Günstige Laptops: Was sollte man bei Notebooks unter 300 Euro beachten?

Acer Chromebook Spin 513

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Neben High-End-Notebooks gibt es überraschend viele Geräte im Bereich unter 300 Euro. TechStage zeigt, worauf man vor dem Kauf achten sollte.

Computer für unterwegs müssen nicht teuer sein: im Preissegment unter 300 Euro tummeln sich zahllose Modelle, die sich fast überall mit hinnehmen lassen und ausreichend Rechenpower für einfache Aufgaben wie Surfen, Streaming, Kommunikation und Office-Jobs mitbringen. Manche dieser schlanken und leichten Notebooks unterschreiten sogar die magische 200-Euro-Grenze.

Wer Zuhause im Homeoffice oder im Büro den Großteil seiner Arbeit auf einem leistungsstarken Desktop-PC erledigt und nach einem handlichen Mobilcomputer für den gelegentlichen Einsatz abseits des Schreibtischs sucht, braucht nicht unbedingt ein hochwertig ausgestattetes und damit teures Notebook. Denn für typische Office-Anwendungen, die Kommunikation via E-Mail und sozialen Netzwerken, das Surfen im Web und auch das Streamen von Musik oder Video reicht eine mobile Maschine mit preiswerten Hardware-Komponenten für 200 bis 300 Euro aus.

Den Löwenanteil im Preissegment unter 300 Euro machen Chromebooks (Themenwelt) aus. Das auf Linux basierende Betriebssystem Chrome OS von Google liefert die Basis für einen Computer, der voll auf das angesagte Cloud-Computing setzt – inklusive Apps aus dem Web und Speicherung aller eigenen Daten in der Cloud. Dabei müssen die Geräte nicht schlecht sein, wie das Acer Chromebook Spin 513 (Testbericht) zeigt.

Dank der genügsamen Apps und der Auslagerung von Daten ins Web kommen Chromebooks aus dem unteren Preissegment mit 4 GByte Arbeitsspeicher aus und sind meist auch nur mit sehr kleinen Festplatten mit 32 bis 64 GByte ausgestattet. Auch die Prozessorleistung spielt eine untergeordnete Rolle: eine günstige Tablet-CPU von MediaTek oder Qualcomm (Snapdragon), ein sparsamer Intel Celeron oder ein AMD-30xx-Chip mit niedriger Taktfrequenz zwischen 1 und 2 GHz reichen für den flüssigen Betrieb von Chrome OS aus. Als Grafikeinheit kommen ausschließlich in die CPU integrierte Lösungen zum Einsatz, was diese Geräteklasse für das Gaming in hoher Qualität disqualifiziert – immerhin sorgen Browser-Spiele oder optimierte Mini-Games aus dem Google Chrome Web Store auch auf Chromebooks für Unterhaltung zwischendurch.

Das Chromebook-Konzept steht und fällt mit der Internetverbindung und dem in der Cloud verfügbaren Speicher. Eine permanente DSL-Verbindung mit mindestens 16 Mbit/s sollte es schon sein, um mit einem Chromebook flüssig zu arbeiten. Unterwegs sollte der Zugriff auf ein schnelles WLAN oder auf einen WLAN-Hotspot vom eigenen Mobiltelefon mit 4G oder höher möglich sein. Der für eigene Daten verfügbare Cloud-Speicher wird von Google in vier Stufen angeboten:

  • 15 GByte sind in einem kostenlosen Google One-Konto enthalten
  • 100 GByte im Basic-Paket kommen auf 19,99 Euro im Jahr
  • 200 GByte in der Standard-Variante kosten jährlich 29,99 Euro
  • Satte 2 Terabyte stehen für knapp 100 Euro pro Jahr im Premium-Abo zur Verfügung

Wer auch unterwegs die vom Schreibtisch vertraute Windows-Software nutzen möchte, benötigt ein Notebook mit Windows. Die höheren Hardwareanforderungen des Microsoft-Betriebssystems und die überwiegend lokale Speicherung der Daten erfordern eine hochwertigere Hardware-Ausstattung als bei Chromebooks. Aus diesem Grund sind Windows-Modelle eher in unmittelbarer Nähe der 300-Euro-Grenze zu finden.

Um Kosten zu sparen, sind viele preiswerte Windows-Notebooks mit nur 4 GByte Arbeitsspeicher ausgestattet, was die System-Performance deutlich bremst, da Daten öfter auf den Massenspeicher ausgelagert werden müssen. Ein Gerät mit 8 GByte RAM ist deutlich performanter, allerdings im 300-Euro-Bereich eher selten zu finden. Die Größe des SSD- oder eMMC-Speichers (Embedded MultiMedia Card) rangiert zwischen knappen 64 GByte und ausreichenden 256 GByte. Einige Modelle lassen sich mit einer zweiten SSD im M.2-Standard erweitern, wobei hier auf die maximal adressierbare Speichergröße (oft 512 GByte) geachtet werden sollte.

Als Prozessoren kommen in dieser Preisklasse meist Zweikerner wie AMD 3020e oder Intel Celeron N4020 sowie Vierkern-CPUs wie Intel Pentium Silver oder Intel Core i3 zum Einsatz. Leistungsmäßig liegen diese Prozessoren unabhängig von der Anzahl der Kerne nah beieinander – für Office-Anwendungen, simple Kreativanwendungen und die tägliche Kommunikation wird ausreichend Performance geboten.

Was ist Windows S?: Gerade im unteren Preisbereich werden viele Windows-Notebooks mit aktiviertem S-Modus angeboten. Dabei handelt es sich um eine stark eingeschränkte Windows-Version, die laut Microsoft aus Performance- und Energiespar-Gründen auf Apps aus dem Windows Store limitiert ist. Allerdings kann der S-Modus einmalig „verlassen“ werden, was anschließend die Installation jeder beliebigen Windows-Software erlaubt. Details hierzu auf der Microsoft-Website.

Sowohl Chromebooks als auch Windows-Notebooks sind mit unterschiedlich großen Displays erhältlich. Die kompaktesten Modelle passen dank 10,1-Zoll-Bildschirm (ca. 25,6 cm) auch in kleine Taschen. Mittelgroße Mobilcomputer haben Displaydiagonalen zwischen 13 und 14 Zoll (33 bzw. 35,5 cm), die sowohl zum Arbeiten als auch zum Bilder oder Videos betrachten ausreichend groß sind. Die größten Modelle bieten viel Platz auf einem 15,6-Zoll-Display (knapp 40 cm), was sich allerdings auch auf die Gehäusegröße und damit die Portabilität auswirkt.

Was die Auflösung betrifft, gibt es preiswerte Notebooks in zwei Ausführungen: mit Full-HD-Display (1.920 x 1.080 Pixel) oder mit der geringeren HD-Auflösung (1366x768 Pixel). Vor allem bei großen Bildschirmen sollte die höhere Auflösung gewählt werden, da das Bild dadurch schärfer und weniger pixelig wirkt.

Für die Kontaktaufnahme mit der Außenwelt sollte das Notebook mit zwei bis vier USB-Schnittstellen zum Anschluss von Eingabegeräten wie Tastatur oder Maus ausgestattet sein. USB-3.2-Ports bieten eine rund 10 Mal höhere Übertragungsgeschwindigkeit als der veraltete 2.0-Standard. Mindestens eine USB-C-Buchse ermöglicht den Anschluss weiterer Peripherie wie Monitor oder schnelle externe Festplatte.

Per HDMI-Buchse lassen sich neben Monitoren auch Fernseher oder Beamer an den Mobilcomputer anschließen. Eine Ethernet-Buchse im RJ45-Standard ermöglicht die direkte Verbindung mit dem Netzwerk-Router für eine schnelle und stabile Datenübertragung.

Notebooks für unter 300 Euro stellen zwar keine Ausstattungs- und Geschwindigkeits-Rekorde auf, doch für einfache tägliche Aufgaben genügen sie allemal. Der Einsatzbereich reicht von Office-Apps über Kommunikation bis hin zum Streaming – lediglich bei anspruchsvollen Games und leistungshungrigen Kreativ-Anwendungen müssen die preiswerten Kompaktrechner passen.

Weitere Informationen zu mobilen Computern zeigen wir in den Themenwelten Chromebook und Notebook. Dort haben wir uns etwa preiswerte Notebooks mit AMD Ryzen angesehen und zeigen leichte und starke Notebooks unter 1000 Euro.

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