Handstaubsauger mit UV-Licht: Sind Milbensauger die Lösung für Allergiker?

Jimmy JV35 Anti-Milben-Staubsauger

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Milbensauger mit UV-Licht, Vibration und Wärme versprechen Hilfe für Allergiker gegen Milben im Bett oder auf Möbeln. Wie diese funktionieren, erklärt der Ratgeber.

Hausstaubmilben können für Allergiker zum großen Problem in den eigenen vier Wänden werden. Die winzigen Spinnentiere sind weniger als 0,5 mm groß und gedeihen hervorragenden in menschlichen Wohnungen. Besonders hoch ist die Konzentration von Hausstaubmilben im Bett – genauer gesagt in der Matratze und im Kopfkissen. Aber auch Polstermöbel sind ein beliebtes Refugium der Milben. Die kleinen Tiere ernähren sich mit Vorliebe von menschlichen Hautschuppen. Bei hoher Luftfeuchtigkeit geht es den kleinen Krabbeltieren zudem besonders gut.

Für Allergiker sind nicht die Milben selbst, sondern deren Kot, Eier sowie Körperreste ein Problem. Darin finden sich zahlreiche Allergene, auf die Menschen reagieren können. Pro Tag fabriziert eine Hausstaubmilbe etwa 20 Kotkügelchen. Zu großen Teilen besteht Hausstaub aus diesen Ausscheidungen. Rund ein Zehntel aller Menschen ist allergisch gegen Milben. Unter Asthmatikern ist es sogar ein Anteil von 90 Prozent. Neben Asthma kann ein chronischer Schnupfen eine allergische Reaktion sein auf die kleinen Hausgäste.

Um nicht permanent den Allergenen ausgesetzt zu sein, empfiehlt es sich häufig die Bettwäsche zu wechseln und auch Kopfkissen und Matratzenbezüge zu reinigen. Es gibt zudem spezielle Anti-Milben-Bettwäsche und Bezüge. Eine weitere Möglichkeit ist es, für eine Luftfeuchtigkeit von unter 50 Prozent und niedrigere Zimmertemperatur zu sorgen. Eine Erhöhung auf über 60 Grad Celsius töten Milben zusätzlich. Daneben bietet es sich an, regelmäßig das Bett und Polstermöbel abzusaugen. Hier kommen Milbenstaubsauger ins Spiel.

Ein Milbensauger ist eine spezielle Art eines Handstaubsaugers. Dieser zeichnet sich durch eine hohe Saugleitung aus. Diese sollte idealerweise oberhalb von 10 kPa liegen. Je mehr Leistung der Handstaubsauger in Watt hat, desto höher fällt in der Regel die Saugkraft aus. Zusätzlich sorgen die Geräte für eine starke Vibration mit Rollen, um Milben und deren Kot durch Klopfen aus den Textilien zu lockern und dann aufzusaugen. Der Clou bei vielen Milbenstaubsauger ist das UV-Licht, das die Geräte ausstrahlen. Dieses soll Milben, aber auch Bakterien und andere Keime abtöten. Dieses Feature bieten herkömmliche Staub- und Handsauger in der Regel nicht.

Die Wirkung von UV-Lampen bei der Milbenbekämpfung ist nicht unumstritten. Das UV-Licht greift prinzipiell als energiereiche Strahlung die Zellen der Milben an, was auch eine Studie bestätigt. Allerdings ist die Dauer der Bestrahlung recht kurz. Damit das UV-Licht möglichst gut einwirken kann, sollte man sich beim Saugen für eine gründliche Reinigung Zeit lassen und mit dem Gerät immer wieder über die Matratze, die Polstermöbel oder Kissen fahren. Wie eine UV-C-Lampe bei der Tötung von Keimen funktioniert, zeigt der Testbericht UV-Licht an, Viren und Keime aus? Cleansebot Roboter im Test.

Selbst wenn das UV-Licht nicht den gewünschten Effekt erzielt, ist die Vibration in Verbindung mit der Saugleistung ein hilfreiches Mittel, um Milben und deren Exkremente größtenteils zu entfernen. Wichtig ist hierbei ein HEPA-Filter beim Milbensauger. Diese verhindern, dass die aufgesagten Spinnentiere und der Kot wieder in die Raumluft gelangen. Zusätzlich erzeugen einige Geräte Wärme, die den Milben zusätzlich auf die Pelle rücken soll.

Es gibt eine Reihe von Handstaubsaugern mit UV-Licht, die sich zum Bekämpfen von Milben eignen. Preislich beginnen diese bei 35 Euro, etwa der ProfiCare PC-MS 3079, Sichler NX4175-944 oder Maxxmee Milben-Handstaubsauger, und reichen bis über 100 Euro. Die günstigeren Modelle bieten eine Leistung von 300 Watt. Etwas unpraktisch bei der Handhabung: Viele Milbensauger benötigen eine Steckdose, Modelle mit Akku sind selten. Zu den Ausnahmen gehört der Cleanmaxx Milben-Handstaubsauger mit Akku sowie der Hoover Ultravortex MBC 500 UV. Das Modell von Hersteller Cleanmaxx bietet aber nur eine Leistung von 100 Watt, was recht wenig ist. Beim Hoover Hoover MBC500UV mit Akku sind es immerhin 500 Watt.

Aufprobiert haben wir den Jimmy JV35 Anti-Milben-Staubsauger. Dieser kostet 95 Euro mit dem Coupon JMJV35DE bei Geekmaxi. Das Gerät zeichnet sich aus durch eine hohe Nennleistung von 700 Watt, ein Zyklon-Filtersystem und einem Saugdruck von ordentlichen 16 kPa. Das ist deutlich stärker, als es günstige Milbensauger leisten. Die meisten gewöhnlichen Handstaubsauger kommen selten über 10 kPa. Staubsaugroboter erreichen meistens nur 4 bis 5 kPa. Zusätzlich zur UV-Lampe mit 6 Watt, der starken Saugleistung mit Vakuum-Funktion und der Vibration erzeugt das Gerät spürbare Wärme mit etwa 60 Grad Celsius. Ein HEPA-Filter ist bereits eingebaut, ein zweiter liegt im Lieferumfang bei.

Kleiner Nachteil: Mangels Akku benötigt man eine Steckdose für das Netzkabel in der Nähe. Dieses ist mit 5 Metern aber lang genug, um den nächsten Stromanschluss damit gut zu erreichen. Dafür kann man das Gerät so lange nutzen, wie man will, ohne sich sorgen zu müssen, dass der Akku schlapp macht. Die Handhabung ist denkbar einfach: Einschalten und loslegen. Mit einem Gewicht von 2,6 kg ist der Milbensauger alles andere als ein Leichtgewicht. Dennoch kann er noch gut einhändig bedient werden. Zum Vergleich: Ein akkubetriebener Handstaubsauger wiegt in der Regel unter 1 kg bis knapp 2 kg.

Die Lärmbelastung liegt bei knapp unter 70 db, was einem leiseren Staubsauger entspricht. Standardmäßig ist sowohl die Vakuum-Funktion als auch das UV-Licht und die Wärme aktiviert. Diese kann man über den „Mode“-Schalter zusätzlich auf Wunsch deaktivieren. Es ist schon erstaunlich, wie viel Staub sich so ansammeln kann. Nachdem wir das Bett und die Couch abgesaugt haben, waren Milbenreste und Schmutz im Auffangbehälter mit 0,5 l Staubkapazität bereits sichtbar. Ob das UV-Licht oder die Wärme die Milben wirklich töten, können wir nicht nachprüfen. Aber die Saugleistung sorgt dafür, dass eine Menge Staub von der Matratze oder den Polstermöbeln eingezogen wird.

Wer der UV-Technologie nicht über den Weg traut, kann auch zu einem Handstaubsauger greifen, um Matratze und Möbel sauber zu halten. Es gibt zudem spezielle Polstersauger. Diese sind handlich genug, um damit die Möbel abzusaugen und bieten dazu passende Aufsätze. Wichtig ist hier ein HEPA-Filter sowie eine hohe Saugleistung.

Ein Akku-Staubsauger mit sehr hoher Leistung von 240 Airwatts ist unter anderem der Dyson V15 Detect: Stärkster Akkusauger mit Laser (Testbericht).

In einigen Haushalten finden sich zudem Dampfreiniger. Diese erzeugen unter hohem Druck heißen Wasserdampf, was beim Reinigen des Bodens Milben und Keime abtöten und entfernen soll. Der heiße Dampf hilft zusätzlich, beim Lösen von Schmutz. Für die gründliche Reinigung einer Matratze eignen sich solche Dampfreiniger allerdings nur bedingt. Dieser bedampft die Oberfläche nur und kann nicht tief genug in die Liegefläche eindringen. Zusätzlich müsste man dann die Oberfläche noch abwischen. Ein Milbensauger ist hier die deutlich bessere Wahl.

Anti-Milbensauger sind Handstaubsauger, die sich auf die Bekämpfung von Milben für Allergiker spezialisiert haben. Neben der hohen Saugleistung und der Vibration kommt meistens UV-Strahlung sowie Wärme zum Einsatz. Wie effektiv das UV-Licht und die Wärme bei der Milbenbekämpfung sind, lässt sich nicht abschließend beantworten. Die Kombination aller dieser Faktoren erhöht aber die Chancen, das Bett oder Möbel von Milben und deren Kot zu befreien.

Milbensauger-Modelle mit Akku sind eher selten. Wer dennoch ohne Kabel arbeiten möchte, sollte auf ein Gerät mit mindestens 400 Watt setzen, etwa der Hoover MBC500UV. Der von uns getestete Jimmy JV35 Anti-Milben-Staubsauger erwies sich als besonders saugstark. Es gibt bereits einige Geräte für unter 50 Euro, diese bieten dann aber meistens weniger Saugleistung.

Wer kabellos für eine saubere Wohnung sorgen möchte, dem empfehlen wir unsere Bestenlisten Top 5: Die besten Akkusauger – Dyson vor Samsung und Top 5: Das sind die besten Saugwischer mit Akku im Test. Wer ungern selbst Hand anlegt, kann einen Blick werfen auf unsere Top 10: Die besten Saugroboter kosten ab 230 Euro.

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