TechStage | Tests, Ratgeber und Kaufberatungen zu Smartphones, Smart Home, Computer und Technik, die Spaß macht

Revell Sundancer

Teile diesen Beitrag

Beliebt auf TechStage

Stein, Metall, leitend: Exotische Filamente für 3D-Drucker

Die besten Filamente für 3D-Drucker: einfach, flexibel und stabil?

Streaming: Die besten Tablets für Netflix und Co. ab 100 Euro

Fackeln, Ambilight & Laser: Smarte und günstige Lichteffekte für Zuhause

Bereits für 20 Euro bekommen Hobbyseefahrer ein RC-Boot mit Fernbedienung. Wir stellen einige ferngesteuerte Boote vor und zeigen, worauf Käufer achten sollten.

Wer selbst das Steuerrad als Kapitän ergreifen will, kann sich Gedanken über ein ferngesteuertes Boot für den nächstgelegenen Teich oder Tümpel nachdenken. Ein RC-Boot ist nicht nur für Kinder ein großer Spaß. Wir zeigen die beliebtesten ferngesteuerten Wasserfahrzeuge aus unserem Preisvergleich – vom Schnellboot über den Fischkutter bis hin zum Schlachtschiff. Das ferngesteuertes Boot muss dabei nicht teuer sein.

Darauf sollten Käufer bei RC-Booten achten

Vor der Anschaffung eines RC-Bootes sollten Käufer sich überlegen, welchen Typ sie bevorzugen. Soll es ein kleines handliches Schnellboot sein, das locker in den Rucksack passt? Oder muss es doch ein originalgetreuer Nachbau eines Schlachtschiffs aus dem Zweiten Weltkrieg sein? Hat man sich für ein Modell entschieden, sollte man prüfen, was alles zum Lieferumfang des gewünschten Wasserfahrzeugs gehört. Wer sofort loslegen will, sollte ein Fertigmodell wählen, bei dem die passende Fernbedienung bereits dabei ist. Zudem sollte man klären, und welche Batterien für die Fernbedienung oder das Boot selbst benötigt werden – je nachdem, ob das Fahrzeug über einen integrierten Akku verfügt oder nicht. Idealerweise besitzt man schon die passenden Batterien Empfehlenswert ist zudem ein Mini-Schraubendreher-Set, um etwaige Abdeckungen für Batterien zu entfernen.

Sobald man das Fahrzeug in den Händen hält, stellt sich die Frage: Wo fahre ich damit? Das Fahren mit einem RC-Boot auf jedem Gewässer ist nicht grundsätzlich erlaubt. Der Teich oder See muss für den Einsatz eines ferngesteuerten Fahrzeuges nach § 2 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes freigegeben werden – hierfür ist das jeweilige Landratsamt zuständig. Häufig sind Gewässer in Parks beschildert, wenn die Nutzung eines RC-Bootes erlaubt ist. Bei Gewässern in privater Hand entscheidet der jeweilige Eigentümer. Eine Ausnahme sind Modellboote ohne eigene Antriebskraft – etwa ein Segelboot. Diese dürfen überall genutzt werden.

Für ferngesteuerte Boote empfehlen sich ruhige Gewässer ohne starke Strömungen, also ein Teich, Tümpel oder kleiner See – aber kein Fluss. Bei starken Strömungen kann man das Boot nur schwer oder gar nicht mehr steuern. Bevor Hobbykapitäne ihre Boote zu Wasser lassen, sollte sie sich informieren, wie weit die Reichweite der Fernbedienung ist und wie lange der Akku oder Batterie des Bootes hält. Hierzu bietet es sich an, das Boot anfangs in Ufernähe zu bewegen und auszuprobieren, wie weit die Fernbedienung funkt. Zudem sollte man die Zeit im Auge behalten, denn nur wenige Boote verfügen über ein Warnsystem, wenn der Akku leer wird. Es wäre schon ärgerlich, wenn ausgerechnet in der Mitte eines Teichs der Saft des RC-Bootes ausgeht.

Ferngesteuerte Boote bis 50 Euro

Wir haben uns in der Kategorie der preiswerten RC-Boote den Sundancer von Revell für 23 Euro näher angesehen. Das kleine Schnellboot liefert Revell bereits zusammengesetzt mit einer Fernbedienung, für die Nutzer zwei AA-Batterien brauchen. Das Boot selbst verfügt über einen Akku, den man über einen USB-Kabel zunächst aufladen muss. Ein Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang. Man muss also das Netzteil eines Handyladegeräts (Ratgeber) nehmen oder das Boot mit dem beigelegten USB-Kabel an den PC anschließen. Sobald man das Kabel einsteckt, leuchtet am Boot eine blaue Leuchte auf – wenn diese erlischt, ist der Akku vollständig aufgeladen. Das dauert etwa zweieinhalb Stunden.

Bevor Nutzer einen Trockenversuch wagen: Das Boot funktioniert erst, wenn es sich im Wasser befindet. Nachdem man das Boot zu Wasser gelassen hat, schaltet man die Fernbedienung ein und drückt für längere Zeit auf den Beschleunigungsknopf mit dem Zeigefinger. Sobald die Fernbedienung mit dem Boot gekoppelt ist, fährt das Wasserfahrzeug los. Nach links oder rechts lenkt man das Boot mit dem Steuerrad an der pistolenförmigen Fernbedienung, die im Bereich von 2,4 GHz mit zwei Kanälen funkt. Der Sundancer bewegt sich sehr flott durch das Wasser und macht wirklich eine Menge Spaß.

Mit einer Größe von 31 x 9,5 x 9 Zentimeter und einem Gewicht von 230 Gramm ist der Sundancer leicht, kompakt und passt gut in jeden Rucksack. Je nach Strömung im Gewässer beeinflusst das die Fahrtrichtung des leichten Bötchens aber stark. Um dem entgegenzuwirken, können Hobbykapitäne die Trimmung des Ruders am Boot einstellen. Hierzu bewegt man einen Pfeil am hinteren Ende, um die Position des Ruders festzulegen.

Revell gibt eine Betriebsdauer für den Lithium-Ionen-Akku von etwa 15 Minuten an. Das trifft zu, wir haben sogar mit kurzen Pausen fast eine halbe Stunde mit dem Sundancer im Wasser verbracht. Eine Warnung gibt das Boot nicht von sich ab, wenn sich der Akku dem Ende neigt. Man merkt aber, dass das Boot nur noch für kurze Abschnitte beschleunigt. Spätestens dann ist es Zeit, ans Ufer zurückzukehren. Die Reichweite beträgt laut Angaben des Herstellers 35 Meter. Uns ist es bei dem Teich gar nicht gelungen, diese Reichweite zu überschreiten.

Nahezu baugleich ist das RC-Polizeiboot von Revell. Die meisten Boote nutzen für die Fernbedienung 2,4 GHz. Ausnahmen sind das Jamara Atlantique und Amewi Red Barracuda mit 27 MHz sowie das Revell Spring Tide mit 40 MHz. Die Betriebsdauer bei den RC-Booten bis 50 Euro liegt zwischen 10 und 25 Minuten. Bei den meisten der ferngesteuerten Gefährte kommt ein integrierter Akku zum Einsatz. Die Modelle Maisto R/C Hydro Blaster, Jamara Segelboot Atlantique, Günther Segelboot Giggi, Dickie Toys RC Sea Cruiser sowie Carson Air Boat und Revell Spring Tide brauchen jedoch AA-Batterien für den Betrieb. Je nach Modell liegt die Reichweite zwischen 15 und 50 Metern.

Ferngesteuerte Boote bis 200 Euro

In der Preisklasse bis 200 Euro finden sich größere und schnellere Boote, die alle im Frequenzbereich von 2,4 GHz bis zu einer Reichweite von 50 Meter funken. Das Revell Speedboat Hurricane beispielsweise soll bis zu 45 km/h erreichen, der Akku hält dabei aber nur 12 Minuten durch. Das Carson RC-Boot Rapscallion BL schafft sogar 55 km/h. Die meisten anderen Boote in diesem Preissegment fahren um die 25 Km/h. Mit einer Länge von gut 58 Zentimeter sind das Küstenwachboot, das Feuerlöschboot sowie der Fischkutter von Carlson schon größer geraten. Sehr praktisch: Das Jamara Climater Speedboot verfügt über eine akustische Warnung, wenn der Akku fast leer ist.

Ferngesteuerte Kriegsschiffe für Hobby-Historiker

In unserer Übersicht kommen Militaria-Fans nicht zu kurz. So gibt es eine Reihe an ferngesteuerten Militärschiffen. Eine originalgetreue Nachbildung der „Bismarck“ bietet Brigamo im Maßstab 1:350. Das historische Schlachtschiff hat dann noch immer eine stattliche Länge von 74 Zentimetern. Der Koloss schafft etwa 18 Km/h bei einer Reichweite von 50 Meter. Laut Hersteller soll der Akku knapp 10 Minuten durchhalten. Sehr spannend ist zudem das ferngesteuerte U-Boot von A/A. Dieses kann tatsächlich abtauchen. Zum weiteren Angebot der militärischen RC-Schiffe gehören Torpedoboote, Hubschrauberträger und amphibische Angriffsschiffe.

RC-Boote als Bausätze

Für leidenschaftliche Bastler ist ein Bausatz eines RC-Bootes eine Alternative. Für Einsteiger bieten sich hier die Modelle der Krick Felix Hafenbarkasse und die Diva von Aeronaut für 80 Euro an. Ein Elektromotor ist bei der Hafenbarkasse bereits enthalten, die Fernsteuerung und ein Akku sowie Lack und Klebstoff müssen Bastler separat dazukaufen. Die Yacht Big Princess von Amewi für fast 500 Euro richtet sich mit einer Länge von 130 Zentimetern eher an erfahrene Modellbauer. Eine Schiffswelle liegt dem Bausatz bei, der Motor muss separat dazugekauft werden. Denkbar sind neben Elektromotoren auch Verbrenner. Die Segelyacht Ariadne von Krick kommt ebenfalls ohne Antriebsmotor aus. Die Antriebswelle und Schiffsschraube sind als Zubehör erhältlich.

Fazit

Bereits für knapp 20 Euro sind kleine und flotte ferngesteuerte Boote zu haben. Nutzer sollten darauf achten, dass sie die Reichweite der Fernbedienung und die Nutzungsdauer des Akkus im Auge behalten. Mehr als 20 Minuten halten nur wenige Boote auf dem See oder Teich durch. Schnellere Modelle kosten bereits mehr als 50 Euro.

Neben kleinen Schnellbooten und Katamaranen gibt es auch größere Fischkutter und originalgetreue und maßstabsgerechte Nachbildungen von Kriegsschiffen für knapp unter 100 Euro. In jedem Fall machen bereits kleine Boote für wenig Geld einen großen Spaß. Noch mehr kurioses oder praktisches Zubehör für die warme Jahreszeit zeigen wir in unserem Ratgeber Die abgefahrensten Sommer-Gadgets. Weiteres RC-Spielzeug präsentieren wir in unserer Themenwelt auf TechStage.

Tags:

Affiliate-Information

- Bei den mit gekennzeichneten Links handelt es sich um Provisions-Links (Affiliate-Links). Erfolgt über einen solchen Link eine Bestellung, erhält TechStage eine Provision. Für den Käufer entstehen dadurch keine Mehrkosten.