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Kaufberatung: Das können RC-Drohnen unter 100 Euro

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Ferngesteuerte Drohnen bieten viel Technik für wenig Geld. TechStage hat sich einen Überblick verschafft und klärt auf, was die Budget-Flieger in der Praxis leisten.

Zum Thema Drohnen sind zuletzt die Einzeltests von DJI Mini 2 (Testbericht) und Parrot Swing (Testbericht) als auch der Ratgeber Welches ist die beste Video-Drohne für Einsteiger erschienen. Doch nicht jeder will 400 Euro oder mehr investieren. Für einen Einblick in die Fliegerei und den Einstieg ins Hobby locken günstigste Drohnen mit Preisen ab circa 25 Euro. In diesem Ratgeber zeigen wir, was solche Fluggeräte können und wo die Unterschiede zur höheren Preisklasse liegen.

Wer sich zuerst zum Thema Flugrecht schlau machen möchte, dem empfehlen wir unseren Ratgeber EU-Drohnenverordnung: So fliegen Drohnen legal – alles, was ihr jetzt wissen müsst.

Die Funktionsweise ist bei Drohnen aller Gattungen und Preisklassen identisch. Die Multicopter bekommen Auftrieb durch mehrere motorbetriebene Propeller, die durch Änderung der Drehzahl die Fluglage bestimmen. Am weitesten verbreitet ist die Bauform mit vier Motoren. Exotischer Modelle verfügen über drei, sechs oder acht Motoren. Ob diese nach oben oder nach unten ausgerichtet sind, ist letztlich egal. Die Größe der Propeller orientiert sich dabei an Kraft und Drehzahl der Motoren. Dabei gilt: Große Propeller drehen sich in der Regel langsamer als kleine Propeller und ermöglichen längere Flugzeiten. Allerdings sind große Propeller anfälliger für Wind.

Während vor allem Indoor- und Einsteiger-Drohnen mit verhältnismäßig schwachen Bürstenmotoren arbeiten, nutzen hochwertige Multicopter stärkere bürstenlose (Brushless) Motoren. Diese haben nicht nur sehr viel mehr Kraft, sondern sind auch verschleißfrei.

Ihre Steuerbefehle erhalten Drohnen entweder per Handsender und Funksignal (2,4 GHz) oder per App und WLAN-Verbindung. Bei ruhiger Flugweise im Nahbereich ist die Übertragung per WLAN trotz geringer Reichweite und einer kurzen Verzögerung ausreichend. Bei Exoten, wie der DJI Tello (Testbericht), können per WLAN selbst programmierte Manöver an die Mini-Drohne geschickt werden. Für sportliche Flugmanöver muss die Steuerung allerdings möglichst direkt und verzögerungsfrei sein. Hier sind klassische RC-Drohnen mit 2,4-GHz-Übertragung deutlich besser geeignet.

Für einen (einfach) kontrollierbaren Flug sorgt der sogenannte Flight-Controller mit integriertem Gyroskop. Er analysiert die Fluglage des Multicopters und steuert die Motoren so an, dass die Drohne gerade in der Luft steht, wenn sie keine Steuerbefehle vom Piloten bekommt. Bei Racing-Drohnen kann man diesen sogenannten Leveling-Modus deaktivieren, um extreme Manöver zu fliegen. Im Einsteigersegment sind so ausgestattete FPV-Drohnen aber die Ausnahme.

In Kombination mit einem integrierten Satelliten-Empfänger bleiben Drohnen selbst bei Wind wie angewurzelt in der Luft stehen. Über die GPS-, Glonass- oder Galileo-Daten ist auch das Abfliegen von Wegpunkten oder die automatische Rückkehr zum Startpunkt möglich. Bei Funkabriss oder einem leeren Akku kehren die Fluggeräte dann ohne Zutun zum Piloten zurück. Diese Funktion ist sogar bei einigen Einsteiger-Drohnen zu finden. Ein anschauliches Beispiel dafür ist der Hubsan H507A X4 (Testbericht) für knapp 70 Euro.

Ultraschallsensoren an der Unterseite der Drohne analysieren den Untergrund und sorgen dafür, dass die Drohne die Position auch ohne GPS beibehält und Abstand zum Boden hält. So ein Sensor ist beispielsweise bei der Parrot Swing (Testbericht) oder der im Abschnitt Update besprochenen Potensic Elfin vorhanden. Im Einsteigersegment sind sie erst seit kurzer Zeit zu finden. Gleiches gilt für Sensoren zur Hinderniserkennung.

Eine Kamera gehört hingegen selbst im Einsteigersegment fast schon zur Grundausstattung. Die Idee dahinter ist super: Dank Livebild auf Smartphone, Monitor oder Videobrille, kann der Pilot genau sehen, was die Drohne gerade macht und im richtigen Moment den Kameraauslöser drücken. Das Steuern per Livebild ist grundsätzlich einfacher und intuitiver als der Flug auf Sicht. Denn so ist links auch immer links. Anders, als wenn man beispielsweise im Sichtflug auf sich selbst zufliegt. Dann sind links und rechts vertauscht.

In der Praxis setzten insbesondere günstige Drohnen auf eine Bildübertragung per WLAN. Diese Methode ist allerdings weder latenz- noch ruckelfrei. Die Reichweite ist zwischen zehn und mehreren hundert Metern begrenzt. Das Maximum aus WLAN holt beispielsweise der Hersteller DJI aus seiner Mavic Mini (Testbericht). Hier sind Reichweiten von über 500 Metern möglich. Im Einsteigersegment sind die Distanzen aber deutlich geringer. Die Steuerung per WLAN ist durch die Verzögerung nicht für sportliche Manöver oder Flüge auf engem Raum geeignet. Wer Drohnen-Rennen mit Videobrille fliegen möchte, braucht deshalb unbedingt eine analoge und latenzfreie Bildübertragung per Funk (5,8 GHz). Diese findet man im niedrigen Preissegment beispielsweise im FPV-Set Eachine 013 (Testbericht) oder dem Set des Blade Inductrix FPV (Testbericht).

Die Flugzeit von Einsteiger-Drohnen bewegt sich zwischen 4 und etwa 10 Minuten. Hier gilt: Kleine Multicopter fliegen in der Regel kürzer als größere. Die tatsächliche Flugzeit ist neben der Akku-Kapazität auch stark vom Flugstil abhängig. Je sportlicher geflogen wird, desto schneller entleert sich der Akku.

Die Erfahrung der letzten Jahre zeigt, dass selbst günstige Drohnen mittlerweile ein ordentliches Flugverhalten zeigen und dementsprechend einfach zu steuern sind. Positiv in Erinnerung geblieben sind uns in dieser Disziplin beispielsweise der Super-Mario-Copter von Carrera (Testbericht), der Eachine E511(Testbericht) und die Parrot Swing (Testbericht).

Unterschiede gibt es vor allem beim Ansprechverhalten und der Präzision. Die Steuerung selbst ist aber bei allen Modellen gleich und unterscheidet sich höchstens bei der Belegung auf dem Handsender. Bei günstigen Drohnen ist häufig folgende Belegung zu finden:

  • Linker Stick nach oben/unten: Drohne steigt/sinkt
  • Linker Stick nach links/rechts: Drohne dreht sich nach links/rechts um die eigene Achse
  • Rechter Stick nach vorne/hinten: Drohne geht in den Vorwärts-/Rückwärtsflug
  • Rechter Stick nach links/rechts: Drohne fliegt nach links/rechts

Günstige Multicopter stehen wegen fehlender Boden-Sensoren und Satellitennavigation insgesamt weniger stabil in Luft als teure Video-Drohnen. Die Fluggeräte richten sich zwar grundsätzlich gerade aus, allerdings neigen sie dazu, zu driften. Dies kann an einem ungenau kalibrierten Flug-Controller oder an einem leichten Luftzug liegen. Um den Multicopter exakt an Ort und Stelle zu halten, muss der Pilot deshalb ständig gegensteuern und darf das Fluggerät nicht aus den Augen lassen. Das ist mit Übung zwar problemlos möglich, allerdings ist das schon ein anderes Gefühl als mit einer Video-Drohne im Preissegment ab 400 Euro – diese steht selbst bei Wind wie angenagelt an Ort und Stelle und hält dabei sogar exakt die Höhe.

Grundsätzlich sind kleine Multicopter spritziger und verhalten sich entsprechend nervöser. So nett die Kleinst-Drohnen mit wenigen Zentimetern Diagonale auch aussehen – sie sind gerade für Anfänger deutlich schwieriger zu kontrollieren als größere Fluggeräte ab einer Diagonalen von etwa 15 bis 20 Zentimetern aufwärts. Um sich gegen Windböen durchzusetzen, müssen die Fluggeräte über genügend Power verfügen. Dies ist mit Bürstenmotoren nicht der Fall, weshalb sich ein Großteil der Einsteiger-Drohnen nur Flüge bei sehr wenig Wind eignen.

Wie bereits erwähnt, ist für eine direkte und präzise Steuerung die Übertragung per Funkt notwendig. Das Steuern per WLAN fühlt sich grundsätzlich schwammig und wenig direkt an. Anbei ein kurzes Video des Erstfluges mit der DEERC D30 welche wir auf Amazon erstanden haben.

Um sich mit der Steuerung und der Fliegerei vertraut zu machen, sind günstige Multicopter grundsätzlich gut geeignet. Wer ein Gerät für 60 Euro unter Kontrolle halten kann, wird mit teuren Modellen keinerlei Probleme haben.

Die Steuerung ist zwar schnell verständlich, junge Kinder sind mit der Bedienung trotzdem schnell überfordert. Erfahrungsgemäß empfehlen wir die ersten Drohnenflüge frühestens ab einem Alter von 9 bis 10 Jahren.

Die meisten Kameras bieten außerdem die Möglichkeit Fotos und/oder Videos aufzunehmen. Allerdings gibt es bezüglich der Bildqualität eine ganze Reihe entscheidender Unterschiede. Preiswerte Modelle erlauben die Aufnahme nur über WLAN und die entsprechende Smartphone-App. Bei dieser Methode sind allerdings auch alle bei der Übertragung auftretenden Bildstörungen zu sehen. Für Fotos mag das noch ausreichen, von Videos bleibt letztlich nur ein bunter Pixelbrei übrig. Hinsichtlich der Bildqualität sind Drohnen, die das Bildmaterial direkt auf einer Speicherkarte sichern, deutlich im Vorteil. Die einzige Ausnahme, die wir in knapp 10 Jahren Fliegerei kennengelernt haben, ist die DJI Tello (Testbericht), die im Nahbereich ansehnliche Aufnahmen per App erlaubt.

Ein zweiter Aspekt für die Qualität ist die native Auflösung der Aufnahmen. Ist die Auflösung zu gering, wie beispielsweise beim Revell Quadcopter Spot VR (Testbericht) mit 480p-Kamera, kann letztlich kein ansehnliches Ergebnis dabei herauskommen. Die selbst bei günstigen Drohnen häufig beworbenen 4K klingen zwar verlockend, meistens handelt es sich allerdings um hochgerechnete Aufnahmen, deren Qualität kaum zu gebrauchen ist. Die Erfahrung zeigt, dass hier eine ehrliche 720p-Aufnahme häufig besser ist als ein erzwungenes Bild in 4K. Zwar entscheidet auch die Sensorgröße über die Bildqualität, aber im Bereich der Einsteiger-Drohnen sind letztlich nur sehr kleine Sensoren verbaut. Und über die exakten technische Details schweigen sich die Hersteller der Preisklasse unter 100 Euro aus.

Die Auflösung ist zwar wichtig, aber noch viel entscheidender für ein ausreichendes Ergebnis bei Videos ist die Stabilisierung der Kamera. Professionellere Modelle nutzen dazu ein zwei- oder dreiachsiges Gimbal, welches die Bewegungen des Multicopters ausgleicht und so ruhige Aufnahmen erlaubt. Während sehr einfache Gimbals nur mit einem Servo und entsprechend ruckartig arbeiten, nutzen fortgeschrittene Modelle bürstenlose Motoren für einen butterweichen Ausgleich der Bewegungen. Im Preissegment bis 100 Euro finden sich Drohnen mit Gimbal allerdings nur bei Händlern aus Asien. Ein Beispiel hierfür ist der F007 5G von Banggood.

Grundsätzlich sollte man sich von der Bildqualität der sehr günstigen Drohnen nicht zu viel versprechen. Für einzelne Luftbilder sind sie zwar gerade noch zu gebrauchen, atemberaubende Videoaufnahmen in Hollywood-Qualität sollte man sich aber keinesfalls erwarten. Wer einen gewissen Qualitätsanspruch bezüglich der Aufnahmen hat, sollte sich unseren Ratgeber So gelingen Drohnen-Aufnahmen im Kino-Look ansehen.

Um die Aktualität dieses Ratgebers sicherzustellen, testen wir regelmäßig neue Drohnen aus der Preisklasse unter 100 Euro. Für dieses Update haben wir uns eine klappbare Drohne für rund 70 Euro genauer angesehen. Die handtellergroße Drohne mit der Typenbezeichnung Potensic Elfin kommt zusammen mit einem USB-Ladegerät, zwei Flug-Akkus, Handsender inklusive Batterien, Propellerschutz und Ersatzrotoren beim Kunden an. Für den Transport ist eine praktische Tragetasche beigelegt.

Die Arme der Drohne mit einem Abfluggewicht von nur 95 g sind innerhalb von Sekunden ausgeklappt. Im Test verzichten wir auf die aufsteckbaren Schutzkäfige, da das Mehrgewicht zulasten der Flugzeit geht. Für Einsteiger und bei Indoor-Flügen würden wir die Montage der Schutzbügel trotzdem empfehlen.

Nach dem Einschalten müssen immer erst Sender und Fluggerät gebunden werden. Dazu wird der Gashebel einmal nach oben und dann nach unten bewegt. Ein kurzes Piepen und die Status-LED auf der Rückseite des Copters signalisieren die erfolgreiche Kopplung. Nun ist die kleine Drohne theoretisch startbereit. Da wir allerdings auch die Kamera mit 2K-Auflösung ausprobieren wollen, installieren wir die App Potensic Toy aus dem App-Store oder von Google-Play und verbinden unser Smartphone mit dem Fluggerät. Die Software ist sowohl zur Überprüfung des Livebildes nötig als auch zum Übertragen von Fotos und Videos. Außerdem ist es per App möglich, die Drohne zu Steuern. Das klappt zwar ebenfalls, allerdings tritt bei der Bedienung per App eine spürbare Latenz auf, weshalb wir ganz klar zur Nutzung des Handsenders raten. Die Bildübertragung per WLAN ist ebenfalls signifikant verzögert.

Zum Start der Drohne gibt es einen eigenen Abheben-Taster. Nach dessen Betätigung beginnen sich die Rotoren zu drehen und das Fluggerät startet selbstständig auf eine Flughöhe zwischen 100 und 180 cm. Einen Einfluss auf die Starthöhe hat man allerdings nicht und so kann die Drohne bei Dachschrägen auch mal direkt einschlagen, ohne dass der Nutzer viel dagegen tun könnte. Eine manuelle Startmöglichkeit ist ebenfalls vorhanden – hier bestimmt alleine der Nutzer, wie hoch die Drohne startet. Ideal bei niedrigen Deckenhöhen. Das Landen klappt sowohl durch Reduzierung der Motordrehzahl per Steuer-Stick oder alternativ mithilfe der Landen-Taste. Ansonsten steuert sich die Elfin wie praktisch jede Drohne.

Das automatische Stabilisieren der Fluglage klappt im Test gut. Sobald die Drohne keine Steuerbefehle bekommt, steht sie stabil in der Luft. Da kein GPS an Bord ist, treibt das Fluggerät dennoch ab und der Pilot muss immer gegensteuern. Im Flug bei niedriger Höhe und guter Ausleuchtung sorgt ein optischer Sensor für eine annähernd gleichbleibende Flughöhe. Ab etwa 2 Metern Höhe oder schlechten Lichtbedingungen ist das Höhe-Halten dann allerdings deaktiviert. Der Nutzer muss dann die Motordrehzahl selbst kontrollieren, um beispielsweise im Vorwärtsflug nicht zu sinken. Die Steuerung ist in drei Empfindlichkeitsstufen regulierbar. Die erste Stufe würden wir allerdings nur für Indoorflüge empfehlen, da die Elfin hier einfach zu zaghaft reagiert. Ein Gegensteuern selbst bei leichtem bei Wind ist erst ab der zweiten Stufe möglich. Selbst leichte Richtungsänderungen setzt das Gerät dann zuverlässig und ausreichend präzise um. Insgesamt ist das Flugverhalten für eine Spielzeugdrohne ganz ordentlich. Die Reichweite der Drohne beträgt auf freiem Feld gut 50 Meter, dann reißt die Funkverbindung zum Sender ab und die Elfin landet automatisch. Das Livebild bricht bereits nach gut 10 Metern ab. Die Flugzeit eines Akkus beträgt zwischen 7 und 8 Minuten – abhängig vom Flugstil des Piloten und nur minimal weniger als die Herstellerangabe. Das Nachladen per USB-Lader dauert knapp 40 Minuten pro Akku. All unsere Abstürze hat die Drohne alle schadlos überstanden, lediglich ein Propeller musste getauscht werden. Bei einigen Crashes rutschte allerdings der Akku aus der Drohne, was im Zweifel langes Suchen (in der schlecht gemähten Wiese) bedeutet.

Die Bildqualität der integrierten Kamera ist leider wenig überraschend. Die unstabilisierte Kamera erlaubt zwar Schnappschüsse, wirklich ansehnlich sind die Bilder trotz einer Auflösung von 2048 x 1080 Bildpunkten nicht. Im Gegenteil, selbst Einsteiger-Smartphones machen deutlich bessere Fotos. Die wegen des fehlenden Gimbals völlig verwackelten Videos in 1280 x 720 Pixeln sind sogar noch unbrauchbarer als die Fotos. Selbst bei Windstille sind keine schönen Aufnahmen möglich.

Alles in allem entspricht die Potensic Elfin dem, was wir in dieser Preisklasse erwartet hatten. Ordentliche Lagestabilisierung, vernünftige Flugeigenschaften und eine völlig unbrauchbare Bildqualität. Wer das Drohne-Fliegen ausprobieren möchte, bekommt mit der Potensic Elfin ein ausreichend ausgestattetes Modell, mit dem man prima ausprobieren kann, ob einem das Hobby grundsätzlich zusagt. Die beworbene 2K-Kamera ist im Test allerdings komplett durchgefallen. Was Reichweite, Flugdauer und Bildqualität angeht, sollte man für die 70 Euro nicht zu viel erwarten.

Günstige Drohnen sind in erster Linie als Hightech- und Fun-Spielzeug konzipiert. Sie bieten Hobby-Piloten und Jugendlichen einen preiswerten Einstieg in die Welt der Fliegerei und unterscheiden sich weder beim Aufbau noch bei der Steuerung von teuren Video-Drohnen. Wer in das Hobby einsteigen möchte, bekommt also auch mit Budget-Multicoptern ein sehr gutes Gefühl fürs Thema.

Lohnenswert sind aus unserer Erfahrung beispielsweise die Parrot Swing (Testbericht) und der Super-Mario-Copter von Carrera (Testbericht). Ebenfalls sehr gut gefallen hat uns der T-65 X-Wing Starfighter von Propel (Testbericht). Dieser kostet aktuell allerdings über 120 Euro. In der Vergangenheit war die Star-Wars-Drohne bereits für deutlich unter 100 Euro erhältlich.

Geht es primär um das Flugerlebnis empfehlen wir den Griff zu Modellen mit einer Steuerung per 2,4-GHz-Handsender. Reichweite und Ansprechverhalten sind hier spürbar besser als bei der Bedienung per WLAN und App.

Fotos und Videos sollten grundsätzlich in der Drohne gespeichert werden. Die Qualität der Aufnahmen per WLAN sind erfahrungsgemäß nur selten zu gebrauchen. Zu hohe Ansprüche bezüglich der Aufnahmequalität sollte man im Preissegment unter 100 Euro grundsätzlich nicht haben, was auch der Test der Potensic Elfin bestätigt hat. Das einzig lohnenswerte Budget-Modell in dieser Kategorie ist die DJI Tello (Testbericht).

Ausstattungstechnisch sind günstige Einsteigermodelle immer eine Kompromisslösung. So sind im Budget-Bereich sowohl bürstenlose Motoren als auch GPS und Höhensensor verfügbar, allerdings muss sich der Käufer in der Regel für eines der drei Ausstattungsmerkmale entscheiden.

Wer sich weniger auf das Fliegen als aufs Fotografieren und Filmen konzentrieren möchte, muss mehr Geld in die Hand nehmen. In diesem Fall lohnt sich ein Blick auf unseren Ratgeber Welche ist die beste Video-Drohne für Einsteiger und die Video-Drohnen-Bestenliste. Grundsätzlich empfehlen wir Hobby-Einsteigern unseren Ratgeber EU-Drohnenverordnung: So fliegen Drohnen legal – alles, was ihr jetzt wissen müsst.

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