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Kaufen oder nicht: iPhone X, Xr und Xs

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Das iPhone X hat Nachfolger bekommen und wird nicht mehr produziert. Bei den Restposten kann man ein Schnäppchen machen. Ansonsten sorgen iPhone Xs und Xr mit fallenden Preisen für gute Laune. Was ist aktuell der beste Deal?

Beim letzten Update dieses Artikels lautete die Überschrift: „Warum man das iPhone X jetzt nicht mehr kaufen sollte“. Er erschien kurz vor der Veröffentlichung der Nachfolger; ein unmittelbar anstehender Preisverfall war zu erwarten. Und tatsächlich: In den letzten Wochen ist das iPhone X noch einmal 100 Euro oder circa 11 Prozent billiger geworden.

Vermutlich ist jetzt gerade die letzte Chance, noch ein iPhone X zum guten Kurs zu bekommen. Die Lager der Händler leeren sich, viele gute Angebote kommen schon jetzt aus dem EU-Ausland. Das muss kein Nachteil sein, aber das Zeitfenster schließt sich.

Die 64-GByte-Modelle kosten aktuell etwa 830 bis 850 Euro, das sind gut 300 Euro weniger als zur Markteinführung vor gut einem Jahr – das entspricht einer Ersparnis von knapp 30 Prozent. Im Gegensatz zu vielen Android-Geräten ist es bei Apple auch nicht von Nachteil, ein „Auslaufmodell“ zu erwerben: Das iPhone X wird noch über Jahre hinweg Software-Updates bekommen, aktuell wurde beispielsweise das neue iOS 12 für das über fünf Jahre alte iPhone 5s aufgelegt. Wenn es so weiter geht, werden Käufer des „alten“ iPhone X auch in vier Jahren noch mit Updates versorgt. Davon können Android-Nutzer häufig nur träumen, wie unser Beitrag Marktüberischt: Android 9 Pie kommt auf diese Smartphones zeigt.

Das Xr ist der neue Star am iPhone-Himmel. Ähnlich wie damals das iPhone 5c mutet es mit seinem Kunststoff-Gehäuse, der Single-Kamera auf der Rückseite und dem LCD- statt Oled-Bildschirm zwar etwas wie „Verzicht“ an, doch mit Blick auf die inneren Werte ist das Quatsch. Die meisten Nutzer werden mit einem iPhone Xr genau so glücklich wie mit dem Xs, wenn sie eben damit leben können, nicht das Top-Modell gekauft zu haben. Dafür ist das Xr sogar noch günstiger als das alte X, bei knapp 800 Euro geht es aktuell los.

Wer es nicht eilig hat, sollte mit dem Kauf aber noch ein wenig warten: Laut unseren Aufzeichnungen im Preisverlauf war das Xr in den letzten zwei November-Wochen mit 750 Euro noch einmal etwa 50 Euro günstiger als jetzt.

Den nächsten starken Preisverfall erwarten wir in den Wochen nach Weihnachten. Im letzten Jahr war das iPhone X zwar stabiler als das Xr; vor mitte Dezember hat sich der Preis nicht verändert. Dafür ist es in der Zeit von Januar bis mitte Februar um 200 Euro respektive 17 Prozent gefallen; der Preis war dann aber für sechs Monate relativ stabil.

Wenn es aufs Geld nicht ankommt, ist das iPhone Xs der bessere Kauf – ganz einfach. Trotzdem sollte man auch hier den richtigen Zeitpunkt treffen. Ähnlich wie beim Xr ist das Xs mit knapp 1050 Euro in der 64-GByte-Version (grau) aktuell etwa 50 Euro teurer als noch vor ein, zwei Wochen. Die Erfahrung zeigt, dass ein weiterer Preisverfall nach Weihnachten ansteht. Im Gegensatz zum iPhone X vor einem Jahr ist das Xs aber schon in den ersten Monaten nach seiner Markteinführung etwa 100 Euro günstiger als die UVP.

Spätestens im Januar dürfte der Preis für das kleine 64-GByte-Modell unter 1000 Euro fallen, im Februar dann auf 950 Euro – so war es zumindest beim Vorgänger. Der Preis blieb dann aber auch bis zur Vorstellung des Nachfolgers im Herbst relativ stabil.

Seit der Regalverfügbarkeit nutzen zwei TechStage-Redakteure das iPhone X im täglichen Einsatz, sodass wir hier von Erfahrungen aus einem Langzeittest sprechen können. Wer ein Smartphone für mehr als 1000 Euro bar bezahlt, geht damit hoffentlich sorgfältig und vorsichtig um. Schon am ersten Tag waren unsere iPhones von Schutzhüllen umspannt. Welche Cases für das iPhone X gut geeignet sind, haben wir getestet: iPhone X – die besten Hüllen aus Leder, Carbon und Silikon.

Auch für die aktuellen Modelle haben wir das wichtigste Zubehör herausgesucht:

Wie sehen die Telefone jetzt aus?

Beide iPhones haben leichte Gebrauchsspuren, aber im Großen und Ganzen ist der Zustand gut. Neuwertig ist lediglich eines der iPhone X: Es wurde während der Garantiezeit ausgetauscht, weil das Display tote Pixel aufwies. Das andere iPhone X hat einen Kratzer im Bildschirm, der während eines Umzugs durch Metallgegenstände verursacht wurde. Große Schäden gab es nicht. Gut zu wissen: Der Rahmen aus Edelstahl beim älteren iPhone X ist komplett frei von Kratzern – selbst nach einigen Monaten ohne Schutzhülle, die bei diesem Modell nach sechs Monaten wieder abgenommen wurde.

Wie schlägt sich der Akku?

Wie bei nahezu allen aktuellen Top-Smartphones ist auch der Akku des iPhone fest verbaut. Je älter der Akku ist, desto geringer ist die verbleibene Restkapazität, beeinflusst auch durch Faktoren wie die Art des Ladens. Bei dem iPhone X, das nicht durch Apple ausgetauscht wurde, liegt die Kapazität noch bei 85 Prozent. Statt zwölf, hält das Telefon nun noch um die zehn Stunden durch.

Muss es denn unbedingt ein iPhone im neuen Notch-Design sein? Man sollte sich ehrlich fragen, was man wirklich braucht und was man gerne hätte. Ist es die Optik? Oder doch die Technik, und man möchte das iPhone X wegen des Oled-Displays oder der Face-ID-Kamera zum Entsperren über die Gesichtserkennung?

Um es klar zu sagen: Alle Gründe, sich für die neuen iPhones zu entscheiden, sind legitim. Fachlich ist das iPhone 8 aber nicht schlechter als das X. Es läuft die gleiche Software, es laufen die gleichen Apps, und beide Geräte werden wohl gleichlang ihre Updates kriegen.

Und auch die 8er-Modelle haben ihre Vorteile. Wer einen kleineren Formfaktor präferiert oder die längere Akkulaufzeit des Plus-Modells haben möchte, fährt mit dem 8er besser. Auch der Homebutton mit integriertem Fingerabdrucksensor ist für manche Käufer ein Punkt, das iPhone X links liegen zu lassen. Hauptgrund für das iPhone 8 ist natürlich der Preis: Mit knapp 600 Euro kostet das 64-GByte-Modell nur etwa die Hälfte wie das iPhone Xs, und selbst im Vergleich zum iPhone X ist es noch fast 200 Euro oder 25 Prozent billiger.

Wer das charakterliche Aussehen des iPhone X mag, jedoch genug von Apples mobilem Betriebssystem iOS hat, findet diverse Alternativen mit Android. Technisch sind diese Smartphones in der Regel besser aufgestellt und kosten weniger. Schon ab 580 Euro gibt es das Galaxy S9 Plus von Samsung (Testbericht) . Es ist ein schlankes Smartphones mit starker Kamera und exzellenter Hardware-Ausstattung.

Ein anderer Favorit ist das Oneplus 6t (Testbericht) . Optisch und technisch ist das Android-Smartphone dem iPhone ebenbürtig. Das Oneplus 6 geht für 550 Euro über die Ladentheke. Für den Preis muss man allerdings auch Abstriche machen: Drahtloses Laden und Wasserfestigkeit fehlt dem Oneplus.

Wem eine stets aktuelle Software wichtig ist und wer viel Wert auf Kamera und Speicher legt, kann zum Pixel 3 von Google (Testbericht) greifen. Kamera und Display sind super, und schneller kommen Android-Nutzer nicht an neue Software-Versionen, als durch das Nutzen eines Google-eigenen Smartphones.

Wer wert legt auf das Design des iPhone X, auf die Face-ID-Kamera und das Oled-Display, kann derzeit vielleicht noch ein gutes Schnäppchen machen – vor allem im Vergleich zum Nachfolger, dem iPhone Xs. Wer das Xs haben möchte und sich noch etwas gedulden kann, wird in einigen Wochen einen guten Preis bekommen.

Günstiger geht es mit dem iPhone Xr, für das aber auch gilt: Möglichst noch ein paar Wochen warten. Und wer ein aktuelles, gutes iPhone sucht und möglichst wenig Geld ausgeben möchte, kann mit dem 8er-Modell einen guten Schnitt machen. Deutlich günstiger geht es nur mit starkem Verzicht – oder mit dem Wechsel zu Android. Die Preis-Einschätzungen treffen übrigens auch auf die Max-Modelle zu.

Den Preisverlauf kann man übrigens im Preisvergleich von TechStage zu jedem Produkt einsehen.

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