In fünf Schritten Energie sparen: So geht Smart Home mit der Fritzbox

Fritzbox 6690 - Bilderstrecke

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Viele Anwender gehen über Router der Fritzbox-Reihe vom Berliner Hersteller AVM ins Internet. Der beliebteste deutsche WLAN-Router kann jedoch noch viel mehr als nur Datenströme in die richtigen Bahnen lenken – er dient zum Beispiel auch als Smart-Home-Zentrale. Mit einem Portfolio an smarten Komponenten, die auf der sicheren und fortschrittlichen DECT-Technologie basieren, lässt sich das digitale Zuhause mit ungeahntem Komfort und hohem Energiesparpotenzial aufbauen.

Die Fritzbox (Themenwelt) ist einer beliebtesten Router in deutschen Büros, Home-Offices und Privathaushalten – das kommt nicht von ungefähr. Neben der Stabilität und Funktionalität in Sachen Internetverbindung und WLAN-Abdeckung verbergen sich noch viele weitere Stärken unter der Haube von Modellen wie der Fritzbox 7590 (Testbericht). So kann eine handelsübliche Fritzbox als Smart-Home-Zentrale (Bestenliste) dienen – alle erforderlichen Funktionen und Softwareroutinen sind bereits in der Grundausstattung der Box enthalten.

Neben Telefonen wie dem Fritz Fon C6 (Testbericht) kann die AVM-Box über die DECT-Übertragungstechnik („Digital Enhanced Cordless Telecommunication“) auch Verbindung zu Smart-Home-Komponenten wie Schaltern (Ratgeber), Steckdosen (Ratgeber) und Heizkörperthermostaten (Bestenliste) aufnehmen. Interferenzen mit WLAN-Geräten, die auf dem 2,4- oder 5-GHz-Band senden, sind ausgeschlossen, da DECT (Themenwelt) im Frequenzband 1880–1900 MHz funkt. Die Reichweite beträgt in geschlossenen Räumen bis zu 50 m und im Freien bis zu 300 m, was problemlos für die Ausstattung eines großzügigen Einfamilienhauses reicht. Dank DECT ULE („Ultra Low Energy“) gehen AVM-Komponenten auch sehr sparsam mit Batterien um, da der Maximalverbrauch auf 250 Milliampere (0,25 Watt) bei voller Sendeleistung beschränkt ist. DECT-Systeme zeichnen sich darüber hinaus durch eine hohe Stör- und Abhörsicherheit aus.

Der Einstieg in die Welt der smarten Haustechnologie gelingt am schnellsten und unkompliziertesten mit den schaltbaren Steckdosen Fritz DECT 200 und Fritz DECT 210 (Testbericht). Die 200er-Dose ist ausschließlich für den Einsatz in geschlossenen Räumen konzipiert, während die 201 dank spritzwassergeschütztem Gehäuse auch draußen auf der Terrasse, am Gartenhaus oder auf dem Balkon betrieben werden kann.

Über diesen Zwischenstecker lassen sich „dumme“ Elektrogeräte ein und ausschalten, darunter Stehlampen ohne smarte Leuchtmittel, Ventilatoren (Ratgeber), Heizlüfter (bis zu maximal 2.300 W), aber auch ganze Gerätegruppen wie Fernseher, Receiver und Soundbars, die an einer nachgeschalteten Steckdosenleiste hängen – auf diese Weise lassen sich hohe Standby-Kosten minimieren.

Die Installation geht in wenigen Schritten vonstatten:

  1. Die Steckdose in unmittelbarer Nähe zur Fritzbox mit dem Stromnetz verbinden und die Taste DECT 6 Sekunden lang gedrückt halten, bis die DECT-LED schnell blinkt
  2. Innerhalb von zwei Minuten auf der Fritzbox die DECT-Taste 6 Sekunden lang gedrückt halten, bis die DECT- oder INFO-LED zu blinken beginnt
  3. Wenn die LEDs auf beiden Geräten konstant leuchten, ist die Verbindung hergestellt
  4. Nun kann die Fritz DECT-Steckdose an den gewünschten Einsatzort verbracht und dort mit einer Wandsteckdose oder einer Steckdosenleiste verbunden werden

Alternativ lässt sich die Fritz DECT 200 oder 201 auch über das Web-Interface der Fritzbox einrichten:

  1. Die FRITZ DECT 200/201 in der Nähe der Fritzbox einstecken
  2. 2.    Im Web-Browser über die Adresse „fritz.box“ das Web-Interface der Fritzbox aufrufen
  3. In der Sektion „Smart Home – Geräteverwaltung“ die Schaltfläche „Gerät anmelden“ anklicken
  4. An der Steckdose innerhalb von 2 Minuten die Taste DECT 6 Sekunden lang gedrückt halten
  5. Nachdem die LED kontinuierlich leuchtet, ist die Steckdose angemeldet

Nach der Anmeldung der Steckdose lässt sich diese im Fritzbox-Menü unter „Smart Home – Bedienung“ über das Schalter-Symbol („An“ oder „Aus“) per Mausklick schalten. Schneller und bequemer geht’s übers Smartphone mit der FritzApp Smart Home (Download extern) für Android oder iOS aus dem jeweiligen App Store. Hier genügt das Antippen der jeweiligen Kachel, und schon wird der Verbraucher an der Steckdose ein- und ausgeschaltet.

Die smarten Thermostate Fritz DECT 301 (Testbericht) erweitern das Smart Home um eine intelligente Heizungssteuerung. Die Installation dieser Regler erfordert keine Experten aus dem Heizungs-Handwerk, sondern lediglich ein wenig Geschick und einen Schraubenzieher.

Zunächst wird der Fritz DECT 301 an der Fritzbox angemeldet, indem die DECT-Taste an der Fritzbox so lange gedrückt wird, bis die DECT-LED blinkt. Dann wird die Schutzfolie an der Unterseite des Batteriefachs abgezogen, sodass der Thermostat (Themenwelt) mit Energie versorgt wird und automatisch in den Anmeldevorgang versetzt wird. Nach kurzer Zeit ist die Kopplung erfolgt und die mechanische Installation kann erfolgen. Der alte Thermostat muss einfach nur abgeschraubt und gegen den neuen ersetzt werden. Dabei wird meist nur eine Schraube am Ventilring gelockert, bevor der vorhandene Regler abgezogen/abgeschraubt und smarte Thermostat (Ratgeber) auf die geschlossene Ventilkappe aufgesetzt werden kann – dabei tritt nicht einmal Wasser aus. Praktisch: Adapter für verschiedene Gewindegrößen liegen bei.

Sobald der Heizkörperregler montiert ist, wird der Ventilhub automatisch eingemessen und der smarte Thermostat ist betriebsbereit. Sowohl in der Fritzbox-Oberfläche als auch in der FritzApp Smart Home taucht er dann im Menü auf und kann gesteuert oder eingestellt werden.

Tipp: Im Fritzbox-Menü lässt sich schnell und komfortabel eine Zeitschaltung einrichten. Dazu einfach im Menü „Smart Home – Geräteverwaltung“ auf das Bleistift-Symbol neben dem gewünschten Heizkörperregler klicken, Komfort- und Absenktemperatur einstellen und im Diagramm „Zeitschaltung“ die gewünschten Wochentage und -stunden bei gedrückt gehaltener Maustaste „ausmalen“.

Die Fritz DECT 500 ist ein LED-Leuchtmittel mit einer Leistung von rund 9 Watt, die in Sachen Leuchtkraft etwa einer 60 Watt starken Energieschleuder mit Glühfaden gleichkommt. Sie lässt sich auf einen beliebigen Farbton von Kalt- und Warmweiß über Grün und Blau bis hin zu Rot einstellen und bequem über die FritzApp Smart Home steuern. Die Einrichtung ist kinderleicht:

  1. Lichtschalter ausschalten
  2. Alte Glühbirne aus der Fassung schrauben
  3. Die neue Fritz DECT 500 in die Fassung schrauben
  4. In der Benutzeroberfläche der Fritzbox das Menü „Smart Home - Geräteverwaltung“ öffnen
  5. Die Schaltfläche „Gerät anmelden“ klicken
  6. Lichtschalter einschalten und warten, bis die Lampe Weiß leuchtet und im Menü auftaucht

Tipp: Im Menü „Smart Home – Geräteverwaltung“ und im Smart-Home-Profil (Bleistift-Symbol) der Lampe – oder auch einer smarten Steckdose – stehen auf der Registerkarte „Automatisch Schalten“ unter „Zeitschaltung“ mehrere interessante Schaltoptionen zum Energiesparen und zur komfortablen Steuerung bereit:

  • Wochentäglich: „Ausmalbares“ Tages- und Stundendiagramm zum „Ausmalen“ wie beim Zeitprogramm der Fritz DECT-Thermostate
  • Täglich: Direkte Eingabe der Uhrzeit zum Ein- und Ausschalten
  • Zufällig: Zufällige Schaltmuster zur Abschreckung potenzieller Einbrecher
  • Countdown: Automatische Abschaltung nach einer gewissen Zeitspanne wie bei einer Keller- oder Garagenbeleuchtung
  • Rhythmisch: Ein- und Ausschalten in vorgegebenen, auf Wunsch voneinander abweichenden Zeitintervallen
  • Einmalig: Einschalten an einem bestimmten Datum und Ausschalten nach einem wählbaren Intervall
  • Astronomisch: Schaltvorgang zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang für eine wählbare Dauer
  • Kalender: Externes Schaltprogramm, das durch Einträge in einem Google-Kalender vorgegeben wird

Mit dem Fritz DECT 440 lassen sich alle Smart Home Komponenten von AVM besonders komfortabel steuern. Die Schalteinheit bietet ein zentrales Display, umgeben von vier großen Tastern und einer kleinen Menütaste. Die Inhalte auf der Anzeige wechseln je nach eingestellter Funktionalität. Der Taster lässt sich ähnlich einfach wie andere Fritz DECT-Komponenten über das Menü „Smart Home - Geräteverwaltung - Gerät anmelden“ in die Smart-Home-Infrastruktur integrieren.

Ebenfalls in der Geräteverwaltung und über das Bleistift-Symbol des Tasters gelangt man in das Einrichtungsmenü. Hier lassen sich in drei Ebenen alle Tasten mit bestimmten Funktionen belegen – etwa mit Schaltvorgängen für Lampen und Steckdosen oder mit Temperatureinstellungen für Heizkörperregler. Einfach das Bleistiftsymbol unter der gewünschten Ebene anklicken und per „Aktion hinzufügen“ das gewünschte Smart-Home-Gerät auswählen. Auf diese Weise lassen sich Temperatureinstellungen oder Schaltvorgänge ganz natürlich wie mit dem Lichtschalter oder dem Heizungsthermostat durchführen. Tipp: Mit „Vorlagen“ aus dem Menü „Smart Home“ lassen sich vordefinierte Schaltvorgänge wie eine gemeinsame Temperatur für alle Heizkörper oder ein gleichzeitiges Abschalten mehrerer Steckdosen realisieren. Solche Vorlagen lassen sich für den schnellen Zugriff ebenfalls auf den Taster legen.

Der Fritz DECT 440 lässt sich auch als externer Temperaturfühler für die Fritz DECT-Thermostate verwenden, um die Raumtemperatur besser kontrollieren zu können. Die entsprechende Funktion findet sich im Smart-Home-Profil des Thermostaten (Bleistift-Symbol) unter „Temperaturabweichung (Offset)“. Hier kann die Option „Automatische Offset-Anpassung mittels externem Temperatursensor“ aktiviert und im Pulldown-Menü das gewünschte Gerät – in diesem Fall der Taster – ausgewählt werden. Tipp: Da auch die Fritz DECT-Steckdosen von AVM über einen integrierten Temperatursensor verfügen, können auch diese ausgewählt und als Fernfühler zweckentfremdet werden.

Über einen kleinen Umweg lassen sich Smart-Home-Komponenten von AVM auch über den Sprachassistenten Amazon Echo (Ratgeber) steuern. Dazu gibt es einen speziellen Skill namens „FB Smart Home“ auf der Website von Amazon (Link). Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Einrichtung des Skills findet sich auf der Homepage von FB Smart Home (Link). Sobald die Einrichtung abgeschlossen ist, lassen sich die angeschlossenen Fritz DECT-Geräte über Kommandos wie „Alexa, Steckdose an“ oder „Alexa, stelle die Heizung im Wohnzimmer auf 20°“ per Zuruf steuern.

Die an die Fritzbox angeschlossenen Komponenten lassen sich größtenteils auch mit anderen Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) nutzen. Das ist beispielweise mit Homey Pro (Testbericht) sehr einfach über die App Fritzbox Bridge, aber auch mit vielen Open-Source-Lösungen wie OpenHAB möglich. Mit dieser Integration stehen die DECT-Komponenten auch für Automatisierungen mit Smart-Home-Geräten zur Verfügung, die von der Fritzbox nicht unterstützt werden und eröffnen damit komplexer Abläufe wie die Steuerung des Raumklimas (Ratgber).

Der Aufbau einer Smart-Home-Infrastruktur muss nicht kompliziert sein: die bereits vorhandene Fritzbox kann als Zentrale eingesetzt und mit den gewünschten Komponenten aus der Fritz DECT-Reihe erweitert werden. Das Spektrum reicht von der Beleuchtung über die Heizungsregelung bis hin zum Schalten beliebiger Elektrogeräte über smarte Steckdosen. Alle Komponenten lassen sich schnell und komfortabel über die DECT-Kopplung mit der Fritzbox verbinden im Web-Interface binnen weniger Minuten einrichten. Die Steuerung erfolgt wahlweise über den PC, auf dem Smartphone-Display, mit dem externen Taster oder per Stimme über Alexa.

Mehr Informationen zu einer intelligenten Haussteuerung bietet unser Themenschwerpunkt Smart Home. Für Einsteiger ins Thema empfehlen wir unseren Ratgeber Smart Home: Auch mit wenig Geld zum Erfolg. Ebenfalls interessant: Elesion als günstige Smart-Home-Alternative von Pearl. Wer smart heizen will, sollte sich den Ratgeber Smarte Thermostate für Fußbodenheizungen durchlesen und die Bestenliste Top 10: Die besten smarten Heizkörperthermostate 2022 ansehen. Und wie man den Standby-Verbrauch von Geräten reduzieren kann, erklärt der Beitrag WLAN-Steckdosen in der Praxis: Modelle, Einsatzzweck, Preise. Und im Beitrag Bessere Luft: Smarte Raumluft-Sensoren für CO₂, Radon, Ozon, Feinstaub & Co erklären wir, wie man auf Basis smarter Sensoren das Raumklima verbessern kann. Hier noch weitere Tests aus dem Smart-Home-Bereich.

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