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iPad & Co.: Tablet-Halterungen für den Rücksitz im Auto

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Dank Tablet-Halterungen für die Kopfstütze können Mitfahrer auf der Rückbank komfortabel Filme genießen. Wir zeigen, welche Lösungen es gibt und worauf Käufer achten sollten.

Tablets sind toll, um unterwegs zum Beispiel Filme und Videos anzuschauen. Sie nehmen wenig Platz weg, sind leicht und ausdauernd. Dabei müssen sie nicht einmal teuer sein, wie unser Ratgeber Billigheimer: Tablets von 40 bis 150 Euro zeigt. Besonders günstig sind Amazon-Tablets, die mit Google-Apps noch flexibler werden. Hier erklären wir, wie viel Tablet tatsächlich nötig ist.

Wer auf der Rückbank sitzend ein Tablet nutzt, muss es stets in der Hand halten. Das nervt auf Dauer und kann dazu führen, dass es unfreiwillig in den Fußraum fällt, wo es Schaden nehmen kann. Dagegen helfen Hüllen, Cases und Displayschutz (Apple iPad Pro 2020). Im schlimmsten Fall – etwa bei einer Vollbremsung – wird das Tablet zum Geschoss und trifft beim Nachvornefliegen gar Fahrer oder Beifahrer.

Um derartige Szenarien zu vermeiden, und beim Nutzen des Tablets auch noch die Hände frei zu haben, helfen Tablet-Halterungen für den Rücksitz. Dabei gibt es verschiedene Ansätze. Ganz klassisch klemmt eine Vorrichtung zwischen den Armen der Nackenstütze des Vordersitzes. Die Halterung kann dann mit oder ohne Arm sein. Aber auch flexible Gummilösungen oder Taschen haben ihre Vorteile. Wir erklären in dieser Kaufberatung, worauf Käufer einer Tablet-Halterung für die Rückbank achten sollten. Wer dagegen eine Lösung für die Vordersitze sucht, wird in unserer Kaufberatung Smartphone-Halterungen fürs Auto: Darauf kommt es an fündig. Hier vergleichen wir vier Qi-Charger für das Auto.

Die einfachsten Tablet-Halterungen bestehen aus nicht viel mehr als einer Klemmstange mit kurzem Arm, einem Kugelgelenk und einer Klemmhalterung für das Tablet oder Smartphone. Wir haben uns die Lamicall Tablet-Halterung genauer angeschaut. Andere Händler vertreiben baugleiche Modelle unter anderem Namen. Sie kosten ab 13 Euro.

Lamicall klassische Tablet-Halterung (10 Bilder)

Das Prinzip ist einfach: Der Käufer klemmt zunächst die über eine Feder auf Spannung gehaltene Teleskopstange zwischen den Armen der Kopfstütze des Vordersitzes ein. Die Arme können dabei einen Abstand zwischen 10 cm und 14,5 cm haben. Sind sie enger zusammen oder weiter auseinander hält die Tablet-Fixierung nicht. Die allermeisten Kopfstützen bieten diesen Normabstand. Wer speziellere Sitze hat, sollte den Abstand vor dem Kauf nachmessen.

Von der Klemmstange führt ein etwa 6 cm langer Arm zum Kugelgelenk der Klemmhalterung für das Tablet. Dieser Arm ist wichtig, um über das rückseitige Polster des Sitzes zu führen. Mit dem Kugelgelenk kann der Nutzer das Tablet neigen oder zwischen Hochkant- und Querformat wechseln. Ein sehr ausladendes Polster schränkt dabei den Neigungswinkel ein. Dann ist es nicht möglich, das Tablet zum Beispiel in Richtung des Nebensitzes zu kippen. Der kurze Arm hat jedoch den Vorteil, dass das Tablet auch bei höherem Eigengewicht und während der Fahrt relativ stabil bleibt.

Die tatsächliche Klemmhalterung für das Tablet besteht aus zwei breiten, gummierten Haken, die der Nutzer über eine Feder aufspannt. Dabei muss die schmale Seite des Tablets zwischen 12,5 cm und 21 cm betragen, damit das Gerät sicher hält. So eignen sich sogar kleine Smartphones für die Halterung. Zum Beispiel hat das Apple iPhone SE 2020 (das wichtigste Zubehör) eine Kantenlänge von knapp 14 cm. Normale Hüllen und Cases machen keine Probleme. Wer allerdings ein Amazon Fire 10 Kids Edition (Testbericht) mit seinem sehr dicken Schutz-Case nutzt, stößt an die Grenzen der Haken. Die Haken selbst sind perforiert, um etwa ein Ladekabel oder kabelgebundene Kopfhörer hindurchzuführen. Im Test bewährt sich das einfache und größtenteils aus Kunststoff bestehende System. So hält auch ein relativ schweres iPad 9.7 tadellos, sogar bei holpriger Fahrt.

Auf eine ähnliche Konstruktion wie die oben erwähnten Modelle setzt die Tablet Halterung des Amazon-Händlers Fappen. Allerdings nutzt sie statt des kurzen Zwischenstücks einen über drei Scharniere aufklappbaren Arm. Zwei der drei Kunststoffscharniere kann der Käufer über Schrauben festziehen. Voll eingeklappt ist der Abstand zwischen Kopflehne und Tablet sogar kürzer als mit dem fixen, 6 cm langen Arm der klassischen Modelle. So wackelt auch hier selbst bei wilden Fahrten nur relativ wenig.

Fappen Tablet-Halterung mit Arm (8 Bilder)

Das ändert sich, wenn man den Arm auf seine volle Länge von 22 cm ausfährt. Während der Fahrt empfiehlt sich dies deswegen nicht. Trotzdem ist er etwa im Stand oder bei langsamen Staufahrten durchaus praktisch, um das Tablet oder Smartphone näher an den Betrachter zu bringen. Auch kann man so das Tablet näher in Richtung Fahrzeugmitte bringen, um etwa einer zweiten Person auf der Rückbank einen Blick auf das Display zu gewähren. Allerdings kommt die Kunststoffkonstruktion hier mit einem iPad an ihre Grenzen und kippt leicht zur Seite ab. Insgesamt finden wir die Variante mit dem Arm trotzdem gut und flexibler als die klassische Tablet-Halterung. Dabei ist sie mit 15 Euro eine der günstigsten Kopfstützenhalterungen.

Die Tablet-Halterung von Macally ist etwas hochwertiger und auch flexibler. Sie eignet sich zum Beispiel auch für etwas unkonventionellere Kopfstützenstangen mit einem Abstand von 5 cm bis gut 18 cm. Die Klemmhalterung für das Tablet sitzt entweder direkt hinter der Kopfstütze oder seitlich am Aluminiumteleskoparm. Durch die stabilere Konstruktion sollte das Tablet weniger wackeln, wenn es so weit wie möglich mittig für zwei Passagiere angebracht wird. Noch sicherer ist die mittige Befestigung mit der Lösung von Koiiko. Hier greift eine Aluminiumstange zwischen der rechten Kopfstützenstange des Fahrersitzes und der linken Kopfstützenstange des Beifahrersitzes. Mittig sitzt die drehbare Klemmhalterung für das Tablet, die es etwas ungewöhnlich an zwei sich gegenübersitzenden Ecken festhält.

Die klassischen Kopfstützenhalterungen und die Varianten mit Arm funktionieren gut. Sie haben jedoch den Nachteil, dass, wenn kein Tablet eingespannt ist, vor allem kleine Kinder an ihnen hängenbleiben können. Im schlimmsten Fall könnte das zu Verletzungen führen. Sie abzumontieren und in einer Tasche zu verstauen ist kein größeres Problem. Allerdings gibt es auch Lösungen, die dauerhaft montiert ganz ohne spitze oder harte Kanten auskommt.

Weit verbreitet sind dabei die Halterungen, bei denen ein breites flexibles Band die Kopfstütze komplett umschließt. Das Tablet wird vergleichbar mit Smartphone-Halterungen für das Fahrrad (Vier im Vergleichstest) über Gummis fixiert und hält über eine Klettverbindung. Derartige Modelle verkauft unter anderem der Amazon-Händler TFY ab 15 Euro in verschiedenen Ausführungen, die sich teilweise auch für Tablets mit dickem Schutz-Case wie die Kids Editions der Fire-HD-Tablets eignen.

Ebenfalls mit einem flexiblen Band, welches um die Kopfstütze reicht, dafür aber mit abgerundeten Haken aus Metall, arbeitet die Tablet-Halterung von Hikig. Hier ist es jedoch nicht möglich, das Tablet hochkant einzuspannen.

Eine sehr einfache und dennoch praktikable Lösung ist das Anbringen eines Rückenlehnenschutzes mit Tablet-Tasche. Die schont den Rücksitz vor schmutzigen (Kinder-)Füßen und bietet meist viel Stauraum für Essen, Trinken, Elektronik und natürlich Spielzeug. Das Tablet sitzt dabei in einem meist oben und mittig angebrachten Fach mit transparenter Kunststofffolie. Diese Schicht wirft dabei gerne Wellen und reflektiert das Licht ungleichmäßig. Das trübt die Bildqualität deutlich, was aber zumindest Kinder häufig nicht stört. Die Touch-Funktionalität bleibt auch durch die Folie erhalten.

Derartige Taschen sind vergleichsweise günstig. Sie kosten einzeln ab 12 Euro und im Doppelpack ab 17 Euro.

Als Tablet-Halterung für den Rücksitz genügen meist schon sehr einfache und günstige Lösungen. Wir empfehlen zum Beispiel die Halterung mit Arm des Amazon-Händlers Fappen. Aber auch die komplett flexiblen Halterungen haben ihren Reiz, genauso wie die Rücksitzschoner mit Tablet-Fach. Gerade letzteres sollte ohnehin jeder Autobesitzer mit Kindern am Rücksitz haben, allein schon als Aufbewahrungsmöglichkeit für Spielzeug & Co. und damit schmutzige Schuhe nicht das Polster verdrecken. Wer dagegen eine Lösung für die Vordersitze sucht, wird in unserer Kaufberatung Smartphone-Halterungen fürs Auto: Darauf kommt es an fündig.

Wer sich beim Tablet-Kauf noch nicht sicher ist, dem empfehlen wir unseren Ratgeber Billigheimer: Tablets von 40 bis 150 Euro. Besonders günstig sind Amazon-Tablets, die mit Google-Apps (Ratgeber) noch flexibler werden. Hier erklären wir, wie viel Tablet tatsächlich nötig ist.

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