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Revell Sundancer

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Bereits für 20 Euro bekommen Hobbyseefahrer ein RC-Boot mit Fernsteuerung. Wir stellen verschiedene Modelle vor und zeigen, worauf Käufer achten sollten.

Wer selbst das Steuerrad als Kapitän ergreifen will, kann sich Gedanken über funkgesteuerte Boote für den nächstgelegenen Teich oder Tümpel machen. Diese sind nicht nur für Kinder ein großer Spaß. Soll es ein kleiner und handlicher Kahn sein, der locker in den Rucksack passt? Eine Segeljacht für gemütliches übers Wasser gleiten? Oder doch lieber ein originalgetreuer Nachbau eines Schlachtschiffs?

Wer sofort loslegen will, greift zum Ready-to-Run-Modell (RTR). Das sind fertige Schiffe mit Fernsteuerung, die sofort abfahrbereit sind, nachdem sie aufgeladen wurden. Als Antrieb dient in der Regel ein bürstenloser Gleichstrommotor, auf Englisch „Brushless DC Motor“ genannt.

Sobald man das Fahrzeug in den Händen hält, stellt sich die Frage: Wo fahre ich damit? Man darf damit nicht einfach auf jedem Gewässer unterwegs sein. Der Teich oder See muss für den Einsatz eines RC-Fahrzeugs nach § 2 Abs. 1 des Wasserhaushaltsgesetzes freigegeben werden – hierfür ist das jeweilige Landratsamt zuständig. Häufig sind Gewässer in Parks beschildert, wenn die Nutzung erlaubt ist. Bei einem Teich in privater Hand entscheidet der jeweilige Eigentümer. Eine Ausnahme sind ferngesteuerte Boote ohne eigene Antriebskraft – etwa RC-Segelboote. Diese dürfen überall fahren.

Es empfehlen sich ruhige Gewässer ohne starke Strömungen, also ein Teich, Tümpel oder kleiner See – aber kein Fluss. Bei starken Strömungen kann man das Fahrzeug nur schwer oder gar nicht kontrollieren. Hobbykapitäne sollten die maximale Funkreichweite der RC-Anlage berücksichtigen, bevor sie in See stechen. Zudem sollte man die Akkudauer im Auge behalten, denn nicht jedes Boot verfügt über ein Warnsystem, wenn die Energie zur Neige geht. Es wäre schon ärgerlich, wenn ausgerechnet in der Mitte eines Teichs das Gefährt liegen bleibt.

Für Einsteiger sind einfache RTR-Boote ab 20 Euro vergleichsweise günstig. Dazu gehören etwa der RC Sea Cruiser von Dickie Toys, die Spring Tide von Revell oder das Nano Rapscallion von Carson. Neben Varianten mit einem einfachen Rumpf findet sich hier auch ein Katamaran wie der Carson Race Shark FD. Die Geschwindigkeit der meisten Wasserfahrzeuge in diesem Preissegment liegt bei 25 Km/h.

Wir haben uns in dieser Kategorie die Sundancer (Testbericht) von Hersteller Revell näher angesehen. Das RTR-Boot verfügt über eine Fernbedienung und einen Akku, den man über einen USB-Kabel aufladen muss. Ein Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang. Man braucht also ein Handyladegerät (Ratgeber) oder stöpselt das beigelegte USB-Kabel in den PC. Eine blaue Leuchte geht dann an – wenn diese erlischt, ist es vollständig aufgeladen. Das dauert etwa 2,5 Stunden.

Bevor Nutzer einen Trockenversuch wagen: Das RTR-Gefährt funktioniert aus Gründen der Sicherheit erst, wenn es sich im Wasser befindet. Nachdem man es zu Wasser gelassen hat, schaltet man die Fernbedienung ein und drückt für längere Zeit auf den Beschleunigungsknopf mit dem Zeigefinger. Sobald die Fernbedienung gekoppelt ist, fährt das Wasserfahrzeug los. Nach links oder rechts lenkt man mit dem Steuerrad an der pistolenförmigen Fernbedienung, die mit 2,4 GHz auf zwei Kanälen funkt. Die Reichweite beträgt laut Hersteller 35 Meter.

Mit einer Größe von 31 x 9,5 x 9 Zentimeter und einem Gewicht von 230 Gramm ist die Sundancer leicht, kompakt und passt gut in jeden Rucksack. Nahezu baugleich ist das RC Polizeiboot von Revell Control. Die Strömung beeinflusst die Fahrtrichtung des leichten Bötchens stark. Um dem entgegenzuwirken, können Kapitäne die Trimmung des Ruders einstellen. Der Li-Ion-Akku hält etwa 15 bis 20 Minuten durch. Eine Warnung gibt es nicht, wenn die Batterie leer geht. Man merkt dann aber, dass die Sundancer nur noch für kurze Abschnitte beschleunigt. Spätestens jetzt ist es Zeit, zum Ufer zurückzukehren.

Die meisten Boote wie die Sundancer oder der Race Shark FD funken mit 2,4 GHz. Eine Ausnahme ist die Revell Spring Tide mit 40 MHz. Die Frequenz 2,4 GHz ist ratsam, denn so drohen keine Interferenzen, wenn jemand anders in der Nähe einen Funk-Kahn nutzt. Zudem fällt die Reichweite höher aus. Die Reichweite liegt je nach Ausführung zwischen 15 und 50 Metern. Die Betriebsdauer bei Wasserfahrzeugen bis 50 Euro liegt meistens zwischen 10 und 25 Minuten. Nicht alle nutzen einen Akku, es gibt auch Varianten für herkömmliche Batterien.

Die meisten Schiffe nutzen eine Schraube für den Antrieb. Ausnahmen sind der Carson Hovershark und das Amewi Propeller Speed Boat. Hier dient ein Propeller über der Wasseroberfläche als Antrieb – so wie man es von einem RC-Flugzeug (Ratgeber) kennt.

Wer etwas mehr Action sucht, schaut sich lieber gleich RC Speedboote an. Diese sind deutlich schneller – aber auch anspruchsvoller bei der Steuerung. Zu empfehlen sind hier Modelle mit einer proportionalen Steuerung. Betätigt man das Steuerrad nur leicht, schlägt das Ruder ebenfalls nur minimal ein.

Die Form des Bootes ist möglichst stromlinienförmig. Neben Rennbooten mit einfachem Rumpf finden sich auch Katamarane wie der Carrera RC Race Catamaran, Amewi Mad Flow 3S oder Amewi F1 Boot Mad Shark V2. Einige Wasserfahrzeuge nutzen einen Deep-V-Rumpf – dieser erstreckt sich v-förmig und tief nach unten. Das beugt dem Kentern vor. Empfehlenswert ist zudem ein System zur automatischen Wiederaufrichtung des Wasserfahrzeugs.

Gut geeignet für Rennboot-Anfänger ist das Speedboat Hurricane (Testbericht). Im Test überzeugte uns der giftgrüne Deep-V-Flitzer mit Brushless-Motor auf ganzer Linie. Das Speedboot kostet etwa 60 Euro, erreicht bis zu 45 km/h und hält etwa 12 Minuten durch. Ein weiterer Clou: Sollte das RC-Boot kentern, richtet es ein System per Knopfdruck automatisch wieder auf. Eine akustische Warnung der Fernbedienung meldet sich, wenn der Akku fast leer ist. Ein ähnliches System nutzt auch das Jamara Climater Speedboot. Noch schneller ist das Carson RC-Boot Rapscallion BL. Es schafft sogar 55 km/h.

Wer nicht so schnell unterwegs sein will, sondern lieber gemächlich übers Wasser kreuzt, kann ein größeres Schiff oder eine Motoryacht in Betracht ziehen. Ab 80 Euro geht es los. Mit einer Länge von gut 58 Zentimeter sind das Küstenwachboot, das Feuerlöschboot sowie der Fischkutter von Hersteller Carlson deutlich größer geraten. Das Feuerlöschboot verfügt sogar über eine echte Wasserspritze. Damit sollte man aber bitte keine Enten ärgern.

Wer noch mehr entschleunigen möchte, kann zu einem Segelboot greifen. Die Jamara Atlantique gleitet ab 25 Euro gemütlich über die Wasseroberfläche. Als Antrieb dient das Segel – die Fernbedienung steuert nur das Ruder. Schnell und wendig hingegen ist die Amewi Focus V2 Racing Yacht für fast 300 Euro. Dafür bekommen Käufer eine Segelfläche über 500 cm², einen Mast aus Kohlefaser und eine Funksteuerung mit 2,4 GHz.

Für Hobbyhistoriker oder Freizeitadmiräle gibt es unterschiedliche Kriegsschiffe – vom Torpedoboot über Hubschrauberträger bis hin zum amphibischen Angriffsschiff oder Schlachtschiff. Die RC-Kriegsschiffe gibt es sowohl im handlichen als auch im großen Format. Sehr ungewöhnlich sind zudem ferngesteuerte U-Boote (Ratgeber). Diese können tatsächlich abtauchen.

Für leidenschaftliche Bastler ist ein Bausatz eine Alternative zum RTR-Fahrzeug. Für Einsteiger bieten sich hier die Modelle der Krick Felix Hafenbarkasse und die Diva von Aeronaut für 80 Euro an. Ein Elektromotor ist bei der Hafenbarkasse bereits enthalten, die Fernbedienung, den Akku sowie Lack und Klebstoff müssen Bastler separat dazukaufen.

Die Yacht Big Princess von Hersteller Amewi für fast 500 Euro richtet sich mit einer Länge von 130 Zentimetern eher an erfahrene Modellbauer. Eine Schiffswelle liegt dem Bausatz bei, der Motor muss separat dazugekauft werden. Denkbar sind neben Elektromotoren auch Verbrenner. Der Bausatz des Segelschiffs Ariadne von Krick kommt ganz ohne Antriebsmotor aus.

Bereits für ab 20 Euro sind kleine RTR-Boote mit Funkverbindung zu haben, etwa die Revell Control Sundancer (Testbericht). Nutzer sollten bei einer Spritztour die Reichweite der Fernbedienung und die Akkulaufzeit im Auge behalten. Mehr als 20 Minuten halten nur wenige durch.

Noch mehr Spaß auf dem Wasser macht ein Speedboot wie das Revell Control Hurricane (Testbericht). Neben kleinen Schnellbooten und Katamaranen finden sich unter den RC-Modellen auch größere Fischkutter, Motoryachten, Segelboote und Kriegsschiffe. Besonders exotisch sind U-Boote – mehr darüber erklären wir im Ratgeber RC-Spaß zum Abtauchen: Ferngesteuerte U-Boote ab 20 Euro. Für wasserscheue Naturen empfehlen wir zudem den Ratgeber RC Helikopter: Ferngesteuerte Hubschrauber für Anfänger ab 20 Euro sowie Ratgeber RC-Flugzeuge: Ferngesteuerte Flieger ab 30 Euro. Eher bodenständig geht es im Ratgeber ferngesteuerte Autos: Schneller Spaß ab 30 Euro zu.

Dieser Ratgeber wurde am 9. September 2021 überarbeitet.

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