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Größer drucken ohne Aufpreis: Riesen-3D-Drucker ab 199 Euro

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Eines der Kaufkriterien bei 3D-Druckern ist die Größe des Bauraums. TechStage zeigt, welche Größe sinnvoll ist und erklärt, warum größer manchmal doch besser ist.

Der Markt für 3D-Drucker entwickelt sich beständig. Neben verbesserter Technik und sinkenden Preisen ist vor allem der immer größere Bauraum spannend. Wer große Objekte drucken möchte, musste diese in der Vergangenheit in mehreren Einzelteilen drucken und anschließend zusammenkleben. Deutlich bequemer sind Drucker, die auch große Ausdrucke in einem Stück erlauben. Beispiele für solche Großraumdrucker sind die Modelle X5SA (Testbericht) , X5 SA Pro (Testbericht) , Sapphire Plus (Testbericht) oder ET5 Pro (Testbericht) . Doch wann lohnt sich der Kauf eines großen Druckers?

In unserem Artikel Top 10: Die besten 3D-Drucker für Filament und Resin im Vergleich zeigen wir, welche Geräte in den Einzeltests am meisten überzeugt haben.

Die kleinste Druckgröße bieten Resin-Drucker. Die Kosten für die Geräte und das Harz sind zwar stark gefallen, trotzdem liegen die Druckkosten deutlich höher als beim FDM-Verfahren. Zudem ist die Handhabung des Harzes weit aufwendiger als die Benutzung von Filament, weshalb die Geräte nur für wenige Anwendungen wirklich sinnvoll sind. Mehr dazu im Ratgeber UV-Harz oder Kunststoff-Filament: 3D-Drucker im Vergleich .

Aktuell sind weniger als 20 solcher Drucker im Preisvergleich gelistet. Die bisher von uns getesteten Modelle Elegoo Mars (Testbericht) , Anycubic Photon (Testbericht) , Longer Orange 30 (Testbericht) oder Nova 3D Elfin (Testbericht) bieten alle einen sehr kleinen Bauraum von etwa 132 × 74 × 150 mm. Günstige Resin-Drucker, wie der Anycubic Photon Zero, sind ab 140 Euro erhältlich.

Seit wenigen Monaten kommen nun endlich größere Resin-Drucker auf den Markt. Die Preisunterschiede zu den kleinen Geräten sind allerdings enorm. Der Anycubic Mono X mit einem Bauraum von 192 × 245 × 120 mm für etwa 800 Euro ist so ein Modell. Ein Testgerät ist bereits auf dem Weg in die Redaktion. Ein Einzeltest wird zeitnah erfolgen.

Als kleine FDM-Drucker definieren wir Geräte, deren maximale Baugröße unter 20 × 20 × 20 cm liegt. Diese Drucker sind baubedingt kompakt und passen auch auf den Schreibtisch oder ins Regal. Häufig verzichten solche Drucker allerdings auf ein beheizbares Druckbett, was die Filament-Auswahl einschränkt. Wer Materialien wie ABS oder PETG verarbeiten möchte, muss deshalb genau hinsehen. Bei der Verwendung von PLA ist dies hingegen unproblematisch.

Durch die kurzen Verfahrenswege wirken nur geringe mechanische Belastungen auf die einzelnen Komponenten und so ist der Aufbau oft wenig stabil. Ein extremes Beispiel hierfür ist der klapprige Labists X1 (Testbericht) , den wir trotz des Kampfpreises von unter 80 Euro nicht empfehlen können. Selbst bei massiver aufgebauten Modellen sind die einzelnen Achsen häufig nur an einer Seite am Rahmen befestigt. Auf das Druckergebnis hat dies bei Verwendung vernünftiger Komponenten keinen Einfluss, wie wir beim Test des Wanhao Duplicator i3 Mini (Testbericht) oder des Davinci Mini w+ (Testbericht) gesehen haben.

Wer lediglich kleine Modellbau-Teile, Figuren oder Ähnliches drucken will, kommt auch mit kleinem Bauraum zum Ziel. Allerdings zeigt der Blick in den Preisvergleich, dass sich dies nicht auf die Anschaffungspreise niederschlägt und die kleinen FDM-Drucker verhältnismäßig teuer sind. Der Wanhao Mini i3 mit einem Bauraum von 120 × 100 × 135 mm schlägt beispielsweise aktuell mit etwa 170 € zu Buche. Für den gleichen Preis gibt es bereits erheblich größere Drucker.

Als mittelgroße FDM-Drucker definieren wir Geräte mit einem Bauraum von 20 × 20 × 20 cm bis zu 30 × 30 × 30 cm. Dies ist die Standardgröße und so sind in dieser Kategorie auch die meisten Drucker verfügbar. Hierzu zählen beispielsweise die von uns getesteten Modelle Ender 3 (Testbericht) und Qidi X-Plus (Testbericht) , die zwischen 150 und 170 Euro erhältlich sind. Die Außenmaße solcher Geräte sind allerdings ebenfalls deutlich größer und so sollte man im Vorfeld klären, wo man den Drucker aufstellen möchte.

Drucker dieser Größe sind üblicherweise stabiler aufgebaut als die kleineren Drucker. Durch die längeren Verfahrenswege sind auch die Belastungen größer und so sind die Achsen meist an jeweils zwei Punkten mit dem Rahmen verbunden. Die am weitesten verbreitete Bauform solcher Drucker sind die sogenannten Bettschubser. Hier bewegt sich das Druckbett entlang der y-Achse, während der Druckkopf für Bewegungen auf x- und z-Achse zuständig ist.

Neben dem größeren Platzangebot bieten die Drucker außerdem ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Der beliebte Ender 3 ist beispielsweise häufig schon für unter 150 Euro erhältlich. Wer ausreichend Platz zur Verfügung hat, sollte sich deshalb immer für die Standardgröße, statt für einen Mini-Drucker entscheiden.

Als groß bezeichnen wir FDM-Drucker ab einem Bauraum von ab 30 × 30 × 30 cm. Diese sind, wie der gerade getestete Anet A8 Plus (Testbericht) , ab 199 Euro erhältlich und damit nicht viel teurer als Modelle der Standardgröße.

Noch mehr Nutzfläche (über 40 cm3) bieten Geräte wie der X5 SA Pro (Testbericht) oder Sapphire Plus (Testbericht) , die ab etwa 300 Euro erhältlich sind. Da hier deutlich mehr Kräfte auf die Komponenten wirken, nutzen solcher Großraumdrucker häufig die sogenannte XY-Core-Bauweise. Hier fährt der Druckkopf die x- und y-Achse ab, während sich Druckplattform und Heizbett ausschließlich entlang der z-Achse bewegen. Diese Bauweise ist zwar aufwendiger und braucht mehr Platz, dafür ist sie auch stabiler, was der wiederum der Druckqualität zugutekommt.

Vom Preis und der Ausstattung sind solche XL-Drucker sehr spannend. Allerdings sollte man sich im Vorfeld gut überlegen, ob man tatsächlich genügend Platz dafür zur Verfügung hat. Die Außenmaße solcher Boliden erreichen gerne mal 58 × 65 × 66 cm (Tronxy X5 SA Pro), das entspricht etwa einem großen Umzugskarton.

Den kleinsten Bauraum und die höchsten Kosten haben die sehr hochauflösenden Resin-Drucker. Selbst günstige Modelle sind spätestens in Sachen Verbrauchsmaterial deutlich teurer als FDM-Drucker und somit nur in Ausnahmefällen interessant. Wer den Drucker nicht ausschließlich für detaillierte Miniaturen nutzt, sollte zu einem Filament-Drucker greifen.

Mini-FDM-Drucker sind zwar schick und passen deutlich besser auf den Schreibtisch, allerdings ist die Baugröße stark begrenzt und die Geräte sind im Verhältnis zu teuer. Statt 170 Euro für einen kleinen Wanhao Duplicator i3 Mini (Testbericht) auszugeben, sollte man für den identischen Preis oder gar weniger zu einem Standarddrucker wie den Ender 3 (Ratgeber) greifen.

Wenn ausreichend Platz zur Verfügung steht, lohnt aus unserer Sicht immer der geringe Mehrpreis zu einem großen Drucker wie dem Sapphire Plus (Testbericht) oder dem Tronxy X5 SA Pro (Testbericht) . Hier lassen sich dann auch umfangreiche Projekte umsetzen, ohne dabei zum Kleber greifen zu müssen.

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