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Kaufberatung: Saugroboter von 50 bis 1000 Euro

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Reicht ein Staubsaugerroboter für 50 Euro aus oder müssen Käufer mehr investieren? Wir erklären, was man für wie viel Geld bekommt.

Update vom 04.04.2021

Saugroboter – von manchen als unsinniges, teures Spielzeug belächelt, andere schwören drauf, um sich die Arbeit im Haushalt zu erleichtern. Unsinnig und teuer? Muss beides nicht sein, das kommt ganz auf die persönlichen Ansprüche an einen der fleißigen Haushaltshelfer an. Soll eine umfangreiche App-Steuerung her und muss der Sauger schnell und gleichmäßig Bahnen fahren? Ist außerdem eine Ladestation Voraussetzung, am besten noch eine mit automatischer Selbstentleerung? Falls ja, dann wird es mehr oder weniger teuer - zumindest dreistellig. Aber das muss vielleicht gar nicht immer sein – und dann gibt es für fast jeden Geldbeutel den richtigen Staubsaugerroboter. Wetten?

Als Erstes sollten sich Interessenten überlegen, welche Anforderungen sie an einen Staubsaugerroboter haben. Das hängt einerseits vom persönlichen Geschmack ab, aber auch von der Beschaffenheit der zu reinigenden Fläche(n). Denn vor allem günstige Sauger kommen nicht mit hochflorigen Teppichen klar, scheitern an höheren Türschwellen und fahren nach dem Chaos-Prinzip kopflos umher. Das führt zwar nach dem Wahrscheinlichkeitsprinzip irgendwann auch zu einer vollständigen Abdeckung der Reinigungsfläche, dauert aber deutlich länger als bei Robotern, die gezielt Bahnen fahren. Vor allem, wenn der Grundriss der Wohnung eher verwinkelt und schwierig ist. Dann stoßen solche Modelle schnell an ihre Grenzen und erreichen manche Teilbereiche vielleicht nie.

Um das Aufräumen oder Präparieren der Reinigungsfläche kommt man auch bei teuren Robotern nicht herum. Kleine Gegenstände wie Spielzeug oder Kabel sorgen sonst nämlich gern für ein Festfahren der Bots. Software in Verbindung mit Hardware wie Stereoskopischen Kameras, etwa im Roborock S6 MaxV (Testbericht), kann hier mittels Objekterkennung helfen, solche Hindernisquellen zu umfahren. Derzeit beschränkt sich die Hilfestellung aber in den meisten Modellen eher auf das Versperren des Weges in besonders gefährdete Bereiche durch virtuelle Grenzen oder Sperrbereiche. Beispiel für einen Saugroboter, der sich auf solche in der App einstellbaren Einschränkungen der Reinigungsfläche beherrscht, ist etwa der Xiaomi Dreame D9 (Testbericht).

Die günstigsten Staubsaugerroboter nach Preis sortiert:

Eine ebenfalls wichtige Frage: Gibt es Möbel in Haus oder Wohnung, unter denen sich der Saugroboter festfahren kann? Das passiert immer dann, wenn so ein Möbelstück minimal niedriger als der Sauger ist - schon steckt er darunter fest. Denn genug Kraft, um sich einzukeilen, haben die kleinen Haushaltsassistenten. Auch hier müssen Nutzer eingreifen und die entsprechende Stelle anpassen oder zu einem anderen Staubsaugerroboter greifen. Die meisten Sauger mit Laser-Navigation sind an der höchsten Stelle knapp 10 Zentimeter hoch. Ausnahmen sind Bots wie der Dysson 360 Eye (Testbericht) oder dessen nahezu baugleicher Nachfolger, der 360 Heurist. Er ist ein sehr hoher Staubsaugerroboter. Das Gegenbeispiel sind Modelle wie der Ecovacs Deebot Ozmo Slim 10 (Testbericht) oder der Yeedi 2 Hybrid (Testbericht). Sie sind mit unter 8 Zentimetern sehr flach.

Nicht zuletzt wichtig: Reicht der Akku für die zu reinigende Fläche? Gibt es gar mehrere Stockwerke? Das kann ebenfalls zum Problem werden – selbst bei höherpreisigen Geräten. Der Roborock S7 (Testbericht) ist ein gutes Beispiel für einen Roboter, der beides beherrscht. Er reinigt sehr lang am Stück, fährt dann - wie mittlerweile die meisten Saugroboter ab der Mittelklasse - zum Laden zur Ladestation zurück und reinigt anschließend dort weiter, wo er zuvor unterbrechen musste. Außerdem speichert er bis zu vier unterschiedliche Karten und lässt sich somit theoretisch auf vier Etagen eines Hauses einsetzen. Nur die Treppen dorthin überwindet er nicht allein.

Zudem komme nicht alle Sauger gut mit Tierhaaren klar - mehr dazu im Abschnitt zu den Bürsten eines Staubsaugroboters. Von der Wischfunktion einiger Staubsaugerroboter halten wir indes bis auf wenige Ausnahmen kaum etwas, da es sich dabei bestenfalls um Staubwischen, nicht aber um tatsächliche Schmutzentfernung handelt. Für Allergiker kann das aber trotzdem nützlich sein. Mittlerweile verstehen sich die meisten Modelle ab der Mittelklasse auf diese zusätzliche Wischfunktion, entsprechende Geräte werden Hybrid-Modelle genannt. Überzeugt hat uns in letzter Zeit vor allem der Roborock S7 (Testbericht). Er verfügt über die sogenannte Vibra-Rise-Technik. Dabei vibriert die Wischplatte zur besseren Schmutzentfernung nicht nur hochfrequent, sie wird beim Befahren von Teppich zudem automatisch angehoben.

Wer nur Hartböden in seinem Domizil hat, der kommt theoretisch auch mit einem günstigen Sauger aus. Die ziehen meist nur Luft durch einen Schlitz an und entfernen so vor allem oberflächlichen, leichten Dreck. Das klappt auf Fliesen oder Laminat normalerweise auch bei Robotern der untersten Preisklasse ganz ordentlich. Bestes Beispiel ist der Vileda VR102 (Testbericht), der uns trotz niedrigem Preis mit ordentlicher Saugkraft überzeugte. Kommen Teppiche hinzu, sind Bürstenrollen von Vorteil, da sie in der Lage sind, nicht nur Staub, sondern auch leichten anderen Schmutz aus dem weichen Bodenbelag zu entfernen, der womöglich etwas tiefer im Bodenbelag steckt. Auch dann sollte Teppichboden aber nicht zu lang sein. Fransen am Rand saugen die Bots gern ein und sie verheddern sich in den Bürsten. Wird der Teppich insgesamt zu langflorig und dicht, bleiben Saugroboter gern stecken. Immer mehr Saugroboter erkennen Teppich und erhöhen dann automatisch die Saugleistung.

Für Haustierbesitzer gilt unserer Meinung nach: Die Hauptbüste sollte eine Mischung aus Gummilamellen und Borstenreihen aufweisen. Nur so werden Tierhaare halbwegs gut von Teppichen entfernt. Wer das "Glückslos" weiße Langhaarkatze und schwarzen Teppichboden hat, wird vermutlich selbst bei täglicher Reinigungsfahrt nicht um zusätzliches manuelles Staubsaugen mit einem herkömmlichen, möglichst starken Staubsauger herumkommen.

Wichtig sind darüber hinaus Seitenbürsten. Das gilt nicht nur für die meist runden Modelle der Hersteller, sondern auch für die, die von oben betrachtet wie ein ausgefüllter Buchstabe D aussehen. Die haben zwar breitere Hauptbürsten, kommen aber natürlich auch nicht bis genau an eine Wand heran. In Ecken kommen alle Roboter ähnlich schlecht, spätestens hier wird auf Dauer manuelles Nacharbeiten nötig. Ein Beispiel für die suboptimale Randreinigung mangels Seitenbürste ist der Neato Botvac D4 Connected (Testbericht). Manche Modelle wie etwa der günstige Proscenic 850T (Testbericht) bieten je eine Seitenbürste links und rechts, vielen Modellen recht eine auf der rechten Seite. Die meisten Laser-navigierten Saugroboter fahren zu Beginn die Außengrenzen des Reinigungsbereiches, etwa Wände und Möbel, gegen den Uhrzeiger ab und benötigen daher nur auf der rechten Seite eine Bürste, um bis ganz an den Rand zu kommen.

Es wurde bereits angedeutet: Es gibt vier unterschiedliche Haupt-Techniken, die Hersteller für die Navigation ihrer automatischen Staubsauger verwenden. Sie werden durch weitere Sensoren auf Infrarot oder Ultraschall basierend für die Naherkennung von Hindernissen unterstützt.

Die einfachste Navigationstechnik ist eigentlich gar keine - denn sie verzichtet auf eine höher entwickelte Haupt-Technik. Stattdessen verlassen sich diese Geräte auf das, was alle Saugroboter, auch höher entwickelte, ebenfalls haben: den Frontbumper, der dem Roboter den direkten Kontakt auf ein Hindernis signalisiert. Bei Kontakt dreht er in einem zufälligen Winkel ab und fährt so lange, bis er erneut auf ein Hindernis trifft. Mit zunehmendem Preis kommen eventuell Nahbereichssensoren vorne und seitlich sowie Absturzsensoren unten am Korpus des Saugers hinzu. Erste sollen den Kontakt mit Hindernissen vermeiden oder zumindest die Geschwindigkeit senken, mit der der Sauger auf sie auffährt. Absturzsensoren lassen den Saugroboter Treppenstufen oder andere Abgründe erkennen, damit der Sauger nirgendwo herunterfällt. Entsprechende aktuelle Sauger sind in Deutschland zwischen 50 und 125 Euro Straßenpreis zu bekommen.

Ab 125 Euro gibt es die zweite Navigationsart. Sie bedient sich zusätzlich zu Frontbumper, Nahbereichs- und Absturzsensoren eines eingebauten Gyroskops und erstellt intern eine Karte seiner Umgebung anhand der Fahrtrichtung und -strecke. Auf diese Karte können Nutzer normalerweise nicht zugreifen. Die Gyroskop-Navigation erlaubt zuverlässiges Bahnenfahren, allerdings verlassen sich entsprechende Sauger bei Hindernissen stark auf ihre Nahbereichssensoren.

Die Dritte und inzwischen teilweise überholte Technik ist die Navigation anhand von Sensoren und Kamera. Entsprechende Saugroboter gib es teilweise schon ab 150 Euro. Die Kamera ist dabei nach oben gerichtet und versucht, dem Roboter anhand der Übergänge von Wänden zur Decke einen Überblick über seine Umgebung zu verschaffen. Dabei entwickelt der Bot wie bei der Gyroskopnavigation eine Karte, die aus Kamera- und Fahrtdaten des Saugroboters erstellt wird. Das Erstellen so einer Karte braucht normalerweise mehrere Reinigungsdurchgänge und ist anschließend nicht immer ganz genau. Zudem verlässt sich der Roboter auch hier bei der Hinderniserkennung auf Nahbereichssensoren, da die Kamera Objekte in niedriger Höhe nicht erkennen kann. Zudem leidet die Navigationsleistung bei schlechten Lichtverhältnissen oder unter Möbeln, was bis zum Abbruch von Reinigungsdurchgängen führen kann. Die erstellte Karte kann vom Nutzer meist zum Einrichten virtueller Begrenzungen oder zur Bereichsreinigung verwendet werden.

Die Vierte und unserer Meinung nach mit Abstand beste Navigations-Technik bedient sich eines Lasers zur Messung von Entfernungen. Entsprechende Sauger sind hierzulande ab 200 bis 250 Euro zu finden. Der Laser ist meist in einem kleinen Türmchen oben auf dem Roboter angebracht, rotiert mehrmals die Sekunde und vermisst blitzschnell und kontinuierlich seine Umgebung. Auch fest installierte Laser ohne Extra-Turm sind bisweilen anzutreffen, aber selten. Zur Erstellung der vom Nutzer verwendbaren und sehr genauen Karte reicht ein Durchgang. Die Erkennung von Hindernissen basiert hauptsächlich auf dem Laser, hinzu kommen unterstützend Nahbreichssensoren. Laser-Navigation wird nicht von schlechten Lichtverhältnissen beeinträchtigt, allerdings werden Glas oder Spiegelflächen normalerweise nicht erkannt. Außerdem wird der Roboter durch das Laser-Türmchen um 2 Zentimeter höher.

Früher mussten Magnetbänder oder IR-Leuchttürme platziert werden, um den Robotern den Zugang zu bestimmten Bereichen eines Grundrisses zu verwehren. Bei günstigen Modellen ist das immer noch so. Höherpreisigere Modelle ab der Mittelklasse machen das inzwischen viel eleganter und einfacher. Denn die Bots erstellen sich dank Raumvermessung per Laser- oder Kamera genaue Karten ihrer Umgebung. Per Smartphone-App lassen sich dann No-Go-Linien oder -Bereiche definieren, die die Roboter nicht über- oder befahren. Solche Modelle navigieren dann dank der genauen Karte wie eingangs erwähnt in gleichmäßigen, sich überlappendeden Bahnen. So schaffen sie eine vollständige Reinigung in kürzerer Zeit. Zudem verstehen sich manche solcher Bots auf Zonenreinigung per App – quasi das genau Gegenteil von No-Go-Areas. Dadurch müssen die Roboter nicht mehr händisch zu einem bestimmten Punkt getragen werden, dessen nähere Umgebung sie gezielt reinigen sollen, sondern sie fahren auf Kommando per App auch selbstständig dort hin und wieder zur Ladestation zurück. Das beherrschen inzwischen viele Modelle, eines davon ist der Xiaomi Dreame D9 (Testbericht), der uns mit seinem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugte. Er beherrscht auch ein weiteres Feature solche Modelle: Statt immer nur einfach die ganze Wohnung zu saugen, können solche Modelle auf Knopfdruck oder bisweilen sogar per Sprache einzelne Räume ansteuern und reinigen. Die Räume werden zuvor entweder automatisch in der App erkannt und eingerichtet oder manuell vom Nutzer angelegt.

Apropos Ladestation: Alle höherpreisigen Modelle verfügen über eine eigene Ladestation, die entweder dank der angelegten Karte und/oder per IR-Signal selbstständig gefunden und angefahren wird. Das geschieht entweder nach abgeschlossener Reinigung oder wenn der Akku zuneige geht. Gute Roboter setzen den Reinigungsvorgang nach dem Zwischenladen automatisch an der Stelle fort, an der sie unterbrechen mussten. Manche Modelle verfügen darüber hinaus über eine automatische Absaugvorrichtung des Schmutzbehälters des Roboters, sobald er an die Ladestation andockt. Solche Absaugfunktionen kosten extra, bis zum Erscheinen des überraschend günstigen Proscenic M7 Pro (Vergleich mit iRobot Roomba S9+ ) waren solche Modelle sehr teuer und fielen daher eher in die Kategorie "Luxus". Mittlerweile ist das anders, selbst in der Mittelklasse trifft man inzwischen Saugroboter mit Absaugstation an, etwa den Lenovo T1 Pro (Testbericht).

Die beliebtesten Saugroboter mit App-Steuerung:

Ein nicht zu vernachlässigender Punkt beim Roboterkauf ist die Entleerung des Schmutzbehälters und eine entsprechende Filterung. Gerade Allergiker sollten unbedingt auf die Verfügbarkeit von Hepa-Filtern achten. Der Rest sollte sich anschauen, ob sich der Schmutzbehälter einfach und ohne Aufwand leeren lässt. Es nützt schließlich nichts, wenn der aufgesaugte Dreck anschließend neben statt im Mülleimer landet. Bei den meisten Schmutzbehältern stören überstehende Kunststoffnasen die vollständige und problemlose Entleerung, nur wenige Geräte lösen das so gut wie der Lenovo T1 Pro (Testbericht).

Es wurde bereits erwähnt: Die meisten Saugroboter sind inzwischen Hybrid-Geräte und bieten zusätzlich auch eine Wischfunktion an. Dabei wird ein Wischlappen unter den hinteren Bereich des Bots geklettet und mit Flüssigkeit befeuchtet. Dadurch wischt der Sauger nach dem eigentlichen Saugvorgang gleichzeitig noch feucht durch. Da die meisten Saugroboter etwa 3 bis 4 Kilo wiegen, können sie dabei keinen ausreichenden Druck auf den Boden ausüben, um hartnäckigen Schmutz zu entfernen. Durch das einmalige Überfahren wird also eher staubgewischt, was zumindest Allergikern zugutekommen kann. Doch auch hier geht die Entwicklung weiter.

Bei der Hardware bieten immer mehr Modelle intelligente Wasserpumpen, mit denen über die Apps die Feuchtigkeitszufuhr geregelt werden kann. So wischen entsprechende Hybrid-Saugroboter auf Anweisung Feuchtigkeitsempfindliche Beläge wie Laminat oder Parket mit wenig Wasser, Fliesen mit viel. Manch teurer Modelle haben mittlerweile eine Teppicherkennung, um diese im Wischmodus nicht zu befahren. Letzteres ist aber immer noch selten. Bislang einmalig ist die Funktion des Roborock S7 (Testbericht). Dessen Wischplatte vibriert und ahmt damit eine gewisse Schrubb-Bewegung nach, was für bessere Reinigungsleistung sorgt. Außerdem hebt der Bot die Wischplatte an, sobald er Teppich befährt. Somit wird die Auslegeware nicht nass und das Wischtuch beeinträchtigt die Beweglichkeit des Saugerns auf dem Teppich nicht.

Da bislang kaum ein Modell über separaten Frisch- und Schmutzwassertank verfügt und zudem das angebrachte Wischtuch früher oder später schmutzig ist, eignen sich Hybrid-Sauger grundsätzlich eher für visuell bereits überwiegend saubere Böden.

In den letzten Jahren hat sich einiges getan auf dem Markt für Staubsaugerroboter. Es sind etliche Modelle vorgestellt worden, die neue Technik in die Oberklasse, oder bewährte Technik aus der Oberklasse in die Mittelklasse gebracht haben. Dazu gehörte bei der Software die Fähigkeit, mehrere Grundrisse speichern zu können und etwa ein automatischer Raumplan-Modus, um die Reihenfolge der Reinigung selbst festlegen zu können. Modelle, die das inzwischen beherrschen, sind etwa Roborock S6 MaxV (Testbericht) und Roborock S7 (Testbericht), aber auch günstigere Modelle wie der Xiaomi Dreame D9 (Testbericht).

Die günstigsten Saugroboter mit Sprachsteuerung:

Außerdem wurde die Möglichkeit zur Sprachsteuerung weiter ausgebaut. Hersteller iRobot macht das derzeit am besten, Modelle wie der Roomba S9+ (Testbericht) lassen sich per Sprache sogar gezielt in einzelne Räume schicken. Generell wurden die Bots dank immer weiter verbreiteter Laser-Messtechnologie genauer und smarter, außerdem wurden Saugroboter leiser. Neue Reinigungsalgorithmen sollen außerdem zukünftig für bessere Reinigung sorgen, so können wie beim bereits erwähnten Roborock S6 MaxV (Testbericht) Objekte im Weg mittels Visual SLAM (Simultaneous Localization and Mapping) per Kamera identifiziert werden, um so ein besseres Verständnis für die Umwelt zu generieren. Einige Saugroboter wie der Trifo Max Pet (Testbericht) lassen sich sogar als Überwachungs- oder Sicherheitsbot verwenden. Das klappt dank neuestem Update auch beim Roborock S6 MaxV - angeblich DSGVO-konform und vom TÜV-Rheinland zertifiziert.

Saugroboter mit der besten Kundenwertung:

Staubsaugerroboter erleichtern die Arbeit im Haushalt und sind für fast jeden Geldbeutel erschwinglich. Dabei kommt es in erster Linie auf die Ansprüche der Nutzer, aber auch auf den Aufbau der Reinigungsfläche an. Wer hier genügsam ist, kann schon ab 50 Euro loslegen, von solchen Modellen raten wir aber eher ab. Richtig gute Modelle fangen erst bei rund 250 Euro an, dann gibt es unter anderem dank verlässlicher Laser-Navigation strukturiertes Bahnenziehen statt Chaos-Prinzip. Noch komfortabler wird es im Bereich um 450 Euro, entsprechende Modelle bieten noch mehr und bessere Features und überzeugen mit guter Reinigungsleistung, Navigation und zusätzlicher Wischfunktion.

Die ehemalige Oberklasse oberhalb der 500-Euro-Grenze hat es schwer, da immer mehr frühere Spitzen-Features bereits in den Bereich unterhalb 500 Euro Einzug erhalten haben. Sie bietet nur noch im Einzelfall einen Mehrwert, etwa durch die Möglichkeit, automatisch Teppiche vom Wischvorgang auszugrenzen. Noch schwerer hat es das ehemalige Luxussegment, bei dem Modelle an der 1000-Euro-Marke kratzten oder diese sogar durchbrachen. Ehemalige Luxus-Features wie Absaugstationen gibt es vereinzelt inzwischen sogar in der Mittelklasse, sodass es aktuell keinen Grund mehr gibt, zu so teuren Saugern zu greifen.

Grundsätzlich herrscht nach wie vor viel Bewegung auf dem Markt, etliche neue Hersteller aus Fernost drängen mit teils sehr guten Produkten für bisweilen erstaunlich wenig Geld in die Läden. Zu diesen Unternehmen gehören Firmen wie Xiaomi, Proscenic, Yeedi, 360 oder Tesvor, die es etablierten Anbietern wie iRobot, Ecovacs, Neato oder Vorwerk schwer machen. Die versuchen, mit immer ausgefeilterer Technik wie Objekterkennung zu kontern, doch auch das macht die Konkurrenz aus Fernost meist schnell günstiger nach. Dem Nutzer darf das recht sein – Konkurrenz belebt das Geschäft und drückt die Preise.

Über eines sollten sich Interessenten klar sein: Auch im Jahr 2021 sind Staubsaugerroboter noch kein 100-prozentiger Ersatz für manuelles Reinigen mittels herkömmlichem Sauger. Sie senken allerdings das Intervall manueller Reinigungsvorgänge spürbar und sorgen bei regelmäßiger Fahrt für eine größtenteils saubere Wohnung. Wer mit der Wischleistung von Hybrid-Saugern nicht zufrieden ist, sollte einen Blick auf unseren Ratgeber zu Wischrobotern werfen.

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