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Kaufberatung: Notfallhandys bis 20 Euro

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Manchmal ist es sinnvoll, das teure Smartphone zu Hause zu lassen. Für weniger als 20 Euro gibt es für den Notfall vernünftige Handys.

Egal ob auf der Baustelle, beim Sport oder auf Festivals – eine unachtsame Bewegung reicht aus und das teure Smartphone hat ein kaputtes Display oder geht verloren. Wer unbedingt telefonisch erreichbar bleiben möchte, muss sein Gerät entweder in dicke Schutzhüllen packen und extrem gut darauf aufpassen, oder ein Zweitgerät nutzen. Diese sind billiger als man denkt, die Preise liegen zwischen 10 und 20 Euro. So kostet etwa das relativ gut ausgestattete Nokia 105 (Testbericht) gerade einmal 18 Euro. Doch lohnt sich die Anschaffung? Wir geben einen Überblick.

Wer bei Handy ab 10 Euro vor allem Wert auf einen sehr schmalen Formfaktor legt, dem empfehlen wir unsere Marktübersicht: Die kleinsten Handys ab 20 Euro. Wenn die Winzlinge dann noch echte Alleskönner sein sollen, hilft dieser Überblick kleine Smartphones: Display- und Power-Zwerge.

Die Ausstattung der günstigen Handys ist dem Preis entsprechend niedrig. Neben der Telefoniefunktion sind kaum weitere Extras vorhanden. Immerhin kommen die meisten Geräte mit einem ausreichend auflösendes Display, in einigen Fällen sogar in Farbe. Die Größe liegt zwischen 1,0 und 1,8 Zoll – das reicht, um eine SMS zu schreiben oder abzulesen.

Einige Geräte haben zwar eine rückseitige Kamera an Bord, diese ist allerdings kaum der Rede wert. Mit Auflösungen zwischen 0,08 bis 1,3 Megapixel sind die Bilder nach heutigem Maßstab schlicht unbrauchbar. Praktischer ist da eine integrierte LED-Taschenlampe. Gerade in Notsituationen ist dieses Extra nicht zu unterschätzen.

Die Auswahl der verfügbaren Schnittstellen ist bei Weitem nicht mit aktuellen Smartphones vergleichbar. Einige Modelle verfügen zwar über einen Micro-USB-Anschluss, dieser dient allerdings nur zum Aufladen des Akkus. Ein passendes Ladegerät zu finden ist damit immerhin sehr einfach.

Bluetooth ist in dieser Preisklasse ebenfalls zu finden – allerdings handelt es sich um sehr einfache Module nach alten Standards. Die Kommunikation mithilfe eines kabellosen Headsets ist dementsprechend zwar möglich, aber qualitativ mäßig. Sie bieten wenig Reichweite und schlechte Sprachqualität.

Bei vielen Geräten in unserer Auswahl ist ein 3,5-Millimeter-Klinkenausgang für kabelgebundene Headsets eingebaut. Dieser eignet sich auch zur Nutzung des integrierten UKW-Radios – zumindest bei einigen Modellen. Wer das Notfallhandy mit einem Headset benutzen möchte, sollte also einen Bogen um die kleinen Geräte im Scheckkartenformat machen. Diese verzichten auf den Kopfhörerausgang. Wer vor allem Wert auf eine möglichst geringe Größe legt, sollte sich unsere Marktübersicht: Die kleinsten Handys ab 20 Euro durchlesen.

Manche Handys bieten einen Speicherkartenslot für Micro-SD-Karten. Wirklich wichtig finden wir dieses Extra nicht – dafür fehlt es schlicht an speicherintensiven Anwendungen.

Wer sein Gerät tatsächlich nur für den Notfall braucht, kann sich beispielsweise für ein winziges Gerät im Scheckkartenformat entscheiden. Hier hält der Akku für etwa drei Stunden Telefonie. Die Stand-by-Zeit liegt bei mehreren Tagen. Das klingt viel, reicht in der Praxis aber nur für das Nötigste. Die größeren Geräte, wie das Nokia 105 (Testbericht) für 18 Euro, haben da deutlich mehr zu bieten. Zum einen liegt die Gesprächszeit bei bis zu 15 Stunden und die Stand-by-Zeit bei über einer Woche, zum anderen ist der Akku austauschbar. Wer in Sachen Verfügbarkeit auf Nummer sicher gehen will, sollte sich unbedingt ein Modell mit ausreichend langer Stand-by-Zeit zulegen. Um nur einen Anruf zu tätigen, reicht auch ein kleiner Akku.

Wer seine SIM-Karte zwischen Smartphone und Notfalltelefon wechseln möchte, muss auf das verwendete Format achten. Auch im Handysegment kommen sowohl normale, Mini- und Micro-SIM-Karten zum Einsatz.

In Sachen Software setzen die Hersteller ganz unterschiedliche, proprietäre Systeme ein. Eines haben aber alle gemeinsam: Sie sind einfach aufgebaut und bieten keinerlei Erweiterungsmöglichkeiten. Während sich die Menüführung beim Nokia sehr intuitiv anfühlt, macht uns die Bedienung des Scheckkarten-Handys anfänglich leichte Probleme. Hier ist es aus unserer Sicht sinnvoll, sich für ein Markengerät zu entscheiden.

Neben einem Kalender, Wecker und Taschenrechner, stehen beim Nokia beispielsweise auch zwei kleine Spiele zur Verfügung. Das Spielvergnügen ist allerdings eher begrenzt und erinnert uns an längst vergangene Zeiten mit Snake und Co. Das Telefonbuch und ein SMS-Programm sind einfach zu finden.

Eines der für uns entscheidenden Kaufkriterien ist eine vernünftige Sprachqualität. Diese ist beispielsweise beim Nokia 105 erfreulich gut. Weder wir noch unsere Gesprächspartner hatten während der Tests irgendeinen Grund zur Beschwerde. Der Klang ist ordentlich, ausreichend laut und es gibt keinerlei Störgeräusche. Der Empfang war im Test auch im Keller zuverlässig.

Beim Scheckkarten-Handy ist der Empfang zwar gut, die Sprachqualität ist allerdings etwas schlechter als beim Nokia. Zum einen hört uns der Gesprächspartner verhältnismäßig leise, zum anderen klingt das Telefonat leicht blechern. Bevor wir gar kein Telefon haben, nehmen wir das allerdings gerne in Kauf. Für längere Anrufe empfehlen wir aber ganz klar ein Gerät größerer Bauart.

Egal ob billig oder teuer: Das Handy braucht eine passende SIM-Karte, damit man mit ihm telefonieren und SMS verschicken und empfangen kann. Glücklicherweise sind kleine Tarife günstig zu haben.

So kostet etwa der monatlich kündbare Tarif von Netzclub Sponsored Surf Basic 2.0 dauerhaft 0 Euro. Er beinhaltet pro 28 Tage 200 MByte Datenvolumen, was den Nutzern von Handys aka Feature Phones ziemlich egal sein dürfte. Zusätzliche Kosten fallen an, wenn etwa telefoniert wird. Dafür möchte der Betreiber 9 Cent pro Minute, beziehungsweise 9 Cent pro SMS.

Richtig günstig ist der Tarif Clever XS von Discotel im O2-Netz für 3 Euro alle vier Wochen. Der Tarif bietet 100 MByte, 100 Freiminuten oder SMS sowie 10 Euro Startguthaben und 20 Euro Wechselbonus. Der Bereitstellungspreis beträgt einmalig 10 Euro. Nutzer können den Vertrag jederzeit mit einer Restlaufzeit von vier Wochen kündigen.

Wer dagegen im Telekom-Netz telefonieren möchte, erhält als Congstar-Neukunde für rund 5 Euro alle vier Wochen den Tarif Prepaid Basic S mit 100 Freiminuten und 500 MByte. Der Anschlusspreis liegt bei knapp 10 Euro. Nutzer können den Tarif täglich kündigen; er läuft dann innerhalb von vier Wochen aus.

Alternativ bieten viele Provider Multicards an, sodass man unter der bereits existierenden Nummer erreichbar bleibt.

Handys für unter 20 Euro sind definitiv kein Smartphone-Ersatz. Wenn es allerdings nur um die Telefonfunktion geht, sind sie durchaus brauchbar. Wer sein Smartphone nicht kaputt machen möchte und trotzdem auf ein Telefon angewiesen ist, kann bedenkenlos zum Nokia 105 oder einem M5 Scheckkarten-Handy greifen. Als Zweit- und Notfallgerät sind die billigen Geräte gut geeignet. Auch als erstes Telefon für Kinder oder als Festival-Handy ist die Qualität absolut ausreichend. Wer sich für eines der billigen Telefone entscheidet, sollte insbesondere auf eine ausreichend lange Akkulaufzeit achten.

Soll das Telefon auch wasserdicht sein, wird es zumindest ein bisschen teurer. In diesem Fall lohnt sich der Blick auf unseren Ratgeber Outdoor-Handys unter 50 Euro.

Wer sich mehr Komfort und eine bessere Ausstattung wünscht, sollte sich unsere Marktübersicht über Smartphones mit Android 8.1 unter 70 Euro ansehen.

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