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Höhenvertellbarer Tisch

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Zeitweise im Stehen am PC zu arbeiten ist gut für Körper und Konzentration. Elektrisch höhenverstellbare Tische sind komfortabel und mittlerweile richtig günstig. Wir zeigen, worauf man beim Kauf achten soll.

Rückenschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden von Arbeitnehmern, die viel am Computer sitzen. Parallel kann die Konzentration bei zu wenig Bewegung leiden. Das liegt vor allem daran, dass der menschliche Körper nicht dafür geschaffen ist, lange Zeit am Stück zu sitzen. Wie eine im International Journal of Workplace Health Management (IJWHM) veröffentlichte Studie zeigt, können höhenverstellbare Tische den negativen Auswirkungen entgegenwirken. Demnach fühlen sich deren Nutzer körperlich besser und geben an, produktiver zu arbeiten.

Wichtig ist dabei eine komfortable Höhenverstellung. Hier empfehlen sich elektrisch höhenverstellbare Tische. Diese sind kaum teurer als Modelle mit Kurbel, in ihrer Nutzung aber deutlich einfacher. Wir zeigen in dieser Kaufberatung, wie man diese Tische laut Bedienungsanleitung aufbaut und worauf man beim Kauf unbedingt achten sollten. Dafür schauen wir uns exemplarisch den Acgram ET225E (260 Euro bei Geekmaxi) sowie den 390 Euro teuren Flexispot E6 an. Außerdem zeigen wir höhenverstellbare und fixe Tischauflagen, die sich ebenfalls anbieten, wenn man zwischendrin mal im Stehen am Rechner arbeiten will.

Zur richtigen Ergonomie am Arbeitsplatz gehört jedoch noch deutlich mehr als höhenverstellbare Tische. Worauf man sonst noch alles achten sollte, zeigt unser Ratgeber: Homeoffice ohne Rückenschmerzen – ab 15 Euro zu mehr Ergonomie.

Im Büro ist der Arbeitgeber dazu verpflichtet, dem Arbeitnehmer einen ergonomischen Arbeitsplatz zu bieten. Dies beinhaltet aber nicht automatisch einen höhenverstellbaren Tisch, sondern vor allem eine passende Kombination aus Tisch und individuell verstellbarem Bürostuhl. Ein Attest verpflichtet den Arbeitgeber laut der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin nicht zum Kauf eines höhenverstellbaren Tisches. Wichtig ist dann allerdings, dass an den jeweiligen Bildschirmarbeitsplätzen ausreichend Raum vorhanden ist, damit der Arbeitnehmer wechselnde Arbeitshaltungen und Bewegungen durchführen kann.

Mit Corona hat sich viel vom Büro in das Homeoffice oder den mobilen Arbeitsplatz verlegt. Spätestens hier hat es der Arbeitnehmer selbst in der Hand, für die richtige Ergonomie am Arbeitsplatz zu sorgen. Für Selbstständige gilt das ohnehin. Glücklicherweise sind entsprechende elektrisch höhenverstellbare Tische mit 270 Euro bezahlbar geworden.

Wer ein Möbelstück online kauft, muss es in aller Regel zusammenbauen. Das gilt auch für elektrisch höhenverstellbare Tische. Der Aufbau ist in der Bedienungsanleitung dokumentiert. Allerdings sind die einzelnen Elemente schwer. Wer die Möglichkeit hat, sollte eine zweite Person dazu ziehen. Für diese Kaufberatung haben wir exemplarisch zwei Tische zusammengeschraubt. Wir benötigen dafür jeweils gut 60 Minuten.

Die meisten für den Zusammenbau benötigten Werkzeuge liegen den Pakten bei. Allerdings benötigt der Käufer für das Verschrauben des Gestells mit der Tischplatte einen Schraubendreher, am besten elektrisch. Hier empfehlen wir unseren Ratgeber Elektrische Schraubendreher für Werkstatt und Hobby: praktisch und kompakt ab 20 Euro.

Beim Flexispot E6 stellen wir nach dem Auspacken einen Transportschaden fest: ein Seitenteil war etwas verbogen. Ein beherzter Schlag mit dem Gummihammer löste das Problem. Gerade bei günstigen Modellen kann es immer wieder zu solchen Fällen kommen. Wer auftreten Probleme nicht selbst lösen kann oder will, sollte beim Kauf unbedingt auf einen Händler mit entsprechendem Service achten.

Einer der günstigsten elektrisch höhenverstellbaren Tische ist der Logilink Stehtisch E00014. Er bietet eine einstellbare Höhe von 72 bis 122 Zentimeter und kostet unter 175 Euro. Allerdings können wir ihn nur eingeschränkt empfehlen. Zum einen bietet er eine nur relativ geringe Arbeitsfläche von 80 x 40 Zentimetern plus einer Tastaturablage. Zum anderen hat er nur ein Bein. Darunter leiden Stabilität und Ergonomie. Denn sitzt man auf einem Bürostuhl und will am Tisch arbeiten, ist das Bein schnell im Weg.

Für zwei Einsatzzwecke bietet sich der Logilink Stehtisch dennoch an. Zum einen für all jene, die etwa im Homeoffice nur wenig Platz haben. Zum anderen kann der Logilink Stehtisch E00014 als Stehpult etwa bei Vorträgen dienen.

Wer also sitzend am höhenverstellbaren Tisch arbeiten will, sollte unbedingt auf zwei Standbeine achten. Dann gibt es mit der Stabilität keine Probleme. Denn unserer Erfahrung stehen die T-förmigen Füße in aller Regel sehr sicher.

Das Gestell bieten die meisten Hersteller in den Lackierungen Schwarz und Weiß an. In einigen Fällen auch Grau oder farbig. Bei der Tischplatte können Käufer aus verschiedenen Furnieren wie Eiche, Ahorn, Nuss oder Buche wählen. Wer bereits eine Tischplatte besitzt, kann häufig das Gestell einzeln erwerben. Hier sollten Käufer darauf achten, dass das Gestell in seiner Breite variabel ist.

Wichtig für die Optik ist ein Kabelmanagement sowie ein gut versteckter Platz für die gesamte Elektronik. Das können nicht alle Tische gleich gut. So hängt die Elektronik etwa beim von uns getesteten Acgam ET225E unschön mittig herunter und muss mit doppelseitigem Klebeband und Kabelbinder fixiert werden. Andere Tische wir der Flexispot E6 lösen das eleganter. Er bietet ein mit Schrauben fixiertes in dennoch leicht abnehmbares Fach, in dem die gesamte Elektronik und alle Kabel verschwinden.

Die von uns getesteten Tische erreichen eine maximale Höhe von 126, respektive 130 Zentimeter und eine minimale Höhe von 63, beziehungsweise 65 Zentimeter. Nicht alle höhenverstellbaren Tische sind derart variabel. Als Faustregel gilt: Tische mit drei hydraulischen Elementen bieten mehr Spielraum als Tische mit nur zwei hydraulischen Elementen. So erreicht ein weiterer Acgam Stehtisch (195 Euro bei Geekmaxi) nur eine maximale Höhe von 115 Zentimeter und eine minimale Höhe von 70 Zentimeter.

Unserer Erfahrung nach reicht diese eingeschränkte Bewegungsfreiheit jedoch in den meisten Fällen aus. Eine minimale Höhe von unter 70 Zentimeter wird vor allem benötigt, wenn Kinder an dem Tisch arbeiten sollen. Auch die maximalen Höhen der beiden Tische werden nur von den wenigsten wirklich benötigt. Für ergonomisch sinnvolles Arbeiten wird im Sitzen sowie im Stehen empfohlen, dass der Winkel des Ellbogens etwa 90 Grad beträgt. Bei einem Mann mit einer Größe von 186 Zentimeter stellen wir dafür den Tisch auf eine Höhe von 110 Zentimeter ein. Menschen mit einer Größe von bis zu 190 Zentimetern sollten also mit den meisten elektrisch höhenverstellbaren Tischen mit nur zwei hydraulischen Elementen ergonomisch optimal im Stehen arbeiten können.

Arbeiten am Tisch weder besonders kleine noch besonders große Personen, kann der Aufpreis für eine Hydraulik mit drei Elementen eingespart werden.

Viele teure Tische kommen mit einer sehr simplen Steuereinheit, in der lediglich zwei Pfeile den Tisch nach oben oder nach unten bewegen. Dazu gehört der zugegeben sehr schicke Bekant von Ikea für 450 Euro sowie viele Profilösungen, die man häufiger in Büros sieht.

Allerdings empfehlen wir beim Kauf darauf zu achten, dass die Steuereinheit programmierbare Tasten für die Schnelleinstellung der Höhe bietet. Das hilft nicht nur, wenn man zwischendurch schnell mal zum Arbeiten aufstehen will und nicht stets die perfekte Höhe mühsam feinjustieren will. Das ist außerdem praktisch, wenn mehrere unterschiedlich große Personen den Tisch als Arbeitsplatz nutzen. Ein Display mit der aktuellen Höhe ist nett aber nicht mehr ganz so wichtig, wenn programmierbare Knöpfe vorhanden sind und genutzt werden.

In unserem Fall bieten gleich beide der sehr günstigen Tische drei frei belegbare Knöpfe. Für die Programmierung stellt man den Tisch zunächst auf die gewünschte Höhe, drückt den Knopf mit der Aufschrift „M“ und anschließend den mit der Höhe zu belegenden Knopf 1, 2 oder 3.

Beide Tische halten im Automatikmodus an und fahren ein paar Zentimeter zurück, sollte etwa ein Bein oder Ähnliches im Weg sein.

Als Alternative zu höhenverstellbaren Tischen bieten sich unter anderem Schreibtischaufsätze für den Tisch an. Die gibt es von sehr günstig wie den Longko Schreibtischaufsatz für 26 Euro bis zu hochwertig und schick wie den Schreibtischaufsätzen von Standsome. Der Longko Schreibtischaufsatz ist in seiner Höhe variabel und bietet ein Tischchen für das Notebook mit eingebauten Lüftern sowie eine etwas abgesetzte kleine Tischeinheit für die Maus. Longko wirbt damit, dass Käufer den Aufsatz nicht nur am Tisch, sondern zusätzlich im Bett oder auf dem Sofa nutzen können. Allerdings wirkt die Lösung sehr wackelig und schwer einzustellen.

Deutlich stabiler ist das aus Holz bestehende Stecksystem von Standsome. Der kleine Standsome Slim benötigt eine recht geringe Standfläche auf dem Tisch und erhöht etwa das Notebook. Die jeweils benötigte Höhe wählt der Käufer durch das Einstecken des Tischaufsatzes in den jeweiligen Schlitz.

Wer mehr Platz hat, kann zum Standsome Double greifen. Dieser ist deutlich breiter und bietet gleich zwei Arbeitsflächen. So kann oben etwa das Notebook oder ein Monitor stehen und unten befindet sich auf einer ergonomisch sinnvollen Höhe Maus und Tastatur.

Das clevere Stecksystem im modernen Design lässt sich Standsome teuer bezahlen. Schon die kleinste Variante kostet mindestens 150 Euro. Für den Double fallen mindestens 220 Euro an.

Nachteil aller Tischauflagen ist, dass sie nun mal Platz an Schreibtisch belegen, häufig wie ein Fremdkörper wirken und bei Nutzung umständlich auf und wieder abgebaut werden müssen. Auch bieten sie in aller Regel nicht die gleiche Arbeitsfläche wie ein Tisch.

Wer beim Arbeiten am PC Wert auf eine anständige Ergonomie legt, sollte weitere Punkte beachten. So sollte man unbedingt vermeiden, direkt am Notebook zu arbeiten und lieber auf eine externe Tastatur und eine externe Maus setzen. Hier gibt es besonders ergonomische Varianten, die alle ihre Daseinsberechtigung haben. Allerdings hilft es im ersten Schritt, eine externe Tastatur oder Maus zu benutzen und sei es ein sehr günstiges Modell.

Auch ein Monitor hilft, die eigene Haltung am Arbeitsplatz zu verbessern. Dabei gilt als Faustregel, dass die Augenhöhe in etwa mit der Oberkante des Monitors abschließen sollte, sodass der Blick auf den Bildschirminhalt stets leicht nach unten schaut. Zudem sollte man darauf achten weder zu nah, noch zu weit weg vom Bildschirm zu sitzen. Eine sehr aufgeräumte und praktische Lösung, um den Monitor schnell in Höhe und Abstand anzupassen, sind Monitorarme. Hier gibt es bereits vernünftige Modelle ab 20 Euro. Mehr dazu in unserem Ratgeber: Homeoffice ohne Rückenschmerzen – ab 15 Euro zu mehr Ergonomie.

Das richtige Licht am Arbeitsplatz ist ein häufig vernachlässigter Aspekt. Dabei hilft eine gleichmäßige und ausreichend helle Ausleuchtung, die Augen zu schonen und Ermüdung vorzubeugen. Wer sich intensiver mit dem Thema beschäftigen will, dem empfehlen wir unseren Ratgeber Smart, hell & schick: Das richtige Licht fürs Homeoffice.

Wir sind überrascht, wie gut elektrisch höhenverstellbare Tische schon für 270 Euro sind. Gerade der Flexispot-Tisch hat es uns dank schickem Design, stabiler Verarbeitung und des guten Kabelmanagements angetan. Viele weitere Tische machen ebenfalls einen guten ersten Eindruck.

Beim Kauf gilt es darauf zu achten, dass der höhenverstellbare Tisch ausreichend groß ist, bestenfalls zwei Standbeine bietet und alle Kabel gut versteckt. Besondere große und besonders kleine Menschen sollten zudem auf die maximale und minimale Höhe achten. Außerdem haben sich programmierbare Knöpfe als praktisch erwiesen.

Wer bereits einen Tisch hat, diesen nicht ersetzen will und dennoch ab und an im Stehen arbeiten möchten, der sollte sich Schreibtischauflagen anschauen. Diese fangen bei 26 Euro an. Für ein Luxusmodell von Standsome greifen Käufer deutlich tiefer in die Tasche.

Alles, was man sonst noch in Office und Homeoffice benötigt, sammeln wir in unseren großen Ratgeber Homeoffice: Maus, Tastatur, Hubs, Licht & Ergonomie günstig einkaufen.

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