Homeoffice, Streamen, Spielen: So gut sind Laptops bis 500 Euro

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Schon für unter 500 Euro bekommt man gute Laptops zum Arbeiten und für Unterhaltung. Worauf Käufer achten sollten und welche Geräte zu empfehlen sind, zeigt der Ratgeber.

Das Budget ist begrenzt, aber ein neuer Rechner fürs Homeoffice, zum Lernen oder für Unterhaltung muss her? Wer ein Laptop zum Arbeiten, Surfen oder Streamen braucht, muss nicht viel Geld ausgeben. Im Preisbereich bis 500 Euro finden sich bereits Geräte, die für die meisten täglichen Aufgaben gut gerüstet sind.

Wir zeigen in dieser Kaufberatung, wie das Angebot für Notebooks im Preisbereich bis maximal 500 Euro aussieht. Neben Geräten mit einfachen Prozessoren finden sich hier bereits leistungsstarke Prozessoren wie Intel Core i5 oder AMD Ryzen 5. Selbst Varianten mit Aluminium-Gehäuse stechen aus der Masse der Kunststoff-Rechner hervor. Häufig handelt es sich um Vorjahresmodelle oder ältere Geräte.

Im Fokus stehen Windows-Rechner, aber auch auf Chromebooks (Ratgeber) als Alternative gehen wir ein. Einen guten Überblick über das allgemeine Notebook-Angebot bietet unser Ratgeber Windows-Laptops von 200 bis 3000 Euro: Homeoffice und Gaming.

Die Bandbreite an Prozessoren ist groß bei preiswerten Laptops. Kompakte und besonders preiswerte Modelle nutzen häufig einen Intel Pentium Silver oder Intel Celeron mit Dual-Core. Diese reichen zwar aus für einfache Aufgaben, etwa Mails schreiben, Office-Programme oder Surfen. Durch das gemächliche Tempo benötigen PC-Nutzer aber eine Menge Geduld. Wir raten hier mindestens zu einem Intel Core i3 oder AMD Ryzen 3. Besser wäre ein Core i5 oder Ryzen 5.

Vorsicht ist geboten bei Windows-Laptops mit ARM-Prozessoren wie dem Snapdragon 8c. Diese finden sich bei günstigen und kompakten Notebooks. Zwar bieten die Geräte aufgrund der sparsamen ARM-Architektur meistens eine gute Akkulaufzeit. Allerdings ist die Nutzung von Software unter Windows 11 oder Windows 10 eingeschränkt. Programme laufen nur, wenn sie speziell für ARM-Chips angepasst sind. Der Arbeitsspeicher fasst in der Regel 8 GByte RAM – weniger sollten es auch nicht sein, weshalb wir von Rechnern mit nur 4 GByte RAM abraten.

Auf eine dedizierte Grafikkarte verzichten die meisten Notebooks in diesem Preissegment. Und wenn, dann kommen nur einfache Chips von Nvidia zum Einsatz, die für anspruchsvolle 3D-Spiele zu schwach sind. Die meisten Notebooks unter 500 Euro müssen mit einer integrierten GPU vorliebnehmen, wie der Intel UHD Graphics oder AMD Radeon Graphics. Was Spiele angeht, eignen sich die preiswerten Geräte nur für Casual und Browser Games sowie ältere und einfache Spiele wie Solitär.

Bei Bildschirmen ist Full-HD-Auflösung (1920 × 1080 Pixel) der Standard. Vorsicht: Bei günstigen Laptops finden sich gelegentlich noch HD-Auflösungen von 1280 × 720 Pixel. Das wäre höchstens noch bei einem kleinen Gerät unter 12 Zoll akzeptabel. Bei einem Notebook mit 15,6 Zoll oder 17,3 Zoll sind Pixel bei HD-Auflösung viel zu dominant, was sich an grobkörniger Schrift in Word-Dokumenten zeigt. Auch das Streamen von Inhalten in Full-HD ist dann nicht möglich.

IPS gehört als Panel für LCD mittlerweile zum Standard. Die IPS-Technologie bietet bessere Kontraste und Strahlkraft. Zudem ist die Blickwinkelstabilität besonders gut ausgeprägt – das bedeutet, dass das Bild auf der Anzeige aus verschiedenen Perspektiven immer ablesbar bleibt. Besonders günstige Laptops kommen zum Teil aber noch mit TN-Panel. Diese sind günstiger in der Herstellung, bauen das Bild flott auf, haben aber eine schlechte Blickwinkelstabilität und schwächere Kontraste und Farbdarstellung.

Die größte Verbreitung und Nachfrage haben Notebooks mit 15,6-Zoll-Display, gefolgt von Modellen mit 14 Zoll. Eher seltener sind große Modelle mit 17,3 Zoll anzutreffen, das Gleiche gilt für 11,6 Zoll. Bei Laptops mit 15,6 Zoll ist das Preis-Leistungs-Verhältnis in der Regel am besten. Kleinere Geräte sind meistens etwas teurer oder bieten eine schwächere Ausstattung zum gleichen Preis.

Geräte mit Touchscreen finden sich bereits für unter 500 Euro. Dabei handelt es sich meistens um Convertible-PCs (Ratgeber). Diese können das Display komplett umklappen, um dann als übergroßes Tablet genutzt zu werden. Verglichen mit normalen Clamshell-Laptops sind diese aber teurer oder bieten zum gleichen Preis schwächere Prozessoren. Eine Ausnahme sind kompakte Laptops mit Touchscreen zwischen 11,6 und 13,3 Zoll. Diese gibt es bereits ab 200 Euro, allerdings nur mit langsamen CPUs und nur 4 GByte RAM-Speicher.

Als Datenträger haben SSDs die klassische Festplatte (HDD) längst abgelöst, auch wenn es noch ältere Geräte zu kaufen gibt. Die Speichergröße liegt üblicherweise bei 256 GByte, Geräte mit 512 GByte kommen der 500 Euro Grenze dann schon recht nahe. Billige Laptops nutzen teilweise noch langsamen Flash-Speicher, ab 300 Euro hat sich der schnellere Standard NVMe (Themenseite) mit M.2 PCIe als Schnittstelle weitgehend durchgesetzt.

Eine Schwachstelle von günstigen Notebooks ist das Tempo im WLAN. Die größte Verbreitung hat Wi-Fi 5 (802.11ac) und das langsamere Wi-Fi 4 (802.11n). Deutlich schneller ist Wi-Fi 6 (802.11ax), das auch mehr Geräte ins Netzwerk zulässt. Wir raten mindestens zu einem Modell mit Wi-Fi 5 zu greifen, wenn möglich, ist Wi-Fi 6 vorzuziehen (vorausgesetzt der heimische Router kann das auch).

Praktische Extras wie einen Fingerabdrucksensor bekommt man in der Preisklasse bis 500 Euro eher selten. Eine Webcam mit 0,9 Megapixel (HD-Auflösung) ist Standard. Ein HDMI-Anschluss sowie USB-Anschlüsse nach Typ-A und Typ-C sind mittlerweile üblich. Hier sollte man darauf achten, dass wenigstens einer der Anschlüsse den schnellen Standard ab USB 3.0 bietet – um etwa externe Datenträger anzuschließen. Idealerweise gibt es sowohl USB-C als auch USB-A. Bluetooth ab Version 4.1 beherrschen fast alle Geräte, einige auch Version 5.0.

Das sind die derzeit beliebtesten Windows-Laptops bis 500 Euro:

Idealerweise sollte das Laptop mindestens über einen Intel Core i5-1035G1 der 10. Generation verfügen. Noch besser wäre gleich den Core i5-1135G der 11. Generation. Entsprechende Geräte kratzen dann aber bereits an der 500-Euro-Grenze. Eine gute Alternative sind Prozessoren von AMD, hier empfiehlt es sich gleich zum Ryzen 5 mit Quad-Core zu greifen. Bei unseren Benchmarks schnitten Laptops mit Ryzen 5 sogar etwas besser ab als Modelle mit Core i5. Mehr zu dem Thema erklären wir im Ratgeber: Preiswerte Laptops ab 500 Euro: Welcher AMD Ryzen ist die beste Wahl?

Ist das Budget eher begrenzt und die Ansprüche nicht so hoch, bieten sich Laptops mit Intel i3-1005G1, Core i3-1115G4 oder AMD Ryzen 3 an, die bereits für unter 300 Euro erhältlich sind. Allerdings sind diese Modelle deutlich weniger leistungsstark als Geräte mit Core i5 oder Ryzen 5.

Der Preis-Leistungs-Sieger in unseren Augen ist derzeit das Dynabook Satellite Pro C50-H-11D für 300 Euro. Als CPU kommt ein Core i5 der 10. Generation zum Einsatz, 8 GByte-RAM-Speicher, eine 256-GByte-NVMe-SSD und ein Full-HD-Display mit 15,6 Zoll runden die solide Ausstattung ab.

Eines der besten Notebooks bis 500 Euro ist derzeit das Huawei Matebook D15 (Testbericht) in der 2021er-Ausführung mit Core i5-1135G7, 8-GByte-RAM und 256-GByte-SSD ab 429 Euro. Ähnlich stark und preiswert ist auch das Asus Business P1 P1511CEA-BQ1593R. Beide Rechner bieten aber nur Wi-Fi 5. Die kleineren 14-Zoll-Notebooks Huawei Matebook D14 und HP 340S G7 verfügen bereits über Wi-Fi 6.

Das Dynabook Satellite Pro C50D-B-115 gibt es mit Ryzen 5 ab 417 Euro. Interessant ist auch das Lenovo V15 mit Ryzen 5 für 487 Euro. Eine gute Wahl ist ferner das Acer Swift 3 SF314-43-R38H aus dem Vorjahr sowie das Lenovo Ideapad 3 oder Acer Aspire 5. Das beste Preis-Leistungs-Verhältnis unter den AMD-Geräten bietet derzeit das HP 15s-eq2453ng für 398 Euro. Fast alle Laptops mit Ryzen 5 nutzen bereits Wi-Fi 6.

Die Frage nach der Größe hängt von den eigenen Präferenzen ab. Wer das Gerät viel mitnimmt, zu Hause aber etwa einen Monitor besitzt, kann zum kompakten 14-Zoll-Modell greifen. Dieses ist leicht und kompakt und passt gut in einen kleinen Rucksack oder eine größere Handtasche. Mehr dazu erklären wir im Ratgeber: Leicht und trotzdem stark: Kompakte Laptops unter 1000 Euro.

Wer keinen Monitor hat, sollte eher zu größeren Notebooks ab 15,6 Zoll greifen. Eine Alternative sind große Modelle mit bis zu 17,3 Zoll. Mehr dazu erklären wir im Ratgeber Desktop-Ersatz: Was taugen große Laptops bis 17 Zoll ab 350 Euro?

Muss es immer Windows sein? Wer den Rechner hauptsächlich zum Surfen und Streamen nutzt und nicht auf Windows-Software angewiesen ist, bekommt in einem Chromebook eine preiswerte Lösung. Die Rechner booten rasant, bieten eine lange Akkulaufzeit und kennen faktisch keine Viren.

Allerdings ist die Nutzung von Windows-Software faktisch ausgeschlossen. Eine Ausnahme sind Android-Apps, die auf Chrome OS über einen Emulator laufen. Zudem funktioniert ein Chromebook offline nur eingeschränkt. Wer ohnehin alles mit dem Chrome-Browser macht und Google-Docs nutzt, kann hier aber zugreifen. Ein Chromebook bekommt man bereits ab 150 Euro, als Convertible gibt es Modelle ab 250 Euro. Mehr zum Thema erklären wir im Ratgeber Chromebooks ab 145 Euro: Günstige Alternative zum Windows-PC.

Wer ein Laptop zum Arbeiten im Homeoffice oder zum Surfen oder Streamen der Lieblings-Serie sucht, muss nicht mehr als 500 Euro ausgeben. Zum Spielen eignen sich diese Geräte mangels einer richtigen Grafikkarte aber nur eingeschränkt. Für Casual Games, ältere Titel oder Browser-Spiele reichen sie, für neuere Spiele mit anspruchsvoller Grafik sind sie aber nahezu unbrauchbar.

Einige Abstriche müssen aber Käufer machen, wenn die Obergrenze bei 500 Euro liegt. So ist die Verarbeitung oft einfach und mit viel Kunststoff gesegnet, auch wenn es schon Geräte mit Aluminium-Gehäuse gibt. Wi-Fi 6 ist nicht immer Standard. Zudem handelt es sich fast ausschließlich um Vorjahresmodelle. Damit das Laptop zukunftssicher bleibt, empfehlen wir zu einem Intel Core i5 der elften Generation oder einem aktuellen AMD Ryzen 5 zu greifen.

Einen Überblick vermittelt unser Ratgeber: Windows-Laptops von 200 bis 3000 Euro: Homeoffice und Gaming. Ist das Budget sehr begrenzt, empfehlen wir den Ratgeber: Die billigsten Windows-Laptops der Welt: Lohnt sich der Kauf? Wer mit dem Notebook auch spielen will, liest am besten den Beitrag: Gaming-Laptops: Spielspaß für zu Hause und unterwegs ab 666 Euro.

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