Kaufberatung: VR-Brillen für Smartphones (April 2018)

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Ratgeber: Die besten Video-Streaming-Anbieter

Ab 8 Euro: Netflix, Disney+, Spotify, Tidal & Co. als Weihnachtsgeschenk

Smarte Bilderrahmen ab 70 Euro: Immer und überall aktuelle Fotos

Smarte Bilderrahmen ab 70 Euro: Immer und überall aktuelle Fotos

Geschenkratgeber: RC-Autos, Bagger, Flugzeuge und Hubschrauber zu Weihnachten

Geschenkratgeber: RC-Autos, Bagger, Flugzeuge und Hubschrauber zu Weihnachten

Top 10: Die besten Actioncams 2021 ab 136 Euro

Top 10: Die besten Actioncams 2021 ab 136 Euro

Der günstigste Einstieg in die Welt der Virtuellen Realität (VR) ist Googles Pappschachten CardBoard? Längst nicht mehr – deutlich komfortablere Kunstsstoff-Gehäuse für Android & iPhone kosten schon weniger. Wir vergleichen verschiedene Modelle.

Nachdem wir uns im letzten Teil unserer VR Serie mitHeadsets für PC und Konsolen beschäftigt haben, geht es hier um mobiles VR. Google ist immer noch ganz vorne dabei, auch wenn langsam andere Hersteller wie Oculus oder HTC einzelne Produkte ankündigen bzw begrenzt anbieten.

Wer schon einmal mit HTC Vive oder Oculus Rift gezockt hat, weiß: VR ist ein großes Stück Zukunft, und es geht gerade so richtig los. Zugegebenermaßen sind die Einstiegshürden aber groß. Die Brillen kosten mehrere hundert Euro, dazu braucht es noch einen Gaming-PC mit fetter Grafik-Hardware – oder, im günstigsten Fall, eine PlayStation 4 samt VR-Zubehör.

Deutlich günstiger, teils schon für unter 10 Euro, klappt VR mit dem Smartphone statt einer expliziten Brille. Google Cardboard hat's vorgemacht: Smartphone rein, Linse dahinter, App starten – und los geht's ohne teure Hardware. Natürlich kann man so keine High-End-Games spielen, aber es gibt tolle (und kostenlose) Anwendungen dafür – etwa einen Tauchgang mit 360°-Rundumsicht , Skydiving in einer neuen Perspektive, ein Hawaii-Besuch ohne Flugkosten oder ein Mythbusters-Video , in dem ein Post-Lieferwagen gesprengt wird. Außerdem gibt es neben diesen Videos auch diverse Apps für VR auf dem Smartphone .

Unter der Daydream-Dachmarke bündelt Google seine VR-Anstrengungen. Essentiell dabei: Daydream View, die Headsets. Diese sind wenig mehr als eine Brille, die ein aktuelles Smartphone aufnimmt. Das Modell aus 2017 haben wir im Artikel „Google Daydream View im Test “ genauer angesehen. Kurz gesagt: Mit einem kompatiblem, leistungsstarken Smartphone war Daydream faszinierend – es fehlte aber an Inhalten. Dieses Problem bekommt Google langsam in den Griff. Es gibt zwar noch immer keine AAA Spieletitel oder exklusiv produzierte Filme, doch das Angebot an Spielen und Videos wächst.

Google View ist im oberen Preissegment nicht allein. Samsung und Oculus liefern die Gear VR, der Hersteller Zeiss sein VR One Plus. Die Preise für diese Geräte gehen dabei langsam in vernünftige Regionen. Beide Brillen unterscheiden sich vor allem darin, welche Smartphones sie aufnehmen. Die Gear View mag nur aktuelle Samsung-Geräte auf. Ins Zeiss VR One Plus passen iPhones und Android-Geräte mit einem Display von 4,7 Zoll bis 5,5 Zoll. Dafür sind aber nur Google Cardboard-Apps sowie Zeiss-eigene Anwendungen möglich – Daydream geht nur mit der Gear View. Weitere Informationen dazu unser Artikel "Samsung Gear VR im Test ".

Daydream braucht ein leistungsstarkes Smartphone, unser Test von 2017 bestätigt dies. Idealerweise sollten keine Programme im Hintergrund laufen. Google empfiehlt mehrere Geräte, hier ein Auszug:

Interessant sind dedizierte Daydream-Headsets wie das Lenovo Mirage Solo. Dieses integriert Display und Rechenleistung, quasi Daydream ohne zusätzliches Smartphone. Besonders interessant ist die Worldsense-Funktion Denn ähnlich wie bei Windows Mixed Reality (Ratgeber) sind Sensoren in das Gehäuse eingebaut. Damit bestimmt das Headset die Position des Nutzers im (begrenzten) Raum, ganz ohne externe Zusatzgeräte. Die Kollegen der c’t konnten die Lenovo MirageSolo schon ausprobieren und waren angetan . Wann die ersten Geräte im Handel sind, ist aber derzeit noch unbekannt, der Preis wird voraussichtlich um die 400 Euro liegen.

Ein ähnliches Konzept verfolgt die die Oculus Go (Test) . Sie ist zwischen Rift und Gear VR angesiedelt und bringt alles fest integriert mit, was man für VR braucht. Die Komponenten wie der LCD-Bildschirm liefert der chinesische Technikkonzern Xiaomi. Reizvoll ist der Preis: Mit 219 Euro UVP schlägt das Oculus Go viele Kombinationen aus High-End-Smartphone und billiger VR-Brille.

Verglichen mit der Rift erkennt die Go nur die Kopfbewegungen, nicht aber Bewegungen in der Raumtiefe. Es liegt ein Controller bei, auch hier erkennt das System die eigentliche Bewegung, nicht aber die exakte Position. Inhalte gibt es direkt über die Brille, ob aber neben dem Oculus-eigenen Store auch Zugriff auf Gear-VR-Apps und Daydream gibt, ist noch nicht bekannt. Interessanter Nebenaspekt: Auch Konkurrent HTC hat mit der Vive Focus eine solche Brille im Programm, liefert dieses aber derzeit nur in China aus.

Wer nur einmal in die Welt der Virtuellen Realität hereinschnuppern möchte, ohne gleich viel Geld auszugeben, sollte sich eine der vielen No-Name-VR-Brillen mit Kunststoff-Gehäuse zulegen. Zwar ist es grundsätzlich sinnvoll, solche Produkte beim Händler vor Ort zu kaufen – denn dort kann man das Smartphone testweise einlegen und den Tragekomfort direkt begutachten. Leider fällt das oft flach, da nur die wenigsten Händler sich solche Produkte auf Lager legen.

Im Folgenden zeigen wir eine Auswahl an universellen VR-Brillen mit Kunststoff-Gehäuse und großer Verbreitunt im niedrigen Preissegment – los geht's schon ab etwa 10 Euro. Obwohl sich die meisten VR-Brillen auch mit Sehhilfe tragen lassen, haben einige Modelle auch einen einstellbaren Dioptrien-Ausgleich.

Losgetreten wurde das VR-Thema bei Smartphones von Google mit einer Pappschachtel namens Cardboard. Die Pappschachtel gibt es immer noch, allerdings empfehlen wir sie nicht. Sie ist ein nettes Goodie, nett als Beigabe – aber Geld würden wir dafür nicht ausgeben. Vor allem der Trage„komfort“ bleibt bei den Pappschachteln vollständig auf der Strecke. Gut für ein erstes Experiment, aber nichts für die Nutzung – und auch nicht wirklich billiger als einfache VR-Brillen mit Kunststoff-Gehäuse.

Wer VR noch nie ausprobiert hat, sollte unbedingt zuschlagen. Wir haben schon gute Erfahrungen mit Kunststoff-Brillen im Bereich von 20 bis 30 Euro gemacht. Natürlich ist das Erlebnis mit hochwertigen und teureren Brillen besser, und vor allem, wer VR öfters nutzt, wird irgendwann um einen externen Controller nicht herumkommen. Doch für die ersten Schritte reicht auch eine einfache Variante. Geld für Pappschachteln würden wir nicht mehr ausgeben. Öfters gibt es sie mal als Goodie auf Messen oder als Beigabe zu einer Zeitschrift – das ist okay.

Insgesamt sieht es so aus, als komm wieder frischer Wind in den VR-Markt. Gerade die Standalone Geräte, ob mit Daydream wie das Mirage Solo oder billig wie die Oculus Go, machen Lust auf mehr.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.