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Kaufberatung UHD-TVs: 4K-Fernseher gibt's ab 250 €

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Günstige 4K-Fernseher bekommt man bereits für weniger als 250 Euro. Wer etwas mehr ausgibt, bekommt Features wie Android-TV, Ambilight oder große Bilddiagonalen. Unsere Kaufberatung hilft bei der Auswahl eines neuen TVs-Gerätes.

Fernseher, die Inhalte in Ultra-Auflösung darstellen, sind günstig wie nie. Nachdem die Technik inzwischen ausgereift ist, versuchen sich die Hersteller durch Marketing und hippe Abkürzungen voneinander zu unterscheiden. Diese Kaufberatung erklärt die Unterschiede, zeigt relevante Eckdaten auf und hilft bei der Auswahl des nächsten Fernsehers.

Seit der ersten Version des Artikels ist der Beitrag und die Themenwelt UHD TVs stark gewachsen. Nicht nur haben wir zahlreiche Einzeltests über Fernseher veröffentlicht, etwa zum Grundig 55 GOB 9099 mit Amazon Fire TV, zum riesigen Sharp Aquos LC-70UI7652E oder OLED-TV Sony KD-65AG9. Parallel haben wir diesen Beitrag ausgebaut und neue Nischenratgeber veröffentlicht. So werfen wir etwa einen genauen Blick auf die Betriebssysteme der Smart-TVs, stellen die Vor- und Nachteile richtig großer TV-Geräte vor oder zeigen TVs für die Next-Gen-Konsolen.

Bei unseren Recherchen ist uns zudem aufgefallen, dass man so gut wie nie die Preisempfehlung der Hersteller zahlen muss. Fast täglich gibt es TVs, die reduziert sind oder Auslaufmodelle, die günstig verkauft werden. Wir zeigen diese Produkte, automatisch aktualisiert, im Artikel Die günstigsten UHD-TVs aus allen Kategorien.

Der eigentlich richtige Begriff ist UHD (Ultra High Definition). Dieser beschreibt den neuen Standard, der auf Full-HD folgt. UHD liefert 3840 × 2160 Bildpunkte, das Vierfache von Full-HD; und Inhalte werden im Seitenverhältnis 16:9 angezeigt. 4K kommt aus der digitalen Kinobranche, es steht dort für eine Auflösung von 4096 × 2160 Pixel und ein Seitenverhältnis von 17:9. Weil 4K aber so schön griffig klingt, wurde und wird es im TV-Umfeld als Synonym für UHD genutzt. Weitere Informationen haben die Kollegen der c't im FAQ: 4K oder UHD zusammengetragen.

Das Betriebssystem eines TVs sollte mehrere Dinge erfüllen: Schnell starten, einfach zu bedienen und vor allem erweiterbar für neue Apps sein, etwa wenn neue Anbieter im Markt auftauchen. Wo es noch vor fünf Jahren einen Wildwuchs an Systemen und Eigenentwicklungen der Hersteller gab, scheint langsam eine Konsolidierung stattzufinden. Gewinner ist in erster Linie Google mit seinem Android TV.

Damit gibt es nicht nur einen gewissermaßen garantierten Zugriff auf Youtube, sondern auch auf den Google Play Store und dessen großes App-Angebot. Netflix, Disney+ & Co. sind eigentlich kein Problem. Eigentlich. Denn es kommt immer darauf an, wie der Hersteller sein Gerät zertifizieren lässt. Ein anschauliches Beispiel ist ein von uns getestete Beamer von Xiaomi. Trotz Android TV ließ sich etwa Netflix oder Amazon Instant Video nicht aus dem Play Store herunterladen. Das klappt nur über Umwege, etwa, indem die APK-Datei installiert wird – nervig ist es dennoch, unter Umständen sogar gefährlich. Eine weitere Funktion von Android TV ist Fluch und Segen: Die Geräte unterstützen in den meisten Fällen die Übertragung per integriertem Chromecast. Das ist zwar praktisch, öffnet das System aber auch für Hacks.

Doch es gibt noch immer ein paar Alternativen zu Android TV. Da wäre etwa Web OS, älteren Lesern noch bekannt vom Smartphone Palm Pre. Es kommt vor allem bei LG zum Einsatz. Beim Beamer HF85JS (Testbericht) konnte uns das Betriebssystem zwar nicht komplett überzeugen, auf TVs soll das Betriebssystem aber deutlich besser abschneiden, wie uns Bekannte und Freunde mit entsprechenden Geräten berichten.

Die nächste Alternative ist Firefox OS, das Panasonic für seine 4K-Fernseher nutzt. Firefox OS wurde bereits mehrfach für tot erklärt, taucht aber immer wieder quicklebendig auf. Im App Store gibt es mehrere hundert Apps, die sich auf dem Gerät installieren lassen. Dazu gehört auch eine UHD-fähige Viera-App für Netflix. Samsung kocht mit Tizen ebenfalls ein eigenes Süppchen. Das Betriebssystem kommt, kein Wunder, vor allem bei Samsung-TVs zum Einsatz. Tizen hat sich ebenfalls zu einem ordentlichen TV-Betriebssystem samt zahlreicher Apps gemausert.

Relativ neu ist Amazon mit Fire TV als Betriebssystem. Hierzulande ist es das in den OLED-TVs von Grundig, den 55 GOB 9099 (Testbericht) hatten wir im Test. In der Praxis hat uns Fire TV gut gefallen, auch dank der guten Integration von Amazon Alexa. Hier dürfen andere Anbieter gerne zuschlagen.

Gerade die Hersteller von günstigeren TVs wollen sich allerdings die Lizenzkosten für Android TV sparen und kochen ihr eigenes Betriebssystem zusammen. Das funktioniert meist gut, kann aber auch zicken. Zwei Beispiele aus der Praxis: Beim Update des 70-Zoll-TVs Sharp Aquos LC-70UI7652E (Testbericht) sah es zunächst so aus, als würde ein uralter Commodore C64 das Upgrade durchführen. Dann, als die neue Version installiert war, stellten wir fest, dass sämtliche Daten gelöscht wurden und der Fernseher komplett neu eingerichtet werden musste. Ein anderes Beispiel kommt von einem günstigeren Medion 4K-TV. Da wollte die Smart-TV-Software, dass der Nutzer die AGBs akzeptiert – jedes Mal, wenn man den Smart-TV-Knopf auf der Fernbedienung drückte, nicht nur einmal.

Tatsächlich kann man dies aber verschmerzen. Denn es ist inzwischen nicht nur einfach, sondern auch billig, ein externes Gerät für die smarten Funktionen des TVs und den Fernseher nur als Wiedergabegerät zu nutzen. Der Amazon Fire TV Stick 4K (Testbericht), der Fire Cube (Testbericht), das Media-Center Nvidia Shield (Testbericht) oder ein Raspberry Pi mit Kodi (heise-Artikel) sind exzellente Media-Center. Sie machen ein mieses Betriebssystem oft mehr als wett. Noch mehr Power und ein breites App-Angebot bietet die Xbox One (Ratgeber) und die PS4 (Ratgeber). Letztere hat zudem den großen Vorteil, dass man mit Playstation VR (Test) recht günstig ein VR-System nachrüsten kann.

Weitere Informationen dazu haben wir im Ratgeber Disney+: So klappt Streaming an jedem TV zusammengestellt. Disney+ ist dabei ein Stellvertreter und lässt sich gegen Youtube, Amazon Prime Video oder Netflix austauschen. Wer mehr über die aktuellen Streaming-Dienste und deren Features erfahren will, dem empfehlen wir den Artikel Die besten Video-Streaming-Anbieter.

Wer einen smarten Fernseher im WLAN anschließt, dem muss klar sein, dass er im Endeffekt einen PC betreibt – einen PC, für den es nur selten Updates oder Bugfixes gibt. So ist es kein Wunder, dass immer wieder Hacks und Angriffe auf smarte TVs bekannt werden. Aktuell ist es etwa die Casthack-Attacke, bei der tausende von Chromcast-Geräten in Sticks und TVs übers Internet öffentlich erreichbar sind. Hacker nutzen dies, um ungefragt Videos zu streamen (Heise Meldung). Andere Attacken setzen auf bekannte Schwachstellen in den TV-Betriebssystemen, um die Systeme zu attackieren.

Eine andere Bedrohung kommt von den Herstellern selbst. Es hat nicht lange gedauert, bis die ersten Anbieter die Daten der Kunden sammelten und zum Kauf anboten. Samsung oder Philips fielen negativ auf, weil sie mehr oder weniger offensichtlich den Kunden gezielte Werbung unterschieben wollten.

Wer ein Smart-TV anschafft, der muss sich dieser Punkte bewusst sein. Sobald Daten auf ein System fließen, kann es sein, dass sie nicht darauf verbleiben. Für die meisten Nutzer ist es das Risiko wert – dennoch sollte man darauf achten, wenn der eigene TV-Hersteller (oder Anbieter einer anderen Smart-Home-Lösung) in den Schlagzeilen auftaucht. Mehr zu diesem Thema haben die Kollegen der c’t im Artikel "Clever oder tumb" zusammengestellt.

Vor dem Kauf sollte man sich die grundsätzliche Display-Größe überlegen. Diese ist nicht nur vom Budget beeinflusst, sondern auch davon, wie viel Platz zwischen TV und Zuschauer vorhanden ist. Als Orientierung kann man sagen, dass der Abstand zum 4K-TV-Gerät das 1,25-fache der Bildschirmdiagonale in Zentimeter betragen sollte. Damit sitzt man bei einem UHD-Fernseher näher als bei einem Full-HD-Gerät (dort gilt als Faustformel Display-Diagonale × 1,5). Wer sich ein Gerät mit 1,40 m (circa 55 Zoll) Bildschirm mit 4K-Auflösung aussucht, sollte um die 1,75 m davon entfernt sitzen.

Allerdings kommt es in der Praxis darauf an, welche Inhalte man auf den Fernseher ansieht. Native UHD-Filme sehen großartig aus, selbst wenn man nahe davor sitzt. Wer Inhalte in Full-HD oder schlechter ansieht, der sollte zurückrutschen. Sonst entsteht schnell ein Pixelbrei, der wenig ansehnlich wirkt. Der Autor sitzt bei einem 55-Zoll-TV-Gerät (139,7 cm) knapp 180 cm vom Bild entfernt. Das passt sowohl für Inhalte in Full-HD und auch für UHD gut.

Ein weiterer Punkt ist der Aufstellort des TV: Wer eine Schrankwand oder Ähnliches hat, der ist durch deren Breite begrenzt. Wichtig hier: Die meisten TVs sind schmaler als ihre Diagonale. Ein TV mit 140 cm Diagonale ist normalerweise um die 120 cm breit.

Aufpassen sollten Freunde von Funktionen wie Ambilight. Dabei leuchten an den Seiten des TVs LEDs in den Farben, die jeweils auf der Anzeige präsent sind. Ob diese Funktion das Bild wirklich wie versprochen "vergrößert", ist umstritten, in jedem Fall ist es ein netter Effekt. Phillips-Fernseher bringen diese Funktion nativ mit, alternativ gibt es Bastellösungen für den Rasbperry Pi (c’t-Workshop) oder die App Hue Sync (Testbericht) für die smarten Hue-Leuchten von Phillips. Außerdem hat Hue eine Box vorgestellt, mit der alle Inhalte, die über HDMI zum Fernseher kommen, wie mit der Sync-App (zum Artikel) passend illuminiert werden können. Egal, welche Lösung man nutzt, sie benötigt seitlich und über dem TV Platz, um die Wand richtig ausleuchten zu können.

Ist die Größe klar, geht es zur nächsten Auswahl: Wie soll das Bild beleuchtet werden? Mit Ausnahme der OLED-Geräte setzen UHD-Fernseher auf LCD-Panels, deren einzelne Pixel entweder seitlich (Edge-Lit) oder direkt dahinter (Direct-Lit) von LEDs angestrahlt werden. Auch ein LED-TV nutzt ein LCD-Panel. Es gibt zwar theoretisch noch LCD-Fernseher mit Kaltkathodenröhren statt LEDs, doch diese sind Exoten. Nahezu alle aktuellen TVs arbeiten inzwischen mit LEDs.

Bei TVs mit Edge-Lit sind die einzelnen LEDs seitlich am Rahmen angebracht und strahlen von außen nach innen. Die Vorteile: Die Geräte sind schmal und vergleichsweise günstig. Allerdings treten möglicherweise Fehler im Bild auf, wenn die Beleuchtung ungleichmäßig ist. Dann sind im Bild helle Flecken (Clouding) oder bei schnellen Kamerafahrten dunkle oder helle Streifen (Banding) zu sehen. Für solche Fehler ist eine schlechte Behandlung beim Transport ausreichend. Um einen neuen TV auf Fehler zu überprüfen, sollte man ihn bei kompletter Dunkelheit mit einem schwarzen Bild bespielen, etwa von einem Laptop. Treten hier allzu große Fehler auf, sollte man den Fernseher umtauschen.

Die Alternative zu Edge-Lit ist Direct-Lit. Dabei setzen die Hersteller hinter das LCD ein Panel mit LEDs, die direkt nach vorne strahlen. Das verringert die Probleme mit Clouding oder Banding deutlich. Ein weiterer Vorteil ist, dass Direct-Lit-Geräte sehr viel genauer steuern, wo sie das Bild abdunkeln. Das sorgt für bessere Schwarzwerte und ordentliches HDR (siehe weiter unten). Die Geräte sind dafür tiefer und teurer. Ein gutes Beispiel dafür ist der Vergleich der beiden UHD-Fernseher Samsung GQ55Q7FN und Samsung GQ55Q9FN (Geizhals-Vergleich). Mit Ausnahme der Beleuchtung sind die Geräte identisch. Die Direct-Lit-Variante kostet aber mehr und hat einen höheren durchschnittlichen Stromverbrauch (196 kWh bei Edge-Lit, 215 kWh bei Direct-Lit).

Die Königsklasse bei TVs ist OLED. Bekannt von Smartphones hält diese Technik langsam Einzug in die breite Masse bei TV-Geräten. Der große Vorteil von OLED ist der echte Schwarzwert, an den kommen weder Edge-Lit noch Direct-Lit heran. Die einzelnen Pixel leuchten hier selbst, was zu einem absolut beeindruckenden Bild führt.

Der Nachteil: OLED-TVs sind noch immer teuer. Das liegt auch daran, dass es vergleichsweise wenige Hersteller gibt, die solche Panels fertigen. Ein weiteres Problem ist das Thema einbrennen. Standbilder oder auch Logos von TV-Shows an der immer gleichen Stelle können für hässliche Bildfehler sorgen. Unsere Kollegen der c’t zeigen das ziemlich eindrucksvoll im Artikel "Schatten im Bild".

Eine Alternative zu OLED sind Fernseher mit Quantenpunkten – Samsung nutzt dafür den Marketingbegriff QLED. Stark vereinfacht erklärt nutzen diese TVs blau leuchtende LEDs. In Kombination mit speziellen Nanopartikeln im LCD des TVs werden dadurch besonders kräftige Farben möglich. Weitere Details zur Funktionsweise von Qled erklärt die c't-Display-Expertin Ulrike Kuhlmann in den Artikeln "Leuchtpünktchen – Quantenpunkte kontra OLEDs" und "Farbenspiele".

Die aktuelle Gerätegeneration schlägt sich wacker. Wir haben den Samsung GQ65Q90R getestet, das Gerät hat uns vor allem durch seine hohe Helligkeit gefallen. Samsung hat das Problem des engen Blickwinkels besser in den Griff bekommen, doch kommt auch der GQ65Q90R nicht an den perfekten Blickwinkel eines OLED-TVs wie dem Sony KD-65AG9 (Testbericht) heran. Dafür haben sich die QLEDs preislich enorm zum Vorteil des Kunden entwickelt. Der getestete Samsung TV wurde im März 2019 noch mit knapp 3800 Euro gehandelt, inzwischen ist er für etwa 2455 Euro zu bekommen.

Um ein Gefühl für den Preis zu bekommen, zeigen wir in dieser Liste zu jeder der Panel-Technologien mehrere Geräte mit 55 Zoll Bildschirmdiagonale.

Nicht nur die Auflösung ist wichtig. Wer jetzt ein UHD-TV kauft, sollte auf das Thema High Dynamic Range (HDR) achten. Dieser Modus bietet einen enorm hohen Kontrast und lässt die Bilder deutlich besser aussehen. Dazu braucht es aber einen Zuspieler oder Inhalte, die HDR-tauglich sind. Zudem werfen die Hersteller hier mit Marketing-Begriffen nur so um sich. Die wichtigsten Begriffe in diesem Bereich sind:

  • HDR: High Dynamic Range. Die grundsätzliche Technik, um kompatible Inhalte im Hochkontrastmodus darzustellen. Wer ein neues TV kauft, sollte auf die Funktion achten.
  • HDR-10: High Dynamic Range, 10 Bit. Eine Weiterentwicklung von HDR, die mehr Helligkeitsstufen bietet. Setzt auf HDR auf und ist entsprechend zu dieser Technik kompatibel.
  • Dolby Vision: Ein Markenbegriff für HDR mit 12 Bit. Entsprechend sind noch mehr Helligkeitsstufen möglich als bei HDR und HDR-10. Auch diese Technologie ist abwärtskompatibel.
  • HLG: Hybrid Log-Gamma. Diese Technik unterscheidet sich vom normalen HDR. Entwickelt von der BBC und dem japanischen Sender NHK soll es Fernsehsignale HDR-tauglich machen. Der Vorteil: Es reicht, ein Signal auszusenden - ist das Empfangsgerät nicht HLG-kompatibel, wird das normale Bild angezeigt. HLG eignet sich für Liveübertragungen, steckt aber aktuell noch in den Kinderschuhen.

Die Krux ist dabei eine Technik namens Local Dimming. Die ist wichtig, damit der Fernseher HDR nicht nur versteht, sondern auch auf dem Bildschirm umsetzen kann. Einfach gesagt: Bei Local Dimming kann der TV bestimmte Bereiche des Bildes heller oder dunkler darstellen. Am besten schaffen das die OLED-TVs oder UHD-Fernseher mit Direct-Lit, da hier jeder Bildpunkt angesteuert werden kann. Bei Edge-Lit-TVs ist es schon etwas schwerer. Da die Lichtquellen seitlich im Rahmen sitzen, muss der TV das Bild quasi in einem kompletten Pixel-Streifen aufhellen. Das bedeutet, dass die aufgehellten Bereiche deutlich größer sind, als bei einem TV mit Local Dimming. Die dritte Option ist Global Dimming, bei dem, stark vereinfacht gesagt, das ganze Bild heller oder dunkler gestellt wird.

Wer HDR nutzen möchte, der sollte sich ein TV mit Direct-Lit-Technologie, QLED oder gleich OLED ansehen. Mehr Informationen dazu hat die c't im Artikel "Klassenkampf – Smart TVs mit OLED- und LCD-Panel" zusammengefasst.

Eine Schwachstelle vieler dünner TVs ist der Klang. Es fehlt meist einfach am Resonanzkörper. Zudem sind die Lautsprecher sowie die unterstützten Audio-Codecs oft ein Punkt, an dem die Hersteller Einsparpotential sehen. Die gute Nachricht: Wer mit dem Klang seines TVs nicht zufrieden ist, kann ihn mit einer Soundbar relativ einfach und günstig deutlich aufwerten. Soundbars mit Subwoofer gibt es bereits ab 55 Euro. In unserer Themenwelt Soundbar fassen wir Tests und Ratgeber zusammen.

Es gibt eine Reihe an unterschiedlichen Formfaktoren, etwa das Sounddeck Streaming von Teufel (Einzeltest), das unter einem Fernseher steht, aber einiges an Platz benötigt. Wer eine schmalere Lösung sucht, der kann eine klassische Soundbar nutzen, etwa die Polk Audio Signa S2 (Testbericht), die günstige LG SK6F (Testbericht) oder die kompakte Panasonic SU-HTB254 (Testbericht).

Ende 2020 erschienen die Next-Gen-Konsolen Xbox Series X (Testbericht), Xbox Series S (Testbericht) und Playstation 5 (Testbericht). Die funktionieren natürlich auch mit aktuellen TVs, doch Sony und Microsoft haben neuen Features eingebaut, auf die Gamer beim Upgrade des TVs Rücksicht nehmen sollten.

Ganz vorne dabei ist das Versprechen, dass einige Spiele mit 120 Bildern pro Sekunde (fps) bei 4K-Auflösung laufen. Gerade schnelle Rennspiele oder Shooter profitieren davon enorm, die höhere fps-Zahl wirkt sich in flüssigeren Bildern und einer höheren Qualität aus. Die Krux: Der TV-Bildschirm muss da mitziehen. Das betrifft in erster Linie die Hertz-Zahl (Hz). Diese gibt an, wie oft das Bild pro Sekunde neu aufgebaut wird, bei 60 Hz also 60 mal pro Sekunde. Gleichzeitig limitiert es die maximale fps-Anzahl. Liefert die Konsole also 120 fps, aber der TV schafft nur 60 Hz, werden auch nicht mehr Bilder pro Sekunde dargestellt. Die schlechte Nachricht: TVs mit 100 oder 120 Hz sind seltener und damit teurer. Passen Hz und fps nicht zusammen, kann es zum sogenannten Tearing kommen, sichtbaren Rissen im Bild. Beide Konsolen gehen dagegen mit Software-Tricks vor, die PS5 etwa setzt auf VRR (Variable Refresh Rate), um die passenden fps zur Bildrate zu liefern. Microsoft plant ebenfalls den Einsatz solcher Techniken. Im PC-Bereich ist das am ehesten mit Techniken wie Freesync vergleichbar.

Damit die Konsole überhaupt Spieldaten bei 4K mit 120 fps übertragen kann, müssen Konsole, Kabel und TV den HDMI-2.1-Standard unterstützen. HDMI 2.1 setzt in erster Linie auf eine höhere Datenrate, statt 14,4 GByte/s (HDMI 2.0b) sind bis zu 38,4 GByte/s möglich. Für die Konsolen ist interessant, dass zudem Features wie Auto Low Latency Mode (ALLM) und Variable Refresh Rate (VRR) unterstützt werden. Dazu kommt verbessertes HDR und der Enhanced Audio Return Channel (eARC). Letzterer ist wichtig um etwa Audio-Inhalte mit Dolby Atmos oder DTS:X abzuspielen.

HDMI 2.0 - 2.0bHDMI 2.1
Maximale Datenrate14,4 GByte/s38,4 GByte/s
eARC
Audio Streams44
Auflösung3840x2160p 60Hz, 1920x1080p 48Hz 3D7680x4320p 60Hz, 3840x2160p 120Hz
FarbformateFarbraum ITU-R BT.2020RGB mit je 14 Bit bei Farbunterabtastung YCbCr 4:2:0 Video-Kompression DSC 1.2
Video Streams2 (Dual View) 2 (Dual View)
Statisches HDR
Dynamisches HDRmöglich
Variable Refresh Rate (VRR)
Auto Low Latency Mode (ALLM)

Um es kurz zu machen: Wer einen TV für die nächste Konsolengeneration sucht, der sollte einen mit 120 Hz und HDMI 2.1 nehmen. Alternativ gehen auch Geräte mit 100 Hz, wobei der preisliche Unterschied dort nicht so groß ist. Wir empfehlen entsprechend direkt zu einem 120 Hz-Gerät mit HDMI 2.1 zu greifen.

Richtig gelesen, es gibt inzwischen viele 4K-TVs für weniger als 300 Euro. Und das dauerhaft, nicht im Rahmen von irgendwelchen Preisaktionen. Allerdings ist die Auswahl vor allem bei der Größe limitiert. Maximal bekommt man 50 Zoll. Bei den Marken dominieren Eigenmarken. OLEDs sucht man in dieser Preisklasse vergeblich, LCD und LED sind die Leuchtmittel der Wahl. HDR dagegen ist realistisch, sogar Dolby Vision und HDR10+ sind vertreten.

Zugegeben, der OLED Sony KD-65AG9 von Sony hat uns im Test mit seinem Bild ziemlich beeindruckt. Danach kam aber der riesige Aquos LC-70UI7652E (Testbericht) von Sharp. Und auch wenn dessen Fernsehbild vor allem bei schwarzen Szenen nicht mit dem Sony mithalten kann, so hat er doch zwei krasse Vorteile: der Preis und die Größe. 70 Zoll sind einfach Wahnsinn, die ungewohnt große Bildschirmdiagonale beeindruckt.

Egal ob Brawlhalla oder Mario Kart 8 Deluxe – die Redaktion ist sich einig, dass mehr Platz bei mehreren Spielern die technischen Specs eines teureren TVs mehr als aufwiegt. Bei 70-Zoll-TVs hat man unterhalb von 900 Euro bereits vernünftige Auswahl an Geräten. Wer einen 75-Zoll-TV haben möchte, der muss mit mindestens 895 Euro rechnen, bei 80 Zoll vervielfachen sich die Preise dann auf über 1800 Euro.

Um eine preisliche Einstufung zu liefern, listen wir TV-Geräte mit 40, 50, 55, 60 und 82 Zoll (ca. 2 m) sowie mit Ambilight auf. Noch mehr Details dazu zeigen wir im Ratgeber zu riesigen Fernsehern.

Der schönste Fernseher nützt nichts, wenn es keine Inhalte gibt. Noch immer ist UHD bei der TV-Übertragung Mangelware. Film-Freunde haben mehr Auswahl. Streaming-Dienste wie Netflix oder Amazon Prime Video erweitern ihr Portfolio an UHD-Inhalten langsam. Dafür sollte eine ordentliche Breitband-Internetleitung vorhanden sein, Filme mit HDR und UHD-Auflösung sind groß. Die meisten Fernseher bringen Apps für Streaming-Dienste mit, ansonsten kann man immer über Geräte wie den Fire Stick 4K (Testbericht) nachrüsten.

Wer sich nicht von Streaming-Anbietern und deren Katalogen abhängig machen möchte, kann auf UHD-Blu-Ray-Discs zurückgreifen. Diese haben den Film in der UHD-Auflösung an Bord, entsprechend muss nichts hochgerechnet werden. Es gibt allerdings ein paar Einschränkungen: UHD-Blu-Rays müssen speziell gekauft werden, sie sind deutlich teurer als die Full-HD-Filme. Zudem kann nicht jeder Player auch UHD-Discs wiedergeben. Die meisten aktuellen Player sind gleichzeitig ein Media-Center für Netflix und Co, man ist also nicht auf die Filmscheiben angewiesen. Die Kosten sind verträglich, ab 150 Euro kann man gute UHD-Player bekommen, wie unser Ratgeber zu UHD-Blu-Ray-Playern zeigt.

Der dritte Punkt ist die Qualität: Nicht jeder Film sieht auf UHD zwingend besser aus. Oft hat man ein absolutes Aha-Erlebnis, aber wenn die Hersteller zu viel mit der Farbe spielen, wird das Ergebnis schnell seltsam. Sehr gute Anlaufstellen für die Qualität von UHD-Filmen sind die Webseiten von c’t-Redakteur Nico Jurran (Surround-Sound.info) und c’t-Autor Timo Wolters (Blu-Ray-Rezensionen.net). Weitere Informationen dazu gibt es auch im c’t-Plus-Artikel "Schöne Scheibenwelt".

Mit 8K steht der Nachfolger von UHD nicht mehr nur theoretisch bereit, immer mehr Hersteller liefern Geräte mit der Auflösung von 7680 × 4320. Dabei gehen sogar die Preise immer mehr in vernünftige Regionen – auch wenn 8K immer noch teuer ist. LG liefert zum Zeitpunkt des Artikels den günstigsten 8K-Fernseher, er kostet unter 1300 Euro. Damit könnten die Geräte eine spannende Alternative für alle sein, die eine hohe Auflösung wollen. Im Ratgeber 8K-TV ab 1300 Euro - lohnt ein Upgrade? geht unser Autor der Frage nach, ob sich das wirklich lohnt.

Die Antwort ist ein vorsichtiges Nein. Denn wie auch bei 4K zu Beginn fehlt es einfach an den Inhalten. Niemand streamt Filme in 8K und das Hochrechnen von Inhalten hat seine Grenzen. Für den Preis bekommt man zudem bereits OLED-TVs, die bei der Bildqualität einen ganz anderen Leistungssprung liefern. Wer also jetzt kauft, der sollte eher zu einem OLED-Gerät greifen, damit hat man mehr Freude.

Mit den richtigen Inhalten sind UHD-Fernseher eine Augenweide. Sie bieten ein scharfes Bild und tolle Farben. Wer ein UHD-TV hat, gewöhnt sich schnell an die hohe Auflösung, selbst bei normalem TV.

Besonders beeindruckend ist der Preisverfall. Gerade bei Geräten mit OLED oder QLED ist das schön zu sehen, innerhalb weniger Monate kosten diese nur noch die Hälfte. Film-Freunde sollten in jedem Fall so ein Gerät holen, die Farben wirken hier einfach intensiver. Aber auch andere Direct-Lit- und Edge-Lit-TVs können beim Bild und vor allem dem Preis beeindrucken.

Wer jetzt einen neuen TV anschafft, der sollte nicht mehr unter UHD gehen. Full-HD ist längst abgelöst, die 4K-Geräte sind erschwinglich und liefern deutlich bessere Bilder.

Noch mehr Informationen geben wir in den Ratgebern zu den Betriebssystemen der Smart-TVs, im Beitrag zu richtig großen TV-Geräten oder im Artikel TVs für die Next-Gen-Konsolen. Wer einen günstigen Fernseher sucht, dem empfehlen wir einen Blick in die ständig aktualisierte Liste der günstigsten 4K-TVs aus allen Kategorien.

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