte verzichten leider meist auf ein Klinkenkabel, entsprechend sollte man darauf achten, dass sie vor der Reise geladen sind.

Für den Test haben wir uns die Buddyphones Poptime-Kopfhörer kommen lassen, sie werden beispielsweise mit dem Kids-Tablet von Amazon ausgeliefert. Sie fühlen sich zwar etwas billig an, sind aber robust gefertigt und bequem zu tragen. Gut gefällt uns, dass die Geräte sowohl einen Klinkenstecker wie auch USB-C bietet. Letzteres erlaubt ein deutlich schnelleres Aufladen im Vergleich zu den vielfach eingesetzten Micro-USB-Ports.

Die Klangqualität ist ok, allerdings muss man etwas aufpassen. Denn neben dem gedämpften Modus gibt es auch einen "Pop-Modus", bei dem die Lautstärke deutlich ansteigt. Amazon empfiehlt sie ab acht Jahren und wir würden uns da anschließen, Kinder sollten alt genug sein, um die Lautstärke selbst einschätzen und regeln zu können. Der Akku hält laut Hersteller bis zu 19 Stunden, im Test kommt das ungefähr hin, wenn man die Lautstärke nicht voll aufdreht. Die Kopfhörer kosten 35 Euro bei Amazon, es gibt sie in mehreren Varianten und natürlich liegen Aufkleber bei.

Wer mehr als ein Kind hat, der sollte sich gleich noch mit dem Thema Dual-Audio für Bluetooth beschäftigen. Denn die meisten Geräten können zwar mehr als ein Headset koppeln, aber nur zu einem Streamen. Hier helfen spezielle Adapter. Mehr dazu zeigen wir im Artikel Testsieger: Die besten Bluetooth-Audio-Adapter für Computer, Heimkino, KFZ und Kopfhörer. Für die Nintendo Switch gibt es ebenfalls spezielle Bluetooth-Adapter, mehr dazu im Artikel Nintendo Switch: Das beste Zubehör - Schutz, Kopfhörer, Gamepads, Akku, Spiele.

Ein Jahr Homeschooling hat gezeigt: Kopfhörer sind nicht nur für die Fahrt oder den Flug praktisch. Sie helfen Kinder beim konzentrierten Arbeiten und helfen dabei, dass Eltern nicht bei den immer gleichen Folgen durchdrehen. Man sollte aber dann zu einem vernünftigen Modell für Kinder greifen.

Eine Lautstärkebegrenzung habe alle Kinderkopfhörer. Auch sind sie kleiner als Modelle für Erwachsene. Unterschiede gibt es unter anderem bezüglich ihrer Verarbeitung und Haltbarkeit. Um die möglichst lange zu gewährleisten, sollte man beim Kauf auf möglichst wenig bewegliche Teile achten. Das Kabel ist ein wichtiger Punkt. Gut ist es, wenn das Kabel einseitig in den Kopfhörer geht. Noch besser ist es, wenn es sich zusätzlich vom Kopfhörer lösen lässt. Das vermindert zum einen die Verletzungsgefahr. Zum anderen können es Nutzer bei einem Defekt einfach ersetzen.

Von den von uns getesteten Modellen erfüllen die Tonies Lauscher all diese Punkte. Zudem sehen sie einfach knuffig aus und sind weich gepolstert. Sie erhalten unsere volle Kaufempfehlung. Wer noch nach Audiomaterial für die Kleinen sucht, sollte sich unseren Ratgeber Hörspiele für Kinder: Tonies, Spotify und Alternativen durchlesen. Ganz ohne Kopfhörer kommen Lernspielzeuge für Kinder (Ratgeber) und nerdige Gesellschaftsspiele (Kaufberatung) oder Schaumstoff-Blaster wie Nerfs (Vergleich) aus.

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