Handyhalterung fürs Fahrrad: klassisch ab 8 Euro, wasserfest oder mit Powerbank

Grefay Fahrrad-Handyhalterung

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Ein Smartphone ist eine nützliche Navigationshilfe beim Radfahren. Für einen zuverlässigen Halt sorgt eine passende Handyhalterung. TechStage zeigt, worauf es ankommt.

Die nächste Radtour steht an. Damit man unterwegs nicht verloren geht, bietet sich der Einsatz einer Navigations-App auf dem Smartphone an. Dafür braucht man aber eine passende Handyhalterung für das Fahrrad. Das Angebot reicht hier von einfachen Klemmhaltern oder Gummibändern bis hin zu wasserdichten Cases, Lenker- oder Rahmentaschen.

Es gibt unzählige Befestigungs-Möglichkeiten, nicht alle bieten aber festen Halt. Eine gute Handyhalterung fürs Fahrrad sollte einfach in der Handhabung sein, wenig kosten und das Smartphone sicher am Lenker halten. Besonders praktisch ist zudem etwa eine Handyhalterung mit integrierter Powerbank oder Licht.

Gerade bei gutem Wetter und viel Sonnenschein leidet allerdings die Ablesbarkeit des Displays. Hier empfiehlt sich der Einsatz eines Handys mit einer Helligkeit von mindestens 600 cd/m². Mehr dazu erklären wir im Ratgeber Smartphone-Displays: Panels, Auflösungen und Bildraten erklärt. Ein weiteres Problem im Sommer ist die Wärme der Sonne, der das Handy ausgesetzt ist. Darunter leiden besonders leistungsstarke Smartphones. Eine adäquate Halterung zur Lösung dieses Problems ist uns leider bisher noch nicht untergekommen.

Eine Handyhalterung für das Fahrrad muss nicht teuer sein. Bereits ab 8 Euro gibt es entsprechende Befestigungsmöglichkeiten für das Smartphone am Lenker. Hierbei ist zu unterscheiden zwischen Varianten mit einer Klammer für den Lenker und einfachen Gummibändern, mit denen man das Handy am Fahrrad fixiert.

Bei der Art der Fixierung des Handys gibt es zudem größere Unterschiede. Sehr simpel ist das Silikonband von Finn (Testbericht). Dabei handelt es sich um ein flexibles Band, das man samt Smartphone um den Lenker wickelt. Es ist widerstandsfähig und hält das Telefon sicher und fest. Die Montage ist anfangs jedoch etwas verwirrend und nicht so einfach, wie gedacht.

Beim Spigen Velo A250 (Testbericht) kommt eine u-förmige Klammer zum Einsatz, an die man das Smartphone mit Gummibändern an der Halterung befestigt. Beim Einspannen des Smartphones müssen Nutzer darauf achten, dass die seitlichen Tasten am Mobilgerät nicht gedrückt werden.

Die Handyhalterung von Lamicall nutzt zum Anbringen am Lenker eine Rundschelle. Bei Amazon kostet sie etwa 20 Euro. Vier Gummieinlagen sorgen dafür, dass sie an unterschiedlich dicken Lenkern gut hält. Dabei eignet sich die Halterung von Lamicall dank großzügiger Maße auch für Smartphones mit dicker Hülle. Zum Befestigen kommen jeweils oben und unten Klammern zum Einsatz.

Andere Varianten nutzen einen x-förmig angeordneten Greifarm, der auseinandergezogen wird. Ein Beispiel dafür ist die Fahrrad-Handyhalterung von Grefay. Diese kostet bei Amazon knapp 15 Euro und ist seit einiger Zeit bei uns im Gebrauch. Vergleichbar ist sie mit der Halterung von Inion. Die Klemme verfügt über vier Schutzecken für den sicheren Halt des Handys. Der Hersteller empfiehlt die Halterung für Smartphones von 3,5 bis 6,5 Zoll. Bei uns klappt es aber auch gut mit einem 6,7-Zoll-Gerät wie dem Xiaomi Mi 10T Pro (Testbericht).

Zum Einlegen drückt man einen Knopf auf der Unterseite herunter und dreht dann das Kunststoffrad so weit auf, dass die Arme weit genug ausgefahren sind. Anschließend legt man das Smartphone in die Halterung und betätigt erneut das Drehrad in die andere Richtung, bis die Arme an den vier Ecken des Handys greifen. Zum Herausnehmen geht man umgekehrt vor.

Wasserdichte Fahrradhalterungen für Smartphones gibt es in der Regel in drei Ausführungen: als Rahmentasche, als Lenkertasche und als klassische Handyhalterung. Der Vorteil einer Rahmen- und Lenkertasche: zusätzlicher Stauraum für Schlüssel, Geldbeutel, Flickzeug, Sonnenbrille und andere Gegenstände.

Wenn man auf zusätzlichen Stauraum verzichten kann, sind wasserdichte Cases für die Lenkstange eine gute Alternative, um das Smartphone vor Wasser zu schützen. Der Vorteil: Bei dieser Form der Halterung befestigt man die Halterung nicht mit einem Klettverschluss, sondern mit einem festen Ring. Dadurch hält das Smartphone verglichen mit einer Lenkertasche stabiler in der gewünschten Position am Lenker.

Die Hama Smartphone-Tasche Slim ist im Prinzip nichts anderes, als eine Kunststofftasche mit einer Schelle für den Rahmen. Optisch ansprechend ist sie nicht gerade aber preiswert und effektiv.

Die Handyhalterung von Wicked Chili schützt das Smartphone nach IPX5 wirkungsvoll gegen vor Wasser und Staub. Dabei handelt es sich um eins festes Case, in das man das Mobilgerät hineinlegt. Die schicke Lösung macht einen stabilen Eindruck – hat aber den Nachteil, dass die Hülle jeweils nur exakt zu einem bestimmten Smartphone-Modell passt. Ähnlich verhält es sich bei der Handyhalterung von Lifelf: Diese passt nur bei Smartphones mit einer Bildschirmdiagonale von 6,7 Zoll.

Der Fahrradhalter von Klickfix hingegen vereint die Vorteile einer Handyhalterung mit einer Lenkertasche. Sie ist flexibel und bietet einen kleinen Stauraum für Schlüssel und Geldbeutel. Diese Variante ist mit einem Klickverschluss an einem Metallring am Lenker befestigt.

Eine Lenkertasche mit einem Fach für Smartphones unter eine transparenten Folie vereint gleich mehre Vorteile: Transport des Smartphones am Lenker, Stauraum und Schutz vor Wasser.

Wir haben zwei Varianten von Lemgo und Bwbike ausprobiert. Die Montage erfolgt hier über einen Klettverschluss, allerdings befestigt man die Tasche direkt mittig an der Lenkstange. Dadurch behält man das Smartphone – zum Beispiel als Navigationshilfe – besser im Blick als bei einer Rahmentasche. Sonderlich hochwertig wirken die Tasche nicht, erfüllen aber ihren Zweck.

Das Smartphone befestigt man mit einem Klettverschluss unter der transparenten Folie des Deckels. Die Folie mit dem Smartphone-Einschub wirft leider Wellen, wodurch sie nicht plan auf dem Smartphone aufliegt. Das erschwert die Eingabe über den Touchscreen zusätzlich. Die Bedienung durch die Folie funktioniert, aber nur recht ungenau. Das klappt beim Swipen teilweise gar nicht. Nutzt man eine Navigations-App, ist es ratsam, das Ziel einzugeben, bevor man das Smartphone in die Tasche packt. Eine Entsperrung über Fingerabdrucksensor ist nicht möglich, wenn sich das Mobilgerät bereits hinter der Folie befindet. Sobald das Smartphone ausgeht, gelangt man auch nur schwer an den Einschaltknopf.

Das Modell von Lemego verfügt zusätzlich über eine kleine Blende als Sonnenschutz, die aber nicht sehr wirksam ist. Die Lenkertaschen sitzen ebenfalls etwas wackelig, zudem ist der Winkel ungünstig, sodass man den Kopf nach unten bewegen muss, um das Display abzulesen.

Das Prinzip der wasserdichten Lenkertaschen für Smartphones ist nahezu identisch mit einer Rahmentasche, nur gibt es deutlich weniger Platz. Im Test konnten wir ein Portemonnaie und einen Schlüssel unterbringen. Alternativ packt man ein Brillenetui statt des Geldbeutels hinein. Für mehr reicht der Platz nicht. Auch eine Powerbank samt Kabel kann mitgeführt werden, solange diese nicht länger als 16 Zentimeter ist.

Deutlich mehr Stauraum für Sonnenmilch, Getränke, eine Powerbank (Ratgeber) oder Sonnenbrille bieten wasserdichte Rahmentasche mit einem Fach und Sichtfenster fürs Smartphone. Diese bieten sich auch besonders gut für große Smartphones an. Allerdings ist die Position am Rahmen nicht ideal, da man den Kopf tief nach unten neigen muss, um das Display abzulesen.

Wer unterwegs mit dem Fahrrad ein Smartphone als Navi nutzt, leert damit schnell seinen Akku. Eine Antwort auf dieses Problem: Smartphone-Halterungen mit integrierter Powerbank. Alternativ nutzt man eine Lenkertasche und nimmt eine Powerbank dann mit. Wer ein E-Bike (Themenwelt) nutzt, kann zudem das Handy über den Akku des Zweirads laden, sofern ein passender Anschluss vorhanden ist. Einige E-Bikes bieten von Haus aus einen USB-Ausgang am Display oder am Akku an. Ein Beispiel dafür sind das Eskute Polluno (Testbericht) oder die Nachtostlösung Pendix Edrive 300 (Testbericht).

SKS Germany bietet die Compit+ bei Amazon ab 45 Euro an. Die Halterung mit Rundschelle hat eine integrierten Akku mit 5000 mAh, um damit das Smartphone unterwegs auf dem Rad aufzuladen. Smartphones mit Qi (Bestenliste) laden damit kabellos. Wer ein Gerät ohne Qi hat, kann ein USB-C-Kabel (Ratgeber) oder Apple Lighting anschließen.

Einige Halterungen mit Akku bieten sogar eine integrierte LED-Leuchte, damit kann man sich das Mitführen einer separaten Fahrradlampe sparen. Eine entsprechende Halterung mit 3000-mAh-Akku und Licht kostet bei Amazon etwa 25 Euro. Die Halterung von Bikight verfügt über einen Akku mit einer Kapazität von 4000 mAh und zwei LED-Leuchten als Fahrradlampe. Bein Banggood kostet sie etwa 35 Euro. Achtung, die integrierte Fahrradhupe ist in Deutschland eigentlich nicht zulässig.

Wer die Powerbank und das Handy auch unterwegs aufladen will, kann einen Blick auf die 5-in-1-Halterung von Xanes werfen, die es bei Banggood ab 35 Euro zu kaufen gibt. Die Powerbank verfügt über kleine Solarpanele, die bei Sonnenschein während der Fahrt aufgeladen werden können. Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass sich mit Sonnenenergie die Powerbank viel zu langsam auflädt, wie unser Ratgeber Solarstrom für Gadgets: Panels, Powerbanks und Rucksäcke zeigt.

Wer bereits eine Powerbank hat, kann zur Fahrradhalterung aus Gummi von Bone Collection greifen. An dem Gummiband befestigt man sowohl Handy als auch Powerbank.

Ein Smartphone ist auf einer Radtour ein hilfreiches Navigationsmittel. Deshalb gehört eine Handyhalterung eigentlich zum jeden Fahrrad. Wer das Mobilgerät unterwegs vor Regen, Feuchtigkeit und Schmutz schützen will, sollte eine Halterung auswählen, die wasserdicht ist. Bei einer Rahmen- oder Lenkertasche kann man damit weitere Gegenstände mitnehmen. Allerdings ist die Bedienung des Smartphones wegen der durchsichtigen Kunststofffolie über dem Display dann nur eingeschränkt möglich.

Damit unterwegs das Handy nicht zu schnell leer geht, bietet sich als Alternative eine Handyhalterung mit integrierter Powerbank an. Gerade beim Einsatz von Navigationsapps ist der Stromverbrauch immens. Alternativ nimmt man eine Powerbank in einer Lenker- oder Rahmentasche mit und verbindet diese per Kabel mit dem Mobiltelefon.

Mehr über die richtige Beleuchtung am Fahrrad zeigt unser Ratgeber Fahrradleuchten: Helles Licht mit Akku oder Batterie ab 15 Euro. Damit die Sicherheit nicht zu kurz kommt, empfehlen wir die Lektüre der E-Bike, MTB, Rennrad: Den richtigen Fahrradhelm finden, kaufen & pflegen. Wer sich gegen Pannen wappnen will, sollte zudem einen Blick auf die Bestenliste: Top 5 elektrischer Luftpumpen mit Akku für Auto & Fahrrad.

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