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Tablets: iPad Air 4, Lenovo Tab P11 Pro, Amazon Fire HD 10 Plus

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Wer sich für Tablets von Apple, Samsung, Lenovo oder Huawei interessiert, kann zwischen 70 und weit über 1000 Euro ausgeben. Worauf potenzielle Käufer alles achten sollten, zeigen wir in dieser Tablet-Kaufberatung.

Ein Tablet kann sehr praktisch sein, auch wenn es im Gegensatz zum Smartphone eher ein optionales Zusatzgerät ist und nur in wenigen Fällen eine echte Alternative zum Notebook oder zu einem Chromebook (Ratgeber) darstellt. Wer sich eines kaufen möchte, sollte sich zuvor fragen, welche Ansprüche er an das Gerät stellt. Denn auch wenn der Einstieg günstig sein kann, kosten hochwertigere Modelle mehrere Hundert bis deutlich über 1500 Euro. Wir haben deshalb hier einige Tipps zusammengefasst, die bei der Wahl des richtigen Tablets helfen.

Je teurer, desto besser – das stimmt bei den meisten technischen Geräten. Aber nicht immer muss es teuer sein. Wer nur gelegentlich Mails lesen oder YouTube-Videos schauen möchte, muss kein High-End-Gerät für 800 Euro kaufen. Für professionelles Malen und Zeichnen per Stylus reichen billige 200-Euro-Lösungen hingegen nicht. Für ein Tablet mit einer zuverlässigen und effektiven Stiftbedienung sind mindestens 300 Euro fällig.

Als technische Untergrenze sehen wir aktuell 4 GByte RAM und 64 GByte internen, erweiterbaren Speicher und mindestens einen Quad-Core-Prozessor der Mittelklasse. Der Bildschirm sollte eine Auflösung bieten, die mindestens 200 ppi (Pixel per Inch = Pixel pro Zoll) ermöglicht. Das entspricht Full HD (1920 x 1200 Pixel) bei einem Bildschirm mit einer Diagonale von 10 Zoll (ca. 25 Zentimeter). Zwar ist das deutlich weniger als die empfohlene Bildschärfe für Smartphones, allerdings wird ein Tablet wegen seiner Größe im Schnitt etwas weiter von den Augen entfernt gehalten – mehr Auflösung ist natürlich trotzdem immer besser. Von den Kameras sollte man nicht zu viel erwarten, nur High-End-Tablets bieten hier ordentliche Qualität. Bei allen anderen reicht die Frontkamera aber normalerweise zumindest für Videochats aus. Aber im Ernst, wer fotografiert die Hochzeit seiner Kinder mit dem Tablet?

Bei der Software sollte auf eine möglichst aktuelle Version des jeweiligen Betriebssystems geachtet werden. Dadurch stehen nicht nur die aktuellsten Features zur Verfügung, sondern die Sicherheits-Patches sollten damit auf einem aktuellen Stand bleiben. Obwohl Android 12 in den Startlöchern steckt und Version 11 bei Android-Smartphones zur Normalität geworden ist, ist bei einigen Android-Tablets oft noch bei Version 10 Feierabend. Bei Apple sieht es in puncto Software-Update traditionell besser aus.

Insgesamt sind die Grenzen zwischen Einsteiger-, Mittelklasse- und Oberklasse-Geräte wegen schwankender Preisen fließend. Ein Einsteigermodell ermöglicht grundsätzlich die tägliche Nutzung des Browsers sowie einfacher Apps wie YouTube mit einem akzeptablen HD-Display. Bei einem Gerät der Mittelklasse ab 200 Euro kommt mindestens eine Anzeige mit Full HD zum Einsatz. Ausstattung und Hardware bieten dann schon mehr Leistung und zusätzliche Features, etwa einen Fingerabdrucksensor oder ein Dock. High-End-Tablets liegen jenseits der 500 Euro und sollen theoretisch einen Laptop unterwegs ersetzen können. Zu finden sind hier zum Teil leistungsstarke OLED-Displays in hoher Auflösung und eine Performance auf dem Niveau von Smartphones der Oberklasse. Diesen Bereich dominiert Apple gemeinsam mit Samsung.

Wofür soll das Tablet genutzt werden? Grundsätzlich ist ein kleines Gerät mobiler, ein größeres bietet mehr Bedienkomfort und „PC-Gefühl“. Für den typischen Sofa-Surfer darf es also theoretisch mehr als 10 Zoll sein, unterwegs sind teilweise kleinere Geräte sinnvoll. Achtung: Größere Modelle sind meist schwerer. Eine Größe um 10 Zoll ist daher am häufigsten und lässt sich vielfältig einsetzen – vor sich auf dem Tisch liegend, aber auch in der Hand gehalten, ohne sich gleich „einen Bruch zu heben“. Immer mehr in Mode kommen zudem Geräte mit 11 Zoll für den Multimedia-Einsatz. Kleinere Geräte unter 8 Zoll gibt es noch, davon raten wir aber ab – der Unterschied zu immer größer werdenden Smartphones ist einfach zu gering, das lohnt sich kaum.

Wer sein Tablet ausschließlich zu Hause verwenden will, braucht kein LTE-Modul. Das kostet extra und würde sowieso nicht genutzt, da sich dort im Normalfall das heimische Wi-Fi-Netz aufspannt. Das geht sogar im Garten. Der Empfang ist schlecht? WLAN-Reichweite verbessern. Wer ausnahmsweise unterwegs mobile Daten benötigt, kann dann immer noch mit dem Smartphone Tethering betreiben, also mobile Daten per eigenem Hotspot beziehen. Für die regelmäßige Nutzung unterwegs ist ein LTE-Modul hingegen sinnvoll. Dabei ist allerdings zu beachten, dass entweder ein eigener Vertrag für das zusätzliche Gerät nötig ist, oder zumindest eine zweite SIM-Karte vom Hauptvertrag.

Für Kinder eignet sich etwa die Kids-Edition von Amazon, die es bei allen aktuellen Fire-HD-Geräten gibt. Sie sind stabil gebaut und bringen diverse Schutz- und Filterfunktionen mit.

Eine weitere Nutzungsmöglichkeit sind Homeschooling und Online-Fortbildungen. Daneben finden sich vermehrt Lernportale für Schüler als Alternative zur klassischen Nachhilfe. Worauf dabei zu achten ist, fassen wir in unserem Ratgeber: Tablets für Homeschooling und Lernportale zusammen. Wer gerne liest, kann es natürlich auch dafür nutzen, E-Reader-Apps gibt es genug. Allerdings strengt der Bildschirm gerade nachts die Augen sehr an. Wir würden hier eher zu einem dedizierten E-Book-Reader mit E-Ink-Bildschirm raten, etwa dem Amazon Kindle (Testbericht) oder wenn es farbig sein soll, dem Pocketbook Color (Testbericht). Mehr dazu in unserem Vergleichstest E-Reader.

Dient das Gerät vor allem dem Medien-Konsum, sollte es schon ein 10-Zoll-Gerät mit Full-HD-Auflösung sein. Hier sollte man darauf achten, dass die Geräte die DRM-Zertifizierung Widevine Level 1 für die Streaming-Dienste der Wahl erfüllen. Andernfalls unterstützt es bei der Wiedergabe von Filmen und Serien etwa über Netflix nur eine Auflösung von 960 x 540 Pixel. Nicht jedes Gerät mit Full HD besitzt automatisch das dafür benötigte Zertifikat für Widevine Level 1. Netflix zeigt auf einer Liste an, welche Android-Devices eine Wiedergabe in 1080p ermöglichen. Mehr zu dem Thema erklären wir im Ratgeber Streaming: Die besten Tablets für Netflix und Co. ab 100 Euro.

Für Gaming mit aufwendiger Grafik fehlt es den meisten Modellen bis in die Mittelklasse hinein an leistungsfähigen CPUs und GPUs. Am ehesten erfüllt das iPad und die Top-Modelle von Samsung diese Kriterien. Für Casual Games eignet sich hingegen jedes Gerät ab der Mittelklasse.

Müssen es wirklich 256 GByte interner Speicher sein oder reichen auch 32 GByte plus Micro-SD-Karte? Für die meisten Nutzer wird das Tablet das Zweit- (nach dem Smartphone) oder gar Drittgerät (nach Smartphone und PC/Laptop) sein, entsprechend müssen darauf vermutlich weniger Daten gespeichert werden. Eine Alternative können Cloud-Anbieter wie Dropbox, Adobe oder Amazon sein. Damit lassen sich Bilder und Co auslagern. Musik und Filme sowie Serien kommen ebenfalls online per Streaming aufs Gerät, Platz wird dafür nur benötigt, wenn man entsprechende Titel später offline hören oder sehen will.

Grundsätzlich gibt es im Jahr 2021 nur noch zwei relevante Betriebssysteme im Massenmarkt: Android von Google und iPadOS von Apple. Windows 10 ist vorwiegend im gehobenen Preissegment als Tablet-PC, Convertible- oder 2-in-1-Geräte vertreten, FireOS-Geräte finden sich als Android-Fork ausschließlich bei Amazon. Günstige Geräte gibt es nur als Android-Tablets. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass wenigstens Android-Version 10 verfügbar ist. Mit regelmäßigen Updates kann gerade bei preiswerteren Modellen nicht gerechnet werden. Samsung hat mittlerweile seine Update-Politik verbessert, sodass immerhin die neuen Modelle der Galaxy-Tab-S-Reihe mit einem Update auf Android 12 rechnen können.

Das größte App-Angebot findet sich bei Android und iPadOS. Huawei spielen eine gesonderte Rolle. Aufgrund des US-Banns gegen das chinesische Unternehmen dürfen auf den Devices keine Google-Dienste zum Einsatz kommen. Das bedeutet: Es gibt weder Google Play Store noch Maps, Gmail oder YouTube. Das Angebot der Huawei Appgallery kann als Alternative bisher nicht mithalten. Mittlerweile setzt Huawei bei neuen Geräten das eigene Betriebssystem Harmony OS ein, das auf Android basiert.

Geräte der Einsteigerklasse beginnen bei unter 100 Euro. Die Hardware bietet in der Regel nur das Nötigste, um mit dem Gerät zu Surfen oder gelegentlich Videoclips anzusehen oder gängige Apps zu nutzen.

Für knapp 120 Euro bietet Amazon das Fire HD 8 Plus (Testbericht) an. Das unterscheidet sich vor allem in zwei Punkten vom gewöhnlichen Modell: Es hat 3 statt 2 GByte RAM, 32 GByte Speicher und erlaubt kabelloses Laden. Für 30 Euro mehr gibt es zudem 64 GByte Speicher. Zusammen mit dem Aufstell-Ladedock von Angreat für rund 40 Euro wird es dank Show-Modus zum Smart-Display à la Echo Show. Das macht das Plus-Modell viel flexibler.

Eine Alternative stellt das Lenovo Tab M8 FHD (Testbericht) dar. Hier kommt bereits ein Display mit Full HD (1920 x 1200 Pixel) zum Einsatz. Die Akkulaufzeit von 12 Stunden kann sich sehen lassen. Das Tab M8 FHD verfügt über einen Octa-Core-Prozessor und 3 GByte RAM. Es kostet um die 160 Euro, eine Investition, die sich dank der besseren Ausstattung lohnt. Der Micro-USB-Anschluss ist allerdings nicht mehr zeitgemäß. Für unter 100 Euro gibt es die abgespeckte HD-Version mit schlechter Auflösung und 2 GByte RAM. Diese können wir aber nicht mehr empfehlen.

Ebenfalls vergleichsweise preiswert, dafür aber mit 10-Zoll-Bildschirm ausgestattet ist das Alcatel 3T10 (Testbericht). Für einen Preis von etwa 170 Euro bietet es sogar ein LTE-Modul und damit ein gelungenes Gesamtpaket. Schwächen zeigt es beim Display und der von Kunststoff geprägten Verarbeitung. Als Arbeitsspeicher kommen nur 2 GByte zum Einsatz.

Einen weiteren Leistungssprung macht das Lenovo Tab M10 FHD Plus ab 165 Euro. Der Arbeitsspeicher hat 4 GByte. Der Bildschirm bietet Full HD, mangels Widevine Level 1 ist die Wiedergabe bei Netflix aber nicht mit 1080p möglich. Der Speicher reicht von 64 GByte bis zu 128 GByte. Die Akkulaufzeit von unter 7 Stunden ist jedoch eher Bescheiden. Es gibt mit dem Lenovo Smart Tab M10 Plus (Testbericht) eine Variante mit Docking-Station. Diese wandelt für 230 Euro das Tablet zu einem Smart Display mit Alexa.

Das Samsung Galaxy Tab A7 bietet zwar nur einen Arbeitsspeicher von 3 GByte. Das 10,4-Zoll-Display liefert allerdings Full HD mit einer Bildschärfe von 221 ppi. Ein Zertifikat für Widevine Level 1 ist zudem vorhanden. Als Antrieb dient ein Octa-Core-Prozessor von Samsung. Die Variante mit 32 GByte internem Speicher kostet nur 180 Euro, für 64 GByte sind 40 Euro mehr fällig.

Das Amazon Fire HD 10 (2021) bringt im Vergleich zum Vorgängermodell einige sinnvolle Verbesserungen mit. Das Gehäuse ist nun gummiert und wirkt dadurch wesentlich robuster. Die Laufzeit des Akkus befindet sich mit fast 11 Stunden auf Augenhöhe mit Geräten der gehobenen Mittelklasse. Der Bildschirm löst Full HD auf, überzeugt aber weniger bei Helligkeit und Kontrasten. Die Leistungsfähigkeit ist auf einem eher einfachen Niveau.

Die einfachste Variante mit 3 GByte RAM und 32 GByte Speicher plus Werbeanzeigen auf dem Sperrbildschirm kostet nur knapp 110 Euro und ist damit der Preis-Leistungs-Sieger. Spannend ist das Amazon Fire HD 10 Plus 2021 (Testbericht) ab 220 Euro. Es bietet kabelloses Laden über Qi und 4 GByte RAM. In Verbindung mit einem Ladedock wandelt es sich zu einem Smart Display mit Alexa.

Die Mittelklasse beginnt in unseren Augen ab einem Preis von 200 Euro. Full HD oder höhere Auflösungen sind hier Standard. Die Gehäuse setzen meistens auf Legierungen aus Aluminium oder Magnesium und bieten eine gehobene Optik. Die Leistungsfähigkeit der Hardware ist auf einem akzeptablen Niveau.

Das Huawei MatePad 10.4 (Testbericht) bietet eine starke Akkulaufzeit von fast 13 Stunden und gute Hardware mit 4 GByte RAM und 64 GByte Speicher. Allerdings muss man hier ohne den Google Play Store oder andere Google-Dienste auskommen. Schade, denn es hätte für 220 Euro das Zeug zum Preis-Leistungs-Sieger der Mittelklasse. Für 180 Euro gibt es zudem die abgespeckte Variante mit 3 GByte RAM und 32 GByte Speicher.

Das Lenovo Tab P11 (Testbericht) konnte uns als günstiges Mittelklasse-Gerät rundum überzeugen. Damit erreichte es sogar den ersten Platz in Top 5: Die besten Tablets bis 250 Euro (Bestenliste). Für das Gerät spricht die lange Akkulaufzeit von rund 11 Stunden, die gute Verarbeitung und der tolle Sound. Als Betriebssystem läuft allerdings nur Android 10. Die LTE-Variante mit 64 GByte Speicher und 4 GByte RAM startet bei 240 Euro. Für 60 Euro mehr gibt es 6 GByte RAM und 128 GByte.

Den Einsteig von Samsung in der Mittelklasse macht das ziemlich schicke Galaxy Tab S6 Lite (Testbericht). Die abgespeckte Variante des Samsung Galaxy Tab S6 (Testbericht) verfügt über ein LC-Display von 10,4 Zoll und löst mit 2000 x 1200 Pixel (225 ppi) auf. Zusätzlich verfügt das Galaxy Tab S6 Lite mit dem S-Pen über eine wirkungsvolle Stiftbedienung. Die Performance bewegt sich aber nur in durchschnittlichen Bereich, die Akkulaufzeit von 9 Stunden setzt ebenfalls keine besonderen Maßstäbe. Ab 270 Euro geht es mit 64 GByte Speicher und 4 GByte RAM los.

Das Samsung Galaxy Tab S5e (Testbericht) mit 64 GByte Speicher und 4 GByte RAM startet schon bei 340 Euro. Das Modell stammt zwar noch von 2019, ist aber mit 5,7 Millimetern eines der dünnsten Geräte auf dem Markt. Echte Sprünge macht es bei der Leistung mit dem Quad-Core von Qualcomm, der 10,5-Zoll-Bildschirm verwendet bereits OLED-Technik und stellt 2560 × 1600 Pixel dar. Das entspricht scharfen 288 ppi. Zudem gibt es hier einen Fingerabdrucksensor und einen Docking-Anschluss.

In einer ähnlichen Preisregion bewegt sich das iPad 10.2 der 8. Generation. Als Antrieb dient der Apple A12 Bionic, der von 3 GByte RAM flankiert wird. Der interne Speicher ist nicht erweiterbar. Dafür gibt es einen Fingerabdruckleser und einen Docking-Anschluss. Außerdem lässt sich das iPad mit dem Apple Pencil der ersten Generation verwenden. Das LC-Display überzeugt: 10,2 Zoll Diagonale mit einer Auflösung von 2160 × 1620 Pixel sorgen für angenehm scharfe 265 ppi. Mit 32 GByte Speicherkapazität kostet das iPad knapp 340 Euro, für 128 GByte oder LTE haben jeweils einen Aufpreis von 100 Euro.

Das Huawei MatePad 11 (Testbericht) ist das erste Huawei-Tablet mit Harmony OS. Es bietet eine sehr starke Hardware mit 120-Hz-OLED, 6 GByte RAM sowie eine Leistungsfähigkeit, die schon an der Oberklasse kratzt. Allerdings ist das App-Angebot der Huawei Appgallery sehr lückenhaft, für beliebte Dienste wie Netflix braucht es Alternativen aus anderen Quellen. Schade, sonst hätte das MatePad 11 für 400 Euro das Potenzial zum Hit.

Das Lenovo Tab P11 Pro (Testbericht) ist die Premium-Variante des Tab P11. Hier kommt ein helles und kontrastreiches OLED-Display mit 11,5 Zoll und einer Auflösung von 2560 x 1600 Pixel zum Einsatz. Die Verarbeitung und der Sound sind klasse. Die Ausstattung lässt mit 6 GByte RAM und 128 GByte Speicher sowie einem Fingerabdrucksensor nur wenige Wünsche offen. Der Prozessor leistet allerdings nur Mittelklasse-Niveau. Mit Android 10 ist die Software nicht mehr auf dem neuestens Tand. Das Tablet ist zu Straßenpreisen um die 500 Euro zu haben, die UVP liegt bei 600 Euro.

In Sachen Leistungsfähigkeit übertrifft das Apple iPad Air 4 (Testbericht) mit dem Bionic A14-Prozessor das gewöhnliche iPad um Längen. Es ist zudem einen Hauch dünner und verfügt sogar über eine USB-C-Buchse. Die Akkulaufzeit geht mit knapp 10 stunden in Ordnung. Das macht es zu Preisen ab 550 Euro aber doppelt so teuer wie das Apple-Tablet der achten Generation.

Die Oberklasse beginnt jenseits der 700 Euro. Hier bieten die Prozessoren schon die Leistungsfähigkeit auf dem Niveau von Smartphones der gehobenen Mittelklasse oder darüber.

Das Samsung Galaxy Tab S6 (Testbericht) gehört zu den derzeit besten Geräten aus unseren Tests. Es überzeugt sowohl bei der Qualität als auch dem flachen Design und der immensen Leistungsfähigkeit. Das OLED-Display mit einer Größe von 10,5 Zoll übertrifft mit 288 ppi sogar ganz knapp die Touchscreens der Konkurrenz von Apple und Huawei. Das hat aber alles seinen Preis. Dieser fängt je nach Ausstattung bei 650 Euro an.

Eine Ausstattung mit 6 GByte RAM und 128 GByte interner (erweiterbarer) Speicher ist zwar schon in der gehobenen Mittelklasse zu finden, doch das ist beim Samsung Galaxy Tab S7+ (Testbericht) nur die kleinste Ausführung. Allen gemein ist der ehemalige Spitzenchipsatz Snapdragon 865 als Antrieb, das 12,4 Zoll große OLED-Display mit 2800 × 1752 Pixel (266 ppi) und die Möglichkeit, den aktuellen S-Pen zu verwenden. Ab rund 800 Euro geht’s los. Etwas preiswerter ist das kleinere Galaxy Tab S7 mit 600 Euro.

Ab rund 1100 Euro gibt es das aktuelle iPad Pro 12.9 (Testbericht) und 128 GByte Speicher. Als Antrieb dient ein Apple M1-Chip und 8 GByte RAM, der Bildschirm beherrscht nicht nur Stifteingaben mit dem Apple Pencil, sondern auch 120 Hz. Mit LTE-Modul und 1 TByte Speicher kratzt das Gerät gerne mal an der 1600-Euro-Marke. Schnäppchen sind aber möglich, wie unser Preischeck zum iPad zeigt. Wer es lieber etwas kleiner möchte, greift zum iPad Pro mit 11-Zoll-Display.

Darüber hinaus gibt es Windows-Tablets, deren Ausstattung so manchen Laptop neidisch macht. Zu den bekanntesten Vertretern dieser Art gehört die Surface-Reihe von Microsoft. Geräte wie das Surface Pro 7 (Testbericht) von Microsoft, das mit Core i3 in seiner schwächsten Konfiguration bis hin zu i7, 16 GByte RAM und 1 TByte SSD ausgestattet sein kann, kosten zwischen 700 und über 2000 Euro. Da stellt sich allerdings die Frage, ob das wirklich noch ein normales Tablet ist.

Im Ausnahmefall mag ein Gerät mit 8 Zoll für unter 100 Euro Nutzer glücklich machen, generell raten wir aber vom Kauf solch Modelle mit schwachbrüstiger Hardware ab. Stattdessen beginnen brauchbare Tablets mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis in unseren Augen bei rund 200 Euro. Die sind mit ausreichender Hardware und aktueller Software versehen und sollten in zwei oder drei Jahren noch vernünftig verwendet werden können.

Es geht günstiger, nämlich mit Vorjahresmodellen. Dann müssen sich Käufer aber darüber im Klaren sein, dass die Hersteller nicht mehr lange Updates bereitstellen werden. Besonders zukunftssicher, aber teurer sind das Apple iPad und dessen Ableger. Im gleichen gehobenen Preissegment liegt ansonsten nur Samsung.

Ein gutes Preis-Leistung-Verhältnis bietet das Lenovo Tab P11 (Testbericht). Ein Geheimtipp ist das etwas ältere aber extrem dünne und leichte Galaxy Tab S5e (Testbericht). In der Oberklasse bietet sich das iPad Air 4 (Testbericht) als besonders starke und gerade noch bezahlbare Variante an.

Update: Dieser Artikel wurde am 29.08.2021 aktualisiert.

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