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Kaufberatung: Xiaomi Mi 9 vs Mi 9T vs Mi 9T Pro vs Mi 9SE
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Die aktuellen Mi-9-Modelle sind allesamt tolle Smartphones. Sie sehen sich sehr ähnlich, sind technisch hervorragend aufgestellt und auch preislich nah beieinander – aber für wen ist welches Smartphone am besten?

Update : Im Artikel Vergleich Mi 10T Pro, Mi 10, Poco F2 und Poco X3 stellen wir die Nachfolger des Mi 9 gegenüber.

In unseren Tests schnitten Xiaomi Mi 9 (Testbericht) , Mi 9T (Testbericht) , Mi 9T Pro (Testbericht) und auch das kleine Mi 9SE (Testbericht) hervorragend ab. Grund ist die in allen vier Fällen tolle Kombination aus Optik, Technik und Preis, die fast keine Wünsche offenlässt. Grundsätzlich kann man bei jedem der vier Modelle bedenkenlos zugreifen, aber es gibt ein paar Unterschiede, die Interessenten vor dem Kauf kennen sollten. Wir erklären, für wen sich welches Mi-9-Modell am besten eignet.

Ja, die Mi-9-Phones sind klasse und sie bieten auch Technik, die in vielen Bereichen zurecht als Spitzen-Hardware angesehen werden darf. Da wäre etwa der Prozessor von Mi 9 und Mi 9T-Pro, der Snapdragon 855. Schneller geht es aktuell bei Android-Smartphones nicht. Im Detail ist aber durchaus noch Luft nach oben. Ein Beispiel wäre da die Größe des Arbeitsspeichers, der bei den vier Modellen auf 6 GByte begrenzt ist. Die Topmodelle der Konkurrenz wie etwa das Samsung Galaxy Note 10+ haben inzwischen bis zu 12 GByte RAM – ob das wirklich nötig ist, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt. Weiteres Beispiel ist die Kamera. Während das Huawei P30 Pro (Testbericht) 5-fach optische Telefunktion oder das Nokia 9 Pureview (Testbericht) gleich fünf Hauptkameras bietet, kommen die Mi-9-Modelle mit einfacherer Ausstattung daher. An der tollen Bildqualität der Xiaomi-Modelle ändert das natürlich wenig.

Allen vier Modellen gemein ist das schicke Design mit Glas auf Front und Rücken sowie einem perfekt integrierten Metallrahmen. Auch die Verarbeitung ist bei allen Modellen vorbildlich. Mi 9T und Mi 9T Pro bieten aber Unterschiede bei der Platzierung der Hauptkamera auf der Rückseite und der Farbgebung. So installiert der Hersteller die Triplecam bei Mi 9 und Mi 9SE in der oberen linken Ecke des Gehäuses, zudem steht sie auch noch deutlich daraus hervor. Bei den T-Modellen wanderte die Kamera hingegen in die Mitte des Gehäuses, sie schließt dort fast mit der Rückseite ab. Die Farbgebung der T-Modelle ist zudem mit den stärker ausgeprägten Farbverläufen etwas auffälliger.

Alle vier Modelle setzen auf OLED als Display-Technik, auch die Auflösung ist mit 2340 × 1080 Pixel gleich. Allerdings bietet das SE-Modell mit knapp 6 Zoll die geringste Screen-Größe, die anderen drei Modelle bringen es auf 6,4 Zoll. Zudem haben nur Mi 9T und Mi 9T Pro ein Display ohne Notch, da sie im Gegensatz zu Mi 9 und Mi 9SE mit einer Popup-Frontkamera ausgestattet sind. Bei Mi 9 und Mi 9SE gibt es stattdessen eine kleine Einkerbung für die Frontcam am oberen Display-Rand. Ein letzter Unterschied, der im Alltag aber kaum auffallen dürfte: Nur das Mi 9 verfügt über Gorilla Glas 6 als Display-Schutz, bei den anderen drei Modellen ist es Gorilla Glas 5.

Die Frontkamera ist mit ihren 20 Megapixel bei allen vier Mi-9-Modellen in puncto Auflösung gleich. Bei den T-Modellen wird sie allerdings nur bei Bedarf motorisch ausgefahren und bietet eine Blende von F2.2, während die traditionell in einer Notch platzierten Frontkameras in Mi 9 und Mi 9SE eine Blende von f/2.0 aufweisen. Auch bei den Hauptkameras liegen die Unterschiede im Detail. Während alle vier Mi-9-Smartphones über eine Hauptkamera mit 48 Megapixel mit f/1.75-Blende verfügen, ist der Sensor nicht immer gleich. Im Mi 9T steckt als einzigem Modell ein Sony IMX 582, in den anderen drei Modellen der nominell bessere Sony IMX 586. Auch die zweite Kamera bringt Unterschiede mit sich. Während sie im Mi 9 mit 16 Megapixel und f/2.2 die besten Werte aufweist, bieten sie in den Geschwistermodellen 13 Megapixel und eine Blende von f/2.4. Ähnlich ist es bei der 2-fach-Teleoptik. Das Mi 9 kommt mit 12 Megapixel und f/2.2, die anderen drei Modelle mit 8 Megapixel und f2.4.

Es wurde bereits angedeutet: In Mi 9 und Mi 9T Pro steckt jeweils der aktuelle Top-Chipsatz Qualcomm Snapdragon 855. Der sorgt in allen Lebenslagen für ein wahres Leistungsfeuerwerk und ist aktuell von keiner App in die Knie zu zwingen. Das kleine Mi 9SE kommt demgegenüber mit dem Mittelklasse-Chip Snapdragon 712, das Mi 9T mit dem etwas stärkeren Snapdragon 730. Die Unterschiede der Prozessoren zueinander sind vor allem in Benchmarks zu sehen, im Alltag reagieren alle vier Modelle auch dank ihrer 6 GByte RAM extrem schnell und direkt.

Eine weitere Gemeinsamkeit und vielleicht das größte Manko der Mi-9-Serie: Bei keinem der vier Mi-9-Modelle ist der interne Speicher erweiterbar. Den Kauf einer 64-Gbyte-Version sollten sich Interessenten daher gut überlegen. Beim Mi 9T Pro fällt diese Entscheidung leicht, in Deutschland gibt es offiziell nur die Version mit 128 GByte. Mehr Speicher biete keines der Modelle. Wer zwingend einen 3,5-Millimeter-Klinkenanschluss an seinem Smartphone haben will, der kommt nicht um die T-Modelle herum. Einen IR-Blaster baut der Hersteller hingegen nur in Mi 9 und Mi 9SE ein.

Den kleinsten Akku hat mit 3070 mAh das Xiaomi Mi 9SE, das aber gleichzeitig auch das kleinste Display mit Strom versorgen muss. In der Mitte liegt das Mi 9 mit 3300 mAh. Die beiden T-Modelle bilden mit je 4000 mAh die Spitze der Mi-9-Familie. Dafür beherrscht das Mi 9 als einziges Modell auch kabelloses Laden – und das sogar mit 20 Watt. Eine Ladematte liegt nicht im Lieferumfang, stattdessen bei allen Versionen ein Ladegerät mit 18 Watt. Das reicht für Mi 9SE und Mi 9T aus, Mi 9 und Mi 9T Pro können sogar mit 27 Watt schnellladen.

Das günstigste Modell ist aktuell das Xiaomi Mi 9SE. Die Varianten mit 64 und 128 GByte liegen jeweils bei 279 und 305 Euro. Leicht darüber positioniert sich das Mi 9T mit 299 und 345 Euro für die Versionen mit 64 und 128 GByte. Darüber liegtdas Mi 9 mit 360 und 425 Euro. Das gerade erst verfügbare Mi 9T Pro ist mit 446 Euro derzeit noch am teuersten. Auch wenn es offiziell keine 64-GByte-Version in Deutschland gibt, so wird sie bei diversen Händlern ab etwa 420 Euro gelistet.

So ähnlich und doch so unterschiedlich – das sind die vier Xiaomi-Modelle Mi 9 (Testbericht) , Mi 9SE (Testbericht) , Mi 9T (Testbericht) und Mi 9T Pro (Testbericht) . Einen eindeutigen Sieger, also DAS beste Mi-9-Modell gibt es nicht, denn jedes bietet bestimmte Features, die es besonders interessant machen. Welche das sind, ist auf den ersten Blick nicht sofort zu erkennen – genau das hatten wir in unseren Einzeltests bereits kritisiert.

So richtet sich das älteste Modell, das Xiaomi Mi 9 , an alle, die das Beste haben wollen. Snapdragon 855, die beste(n) Kamera(s), kapazitives Laden und ein IR-Blaster sprechen für sich, hinzu kommt der niedrigere Preis im Vergleich zum Mi 9T Pro. das Mi 9 kommt allerdings auch noch mit „veralteter“ Notch, bietet keine coole Popup-Kamera und keinen Klinkenanschluss. Beides hat wiederum das Mi 9T Pro , das außerdem auch noch den stärkeren Akku bietet – zum aktuell höchsten Preis.

Das Mi 9SE richtet sich hingegen an Fans kleiner Smartphones. Natürlich kann man darüber streiten, ob 6 Zoll wirklich klein sind, im Vergleich zu den Geschwistermodellen fällt das SE aber spürbar kompakter aus. Abgesehen von Größe und Preis gibt es aber keinen Grund, nicht zum Mi 9 zu greifen.

Bleibt noch das Xiaomi Mi 9T . Es richtet sich an alle, die die absolute Über-Power von Mi 9 und Mi 9T Pro nicht benötigen, aber auf OLED-Display ohne Notch, Popup-Kamera, Klinkenstecker und starken Akku nicht verzichten wollen. Wenn dann der Preis deutlich unter 400 Euro bleiben soll, ist die Wahl klar. Insgesamt gesehen halten wir das Xiaomi Mi 9T für den Großteil der Interessenten für den besten Kompromiss aus Vor- und Nachteilen, den die Smartphones der Mi-9-Familie mit sich bringen.

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