Highspeed mit RC-Autos: Rasante Flitzer ab 50 km/h bis 200 Euro

WL Toys 1/14 2.4G 4WD High Speed Racing RC Car

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Pools für jeden Garten: Planschbecken, Quick-Up-Pool, Whirlpool und DIY

Pools für jeden Garten: Planschbecken, Quick-Up-Pool, Whirlpool und DIY

Handyhalterung fürs Auto: Qi und kabelgebundenen Modelle ab 10 Euro

Handyhalterung fürs Auto: Qi und kabelgebundenen Modelle ab 10 Euro

Handstaubsauger mit UV-Licht: Sind Milbensauger die Lösung für Allergiker?

Handstaubsauger mit UV-Licht: Sind Milbensauger die Lösung für Allergiker?

GPS-Sportuhr und Fitness-Tracker für Läufer: Welche Uhr zum Joggen und Training?

GPS-Sportuhr und Fitness-Tracker für Läufer: Welche Uhr zum Joggen und Training?

Mit Hochgeschwindigkeit über Stock und Stein oder Asphalt: Ein RC-Buggy oder Rennauto entfaltet bei Geschwindigkeiten jenseits der 50 km oder h ein ganz neues Fahrgefühl.

Eine Spritztour mit einem RC-Auto kann ein großer Spaß für Groß und Klein sein. Eine Einschränkung von kleinen und preiswerten ferngesteuerten Flitzern ist allerdings die begrenzte Höchstgeschwindigkeit. Viele Fahrzeuge erreichen hier nur 15 bis 20 km/h, einige wenige 30 km/h. Für wen das zu langweilig ist, der greift zu einem Rennauto oder Buggy mit einem Tempo von 70 km/h und mehr.

Wir haben uns zwei rasend schnelle und geländetaugliche RC-Buggys unter 200 Euro angesehen und erklären in diesem Ratgeber, auf was angehende Rennpiloten dabei achten sollten. Zudem geben wir einen Ausblick auf weitere Fahrzeuge, die der Markt derzeit für unter 200 Euro hergibt.

Weitere Beiträge rund um ferngesteuerte Fahrzeuge finden sich in unserer Themenwelt RC-Spielzeug. Der Einstieg in diese Welt muss nicht teuer sein, wie unser Ratgeber ferngesteuerte Autos: Schneller Spaß ab 30 Euro zeigt. Wer lieber in den eigenen vier Wänden unterwegs ist, kann einen Blick auf Mini-RC-Autos für die Hosentasche ab 9 Euro werfen. Einen guten Rundumblick zu Autos, Booten und Flugzeugen geben wir zudem im Ratgeber Abgefahrenes RC-Spielzeug bis 50 Euro.

Eines müssen wir vorwegnehmen: Schnelle ferngesteuerte Fahrzeuge, die Spitzengeschwindigkeiten jenseits der 50 km/h erreichen, sind nichts für Anfänger und schon gar nicht für Kinder. Zumindest ohne Begleitung eines Erwachsenen sollte man die Jüngsten nicht damit fahren lassen. Denn ein Unfall mit dem Spaßgerät kann schnell Sach- oder gar Personenschaden verursachen.

Bevor es damit auf Spritztour geht, empfiehlt sich ein Ort, der genügend Platz bietet. Bei einem RC-Buggy eignet sich zudem eine Wiese, sofern das Gras nicht zu tief ist. Ein größerer Platz wäre ebenfalls eine Möglichkeit, sofern sich dort nicht zu viele Leute tummeln. Weniger geeignet sind Gehwege oder öffentliche Straßen vor dem Haus, speziell, wenn diese stark von Autos oder Radfahren genutzt werden.

Idealerweise sollte man einen Ort wählen, an dem wenige oder gar keine Hindernisse im Weg sind. Bei einem Tempo von 75 km/h und mehr kann ein Crash schnell das Ende eines RC-Rennautos bedeuten - oder schlimmeres. Bei dieser Geschwindigkeit legt das Fahrzeug fast 20 Meter in der Sekunde zurück. So hat uns ein unachtsamer Moment mit einem damit verbundenen Aufprall gegen eine Hauswand Teile des Heckspoilers gekostet. Ein Zusammenprall mit einer anderen Person birgt zudem die Gefahr von Verletzungen.

Empfehlenswert ist bei häufiger Nutzung eines RC-Rennautos eine Haftpflichtversicherung. Vor Abschluss sollte man darauf achten, dass die Nutzung von ferngesteuerten Modellautos eingeschlossen ist. Im Zweifel sollte man die Versicherung vorab kontaktieren. Eine Alternative ist die Mitgliedschaft im Deutschen Minicar Club. In der Jahresgebühr ist ein ausschließlich auf RC-Sport bezogener Versicherungsschutz enthalten.

Beim Großteil der besonders schnellen RC-Autos unter 200 Euro handelt es sich um Buggys, also geländegängige Rennfahrzeuge. Diese zeichnen sich durch ein leichtes Gewicht, Allradantrieb und große sowie stark gefederte Räder aus. Speziell die Federung erlaubt den Einsatz des RC-Buggys im Gegensatz zu herkömmlichen Rennautos auch auf unbefestigter Strecke. Das erlaubt einen flexibleren Einsatz abseits der Strecke, bei dem nicht immer der Flitzer steckenbleibt.

Über Allradantrieb verfügen alle hier gezeigten ferngesteuerten Rennautos. Das erhöht die Traktion des Fahrzeugs, indem die Kraft auf alle vier Räder verteilt ist. Da der Elektromotor bei diesen Flitzern viel Kraft umsetzen will, verhindert die Verteilung des Antriebsschlupfs auf alle vier Räder das Durchdrehen der Reifen. Bei RC-Autos mit weniger Leistung spielt das keine so große Rolle, hier erfolgt der Antrieb meistens über die Hinterachse.

Wir haben uns zwei schnelle RC-Buggys näher angesehen: Das WL Toys 1/14 2.4G 4WD High Speed Racing RC Car erreicht laut Herstellerangaben etwa 60 km/h. Bei Banggood kostet das Fahrzeug derzeit 89 Euro. Andere Anbieter verlangen dafür normalerweise 120 Euro. Dank der Verfügbarkeit in Lagerhäusern in Europa ist es innerhalb einer Woche lieferbar. Ähnlich aufgebaut, aber mit 75 km/h noch schneller, ist der Eachine EAT14 RTR 1/14 2.4G 4WD. Bei Banggood kostet der Rennbuggy etwa 142 Euro. Der Versand aus China dauert bis zu drei Wochen. Beide Flitzer sind im Maßstab 1:14 gehalten und nutzen als Antrieb einen bürstenlosen Elektromotor.

Eine vergleichbare Alternative ist das etwas robuster wirkende Flyhal 1/10 Scale 4WD Remote Control RC Car bei Banggood für 75 Euro. Die Höchstgeschwindigkeit gibt der Händler mit 62 km/h an. Wer nicht gleich ganz so schnell unterwegs sein möchte, kann zum Carrera RC Profi Lime Star PX mit maximal 50 km/h greifen. Eine ebenfalls preiswerte Option für „Anfänger“ ist der kleinere LMIAOM PXTOYS 9302 1/18. Bei Banggood kostet der Buggy derzeit 50 Euro.

Deutlich seltener in dieser Preisspanne sind klassische Rennautos. Diese bieten zwar bisweilen auch Allradantrieb, kommen aber ohne die starke Federung der Räder wie bei einem Buggy aus. Günstigster Einstieg ist hier das HSKB 1/10 2.4G RC Auto, das bis zu 70 km/h schnell ist.

Komponenten wie Akku oder Motor sowie weitere Teile können bei vielen der schnellen RC-Buggys ausgetauscht werden. Empfehlenswert ist hier ein zusätzlicher Akku zum Wechseln, damit der Fahrspaß nicht zu schnell vorbei ist. Weiteres Zubehör für das Modell von WL Toys findet sich auch direkt bei Banggood.

Die Anforderung an den Akku ist bei einem so schnellen RC-Fahrzeug eine ganz andere als bei einem günstigeren und langsameren Modell. Neben einer besonders hohen Kapazität müssen diese auch noch genügend Leistung für den Elektromotor liefern. Bei allen hier gezeigten Modellen kommen LiPo-Akkus mit zwei Zellen zum Einsatz. Bei einigen Fahrzeugen ist zudem die Reihenschaltung von zwei Akkus möglich.

Das WL Toys 1/14 2.4G 4WD High Speed Racing RC Car haben wir gleich mit drei Akkus mit einer Kapazität von jeweils 2600 mAh sowie einer pistolenförmigen Fernsteuerung mit 2,4 GHz bekommen. Die Akkus verfügen über eine Leistung von knapp 20 Wh bei 7,4 Volt Spannung. Die Ladezeit beträgt knapp 3 Stunden. Der Aufbau des Eachine EAT14 RTR 1/14 2.4G 4WD ist fast identisch. Eine Fernsteuerung sowie ein LiPo-Akku mit zwei Zellen bei einer Kapazität von 2800 mAh, 7,4 Volt und über 20 Wh Leistung inklusive USB-Ladekabel liegen bei. Die Ladezeit für den Akku beträgt hier etwa 4 Stunden.

Zur Entnahme und Befestigung der Batterie entfernt man die Kunststoffkarosserie. Diese ist mit zwei Klemmen am Chassis befestigt. Darunter befindet eine Wanne für den Akku mit einem Befestigungsband sowie der Einschaltknopf.

Beim Einbau in das Modell von WL Toys erlebten wir dann eine unschöne Überraschung: Der mitgelieferte Akku passte nicht auf Anhieb in die dafür vorgesehen Schale im Unterboden des Fahrzeugs. Glücklicherweise befinden sich auf der Unterseite des Chassis zahlreiche Schrauben, mit der man die Breite der Halterung für den Akku anpassen kann. Der beigelegte Befestigungsgurt war zudem zu kurz für die größere Batterie. Wir haben mit einem Gummiband für eine Fixierung gesorgt. Beim Eachine EAT14 hingegen passte der mitgelieferte Akku genau in das dafür vorgesehene Fach. Zusätzlich verfügt der Motor sogar über einen zusätzlichen Kühler.

Etwas umständlich: Bevor es losgeht, drückt man einen Knopf am Chassis zwischen Motor und Batterie, bis ein Piepen ertönt. Dazu ist es nötig, die Karosserie abzunehmen. Jetzt hat man fünf Minuten Zeit, das Fahrzeug in Betrieb zu nehmen, bevor es sich automatisch abschaltet. Anschließend klemmt man die Karosserie fest und schaltet die Fernbedienung ein. Die Fernsteuerung bietet einen Gashebel für den Zeigefinger und ein Steuerrad für die Lenkung. Über zwei Drehregler trimmen Fahrer auf Wunsch die Lenkung und Beschleunigung.

Der Kopplungsvorgang mit der Fernbedienung klappt auf Anhieb und von allein. Standardmäßig nutzen alle hier vorgestellten RC-Rennfahrzeuge eine pistolenförmige Fernsteuerung, die auf 2,4 GHz sendet. Das bietet den Vorteil, dass mehrere Nutzer mit dem gleichen Fahrzeug in unmittelbarer Nähe fahren können, ohne sich gegenseitig zu stören. Analoge Funkverbindungen im MHz-Bereich finden sich nur noch bei sehr günstigen ferngesteuerten Fahrzeugen.

Bevor man das erste Mal losfährt, sollte man darauf achten, dass sich keine Personen oder Gegenstände in Fahrtrichtung befinden. Denn der Racer beschleunigt wahnsinnig flott. Mit einem zaghaften Finger ist aber zunächst ein langsameres Tempo möglich. Die Steuerung reagiert flott und direkt. Eine proportionale Lenkung erlaubt präzises Steuern. Der Unterschied zu einer herkömmlichen Steuerung: Die Räder schlagen nicht bei jeder Lenkbewegung maximal ein, sondern bewegen sich nur so weit, wie der Pilot das Rädchen an der Fernsteuerung bedient. Wer dennoch bei voller Geschwindigkeit einen stärkeren Lenkvorgang wagt, sorgt meistens für einen U-Turn – was sehr spektakulär aussieht und eine Menge Spaß macht.

Das Fahrzeug ist erstaunlich gut im Gelände unterwegs und kommt auch auf Rasen gut zurecht – sofern dieser nicht zu tief ist, dann droht Festfahren, weil die Räder nicht genug Verbindung zum Boden haben. Auf Schotter drehen die Räder in der Regel durch, was spezielle Anforderungen an die Kontrolle des Fahrzeugs stellt. Am besten beschleunigt der RC-Buggy auf Asphalt und nur hier dürfte die Höchstgeschwindigkeit möglich sein. Auch wenn der ferngesteuerte Flitzer bei Höchsttempo gut 16 Meter in der Sekunde zurücklegt, reicht die Reichweite von gut 100 Meter der Fernsteuerung aus, um das Fahrzeug zu kontrollieren. Weiter weg sieht man den Buggy ohnehin nicht mehr gut genug.

Nach etwa 15 Minuten ist der Akku leer, was sich daran bemerkbar macht, dass die Steuerung nicht mehr so gut reagiert und eine rote Leuchte an der Fernsteuerung blinkt. Bevor man die Karosserie entfernt, um den Akku zu entnehmen, sollte man etwas warten. Sowohl der Akku als auch insbesondere der Elektromotor werden sehr heiß – hier droht Verbrennungsgefahr für die Finger.

Das Handling des Eachine EAT14 RTR 1/14 2.4G 4WD ist ähnlich, nur dass es mit 75 km/h nochmals deutlich schneller ist. Allerdings ist es nicht einfach, die Höchstgeschwindigkeit überhaupt zu erreichen, da meistens ein Hindernis oder eine Person in die Quere kommt. Das hohe Tempo geht zulasten des Akkus, sodass der EAT14 bereits nach 12 Minuten schlapp macht.

Eine Fahrt in einem schnellen RC-Buggy macht gigantisch Spaß. Danach erscheint einem die Fahrt in einem anderen ferngesteuertem Fahrzeug wie eine schnöde Spazierfahrt. Bereits ab 80 Euro bekommt man RC-Flitzer mit Geschwindigkeiten jenseits der 60 km/h. Aufgrund der Robustheit und Federung, die auch einen Einsatz auf dem Rasen erlaubt, sind Buggys gegenüber klassischen Rennautos im Vorteil.

Allerdings sollte man dafür wirklich nur geeignete Orte aufsuchen mit genügend Platz und Auslaufzonen, um andere nicht zu gefährden. Für Kinder sind solche Fahrzeuge nicht geeignet – zumindest nicht ohne Aufsichtspersonen. Anfänger sollten zu Beginn vorsichtig sein und sich Zeit nehmen, sich schrittweise an das Fahrverhalten zu gewöhnen.

Wer nicht so schnell unterwegs ein will, wirft einen Blick auf gemächliche Alternativen in unserem Ratgeber ferngesteuerte Autos: Schneller Spaß ab 30 Euro. Eine Möglichkeit für Kinder in den eignen vier Wänden sind ferngesteuerte Miniatur-Modelle. Mehr dazu zeigen wir in unserem Ratgeber Mini-RC-Autos für die Hosentasche ab 9 Euro. Einen Rundumblick zu RC-Spielzeug bieten wir zudem im Ratgeber Abgefahrenes RC-Spielzeug bis 50 Euro.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.