Günstiger als Philips Hue: Die besten smarten LED-Streifen ab 20 Euro im Test

LED-Streifen: RGBIC vs. Philips Hue Outdoor

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LED-Strips sorgen für eine schöne Atmosphäre – ob im Innenbereich oder Draußen. Manche leuchten nur in einer Farbe, andere können mehrere Farben gleichzeitig darstellen.

Entspannen, Party, Heimkino: Mit smarten LED-Strips lässt sich bei vielen Anlässen auf Knopfdruck passendes Licht für jede Stimmung erschaffen, die allein mit Decken- und Stehleuchten nicht möglich wären. Wir vergleichen die besten Modelle von Philips Hue, Cololight, Govee, Innr, Meross, Nanoleaf und Yeelight ab 35 Euro.

Wer sein Smart Home gezielt in indirektes Stimmungslicht tauchen möchte, stößt mit Leuchtmitteln in herkömmlicher Form schnell an Grenzen. Präziser als mit Glühbirnen oder Paneelen gelingt das mit flexiblen LED-Streifen. Sie lassen sich diskret, aber wirkungsvoll an vielen Stellen im Zuhause platzieren und dann zur rechten Zeit per Smartphone oder Schaltautomatik in passender Lichtstimmung zum Strahlen bringen.

Weder müssen es dafür die teuersten Produkte von Platzhirschen wie Philips Hue sein, noch lohnt es sich eine Ersparnis durch Selbstbaulösungen zu erkaufen. Inzwischen gibt es allerhand Fertiglösungen, die jede Menge smarte Funktionen draufhaben, mit vielen Smart-Home-Systemen harmonieren und trotzdem erschwinglich sind.

Bei der Auswahl haben wir gängige Kriterien zugrunde gelegt, die beim Kauf zu beachten sind. Das Wichtigste sind die Lichteigenschaften. Die Helligkeit reicht bei manchen Strips wirklich nur für heimeliges Dekolicht, bei anderen sogar für die Grundbeleuchtung. Im Vorteil sind LED-Streifen, die mit zusätzlichen Leuchtdioden auch kühles und warmes Weiß statt nur RGB-Farben mischen können.

Je mehr LED auf dem Streifen angeordnet sind, desto gleichmäßiger und diffuser wirkt das Licht. Falls sich die Pläne für die Lichtgestaltung mal ändern, ist es prima, wenn sich die Lichtschläuche kürzen oder verlängern lassen. Wir konzentrieren uns auf smarte LED-Streifen für drinnen, haben aber auch einige Outdoor-Modelle ausprobiert.

Besonders viele Einsatzzwecke lassen sich mit Lightstrips abdecken, die auch Extras wie einen Farbtemperaturwechsel im Tagesverlauf oder den Abgleich mit Musik und Videos ermöglichen. Idealerweise verstehen sich die Leuchtmittel auch mit genau den Funktionen und Geräten der Smart-Home-Plattform, die bereits zu Hause im Einsatz ist. Dem Bedienkomfort kommt es ebenfalls zugute, wenn sich das smarte Licht nicht nur per Smartphone und Sprache, sondern auch per physischer Taste oder einer Fernbedienung regulieren lässt. Nicht jeder Hersteller bietet alles auf einmal, sodass man sich meist für einen bestimmten Funktionsumfang entscheiden muss.

Und last but not least gibt es auch einige Modelle, die nicht nur eine Farbe aufleuchten lassen, sondern mehrere gleichzeitig. Bei Philips Hue nennen sich solche LED-Streifen „Gradient“, Govee bezeichnet sie mit RGBIC etwas technischer, nutzt aber auch Marketingbegriffe wie Dreamcolor. IC steht dabei für Independent Control: Mit einem zusätzlichen Chip können LEDs einzeln angesteuert werden, sodass LED-Streifen damit in der Lage sind, gleichzeitig unterschiedliche Farben darzustellen.

Bei smartem Licht denken viele an die hochpreisigen Zigbee-Produkte des niederländischen Herstellers Philips Hue. Doch es gibt eine preisgünstigere Alternative aus dem gleichen Land: Innr. Dessen LED-Streifen namens Flex Light Colour bietet sehr ansehnliche Lichteigenschaften für relativ wenig Geld.

Die Leuchtdiodenbündel können RGB-Farben und Weiß von kühler bis warmer Farbtemperatur sehr präzise darstellen. Außerdem sorgt die hohe Anzahl von 96 LEDs pro Meter für eine besonders gleichmäßige und damit behagliche Ausleuchtung. Die Zwei-Meter-Variante deckt mit maximal 550 Lumen nicht mehr als dekorative Einsatzzwecke ab. Doch die doppelt so lange Variante eignet sich mit einer Spitzenhelligkeit von 1000 Lumen sogar für die Grundbeleuchtung.

Erweitern oder kürzen lässt sich Innrs LED-Streifen nicht. Denn seinen Beinamen „Outdoor“ verdient sich der nach Schutzklasse IP67 wasser- und staubdichte Streifen nur, wenn seine Abdichtungen unangetastet bleiben. Einem Inneneinsatz tut die robuste Hülle keinen Abbruch. Vielmehr verstärkt der für Outdoor-Strips typische halbtransparente Mantel den angenehm diffusen Lichteindruck sogar.

Die Bedienung setzt zwingend eine Bridge als Bindeglied zum Heimnetzwerk voraus. Innr hat ein eigenes Modell samt Steuer-App am Start sowie auch zwei Schalter im Programm. Allerdings sind die Lösungen von Innr nicht nur zur Hue-Bridge kompatibel, sondern auch zu den Smart-Home-Zentralen (Bestenliste) Homey Pro (Testbericht) und Samsung Smartthings (Testbericht). Wer also eine Hue-Bridge oder eine der beiden Smart-Home-Zentralen verwendet, kann auf die Bridge von Innr verzichten. Im Fall der Hue-Bridge lassen sich die Innr-LED-Streifen wie ein normales Hue-Leuchtmittel koppeln – und dann mit viel mehr Komfortfunktionen und Partnermarken nutzen als es Innrs Infrastruktur derzeit ermöglicht.

Innrs App bietet mit Funktionen fürs manuelle Schalten, zeitgesteuerten Schaltplänen und Verbindungen zu Amazon Alexa und Google Assistant solide Hausmannskost. Ohne Cloud geht nichts, bei einem Internetausfall ist die App nicht erreichbar.

Neben einer Outdoor-Variante bietet Innr auch eine Version für den Innenbereich an. Die Outdoor-Variante gibt es mit zwei Meter Länge ab 59 Euro und die 4-Meter-Variante ab 98 Euro. Die Indoor-LED-Streifen kosten mit zwei Meter Länge knapp 40 Euro und mit vier Metern 54 Euro.

Die Marke gehört zum gleichen Konzern wie Philips Hue, greift aber weiter unten ins Preisregal. Für wenig Geld baut Wiz eine sehr leuchtstarke LED-Konfiguration. Der RGBW-Leuchtstreifen ist mit bis zu 1600 Lumen doppelt so hell wie die meisten Leuchtmittel in Glühbirnenform. Zwei Meter bilden ab Werk eine gute Grundlage. Mit bis zu acht Zubehörstreifen wächst der Lichtschlauch auf bis zu zehn Meter Länge. Die Schere lässt sich alle 12,5 Zentimeter ansetzen.

Ein Gateway braucht der LED-Streifen nicht. Schalten lässt er sich per Taste am Netzkabel, mit der optionalen Bluetooth-Fernbedienung WizMote oder anhand der mobilen Hersteller-App im WLAN-Heimnetz.

Wer zur App greift, findet erwartungsgemäß die meisten Funktionen. Auf Wunsch bestimmen Benutzer Farbton, Farbtemperatur, Helligkeit und wie sich die Leuchten nach einem Stromausfall verhalten sollen. Vorprogrammierte Farbprofile erleichtern die Szenenerstellung. Ferner ersparen zeitgesteuerte Pläne das manuelle Schalten. Nur ein Ausschalt-Countdown fehlt.

Dafür bietet die Wiz-App aber nicht selbstverständliche Extras. Mit der Funktion namens circadiane Rhythmik wechselt auf Wunsch die Farbtemperatur automatisch im Tagesverlauf von Kühl nach Warm. Und ein Urlaubsmodus setzt auf Knopfdruck alle Schaltautomatiken aus, damit das Licht nicht sinnlos angeht, wenn niemand da ist.

Innerhalb des WLAN-Heimnetzes lässt sich der Wiz-Streifen auch dann bedienen, wenn das Internet ausfällt. Ein Cloud-Account ist optional. Wer auf Back-ups und einen Familienzugriff verzichtet, kann die App anonym benutzen. Für das Zusammenspiel mit den zahlreich kompatiblen Smart-Home-Plattformen generiert sie ein Nummernkonto. Daher verbreitet die Wiz-Software auch dann keine persönlichen Daten, wenn man den Lichtstreifen mit Amazon Alexa, Google Assistant, IFTTT, Homey Pro (Testbericht) Samsung Smartthings (Testbericht) verknüpft.

Das Zwei-Meter-Starter-Set kostet knapp 40 Euro. Pro Meter Erweiterung muss man mit etwa 14 Euro kalkulieren.

Der chinesische Hersteller Meross baut sein Smart-Home-Sortiment Stück für Stück um Leuchtmittel aus. Der WLAN-Leuchtstreifen mit dem Modellnamen MSL320 Pro bietet RGB-Farben sowie kühles und warmes Weiß. In der Spitze beträgt die Helligkeit respektable 1100 Lumen pro Meter. Meross konfektioniert den LED-Streifen als Fünf-Meter-Variante. Er lässt sich kürzen, aber Erweiterungen gibt es nicht.

Das Stromkabel fällt mit 1,6 Metern vergleichsweise kurz aus. Dafür hängt auch ein physischer Taster dran, mit dem sich das Licht ein- und ausschalten lässt. Wer mehr Funktionen möchte, bindet den LED-Streifen per WLAN ins Heimnetz ein und bedient ihn mit der nicht vollständig eingedeutschten Smartphone-App für Android und iOS. Darüber lässt er sich starten und stoppen, dimmen, tönen und in der Farbtemperatur anpassen. Vorgefertigte Szenen etwa für "Reading", "Night" oder "Party" bieten vorgefertigte Kombinationen von Helligkeit und Farbton. Alternativ lassen sich eigenhändig Szenen für den Lightstrip und anderen schaltbare Geräte von Meross erstellen. Zeitschaltpläne und ein Ausschalt-Countdown runden den Funktionsumfang der App ab.

Wer den LED-Strip zusammen mit Geräten anderer Hersteller dirigieren möchte, koppelt ihn mit Amazon Alexa, Apple HomeKit, Google Assistant oder Samsung Smartthings. Für ein preisgünstiges Produkt ist der Meross-Leuchtstreifen somit sehr anschlussfreudig. Nicht nur für den Kontakt zu den Vernetzungsplattformen braucht das smarte Leuchtmittel eine dauerhafte Verbindung zur Hersteller-Cloud von Meross. Fällt das Internet aus, ist keine Offline-Bedienung per App möglich.

Den Meross-LED-Streifen gibt es von Berrybase in der Version mit 2x 5 Meter für knapp 35 Euro.

Der chinesische Hersteller Lifesmart fällt bei smarten Deko-Leuchten durch Spezialfunktionen auf. Der zwei Meter lange RGBW-Strip seiner Marke Cololight färbt die Leuchtdioden nicht nur als Ganzes, sondern auch einzeln. Das ermöglicht sehr ansehnliche Lauflichter und Wellenbewegungen ganz ohne Basteln und Löten. Die Fertiglösung gibt es mit 60 LED pro Meter und 800 Lumen oder 30 LED pro Meter und 600 Lumen. Das ist durchschnittlich hell.

Zur Lichtshow beim Gaming oder Picknick bezieht der Strip dank USB-A Strom von PC oder Powerbank. Für die Wandsteckdose steuert man selbst ein Netzteil bei. Das Stromkabel ist mit 1,4 Metern relativ kurz. Stationär installiert, lässt sich die dunklere Variante des zwei Meter langen Basisstreifens auf bis zu acht Meter, die hellere Variante auf maximal sechs Meter verlängern. Kürzbar ist der Lightstrip nach jeder Diode. Nur draußen ist das keine Option, wenn er gemäß IP65 abgedichtet bleiben soll.

Wer den Strip nicht nur per Taste am Netzkabel schalten möchte, koppelt ihn per App für Android und iOS ohne Hub mit dem WLAN-Heimnetz. Darüber lassen sich die dynamischen Szenen den eigenen Vorstellungen anpassen. Das ist besonders empfehlenswert, wenn Betrachtern das voreingestellte Tempo des Farbwechsels zu hoch ist. Welche LED wie aufleuchtet, entscheidet aber die Software. Einzel darauf zugreifen, lässt sich nicht.

Die App beherrscht das Ein- und Ausschalten, Dimmen, Tönen in Vollfarben oder Farbverläufen sowie eine Gruppensteuerung und Zeitschaltpläne. Außerdem verwendet sie auf Wunsch das Smartphone-Mikrofon und lässt das Licht im Takt von Musik pulsen.

Ein Cloud-Konto und eine Internetverbindung sind nicht grundsätzlich nötig, nur Zeitschaltpläne und Sprachbefehle erfordern Webzugriff. Cololight lässt sich über Amazon Alexa, Google Assistant und Apple HomeKit ansprechen oder mit anderen Geräten gemeinsam steuern. Gamer freut, dass der Strip auch das Elgato Stream Deck unterstützt. Zu anderen Smart-Home-Zentralen wie Homey Pro und Samsung Smartthings sind die Cololight-LED-Strips jedoch nicht kompatibel.

Mit 30 LEDs pro Meter kostet das Zwei-Meter-Starter-Set knapp 50 Euro. Eine Verlängerung um zwei Meter kostet knapp 25 Euro. Wer Starter-Set und Verlängerung im Bundle kauft, kann ein wenig Geld sparen. So kostet das Bundle aus Starter-Set und einer Verlängerung mit 2, 4 und 6 Meter knapp 70, 90 und 105 Euro.

Die Variante mit 60 LEDs pro Meter kostet im Bundle mit einer Zwei-Meter-Verlängerung 95 Euro und mit vier Meter 120 Euro.

Wer mit LED-Streifen einen Teil der Grundbeleuchtung abdecken will, zieht Nanoleafs Modell in Erwägung. Auf maximal helles Weiß gedreht, erstrahlt der Essentials Lightstrip mit 2200 Lumen. Neben kühlem und warmem Weiß deckt die LED-Konfiguration zudem das RGB-Farbspektrum ab. Den Basisstreifen konfektioniert Nanoleaf in zwei Metern Länge. Er lässt sich alle 33 Zentimeter kürzen, oder mit Ein-Meter-Stücken auf bis zu zehn Meter erweitern.

Selbst ganz ohne App lässt sich der Nanoleaf-Strip vernünftig über die Steuereinheit am Netzkabel bedienen. Ein und aus, Dimmen und der Wechsel zwischen voreingestellten Szenen ist damit möglich. Wer das Gleiche über die Smartphone-App erledigen möchte, braucht lediglich eine lokale Bluetooth-Verbindung.

Viele weitergehende Funktionen wie Zeitschaltpläne, ein Bildabgleich mit dem Computermonitor und die Fernsteuerung außerhalb des Zuhauses erfordern aber entweder eine Cloud-Verbindung zu Google Home oder den Einsatz einer HomeKit-Schaltzentrale von Apple, die den Strip per WLAN oder Thread ins Heimnetz einbindet. Mittels HomeKit lässt sich dann auch die Fernbedienung namens Nanoleaf Remote mit dem Essentials Lightstrip verbinden. Seltsamerweise geht das nicht ohne diesen Brückenschlag.

Und in noch einer Hinsicht setzt der Hersteller auf Apples Ökosystem. Ein automatischer Farbtemperaturwechsel im Tagesverlauf lässt sich wahlweise in Apple Home ("Adaptive Lighting") oder mit der sehr ähnlichen Funktion in der mobilen Nanoleaf-App ("Circadian Lighting") realisieren. In beiden Fällen ist aber ein HomePod, HomePod Mini, Apple TV oder dauerverkabeltes iPad als Befehlsüberbringer unverzichtbar.

Unter dem Strich ist der Nanoleaf Essentials Lightstrip vor allem für Nutzer von Apples Smart-Home-Plattform eine gute und einfach handhabbare Ergänzung zum Lichtsetup. Viele andere Interessierte dürfte die Schnitzeljagd nach der Antwort, was genau mit oder ohne Cloud, mit oder ohne zusätzliche Steuerzentrale geht, zu sehr nerven.

Der Nanoleaf-LED-Streifen ist ab 47 Euro erhältlich. Die 1-Meter-Erweiterung kostet etwa 20 Euro.

Philips Hue gilt in der Licht-Branche als Benchmark. Kein anderer Anbieter erreicht das Leistungsspektrum der Signify-Marke. Das fängt bereits mit der Hue-Bridge an, die nicht nur zur Kontrolle der Philips-Hue-Leuchtmittel dient, sondern sich dank zahlreicher Schalter, Bewegungssensoren und anderem Zubehör schon fast zu einer vollständigen Smart-Home-Zentrale ausbauen lässt. Wem diese Steuerungsmöglichkeiten noch nicht ausreichen, kann die Hue-Bridge außerdem an nahezu jede Smart-Home-Zentrale (Bestenliste) wie Homey Pro (Testbericht), Samsung Smartthings (Testbericht) oder Smarthome by Hornbach (Testbericht), inklusive aller daran angeschlossenen Geräte für weitergehende Automatisierungen einbinden.

Der Philips Hue Outdoor Lightstrip bietet mit einer Länge von fünf Metern eine leicht überdurchschnittliche Leuchtkraft von 1650 Lumen (Zwei-Meter-Version: 850 Lumen). Er ist nach IP67 gegenüber dem Eindringen von Staub und Wasser geschützt und im Temperaturbereich zwischen -20 und 40 Grad einsatzbereit. Eine 3,5 Meter langen Zuleitung erleichtert die Installation ungemein. So kann man die Stromleitung beispielsweise im Zwischenraum von Terrassen-Fliesen verlegen und den LED-Strip auf der gegenüberliegenden Seite des Stromanschlusses positionieren.

Die Bedienung des LED-Streifens ist nur per App oder über optional erhältliche Schalter respektive Fernbedienungen möglich. Einen Einschalter oder andere Bedienelemente direkt am Gerät gibt es nicht. Dank Zigbee-Technik, die einen Mesh-artigen Aufbau erlaubt, sollten Verbindungsprobleme, die beispielsweise bei einer reinen WLAN-Verbindung auftreten können, kein Thema sein. Die Hue-App bietet wie gewohnt umfangreiche Steuerungsmöglichkeiten inklusive einer Koppelung mit einem Spotify-Konto. So kann man die Farbdarstellung des LED-Streifens von seiner Lieblingsmusik steuern lassen. Für den Standardbetrieb muss man bei der Hue-App nicht einmal angemeldet sein. Ein Cloud-Zwang besteht nur für Sonderfunktionen wie die Sprachsteuerung über Amazon Alexa oder Google Assistant.

Die Ausleuchtung und Farbtreue ist Hue-typisch auf hohem Niveau. Die Farbtemperatur des dimmbaren LED-Streifens kann man zwischen 2000 und 6500K einstellen. Von den 16 Millionen möglichen Farben stellt der Philips Hue Outdoor Lightstrip aber immer nur eine dar. Farbwechsel lassen sich, wie zuvor erwähnt, per Musik, automatisch oder auch manuell vollziehen.

Die Outdoor-Version kostet mit zwei Meter Länge knapp 80 Euro. Die 5-Meter-Version ist etwa doppelt so teuer.

Für den Innenbereich sind die LED-Streifen Gradient und Lightstrip Plus vorgesehen. Der Gradient kann mehrere Farben gleichzeitig darstellen, während der Plus wie das Outdoor-Modell nur in einer einzigen Farbe aus 16,7 Millionen leuchtet. Für den Gradient können Anwender Farbverläufe aus drei Farben erzeugen. Anders als herkömmliche Indoor-LED-Strips ist der Gradient mit einer Silikon-Schutzhülle umgeben. Anders als bei der Outdoor-Variante sind aber trotzdem die einzelnen LEDs von insgesamt 96 gut zu erkennen. Mit 1800 Lumen leuchtet der dimmbare Gradient recht hell. Die Farbtemperatur lässt sich zwischen 2000 und 6500K einstellen.

Der Lightstrip Plus leuchtet mit 1700 Lumen nicht ganz so hell wie der Gradient. Beide Varianten lassen sich auf bis zu 10 Meter erweitern und zuschneiden. Der Gradient ist in der Basisausstattung mit zwei Metern Länge ab 115 Euro erhältlich. Pro 1-Meter-Erweiterung muss man mit knapp 50 Euro kalkulieren. Der Lightstrip Plus kostet in der Grundausstattung mit zwei Meter Länge knapp 60 Euro, pro Meter Erweiterung sind etwa 25 Euro fällig.

Govee bietet verschiedene LED-Strips mit RGBIC-Technik an. Sie können also mehrere Farben gleichzeitig darstellen. Wir haben uns das Outdoor-Modell LED Neon Rope Lights (H61A2) und die Indoor-Varianten RGBIC Pro (H619A) und Dreamcolor (H6125) näher angesehen. Letztere unterscheidet sich von den ersten beiden Varianten dadurch, dass er nicht per WLAN, sondern ausschließlich per Bluetooth über die App gesteuert werden kann. Damit unterstützt er anders als die zuerst genannten keine Spracheingabe über Assistenten wie Amazon Alexa oder Google Assistant.

Abgesehen von der Steuerung per App oder Sprache können die jeweils fünf Meter langen Govee-LED-Strips auch direkt am Gerät eingeschaltet werden. Auch die Helligkeit und verschiedene Modi lassen sich darüber steuern. Doch nur mit der App können Anwender die volle Leistungsfähigkeit der LED-Strips erschließen. Govee bietet 64 voreingestellten Szenen, die die LED-Strips in den unterschiedlichsten Farben leuchten lassen. Der Bereich Geräuschbibliothek bietet Animationen mit Geräuschuntermalung wie Regen trifft auf Blätter – sehr hübsch. Wem das noch nicht ausreicht, kann für zehn Segmente unterschiedliche Farben und Helligkeit einstellen. Partystimmung kommt auf mithilfe von 11 reaktiven Musikmodi, die mit Wechsel der Farben und Helligkeit im Takt der Musik beeindruckende Animationen erzeugen.

Die Bluetooth-Variante Govee RGBIC Dreamcolor (H6125) kostet mit fünf Meter Länge knapp 25 Euro und mit 10 Metern etwa 47 Euro. Die Pro-Version (H619A) mit WLAN-Support und Sprachsteuerung über Amazon Alexa und Google Assistant ist aktuell für knapp unter 40 Euro erhältlich. Und die Outdoor-Version Govee RGBIC LED Neon Rope Lights kostet mit fünf Meter Länge (H61A2) aktuell knapp 95 Euro. Die 3-Meter-Version (H61A03) gibt es ab 69 Euro.

Als günstige Alternative bietet der Yeelight nur klassische Hausmannskost. Ohne App können Anwender den Strip direkt über einen Schalter an der Stromversorgung aktivieren. Mit der App stehen natürlich mehr Möglichkeiten offen, inklusive zahlreicher Voreinstellungen für bestimmte Szenarien.

Bei hiesigen Händlern kostet der Yeelight Lightstrip Plus in der Standardausführung mit 2 Meter Länge inklusive Versandkosten knapp 30 Euro. Goboo versendet aus Spanien zum Preis von 20 Euro. Die 1-Meter-Erweiterung kostet dort 10 Euro.

Der Vergleich zeigt, dass es zwischen funktionsstarken, aber teuren LED-Streifen von Philips Hue (ab etwa 60 Euro) und günstigen, aber frickeligen Selbstbaulösungen auch empfehlenswerte Fertiglösungen zu erschwinglichen Preisen gibt.

Cololight bietet einen vielseitigen Strip, der drinnen und draußen funktioniert und mit allen großen Smart-Home-Plattformen harmoniert. Nanoleaf und Wiz leuchten aber viel heller. Meross bietet zum günstigsten Preis ebenfalls ein starkes Paket. Die Strips von Innr punkten mit einer hohen Zahl an Lichtquellen, die mit einer schön gleichmäßigen Ausleuchtung zu einer behaglichen Atmosphäre beitragen.

Möglicherweise geben aber nicht einzelne Funktionen, sondern das Zusammenspiel mit dem eigenen Smart Home den Ausschlag. Innr lässt sich wegen des verwendeten Zigbee-Standards leicht mit der Philips-Hue-Bridge koppel. Dagegen lassen sich Cololight, Meross und Wiz ohne Funkbrücke ins WLAN einbinden. Der Nanoleaf-Strip eignet sich am besten für Apple-Nutzer, die mit HomeKit-Hardware das gesamte Funktionspotenzial herauskitzeln.

Modelle von Govee sind dank RGBIC-Technik vor allem für die gleichzeitige Darstellung unterschiedlicher Farben interessant. Dank voreingestellter Szenen lassen sich stimmungsvolle Effekte erzielen und dank zahlreicher Animationen sorgen die LED-Streifen auch für Partystimmung.

Wer lieber eine günstige Lösung sucht, ist mit dem Yeelight-Modell gut bedient, das als klassischer LED-Streifen zwar nur Hausmannskost bietet, aber dafür schon ab 20 Euro erhältlich ist.

Trotz der relativ teuren Preise, die man für Leuchtmittel von Philips Hue bezahlen muss, spricht für diese Plattform seine Reife, die sich nicht nur in der Bandbreite von Lichtlösungen zeigt, sondern auch in einer hohen Qualität der Produkte und der Interoperabilität zu anderen Smart-Home-Lösungen. Allerdings kann man als Anwender auf günstigere, aber kompatible Lösungen wie die von Innr ausweichen, die sich dank der nahtlosen Integration ins Hue-System wie ein Original verhalten.

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