Kaufberatung: Smarte Thermostate für Fußbodenheizungen ab 40 Euro nachrüsten

Moes-Thermostat im Wohnzimmer

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Smarte Thermostate für Fußbodenheizungen regeln die Temperatur per Heizplan, App und Sprachassistent. Das bringt Komfort und kann Energie einsparen. Doch für die richtige Auswahl sind einige Randbedingungen zu beachten.

Wie bei herkömmlichen Heizkörpern regeln Thermostate einer Fußbodenheizung die Temperatur in den Räumen einer Wohnung. Häufig kommen dafür analoge Modelle zum Einsatz, die über einen Drehregler Temperaturanpassungen erlauben. Eine Fernsteuerung oder Programmierung per Smartphone und App bieten solche Lösungen hingegen nicht. Wer also Energie einsparen möchte und die Fußbodenheizung bei längerer Abwesenheit abschaltet, benötigt ein intelligentes Thermostat, das sich aus der Ferne steuern lässt. Nur so wird gewährleistet, dass man bei Rückkehr aus dem Winterurlaub durch die Trägheit einer Fußbodenheizung beim Aufwärmen der Wohnung nicht kalt erwischt wird.

Im Unterschied zu smarten Heizkörperthermostaten wird die Auswahl eines passenden Modells durch die Betriebsart der Fußbodenheizung eingeschränkt. Elektrische Varianten sind in Deutschland mit einem Marktanteil von 7,5 Prozent klar in der Minderheit. In den meisten Fällen sind in hiesigen Haushalten wassergeführte Fußbodenheizungen verbaut. Die Anpassung der Temperatur für die einzelnen Räume erfolgt in der Regel über Stellantriebe, die direkt über der Verteilerbank der Fußbodenheizung sitzen.

Für einen korrekten Anschluss eines Thermostats ist außerdem zu klären, ob das zu steuernde Stellventil in der Ausführung „stromlos offen“ (NO, normally open) oder „stromlos geschlossen“ (NC, normally closed) vorliegt. Diese Daten wie auch Informationen über die erforderliche Spannung (24 Volt oder 230 Volt) lassen sich anhand der Produktbezeichnungen der aktuell verwendeten Thermostate und Stellantriebe herausfinden. Im vorliegenden Fall handelt es sich um einen Stellantrieb von Honeywell, der eine Spannung von 230 Volt erfordert und mit einem Ventil arbeitet, das „stromlos geschlossen“ ist. Bestätigt wird dies auch durch die technischen Daten des im Betrieb befindlichen Thermostats von Busch-Jaeger (Modell 1097 U), das ein Stellventil in der Ausführung „stromlos geschlossen“ erfordert.

Für den einfachen Austausch des bislang genutzten Busch-Jaeger-Thermostats ist also ein Modell für wassergeführte Fußbodenheizungen erforderlich, das Stellventile in der Ausführung „stromlos geschlossen“ ansteuern kann.

Zusätzlich sind weitere Parameter von Bedeutung. Das für den Test verwendete Tuya-kompatible (Testbericht) Thermostat von Moes erfordert an der Unterputzdose seitliche Schraubdomen zur Befestigung. Sind diese nur am oberen und unteren Rand vorhanden, kann das Moes-Thermostat vom Typ BHT-02 zwar befestigt werden – das Display wird dabei jedoch um 90 Grad gedreht. Wer das Thermostat korrekt befestigen möchte, muss also entweder eine Unterputzdose mit Schraubdomen an allen Seiten verwenden oder ein Kniff für die Befestigung finden.

Die Temperatursteuerung der Fußbodenheizung basiert auf einem im Thermostat integrierten Temperatursensor. Oft stimmt der angezeigte Wert jedoch nicht mir der tatsächlichen Raumtemperatur überein. Daher unterstützen die meisten Thermostate eine nachträgliche Kalibrierung auf die tatsächlich gemessenen Temperaturwerte (Temperatur-Offset). Dafür misst man mit einem Thermometer die aktuelle Temperatur und konfiguriert entsprechend den Temperatursensor im Thermostat.

Smarte Thermostate für Fußbodenheizungen gibt es von verschiedenen Herstellern. Einige Varianten erfordern einen zusätzlichen Hub, über den die Geräte verwaltet werden. Andere, wie das für diesen Artikel verwendete Thermostat von Moes, sind hingegen auch standalone einsetzbar. Sie müssen lediglich per WLAN mit dem heimischen Router verbunden werden.

Zahlreiche Hersteller wie Avatto, Beok, Moes, Ketotek und Qiumi unterstützen die von Tuya entwickelte Smart-Life-Plattform (Testbericht). Sie unterstützt mehr als 400.000 smarte Geräte, die man für Automatisierungen nutzen kann. So können Anwender etwa externe Temperatursensoren für eine exakte Steuerung der Temperatur verwenden. Auch eine Erkennung von geöffneten Fenstern ist mittels Sensoren möglich. Mit einer entsprechenden Routine können Anwender den Heizvorgang unterbrechen, sobald der Sensor ein geöffnetes Fenster registriert.

Damit lassen sich verschiedene Smart-Devices mit nur einer App verwalten, sodass Anwender nicht für jedes smarte Device ein neues Verwaltungstool installieren müssen. Das gilt auch für Lösungen, die zu Apple Homekit (Ratgeber) kompatibel sind. Entsprechende Varianten sind etwa von Tado und Meross erhältlich.

Inzwischen unterstützen nahezu sämtliche Thermostate auch eine Sprachsteuerung über Dienste wie Amazon Alexa und Google Assistant, sodass man für die Steuerung der Raumtemperatur nicht einmal mehr das Smartphone in die Hand nehmen muss. Ein Sprachbefehl wie „Alexa, stelle die Temperatur im Wohnzimmer auf 22 Grad“ reicht.

Wassergeführte Fußbodenheizungen sind in Hinblick auf eine Temperatursteuerung sehr träge. In gut gedämmten Gebäuden spart daher eine zeitlich gesteuerte Absenkung der Temperatur – etwa in der Nacht oder an bestimmten Wochentagen – so gut wie keine Energie. Mehr dazu bei heise online im Artikel Smarte Thermostate im Test: Heizkostenersparnis nicht garantiert.

Bei längerer Abwesenheit lohnt sich hingegen die Abschaltung der Fußbodenheizung. Mit einem smarten Thermostat können Anwender diese kurz vor der Heimfahrt komfortabel über das Smartphone einschalten und profitieren bei der Ankunft von einem optimal geheizten Zuhause.

Smarte Thermostate für Fußbodenheizungen wie die getestete Variante von Moes sind ab etwa 40 Euro erhältlich. Das Moes-Thermostat war zu Halloween mit einem Rabatt von 30 Prozent mit 28 Euro besonders günstig. Möglicherweise wird die Aktion zum Singles Day oder zur Black-Friday-Woche Ende November wiederholt. Wer unseren Newsletter abonniert, verpasst solche Aktionen nicht.

Auch Amazon hat viele Thermostate für Fußbodenheizungen im Angebot. Die dort erhältlichen Modelle stammen in der Regel von chinesischen Anbietern, die auf die Tuya-Plattform setzen. Entsprechende Geräte können Anwender über die Apps Smart Life oder Tuya Smart verwalten.

Lösungen von Bosch, Homematic IP und Smabit (Telekom) benötigen ein entsprechendes Gateway der Hersteller. Inzwischen gibt es auch Tuya-kompatible Thermostate mit Zigbee, die ebenfalls ein Gateway benötigen.

Und wer Interesse an einer Förderung durch die KfW hat, sollte sich die Lösung von Homematic IP inklusive Stellantriebe und Thermostate ansehen. Mehr Informationen dazu hat der Hersteller in einem PDF zusammengetragen.

Die Auswahl eines passenden Thermostats für eine Fußbodenheizung ist von der Betriebsart (elektrisch oder wassergeführt) des verwendeten Modells sowie im Fall von wassergeführten Fußbodenheizungen von der Spannung der Stellantriebe abhängig.

Wer bereits smarte Devices im Heimbereich mit einer bestimmten Plattform wie Apple Homekit oder Tuya/Smart Life verwendet, wird bei der Auswahl eines Thermostats für die Fußbodenheizung auf entsprechende Kompatibilität achten.

Auch wenn das Energieeinsparpotential mit smarten Thermostaten für Fußbodenheizungen nicht so groß ist wie bei Heizkörperthermostaten (Bestenliste), so steigt doch der Komfort: Durch die Programmierung der Geräte entfällt in der Regel ein manuelles Einstellen der Temperatur. Zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten für ein gesundes Raumklima (Ratgeber) bieten Geräte mit smarten Sensoren.

Mehr Informationen zu smarten Thermostaten und Energiesparpotentialen mithilfe smarter Technik zeigt TechStage in der Themenwelt Smart Home sowie in folgenden Beiträgen:

Mehr Informationen zu Heizkörperthermostaten finden sich auch in unseren Einzel- und Vergleichstests:

Hinweis: Der Anschluss eines elektrischen Geräts mit 230 Volt Spannung bleibt geschultem Fachpersonal vorbehalten.

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