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Kaufberatung: 5 Alternativen zum Switch Pro Controller

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Der Pro Controller für die Nintendo Switch schlägt mit über 50 Euro ordentlich zu Buche. Wir haben fünf günstige Alternativen ausprobiert und verraten, welche sich lohnen.

Gute Controller sind teuer? Nein, unser Vergleichstest Gamepads: Sieben Controller ab 6 Euro hat bereits gezeigt, dass Gamer für unter 10 Euro echt gute Hardware bekommen. Nun hat uns interessiert, welche Alternativen es konkret für den Pro Controller der Nintendo Switch gibt.

Wir haben fünf Alternativen ausprobiert und verraten, welches günstigere Gamepad unser Favorit ist. Kleiner Tipp: Dieses Mal macht das Rennen ein Modell für unter 15 Euro.

Das teuerste Modell im Rennen der Ersatz-Gamepads gibt es aktuell für rund 30 Euro. Der Snakebyte-Controller hört auf den langen Namen Game:Pad S Pro und ist kabellos und kabelgebunden erhältlich – letzteres kostet gut 10 Euro weniger.

In unserem Test haben wir die kabellose Version ausprobiert (geladen wird per Micro-USB). Zur Verbindung geht man wie gewohnt in die Einstellungen der Switch-Konsole und sucht den Menüpunkt Kontroller . Im Anschluss drückt man am Snakebyte-Controller die Taste mit dem Haussymbol für drei Sekunden. Switch und Game:Pad S Pro erkennen sich in kurzer Zeit und die Verbindung steht.

Das Handling des Snakebyte gestaltet sich als gewöhnungsbedürftig. Die Anordnung der Analog-Sticks erinnert an einen Playstation-Controller – sie sind auf einer Höhe am unteren Rand und nicht versetzt wie etwa beim Switch Pro Controller oder bei der Version für die Xbox One. Soll heißen: Playstation-Gamer werden sich sofort zurechtfinden, für alle anderen bedeutet das Layout Umgewöhnung.

Die Haptik des Controllers empfanden wir als wenig ansprechend. Das Gamepad fasst sich sehr kantig an, es liegt nicht geschmeidig in der Hand. Statt auf handschmeichelnde abgerundete Elemente setzt Snakebyte hier auf Kanten an jeder Ecke. Das fühlte sich komisch an und machte die Bedienung im Test unsicher.

Die Buttons des Snakebyte und auch die Joysticks lassen sich im Vergleich mit den anderen Modellen schwerer betätigen. Bei jedem Klick ist spürbar starker Druck auszuüben, was im Gameplay zu Irritationen führt.

In Hinblick auf das Gewicht liegt der Controller bei rund 195 Gramm. Das ist aus unserer Sicht zu leicht, trotz der zwei verbauten Vibrationsmotoren. Zum Vergleich: Der Nintendo Pro Controller liegt bei 248 Gramm.

Den lizenzierten Switch Pro Controller von Hori gibt es als kabelgebundene Version. Der Hersteller bietet auch kabellose Varianten, dann aber in einem anderen Design. Unser Testgerät lag beim Spielen gut bis befriedigend in der Hand. Grund hierfür sind die Enden rechts und links des Controllers (in denen der Handballen liegt). Diese sind, gerade für kleinere Hände zu dick geraten und lassen sich nur schwer umgreifen. Größere Hände werden sich bei diesem Controller allerdings wohlfühlen. Er greift sich in etwa wie ein Xbox One Controller.

Die Druckpunkte der einzelnen Tasten sind gut abgestimmt und erinnern an das Original von Nintendo. Die Geräuschkulisse beim Betätigen der Buttons ist allerdings sehr hohl und plastiklastig. In Hinblick auf das Gewicht liegt das Modell von Hori bei 197 Gramm, was den leicht hohlen Klang erklärt. Der Controller verzichtet zudem auf Vibrationsmotoren.

Zwei Besonderheiten bietet der Hori Pro Controller dennoch: Er besitzt ein abnehmbares D-Pad und versteckt darunter klassische Pfeil-Buttons, die man auch von den Switch-JoyCons kennt. Für Fans von Retro-Games ein nettes Extra. Zudem verfügt der Controller über eine Turbo-Taste, um sich wiederholende Bewegungen dauerhaft auszuführen. Hierzu wählt der Anwender in der Controller-Konfiguration eine Taste, die er häufig betätigen muss – beispielsweise in Minecraft die Funktion Abbauen . Ist diese auf dem Turbo-Button hinterlegt, bauen Anwender in Minecraft automatisch Rohstoffe ab.

Rundum macht der Controller für 25 Euro einen guten Job. Mit 3 Meter Länge Kabel ist man zudem ähnlich frei in seiner Bewegung wie mit einem kabellosen Modell.

Ebenfalls für 25 Euro bietet Hori einen Switch-Controller im Gamecube-Stil. Dieses Modell kommt seinem Vorbild aus den 00er-Jahren fast vollständig gleich. Buttons und Joysticks haben die gleichen Druckpunkte, das Handling ist exakt wie das Vorbild aus 2001. Natürlich muss man dazu sagen, dass dieser Controller nicht für jeden Gamer ist – entweder man hasst ihn oder man liebt ihn. Die Battlepads sind zudem für Brawler wie Smash Bros oder Brawlhalla ausgelegt.

Wie der Pro-Controller-Nachbau setzt auch der Gamecube-Controller auf ein Kabel mit 3 Metern Länge und einen Turbo-Button. In puncto Gewicht ist das Gamecube-Lookalike allerdings das leichteste Modell im Test. Gerade einmal 155 Gramm bringt das Retromodell auf die Waage. Auch hier sind der Grund die fehlenden Vibrationsmotoren. Wer darauf verzichten kann und Gamecube-Feeling dem Pro Controller vorzieht, ist bei diesem Modell gut aufgehoben.

Der heimliche Gewinner unseres Vergleichs ist ein No-name-Controller aus China. Das Modell gibt es bei Amazon, Wish, Bangood & Co. und liegt immer irgendwo zwischen 20 und 25 Euro. Der Controller wird über Micro-USB geladen.

Dieser Controller ist im Handling eine sehr gut gelungene Kopie des Xbox One Controllers. Optisch fällt der Controller zwischen die offiziellen Modelle für die Xbox One und Switch. Das China-Modell macht aus unserer Sicht in Hinblick auf Druckpunkte und Haptik alles richtig. Mit 200 Gramm ist der Controller der Schwerste unter den getesteten Drittanbietern.

Zudem ist er für PC, Playstation, Switch und Xbox gleichermaßen kompatibel. Das wiederum ist der größte Nachteil des Controllers: Die Verbindung und Reset sind umständlich und können mitunter mehrere Anläufe bedeuten. Der Controller verbindet sich nur in den seltensten Fällen auf Anhieb mit der gewünschten Konsole. Das nervt und entsprechend können wir das Modell nicht empfehlen.

Dennoch, hat man die Verbindung einmal hergestellt, hat man hier eine tolle Alternative für die teuren Originale – ganz ohne Abstriche bei Leistung, Haptik und Handling. Nachdem es sich um ein No-name handelt, muss man bei der Bestellung des Controllers Glück haben – die Qualität des getesteten Modells kann sich von der anderer Modelle mitunter unterscheiden.

Den 8bitdo Wireless USB Adapter gibt es für rund 12 Euro. Hierbei handelt es sich nicht um einen Controller, sondern um einen Adapter. Der kleine Dongle spricht mit der Playstation (3 und 4), Xbox One, Wii, Switch, Windows, Mac und Rasperi Pi. Auf diese Weise können Anwender alle 8bitdo-kompatiblen Controller mit der gewünschten Konsole verbinden. Zur Auswahl stehen etwa Xbox One und Playstation 4 Controller, aber auch eigene Modelle des Herstellers. Auf der Seite des Herstellers (Link ) sind alle kompatblen Modelle aufgeführt.

Der große Vorteil gegenüber den anderen Controllern: Wenn man bereits ein Modell für die Xbox oder Playstation zu Hause hat, muss man sich keinen weiteren Controller kaufen und genießt das Handling seines bisherigen Modells. Das ist nicht nur eine optimale Lösung für Gewohnheitstiere, sondern funktioniert auch noch makellos. Zur Inbetriebnahme geht man die gewohnten Schritte: Nintendo Switch Einstellungen, dann Kontroller . Im Anschluss steckt man den 8bitdo in einen der USB-Ports der Switch und drückt am Stick den Connect-Button. Danach startet man seinen Controller der Wahl, befolgt die jeweiligen Schritte des Pairings und die Verbindung wird aufgebaut.

Es gibt kaum Modelle, die wir getestet haben, die besser als der originale Pro Controller von Nintendo sind. Dennoch haben verschiedene Controller ihre ganz eigenen Vorzüge. Für Gamer, die ihren bestehenden Xbox- oder Playstation-Controller nutzen wollen, empfehlen wir ganz klar den 8bitdo. Spieler, die einen neuen Controller wollen und Wert auf Performance legen, sollten sich das No-name-Modell aus China ansehen (aber Achtung, bei Bestellungen weiß man nicht, welche Qualität zu Hause ankommt).

Das Switch Battle Pad von Hori hat seine Vorzüge – wenn man auf dieses sehr spezielle Controller-Layout steht und wem ein leichter Controller (155 Gramm) nichts ausmacht. Der Pro-Controller von Hori und das Gamepad von Snakebyte können wir hingegen nicht voll empfehlen. Beide Modelle haben ihre Vorzüge, aber bei Modellen unter 30 Euro gibt es einfach auch bessere Alternativen.

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