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Kaufberatung: Kuriose Gadgets machen Geldbörsen smart

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Einen Geldbeutel mit Akku, Bluetooth-Tracker, USB-Stick, RFID-Schutz und sogar Handy nachrüsten? Kein Problem und nicht mal teuer, wie unsere Kaufberatung zeigt.

Das wahrscheinlich beliebteste Smart-Feature einer Geldbörse ist ein RFID-Schutz gegen Geld- oder Datendiebstahl. Aber auch Bluetooth-Tracker finden vermehrt ihren Weg in Portemonnaies. In dieser Kaufberatung stellen wir Geldbeutel vor, die diese und weitere Funktionen bereits von Haus aus mitbringen. Außerdem zeigen wir kostengünstige Lösungen um RFID-Blocker, Bluetooth-Tracker, Powerbanks, Multi-Tools, USB-Sticks oder gar ein ganzes Handy "nachzurüsten".

Der MagWallet UE von Pitaka ist ein außergewöhnlicher Geldbeutel. Zum einen besteht er zu Teilen aus Aramidfasern, auch als Kevlar bekannt. Das Material ist besonders robust, leicht, wärme- und kältebeständig. Zum anderen setzt sich der Geldbeutel aus mehreren Schichten zusammen, die magnetisch aneinander halten. Dabei dient je Schicht ein größerer Magnet als Achse, mehrere kleinere Magneten lassen sie bündig abschließen oder im 45-Grad-Winkel aufgeklappt "einrasten". So hält der Geldbeutel entweder geschlossen oder gibt seinen Inhalt frei.

Aufgeklappt erhält der Käufer so Zugang zu Karten oder Geldscheinen, insofern er zusätzlich das Geldscheinfach geordert hat. Das funktioniert überraschend gut und zuverlässig. Allerdings trägt der MagWallet UE auch ordentlich auf. Inklusive des Geldscheinzusatzes misst er 10,3×7,1×1,6 Zentimeter. Trotz der Maße fasst er lediglich fünf Karten und etwa vier Geldscheine. In ihm schützen zwei Metallplatten eine Karte vor unberechtigen RFID-Zugriff.

Optisch, bezüglich seiner Verarbeitung und seines ungewöhnlichen, modularen Konzepts weiß der Pitaka MagWallet UE zu gefallen. Allerdings ist er uns zu groß und fasst zu wenige Karten. Trotzdem ist er ein echter Hingucker. Falls man ihn sich leisten will: Er kostet 89 Euro, das Geldscheinfach kostet nochmal 30 Euro.

Ledlenser hat mit dem Lite Wallet einen Geldbeutel mit eingebauter Taschenlampe im Portfolio. Die Taschenlampe bietet zwei Helligkeitsstufen. Auf der ersten soll sie 10 Lumen erreichen, das entspricht in etwa der Leuchtleistung einer schwachen Smartphone-LED. In der zweiten Stufe schafft das Lite Wallet angeblich bis zu 150 Lumen, was die Taschenlampenfunktion eines Smartphones bei weitem überstrahlt. Die Lichtverteilung erfolgt dabei weitestgehend homogen. Schön, dass Ledlenser neben einer Lademöglichkeit über USB-C auch kabellose Qi-Ladegeräte (Die besten 2020) unterstützt. Das Lite Wallet bietet für die Karten einen RFID-Schutz.

Leider hat das Lite Wallet einige Nachteile, die es wohl für viele Nutzer disqualifizieren. Zum eine ist sie leer mit den Maßen von 9,6 × 7,0 × 1,6 Zentimetern vergleichsweise groß, vor allem dick und mit einem Gewicht von 115 Gram recht schwer. Dabei passen hier dennoch lediglich fünf Karten und ein paar Geldscheine hinein. Wer mehr reinquetscht, kann den Druckknopf nicht mehr richtig schließen. Ein Fach für Kleingeld gibt es nicht.

Dazu ist das Ledlenser Lite Wallet mit etwa 70 Euro sehr teuer. Klar, die Taschenlampe ist gut und hell. Allerdings gibt es sogar hellere, die ebenfalls kompakt sind, für einen Bruchteil des Geldes. Die sind dann eben nicht gleich im Geldbeutel integriert. Einen Anwendungszweck können wir uns dann doch noch gut vorstellen. So könnte die helle LED des Nächtens potenzielle Angreifer blenden und in die Flucht schlagen.

Das Ledlenser Lite Wallet kann auf der Website des Herstellers gekauft werden.

Es gibt einfache Möglichkeiten, seinen liebgewonnenen Geldbeutel mit Bluetooth-Trackern nachzurüsten. Besonders praktisch sind Bluetooth-Finder im Scheckkartenformat wie der Tile Slim (Testbericht) . Er ist nur etwa drei Millimeter dick und bietet dennoch eine ordentliche Reichweite. Sein Nachteil: Die Batterie ist fest eingebaut. Immerhin soll sie laut Hersteller drei Jahre halten. Auch der Orbit Card-Tracker (Testbericht) kommt im Scheckkartenformat und hat sogar einen wiederaufladbaren Akku. Alle Testberichte und einiges mehr haben wir in unserer Themenwelt Schlüsselfinder zusammengefasst. Darunter auch unser Vergleichstest: Zwölf Bluetooth-Schlüsselfinder .

Für diejenigen, die regelmäßig Daten auf einem USB-Sticks speichern und diesen immer bei sich tragen wollen, gibt es Lösungen in Scheckkartenform. Der im Preisvergleich verlinkte USB-Stick von Aricona bietet 8 GByte Speicher und besteht zum großen Teil aus Metall.

Wer keinen externen Schlüsselfinder möchte, der kann sich das Smart Mini Wallet von Fixed genauer ansehen. Darin finden in etwa acht Karten und Geldscheine Platz, ein Kleingeldfach gibt es nicht. Das Besondere ist ein Fach für einen Bluetooth-Tracker in klassischer Form. Dieser passt dort gut hinein, es besteht keine Gefahr, ihn zu verlieren. Auch die dazugehörige App verrichtet ihren Dienst anständig.

Leider besteht das Fixed Smart Mini Wallet aus einem sehr dicken Leder, sodass er inklusive Bluetooth-Tracker und komplett ohne weiteren Inhalt bereits auf eine Dicke von fast 1,5 Zentimeter kommt. Davon macht allein der Tracker 0,5 Millimeter aus. Doch es gibt am Markt mittlerweile unzählige Geldbeutel ab etwa 20 Euro, die Bluetooth bereits integrieren. Eine Auswahl findet sich hier im Preisvergleich.

Immer mehr Geldbeutel integrieren bereits von Haus aus einen RFID-Schutz. Dieser soll verhindern, dass Unbefugte von NFC-fähigen Bankkarten Geld abbuchen oder Daten abgreifen. Wie einfach das funktioniert, zeigen die Kollegen der c`t im Beitrag "Mit 29-Euro-Zahlterminal: So leicht kann man Kontaktlos-Karten abfischen ".

Einige dieser Portemonnaies kosten über Amazon nur wenige Cent. Allerdings refinanzieren sich die Händler über die Versandkosten, die für jedes einzelne Produkt anfallen.

Noch günstiger sind RFID-Blocker. Hier kosten zehn Hüllen im Scheckkartenformat ab 23 Cent inklusive Versandkosten. RFID-Schutzkarten in Scheckkartenform sind etwas teurer, aber immer noch bezahlbar. Sie umfassen wie das Brötchen eines Burgers die äußeren Karten im Geldbeutel und schützen so die NFC-Karten vor Datenklau.

Sehr praktisch finden wir Einschübe für Geldbeutel ohne eigenes Kleingeldfach, die Platz für ein paar Münzen bieten. Das Xcase Coin Case ist mit knapp 4 Euro zwar nicht sehr günstig, besteht jedoch aus Metall. Das macht es besonders robust und schützt dahinter liegende Karten gleichzeitig vor unberechtigtem RFID-Zugriff.

Achtung, jetzt wird es wild: Wer mag, kann sogar ein voll funktionsfähiges Handy in Scheckkartenform mit sich herumtragen. Die Handys eignen sich zu nicht viel mehr als zum Telefonieren oder dem Verschicken und Empfangen von SMS. Dafür sind sie mit einem Preis ab 30 Euro sehr günstig und tragen mit einer Dicke von 5 Millimeter vergleichsweise wenig auf. Als Notfallhandy eine interessante Alternative. Was es in dem Bereich noch so gibt, haben wir Beitrag Kaufberatung: Notfallhandys bis 20 Euro zusammengefasst.

Powerbanks sind ohne Frage sehr praktisch. Schließlich ist kaum etwas ärgerlicher, als wenn im falschen Moment dem Akku von Smartphone oder Bluetooth-Kopfhörer der Saft ausgeht. Doch was nützt die beste Powerbank, wenn sie im entscheidenden Augenblick nicht zur Hand ist? Hier können Akkupacks, die in ein Portemonnaie passen, helfen.

Die Revolt Powerbank Mini bietet eine Kapazität von 2500 mAh. Das reicht, um den leeren Akku der meisten Smartphones um etwa die Hälfte zu laden. Praktisch für ältere Smartphones und viele Gadgets: Ein Micro-USB-Stecker ist fest an der Powerbank montiert. Vergleichbar mit einem RFID-Blocker sind dahinter liegende NFC-Karten vor dem Abgreifen von Daten oder Geld geschützt. Allerdings hat sie einen entscheidenten Nachteil: Sie ist etwas größer als eine normale Kreitkarte und passt deswegen in einige Geldbeutel nicht hinein.

Wer will, kann auch gleich einen Geldbeutel mit integrierter Powerbank kaufen. Diese sind nicht mal teuer, wie die Xcase Schutzhülle zeigt. Sie integriert eine 2500-mAh-Powerbank und hat außerdem fünf Fächer für Karten oder Geldscheine, die zusätzlich vor unberechtigem RFID-Zugriff geschützt sind.

Nicht smart, dafür aber praktisch, sind Multifunktions-Tools in Scheckkartenform. Der Klassiker kommt hier von Victorinox. Die Swisscard Classic bietet unter anderem eine Schere, ein Messer, ein Stift und eine Pinzette. Dabei ist sie 4,5 Millimeter dünn. Das Infactory Multifunktionswerkzeug ist mit 6 Millimeter etwas dicker. Dort findet eine echte Nagelschere, ein LED-Licht, ein Dosenöffner und einiges mehr Platz. Einen ähnlich hohen Funktionsumfang bietet das Mehrzweck-Überlebens-Tool. Außerdem ist hier gleich eine Karte aus Stahl dabei, die unter anderem als Säge, Sechskantschrauber, Flaschenöffner und vieles mehr genutzt werden kann. Diese Karte kann man auch einzeln kaufen, zum Beispiel die Huntington Survival Card. Wer lediglich ein Messer braucht, kann sich das hochwertige Walther Scheckkartenmesser anschauen.

Der SIM-Karten-Adapter von Pearl ist für alle interessant, die häufig SIM-Karten wechseln und entsprechende Adapter benötigen. Er bietet Platz für bis zu sechs verschiedene SIM-Karten und kommt außerdem gleich mit einem Micro-SD-Kartenleser für Micro-USB und USB-A.

Eine der beliebtesten modernen Features eines Portemonnaies ist der RFID-Schutz gegen digitalen Diebstahl. Wer das will, muss sich dafür keinen neuen Geldbeutel kaufen – schon für wenige Cent gibt es entsprechenden Schutz. Aber auch die im Alltag sehr praktischen Bluetooth-Tracker passen in jede Geldbörse. Wer will, bekommt ab 20 Euro Geldbörsen, die bereits einen Bluetooth-Finder integriert haben.

Den Vogel schießen die winzigen Notfallhandys ab, die ebenfalls in jeden Geldbeutel passen und im ausgeschalteten Zustand sehr viele Wochen einsatzbereit bleiben. Dabei kosten die Geräte deutlich unter 20 Euro.

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