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Smartphone-Halterungen mit Qi fürs Auto

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Wer ein Smartphone im Auto nutzt, braucht eine gute Halterung. TechStage gibt einen Überblick über Befestigungen für Mobiltelefone sowie deren Vor- und Nachteile.

Smartphones ersetzen immer häufiger das Navi im Auto. Dazu liefern sie Musik aus Streaming-Diensten oder aktuelle Podcasts. Damit man ein Smartphone sicher – und rechtskonform – im Auto nutzen kann, benötigt man eine stabile Halterung.

Etabliert haben sich Halterungen, die mit einem Saugnapf am Armaturenbrett oder an der Windschutzscheibe befestigt sind und Lösungen, die man mit einer Klammer am Lüftungsgitter montiert. Fünf davon haben wir bereits im Vergleichstest: KFZ-Handy-Halterungen fürs Lüftungsgitter vorgestellt. Der Charme einer Halterung für das Lüftungsgitter: Das Sichtfeld wird nicht eingeschränkt, die Montage erfolgt mit wenigen Fingergriffen. Die Nachteile: Eine Ausrichtung klappt nicht so gut wie bei einer Halterung mit Saugnapf. Zudem passen je nach Fahrzeug nicht immer die Lamellen zur Halterung. Die warme Luft im Winter kann zusätzlich schädlich für das Handy sein.

Immer mehr Halterungen unterstützen zudem das kabellose Laden des Smartphones per Induktion. Wie das funktioniert, erklären wir im Vergleich: Wireless Charger fürs Auto von PNY, Terratec, Belkin. TechStage wirft einen Blick auf Smartphone-Halterungen, die das kabellose Laden unterstützen und stellt weitere Möglichkeiten der sicheren Befestigung des Mobilgeräts im Auto vor.

Als Standard fürs kabellose Laden per Induktion hat sich die Qi-Technologie etabliert. Eine Voraussetzung ist, dass das jeweilige Smartphone Qi unterstützt. Eine Auswahl zeigen wir in Die besten Qi-Smartphones für kabelloses Laden bis 400 Euro.

Der Vorteil: Man muss zum Laden das Handy nicht zusätzlich an ein Kabel stöpseln. Allerdings benötigt die Halterung selbst eine Stromquelle. Je nach Smartphone-Modell erlauben Qi-Halterungen ein Laden mit 5 bis 15 Watt. Zum Vergleich: Smartphones wie das Oppo Reno 4 Pro (Testbericht), Oppo Find X2 Pro (Testbericht) und Realme X50 Pro 5G (Testbericht) nutzen kabelgebundene Schnellladegeräte mit bis zu 65 Watt. Der Nachteil von Qi: Der Ladevorgang dauert generell länger, da der Wirkungsgrad bei der Induktion geringer ist.

Die Belkin BoostUp Wireless Universal-Kfz-Halterung macht einen robusten und hochwertigen Eindruck. Die Halterung klemmt man in die Lüftungsgitter des Autos. Hierzu drückt man einen Gummi-Clip auf die Lamelle. Die Arme der Halterung lassen sich auseinanderziehen, um Smartphones verschiedener Breiten aufzunehmen. Mit der Halterung von Belkin kann man das Smartphone nur hochkant nutzen. Das Ladegerät unterstützt induziertes Laden mit 5 Watt. Nutzt man ein Gerät von Apple, dann sind damit sogar 7,5 Watt und bei Samsung 9 Watt möglich. Die Halterung bezieht ihren Strom ausschließlich über den Adapter für die 12-Volt-Buchse im Auto. Eine Verbindung mit einer anderen Stromquelle über USB ist nicht möglich.

Das kabellose Autoladegerät von Hinyx lädt das Smartphone über Qi standardmäßig mit 5 Watt auf. Bei Smartphones von Samsung sind laut Hersteller 10 Watt möglich, bei iPhones 7,5 Watt. Die schicke Halterung in Violett Metallic befestigt man über eine mechanisch verstellbare Klemme am Lüftungsgitter. Sie verfügt über einen USB-Type-C-Anschluss. Ein Adapter für den Zigarettenanzünder liegt nicht bei. Der Ladevorgang bei einem OnePlus 8 Pro (Testbericht) dauert von 30 auf 100 Prozent etwa drei Stunden.

Dreht man die Halterung um 90 Grad, kann man das Smartphone im Querformat benutzen. Diese Ansicht ist etwa für die Navigation praktisch. Über das Kupplungsgelenk der Halterung kann man das Mobilgerät zusätzlich ausrichten. Ein elektrischer Motor fährt die Greifarme an der Seite automatisch aus, damit sich diese an die Größe des Smartphones anpassen. Doch Vorsicht, das gesamte Konstrukt wirkt fragil und zerbrechlich. Das manuelle Anpassen der Halterung ohne Strom ist nicht möglich.

Avolare und Nanami bieten ebenfalls solche Halterungen. Beide Geräte klemmt man in das Lüftungsgitter. Das Besondere an der Variante von Avolare sind spezielle Lüftungsschlitze an der Unterseite. Diese lenken die warme Luft der Heizung des Autos am Smartphone vorbei. Bei der Halterung von Avolare legt man das Mobilgerät einfach von oben hinein. Das Gewicht des Smartphones zieht die seitlichen Klammern dann nach innen zum Gerät – das klappt sogar einhändig. Beide Halterungen kann man um 90 Grad drehen.

Die Kfz-Halterung von Manhattan kann in das Lüftungsgitter vom Auto geklemmt oder an einen Saugnapf montiert werden. Das Modell von Ksythome verfügt ausschließlich über einen Saugnapf zum Befestigen an der Windschutzscheibe oder am Armaturenbrett.

Mit der Halterung von Avolare kann man Smartphones von 4,7 bis 6,5 Zoll über das Kugelgelenk sowohl hochkant als auch quer nutzen. Damit kann man das Mobilgerät in eine gewünschte Blickrichtung ausrichten. Die Klammer an der Halterung für die Lamellen der Lüftung schiebt man mit einem Riegel auseinander. So passt sie bei unterschiedlich dicken Lüftungsgittern. Dafür ist ein wenig mehr Fingerspitzengefühl erforderlich.

Sehr simpel funktioniert die Lüftungshalterung von Ugreen. Hier kommt ein Gummi-Clip zum Einsatz, den man recht einfach auf eine Lamelle aufsteckt. Die Halterung fixiert das Smartphone wie bei der Qi-Halterung von Avolare durch das eigene Gewicht, indem es die seitlichen Halterungen zusammenzieht. Der Nachteil: Man kann das Handy nur hochkant platzieren und nicht zusätzlich ausrichten. Einem ähnlichen Prinzip folgt die Halterung von Sumet. Diese verfügt zusätzlich über ein Kugelgelenk zur flexiblen Ausrichtung.

Die Halterungen von Wicked Chili und Lisen nutzen einen Magneten für die Befestigung des Smartphones an der Halterung. Der Vorteil: Die Befestigung des Mobilgeräts ist komfortabel, schnell und einhändig möglich. Der Nachteil: Ein Metallplättchen muss zusätzlich an der Rückseite des Handys oder der Schutzhülle angebracht werden. Zudem kann das Magnetfeld den Empfang beeinträchtigen.

Eine Halterung mit einem Saugnapf gehört zu den Klassikern – schon vor der Verbreitung von Smartphones kam diese Form bei Navigationsgeräten zum Einsatz. Am besten halten Sie an der Windschutzscheibe, ist das Armaturenbrett aber glatt, sauber und eben, kann man sie dort anbringen. Der Vorteil einer Saugnapfhalterung: Das Smartphone richtet man sehr einfach nach Wunsch aus und platziert es möglichst sichtbar. Der Nachteil: Die Saugnäpfe halten nicht immer zuverlässig – gerade bei Temperaturschwankungen an der Scheibe. Zudem sind sie Halterungen größer und behindern unter Umständen das Sichtfeld.

Die Smartphone-Halterung von Mpow passt für Mobilgeräte von 4,7 bis 6,5 Zoll. Um die Breite der Haltearme ans Handy anzupassen, muss man einen Knopf drücken. Der Saugnapf verfügt zusätzlich über eine Beschichtung aus klebrigem Gel, die die Bildung von Luftspalten verhindert. Ersatzklebstoff zur Erneuerung liegt der Halterung bei. Angebracht ist die Smartphone-Halterung an einem flexiblen Arm, den man verbiegen kann. Dank Kugelgelenk kann die Halterung zusätzlich ausgerichtet werden. Der Einsatz des Handys im Querformat ist möglich. Einem ähnlichen Prinzip folgen die Halterungen von iOttie. Hier kommt ein Teleskoparm zum Einsatz. Eingefahren beansprucht dieser nicht so viel Platz, ausgefahren erlaubt er eine flexible Ausrichtung.

Einen etwas anderen Weg geht die Klemmhalterung von Eono. Mit einer gummierten Klammer umfasst man das Smartphone – das sorgt für festen Halt und erlaubt unterschiedlich große Endgeräte. Die Klemmhalterung selbst schiebt man oberhalb des Tachometers auf das Armaturenbrett. Bei dieser Lösung hat man das Smartphone wie ein Head-up-Display (HUD) vor der Nase und schaut trotzdem immer in Fahrtrichtung.

Allerdings muss man dafür den Sitz richtig einstellen: Die Lehne darf nicht zu flach nach hinten neigen und die Sitzhöhe sollte nicht zu niedrig sein, sonst rückt das Smartphone zu stark ins Blickfeld – statt auf die Straße, starrt man nur aufs Handy-Display. Für kleinere Personen ist diese Lösung deshalb nur bedingt zu empfehlen. Wir empfanden das Smartphone im Blickfeld letzten Endes eher als Ablenkung denn Orientierungshilfe.

Bei einer längeren Autofahrt sollten die Passagiere im Fond nicht zu kurz kommen. Mit einer Halterung fürs Tablet oder Smartphone an der Kopfstütze bietet man den Mitfahrer auf dem Rücksitz etwas Unterhaltung. Das ist gerade bei längeren Fahrten mit Kindern praktisch.

Der Markt bietet dafür Tablet-Halterungen mit und ohne Schwenkarm, die man an den Halterungen der Kopfstütze befestigt. Allerdings können diese Halterungen stören, wenn kein Tablet oder Smartphone eingelegt ist. Eine Alternative ist ein Band, das man über die Kopfstütze spannt oder ein Rückenlehnenschutz mit integrierter Tasche. In dieses legt man das Smartphone und Tablet einfach hinein. Mehr über die Tablet-Halterungen zeigen wir im Ratgeber iPad & Co.: Tablet-Halterungen für den Rücksitz im Auto.

Eine Smartphone-Halterung ist für jeden eine sinnvolle Investition, der das Mobilgerät als Navi oder Musikabspielgerät nutzt. Unterstützt das Smartphone kabelloses Laden über Qi, bietet sich eine Halterung an, die das Gerät während der Fahrt auflädt. Alternativ reicht aber auch ein USB-Kabel mit Adapter für den 12V-Stecker im Auto.

Bei der Art der Halterungen stellt sich vor allem die Frage: Saugnapf oder Lüftungsgitter. Die Halterung mit Saugnapf verspricht eine flexible Positionierung des Smartphones, ist aber in der Regel etwas klobiger. Die Halterung im Lüftungsgitter ist kompakt und schnell montiert, erlaubt aber weniger Anpassungen bei der Ausrichtung und hält unter Umständen nicht bei jedem Auto – zumal im Winter die Heißluft für das Smartphone zum Problem werden könnte. Letzten Endes bleibt das aber eine Geschmacksache. Weitere Alternativen finden sich in unserem Ratgeber Smartphone-Halterung fürs Auto: Darauf kommt es an.

Wer keine Lust mehr hat, sein Smartphone als Navi zu nutzen, kann über einen Moniceiver nachdenken. Welche Möglichkeiten es gibt, zeigen wir im Ratgeber Android, Bluetooth und Alexa fürs Auto nachrüsten.

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