TechStage | Tests, Ratgeber und Kaufberatungen zu Smartphones, Smart Home, Computer und Technik, die Spaß macht

Gaming-Smartphone

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Kindersicherung für Steckdosen: von günstig bis super

Ratgeber: Enterprise-WLAN für große Wohnungen, Häuser und Schulen

iPhone 13: So schnell werden die neuen Apple-Smartphones billiger

Kaufberatung: Elektrisch höhenverstellbare Tische ab 175 Euro

Aktuelle Mobile Games wie Diablo oder Fortnite bieten Unterhaltung auf Konsolen-Niveau. Allerdings muss das Smartphone bestimmte Hardware-Anforderungen erfüllen, damit die Games ordentlich laufen. Wir zeigen, welche Smartphones sich ab 180 Euro eignen.

Genauso wie PC- und Konsolenspiele stellen auch AAA-Titel für Smartphones, die jüngst zur Gamescom 2021 vorgestellt wurden, bestimmte Mindestanforderungen an die Hardware des Handys. Während simple Browser-Games und Geschicklichkeits-Tests mit niedriger Auflösung und einfachem Gameplay auch auf einem fünf Jahre alten Mittelklasse-Smartphone noch gut zu spielen sind, stoßen solche Oldies und auch aktuelle Einsteiger-Handys bei Top-Titeln Hardware-technisch an ihre Grenzen.

Die Hardware-Ausstattung eines drei Jahre alten Samsung Galaxy S9 (Testbericht) scheint sich von den reinen Daten her nicht allzu sehr von einem aktuellen Galaxy S20 FE 5G (Testbericht) zu unterscheiden. Beide Modelle sind mit einer Achtkern-CPU mit 2,7 bis 2,8 GHz Taktfrequenz und separater Grafikeinheit (GPU) ausgestattet. Der Unterschied liegt im Detail und ist gewaltig. Der betagte Exynos 9810-Prozessor im S9 wurde im S20 FE 5G vom schnellen Snapdragon 865 abgelöst. Zudem kann die CPU im S20 auf 8 GByte RAM zugreifen, während der Arbeitsspeicher im S9 auf magere 4 GByte beschränkt ist. Darüber hinaus hat sich die Leistung der GPU im Lauf der Jahre nahezu verdoppelt. Die üblichen Benchmark-Tests wie Antutu oder Geekbench sprechen eine deutliche Sprache: Der Leistungsunterschied zwischen beiden Modellen liegt bei komplexen Daten- und Grafikberechnungen bei 35 bis 50 Prozent zugunsten des S20.

Bei älteren oder preiswerteren Vergleichsmodellen wie beispielsweise einem Galaxy S2 fällt der Unterschied noch dramatischer aus, sodass einige Games auf solchen Handys nahezu unspielbar sind. Darüber hinaus werden solche Modelle nicht mehr mit aktuellen Android-Versionen versorgt, sodass sich manche Spiele erst gar nicht installieren lassen. Deshalb sollten ambitionierte Gamer nach einem Smartphone Ausschau halten, das die aktuellen Anforderungen ans High-End-Gaming standhält.

Bei den Mindestanforderungen an die Smartphone-Hardware geben sich die Publisher stets sehr großzügig, um einen möglichst breiten Kundenkreis ansprechen zu können. Das Game kann theoretisch auch auf einer mehrere Jahre alten „Krücke“ oder einem billigen Einsteiger-Handy gespielt werden. Doch der Spielspaß geht ganz schnell flöten, wenn die Spielgrafik mit 5 Bildern pro Sekunde (fps) übers Display ruckelt. Deshalb sollten die Minimalvoraussetzungen stets mit Vorsicht genossen und im Zweifel zu einem leistungsstärkeren Handy gegriffen werden.

Nachfolgend exemplarisch die Mindestvoraussetzungen für einige beliebte Mobiles Games:

  • Asphalt 9: Android 4.3, 2 GB RAM, Snapdragon 665 (empfohlen), GPU: Adreno 618 (empfohlen)
  • Call of Duty Mobile: Android 5.1, 2 GB RAM, Dual-Core-CPU mit 1,2 GHz, GPU: keine Angabe
  • Diablo Immortal (Alpha-Version): Android 5.0, 2 GB RAM, Snapdragon 710 oder Kirin 810, GPU: keine Angabe
  • Fortnite: Android 8.0, 4 GB RAM, ARM64 Prozessor, GPU: Adreno 530, Mali-G71 MP20, Mali-G72 MP12
  • Genshin Impact: Android 7.0, 3 GB RAM, Arm v8a 64 Bit-CPU, GPU: keine Angabe
  • Hearthstone: Android 7.0, 2 GB RAM, CPU mit 1,2 GHz, GPU: keine Angabe
  • League of Legends: Wild Rift: Android 5.0, 2 GB RAM, Quad-Core-CPU mit 1,5 GHz, GPU: Mali-T860
  • Modern Combat Versus: Android 4.4, 2 GB RAM, Snapdragon 600, Octa Core 1.7 GHz oder ähnlich, GPU: Adreno 320 oder ähnlich
  • Real Racing 3: Android 4.4, 2 GB RAM, Qualcomm Snapdragon 800, 2.27 GHz oder ähnlich (empfohlen), GPU: Adreno 330 oder ähnlich (empfohlen)
  • Total War Battles: Warhammer: Anforderungen noch nicht bekannt gegeben

Eine Übersicht der aktuellen AAA-Games inklusive Bilderstrecke zeigen wir an anderer Stelle

Wer keine Kompromisse eingehen will und aktuelle 3D-Games mit einer Auflösung von bis zu 3.200 x 1440 Pixel mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz oder mehr spielen möchte, sollte zu einem aktuellen, für Gaming optimiertes High-End-Smartphone mit folgenden technischen Daten greifen:

  • CPU/GPU: Snapdragon 888 mit Adreno-660-GPU, Kirin 9000 mit Mali G78-GPU oder Exynos 2100 5G mit Mali-G78-GPU Mediatek Dimensity 1200 mit Mali G77-MC9-GPU.
  • RAM: 6 bis 12 GB
  • Display: OLED oder IPS-LCD mit mindestens Full HD-Auflösung (1.920 x 1.080) und 90 bis 144 Hz Bildwiederholfrequenz
  • Android-Version: 11.0

Bei iPhones von Apple fällt die Wahl aufgrund des überschaubaren Angebots weniger schwer. Das aktuelle iPhone 12 Pro (Testbericht) bringt iOS-Games mit seiner Bionic A14-CPU mit einer Taktfrequenz von 3,1 GHz sehr flüssig auf das mit 2532 x 1170 Pixel auflösende Retina-Display. Allerdings ist die Bildwiederholfrequenz gegenüber den High-End-Androiden auf 60 Hz beschränkt.

Die meisten Games lassen sich auch noch auf einem vier Jahre alten iPhone 8 (Testbericht) mit ausreichender Geschwindigkeit zocken, was vor allem am langen Update-Zyklus für neue iOS-Versionen liegt, der in der Regel bei 5 Jahren liegt. Bei Apple bedeutet das im Gegensatz zu Android: Alles, was man mit seinem iPhone im App Store runterladen kann, läuft auch flüssig.

Handys gibt es in fast allen Preisklassen von unter 200 bis über 1.000 Euro. Nachfolgend zeigen wir empfehlenswerte Modelle zum Zocken für fast jeden Geldbeutel.

Zum Schnäppchenpreis von rund 180 Euro ist das Motorola Moto G30 gut ausgestattet, um Games flüssig darzustellen. Dafür sorgen der Snapdragon-662-Prozessor, der auf satte 6 GB RAM zugreifen kann, sowie die aktuelle Android-Version 11. Das einzige nennenswerte Zugeständnis an den niedrigen Preis ist die vergleichsweise geringe Auflösung von 1.600 x 720 Pixeln. Die sorgt aber im Gegenzug dafür, dass Spiele trotz vergleichsweise schwachem Chipsatz flüssig laufen.

Weitere Smartphones bis 200 Euro haben wir an anderer Stelle zusammengefasst. Hier steht Gaming zwar nicht im Vordergrund, gute Technik gibt es aber dennoch.

Im Preisbereich zwischen 200 und 300 Euro gehört das Xiaomi Mi 10T Lite (Testbericht) für rund 250 Euro zur Spitzengruppe. Sein schnelles IPS-Display mit einer Bildwiederholrate von 120 Hz und einer Auflösung von 2400 x 1080 Pixeln wird von einem Snapdragon 750G befeuert, der mit 6 GB RAM ausgestattet ist. Unter dem vorinstallierten Android 10 laufen fast alle aktuellen Games. Ebenfalls bis 300 Euro gibt es regelmäßig das Xiaomi Poco F3 (Testbericht). Es zeichnet sich durch noch bessere Technik wie Snapdragon 870, 8 GByte RAM und einer Display-Auflösung von 2400 x 1080 Pixel und bis zu 120 Hz aus.

Weitere Alternativen zeigen wir in unserer Top 10 der Smartphones bis 300 Euro.

Für durchschnittlich 320 Euro gehört das Xiaomi Mi 10T zu den am besten fürs Gaming geeigneten Smartphones in diesem Preissegment. Für die nötige Rechenleistung sorgt die CPU Snapdragon 865 in Verbindung mit 6 GB RAM. Das Display hat eine Auflösung von 2.400 x 1.080 Pixeln und unterstützt eine Bildrate von bis zu 120 Hz. Getoppt wird das in der Preisklasse bis 400 Euro vom Moto G100 mit Snapdragon 870 und 8 GByte RAM, das allerdings nur eine Bildwiederholrate von 90 Hz schafft.

Auch mit einem Apple iPhone 8 (Testbericht) spielt man die meisten aktuellen AAA-Games flüssig. Das Smartphone liegt derzeit bei rund 340 Euro, läuft mit aktuellem iOS 14, bietet mit 2 GByte allerdings vergleichsweise wenig RAM. Das Display mit 4,7 Zoll Bildschirmdiagonale dürfte zudem für ein ordentliches Spielerlebnis etwas klein geraten sein. Beim Update-Zyklus dürfte das iPhone 8 jedoch nach 2021 rausfallen. Hier würden wir lieber gleich zum iPhone SE 2020 oder iPhone XR greifen. Beide Modelle gibt es im Preisbereich bis 500 Euro.

Weitere Top-Smartphones bis 400 Euro haben wir an anderer Stelle zusammengefasst. Hier liegt der Fokus auf der Gesamtperformance und nicht nur Gaming.

Das Samsung Galaxy S20 FE (Testbericht) bietet viel Hardware-Leistung für rund 480 Euro. Im Gegensatz zu den Vorgängermodellen mit Exynos-CPU wird die neue Version auch ohne 5G von einem Snapdragon 865 angetrieben, der in Gamer-Kreisen einen ausgezeichneten Ruf genießt. Bis zu 8 GB RAM reichen auch für speicherhungrige Spiele. Das 120-Hz-Display des Android-11-Handys mit OLED-Technik löst mit 2400 x 1080 Pixel auf. Entsprechend landet es in unserer Top 10 der besten Smartphones bis 500 Euro auch auf dem ersten Platz.

In derselben Liga spielt auch das Realme GT 5G (Testbericht), dass es zuletzt auch auf eine Top-Platzierung in unserer Bestenliste der Gaming-Smartphones geschafft hat. Es wird vom neuesten Snapdragon 888 angefeuert und bietet 8 GByte RAM sowie ein 120-Hz-Display. Display-Technik, Auflösung und Android-Version entsprechen den Specs des Samsung Galaxy S20 FE. In der Gesamtperformance belegt es in unserer Top 10 der Smartphones bis 500 Euro allerdings nur den vierten Platz, da das S20 FE etwa die bessere Kamera hat.

Wer Apple vorzieht, findet bis 500 Euro das iPhone SE 2020. Es kostet aktuell rund 445 Euro und bietet 3 GByte RAM und A13 Bionic Chip. Unser Tipp hier: Lieber zum iPhone XR greifen. Das hat zwar mit dem A12 einen älteren Chip, bietet aber ein deutlich größeres Display und kommt mit allen aktuellen Top-Games zurecht. Der Aufpreis gegenüber dem SE liegt aktuell bei 10 Euro.

Als echtes Gamer-Smartphone wird das ROG Phone 5 (Testbericht) von ASUS beworben – die Abkürzung bedeutet nichts anderes als „Republic of Gamers“. Das für knapp unter 900 Euro erhältliche Android-11-Smartphone kitzelt mit seiner Snapdragon-888-CPU und einer Speicherausstattung von 12 beziehungsweise 16 GByte RAM das letzte Quäntchen Leistung aus aktuellen 3D-Spielen heraus. Für flüssige Animationen sorgt das OLED-Display mit enorm schneller Bildwiederholrate von 144 Hz und einer Auflösung von 2.448 x 1.080 Pixeln.

Vergleichbar hohe Leistung bieten Oneplus 9 Pro (Testbericht) und Asus Zenfone 8. Beide Geräte kommen mit Snapdragon 888, 8, 12 oder 16 GByte RAM und Adreno 660 GPU. Im Detail unterscheiden sich hier eher Kamera, Besonderheiten wie Klinkenbuchse und der Preis.

Bei Apple belegt derzeit noch das iPhone 12 Pro (Testbericht) die Spitze der Messlatte. Es bietet 6 GByte RAM, 6,1 Zoll Display mit 2532 x 1170 Pixel sowie aktuellen A14 Bionic Chip. Los geht es hier bei 969 Euro. Wer gut 400 Euro sparen will, sollte sich das kleinere iPhone 12 Mini oder das Vorjahresmodell iPhone 11 ansehen. Beide Modelle bieten 4 GByte RAM und haben eine sehr ordentliche Gaming-Leistung. In Hinblick auf Displayauflösung würden wir zum iPhone 12 Mini greifen, dass mit 2340 x 1080 Pixel statt 1792 x 828 Pixel deutlich schärfer ist.

Die Hardware-Anforderungen von beliebten Handy-Games sind breit gefächert, doch meist werden von den Anbietern nur die Minimalvoraussetzungen angegeben. Deshalb sollten Gamer zu potenten Spielmaschinen für unterwegs greifen, die die Voraussetzungen aller aktuellen Spiele bei Weitem übertreffen und damit für ein besonders flüssiges Spielerlebnis sorgen. Schon ab rund 180 Euro kann der Spaß beginnen, wer regelmäßig am Handy zockt, sollte aber mehr ausgeben.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.