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Rückfahrkamera von Lescars

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Eine Rückfahrkamera hilft Unfälle beim Einparken zu vermeiden – gerade, wenn man ein größeres und längeres Fahrzeug nutzt. Dank Funk-Rückfahrkameras ist das Nachrüsten auch bei älteren Autos kein Problem.

Bei den meisten neuen Autos gehört sie mittlerweile zum Standard: die Rückfahrkamera. Eine Nachrüstung bei älteren Autos beim Hersteller ist oft kostspielig – doch es geht auch günstig und einfach. Bei einer kabellosen Rückfahrkamera mit Funkverbindung und Akku ist es nicht nötig, Kabel durch den Innenraum zu verlegen. Das macht die Montage einfacher. Wir zeigen, welche Typen von kabellosen Rückkameras es gibt und auf was man beim Kauf achten sollte.

Das wichtigste Merkmal einer Rückfahrkamera ist der Aufnahmewinkel. Diese sollten von 100 bis 170 Grad reichen. Je größer der Winkel, desto mehr deckt das Bild der Rückfahrkamera ab. Die Auflösung spielt keine so große Rolle wie bei Kameras für Fotografie und Videoaufnahmen. Auflösungen von 720p oder darunter sind üblich und ausreichend. Wichtiger hingegen sind die Sichtverhältnisse bei Dunkelheit oder die Fähigkeit zur Nachtsicht. Einige Kameras verfügen zudem über eine LED-Beleuchtung. Sehr hilfreich ist auch eine Distanzanzeige mit Hilfslinien. Damit kann der Fahrer besser einschätzen, wie viel Platz wirklich hinter dem Fahrzeug bleibt.

In jedem Fall muss die Rückfahrkamera zum Nachrüsten über ein ECE-Prüfzeichen verfügen, damit das Auto die Straßenzulassung nach der Montage behält. Weit verbreitet sind Varianten zur Montage am hinteren Nummernschild des Autos. Diese müssen wetterfest sein – hierzu sollten sie den IP-Standard nach IP67 oder IP68 erfüllen. Es gibt aber auch Kameras, die man an der Heckscheibe befestigt.

Eine Rückfahrkamera mit eingebautem Akku oder einem Fach für Batterien hat einen großen Vorteil: Es ist nicht nötig, an die Verkabelung des Autos zu gehen. Der Nachteil: Man muss den Akku hin und wieder nachladen oder die Batterien austauschen. Diese Variante empfiehlt sich für jeden, der über keine guten Kenntnisse über die Verkabelung der Rücklichter verfügt und auch keine Werkstatt aufsuchen möchte. Einige Modelle verfügen über Solarzellen, die die Lebensdauer des Akkus verlängern sollen. Bei einer Rückfahrkamera ohne Akku muss man die Stromversorgung der Rückfahrlichter anzapfen – das sollte man am besten einer Fachwerkstatt überlassen.

Sehr weitverbreitet sind Modelle mit einem eigenen Bildschirm im Lieferumfang. Dieses befestigt man wie ein Navi per Saugnapf am Fenster, die Stromversorgung der Anzeige erfolgt über den Zigarettenanzünder im Auto. Per Funk übermittelt dabei die Kamera das Bild an den Bildschirm. Es gibt aber auch Kameras, die man einfach mit einem passenden Navi-Gerät verbindet. Interessant sind auch Varianten, die das Kamerabild über ein integriertes Display im Rückspiegel anzeigen. Eine ähnliche Lösung haben wir uns bereits angesehen, mehr dazu im Testbericht Spiegel-Dashcam im Test: DVR-M6 von Auto-Vox.

Verfügt das Auto über einen Moniceiver, kann dieser theoretisch als Bildschirm genutzt werden. Hierzu muss man den Kabel für die Rückfahrkamera mit Canbus und Moniceiver verbinden. Für den Canbus selbst braucht man dann noch einen Funkempfänger, der im gleichen Frequenzbereich arbeitet wie die Kamera. Nach erfolgreicher Verbindung startet das Kamerabild, sobald man den Rückwärtsgang eingelegt hat. Mehr über Moniceiver im Auto zeigen wir in unserem Vergleichstest: Moniceiver mit Android Auto und Apple Carplay und Ratgeber Pimp my Radio: Android, Bluetooth und Alexa fürs Auto nachrüsten.

Die Solar-Rückfahrkamera von ProUser lädt man vorher vollständig auf, aktiviert diese per Knopfdruck und montiert sie am hinteren Nummernschildhalter. Das ist wichtig, denn nach der Montage ist der Schalter nur schwer zugänglich. Gegen Regen ist die Kamera nach IP65 geschützt.

Jetzt befestigt man den mitgelieferten Monitor im Cockpit, steckt diesen in den 12-Volt-Anschluss des Autos und verbindet die Kamera in den Einstellungen über "Paring" mit dem Bildschirm. Das Display zeigt das Rückfahrkamerabild mit einer Auflösung von 480 x 272 Pixeln und mit Hilfslinien an. Das Sichtfeld der Kamera beträgt etwa 110 Grad. Die Funkübertragung erfolgt mit 2,4 GHz.

Der Vorteil der ProUser Solar ist die relativ einfache Montage. Allerdings muss man die Kamera regelmäßig aufladen, denn die Solarpaneele entfalten ihre Wirkung nur bei gutem Wetter. Steht das Auto meistens in der Garage, bringen diese ohnehin nicht viel. Wer die Kamera nicht jedes Mal zum Aufladen umständlich abmontieren will, hilft sich mit einer Powerbank. Die Kamera am Nummernschild verfügt dazu über einen Micro-USB-Anschluss. Mehr über Powerbanks zeigen wir in unserem Ratgeber Vier kompakte Powerbanks im Vergleichstest.

Das Model von ProUser Solar eignet sich für jeden, der die Finger von der Verkabelung der Rücklichter lassen möchte und damit leben kann, die Kamera ab und an aufzuladen und einen separaten Bildschirm im Fahrzeug zu benutzen. Preislich ist die Kamera mit 190 Euro nicht gerade günstig.

Die SunGo von Boscam ähnelt stark der ProUser Solar. Allerdings befindet sich der Lithium-Ionen-Akku mit Solarpaneelen in einem separaten Gehäuse, das ein Kabel mit der Kamera verbindet. Unter das Nummernschild montiert man den Akku, die Kamera kommt über das Kennzeichen. Beide sind nach IP68 gegen Wasser geschützt. Laut den Angaben des Herstellers soll der Akku mithilfe der Solarzellen mehrere Monate halten – wenn man die Kamera etwa sechsmal am Tag nutzt. Ob das beim Wetter in Deutschland aber realistisch ist, sei dahingestellt. Alternativ kann man den Akku der Rückfahrkamera mit einer Powerbank und einen USB-Kabel aufladen.

Für das Kamerabild kommt ein Display mit Saugnapfhalterung und Anschluss für den Zigarettenanzünder zum Einsatz. Das Sichtfeld der Kamera beträgt ebenfalls 110 Grad. Zusätzlich liegt eine batteriebetriebene Fernbedienung bei in der Form einer flachen Münze. Diese klebt man ebenfalls in Cockpit. Per Knopfdruck aktiviert man die Kamera, die in drei Intervallen für 30, 60 oder 90 Sekunden das Bild überträgt und sich dann automatisch abschaltet. Das soll verhindern, dass man vergisst, die Kamera auszuschalten und so den Akku zu schnell entlädt. Die Länge der Intervalle stellen Nutzer am Display ein.

Wie schon bei der Rückfahrkamera von ProUser, gestaltet sich die Montage sehr einfach. Zwar muss man den Akku regelmäßig aufladen, dafür spart man sich aber das Gefummel an der Verkabelung der Rücklichter oder einen Werkstattbesuch. Die Kameraintervalle sind jedoch mit maximal 90 Sekunden sehr kurz – sodass man beim Parkvorgang unter Umständen öfters den Kamera-Button drücken muss. Mit 130 Euro ist die Funk-Rückfahrkamera von Boscam günstiger als das Modell von ProUser.

Die Garmin BC40 montiert man ebenfalls am Nummernschild des Autos – eine Halterung gehört zum Lieferumfang. Statt eines Akkus kommen hier zwei AA-Batterien zum Einsatz. Laut Garmin sollen diese bei durchschnittlicher Nutzung drei Monate halten. Das Gehäuse der Kamera ist nach IPX7 wasserdicht. Der Blickwinkel beträgt 150 Grad, die Auflösung 720p.

Anders als bei den Funk-Rückfahrkameras von ProUser und Boscam gibt es keinen separaten Monitor für die Garmin BC40. Diese funktioniert nur im Zusammenspiel mit einem Navigationsgerät von Garmin, wie dem Camper 770 LMT-D, DriveAssist 51 LMT-D/S, DriveLuxe 51 LMT-S, DriveSmart 51 LMT-D/S, DriveSmart 61 LMT-D/S, DriveSmart 55 MT-D/S und DriveSmart 65 MT-D/S. Das Navigationsgerät dient dann als Monitor für die Rückfahrkamera.

Nach der Montage der Kamera am Nummernschild aktiviert man das Navigationssystem von Garmin. Dieses sollte jetzt automatisch die Kamera erkennen – über eine Eingabe bestätigt man die Verbindung mit dem Gerät. Die Kamera startet der Nutzer über ein kleines Icon auf dem Touchscreen des Garmin-Navis. Die Aktivierung der Kamera per Spracheingabe ist ebenfalls möglich. Für Wohnmobile gibt es zudem eine spezielle Ausführung der Garmin BC40 mit einer Halterung für den Fahrrad-Gepäckträger.

Wer bereits eines der oben genannten Navis von Garmin hat oder sich eins zulegen möchte, für den ist die Garmin BC40 für 150 Euro eine gute Wahl. Zwar sind das Camper 770 LMT-D und die BC40 auch als Bundle erhältlich, mit einem Preis von über 470 Euro aber nicht ganz preiswert.

Das Kamerasystem von Auto-Vox verfügt über einen 5-Zoll-LCD-Display, der seinen Strom über den Zigarettenanzünder im Auto bezieht. Über einen Saugnapf befestigt man den Monitor am Armaturenbrett oder an der Windschutzscheibe. Hilfslinien auf der Anzeige unterstützen den Fahrer beim rückwärts einparken.

Die Kamera ist nach IP68 wasserdicht und verfügt über einen Aufnahmewinkel von 110 Grad. Man montiert sie hinter dem Kennzeichenträger. Die Kamera überträgt das Bildsignal per Funk an den Bildschirm, braucht jedoch mangels Akku eine eigene Stromversorgung. Hierzu verbindet man die Kabel mit den Rücklichtern – hier empfehlen wir die Unterstützung einer Autowerkstatt. Alternativ zapft man die Kennzeichenleuchte an – sofern vorhanden.

Der Vorteil eines Systems ohne Akku: Man muss sich keine Gedanken um den Ladestand machen. Das ist aber gleichzeitig ein großer Nachteil, denn die Installation der Verkabelung ist nur was für geübte Hände oder Profis. Immerhin genießt das System gute Kundenbewertungen. Mit einem Preis von gut 130 Euro ist das Kamerasystem aber nicht wesentlich günstiger als eine Lösung mit Akku.

Nahezu identisch aufgebaut ist die Boscam K7. Die Kamera bietet ebenfalls einen Aufnahmewinkel von 110 Grad und ist wasserdicht. Als Stromquelle dienen die Rücklichter, Kabel für den Anschluss liegen bei. Das Display misst auch 5 Zoll und zeigt bis zu sechs verschiedene Hilfslinien beim Parken an. Für 120 Euro ist die Boscam K7 zu haben.

Das Display bei der Boscam K1 ist etwas kompakter und misst 4,3 Zoll. Die Kamera sticht hervor durch einen besonders großen Aufnahmewinkel von 170 Grad. Zur Montage verbindet man die Rückfahrkamera mit separatem Funksender sowie den Rücklichtern des Autos. Der Bildschirm verfügt über einen gewohnten Saugnapf und Stecker für den Zigarettenanzünder. Die Boscam K1 ist mit einem Preis von 70 Euro am günstigsten.

Einen etwas anderen Weg geht die Boscam K2. Statt eines separaten Monitors dient hier ein Rückspiegel mit integriertem Mini-Display als Bildschirm. Diesen hängt man einfach über den vorhandenen Spiegel im Innenraum.

Auf den ersten Blick sieht das nach einer äußerst charmanten Lösung aus – kein zusätzlicher Bildschirm verbraucht Platz im Innenraum. Allerdings braucht auch der Rückspiegel mit Display eine zusätzliche Stromquelle, was zu Kabelsalat im Cockpit führen kann. Zudem wackelt der Rückspiegel bei der Fahrt und bietet auch keine Möglichkeit mehr zum Abblenden bei Dunkelheit. Wer unbedingt auf einen weiteren Monitor verzichten will, kann zu dieser Lösung für knapp 100 Euro greifen – komfortabler ist aber die Variante mit eigenständigem Monitor.

Vergleichstabelle aller 3 Kameras

Eine Rückfahrkamera ist gerade bei größeren Autos eine große Hilfe. Dank Funk-Technologie stellt sich das Nachrüsten eines solchen Systems als ziemlich einfach heraus. Die einfachste Lösung zum Nachrüsten einer Funk-Rückfahrkamera ist die Variante mit eingebautem Akku. Zwar müssen Autobesitzer dann zusätzlich auf den Ladestand der Rückfahrkamera achten – verglichen mit dem großen Aufwand einer Verkabelung der Kamera mit den Rücklichtern, erscheint uns dieser Aufwand aber vertretbar.

Der Einbau einer Rückfahrkamera bietet sich besonders für Wohnwagen an. Weiteres nützliches Zubehör für den nächsten Campingurlaub zeigen wir in unserem Ratgeber Camping-Gadgets: Sinnvolles Zubehör für Zelt und Wohnwagen ab 10 Euro. Mehr über den Einbau einer Rückfahrkamera erklären wir im Ratgeber: Funk-Rückfahrkamera im Auto nachrüsten. Weitere nützliche Gadgets fürs Auto stellen wir darüber hinaus in unserem Artikel Dashcam, Rückfahrkamera und mehr: Praktisches Autozubehör vor. Wer es gerne futuristisch im Auto mag, sollte sich unseren Ratgeber Head-up-Display fürs Auto zum Nachrüsten ab 20 Euro im Vergleich ansehen.

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