Bild 0 Edge und Discover Draufsicht

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Was macht einen guten GPS-Fahrradcomputer aus? Tastengerät oder Touchscreen? Kompakt mit vielen Trainingsfunktionen oder Fahrradnavi mit großem Farbdisplay? TechStage zeigt die Stärken und Schwächen der unterschiedlichen Konzepte anhand des Garmin Edge 530 und Mio Discover im direkten Vergleich.

Wer sich für ein GPS-Navigationsgerät der mittleren Preisklasse entscheidet, hat eine große Feature-Auswahl. Dabei gilt es sich zwischen grundverschiedenen Ansätzen zu entscheiden. Will man eine Navigation mit professioneller Trainingsunterstützung oder doch eher eine Routenführung mit großem Farbbildschirm? Touchscreen oder robuste Tastensteuerung? Keine einfache Wahl den für die persönlichen Ansprüche besten Fahrradcomputer zu finden. Es gilt erst seine Nutzungsschwerpunkte abzuwägen und dann zu entscheiden.

Wir haben dazu beispielhaft die zwei unterschiedliche Gerätekonzepte des Garmin Edge 530 und Mio Discover verglichen. Mit diesem Test lassen sich nicht nur diese zwei Probanden beurteilen, sondern auch eine Kaufentscheidung bei anderen Geräten treffen.

  Garmin Edge 530 Mio Discover
Maße 51 x 86 x 16 mm, ohne Kupplung 68 x 114 x 20 mm, ohne Kupplung
Display  6,6 cm (2.6“) Farbdisplay 8,9 cm (3.5") Farbdisplay, Touchdisplay
Auflösung 246 x 322 px 320 X 480 px
Gewicht 74 g 147 g
Batterie Lithium-Ionen-Akku, Zusatzakku erhältlich k.A.
Laufzeit Bis zu 20 Stunden Bis zu 10 Stunden
Konnektivität Bluetooth, ANT+, Wi-Fi Micro-USB
Schutzklasse IPX7 IPX5
Kartenslot Nein Ja
kompatibel zu iPhone, Android Nein
Anschluss Micro-USB Micro-USB

Wer aktuell noch auf der Suche nach einem günstigen E-Bike ist, dem empfehlen wir unsere Bestenliste: Die 7 besten E-Klappräder von 500 bis 3000 Euro. Wer statt der Klappvarianten eher richtige E-Mountainbikes bevorzugt und dennoch Geld sparen möchte, der sollte sich unseren Ratgeber E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen Offroad-E-Bikes zu achten durchlesen.

Das Smartphone navigiert hervorragend. Display, GPS-Genauigkeit und Konnektivität sind unschlagbar. Die entscheidenden Vorteile spezieller Radcomputer mit GPS gegenüber dem Smartphone liegen bei Akkulaufzeit, Gewicht, Befestigung am Rad und Robustheit. Die kleinen Anzeigen erscheinen gegenüber dem Handybildschirm zwar mickrig, sparen aber Gewicht und sorgen für lange Akkulaufzeiten. Mit dem speziellen Fahrradnavi auf Reisen bleibt das Handy samt Powerbank geschützt im Rucksack und ist im Notfall immer einsatzbereit.

Ein langer Tag mit dem Fahrrad auf Tour ist mit beiden Testgeräten drin. Das Garmin Edge 530 ist mit 20 Stunden Laufzeit angegeben, in der Praxis sind gute 16 Stunden möglich. Für das Mio Discover werden zehn Stunden genannt, bei langen Touren, mit hoher Displayhelligkeit kann es mit sechs Stunden schon mal knapp werden. Beide Geräte sind schnell mittels Micro-USB geladen, den aktuellen Standard USB-C kennen sie nicht. Ein Akkutausch in Eigenregie ist von den Herstellern nicht vorgesehen.

Im folgenden Preisvergleich zeigen wir die aktuell beliebtesten Fahrradcomputer.

Was beim Smartphone und Auto-Navi auf Direkteingabe oder Sprachbefehl erfolgt, gestaltet sich beim GPS-Fahrradcomputer ganz anders. Wer sich auf die integrierte Routenplanung der Geräte verlässt wird schnell enttäuscht, folgt die Route doch meist befestigten Straßen und ist somit eher ein Notbehelf. Das installierte Kartenmaterial ist zwar genau und wird von den Geräteherstellern immer auf dem neuesten Stand gehalten, lassen aber nur eine grundlegende Planung zu. Abhängig vom Aktivitätsprofil, also MTB, Rennrad, Gravel oder auch Gehen, werden mehr oder weniger geeignete Fahrradrouten ausgewählt.

Keines der beiden getesteten Geräte kann daher die Vielfalt diverser Plattformen wie Komoot, Strava, Bikemap und Co. anbieten. Idealerweise plant man seine Tour am heimischen Rechner, Smartphone oder Tablet und überträgt sie auf das Gerät. Sowohl das Garmin Edge 530 als auch das Mio Discover lassen sich zum Beispiel mit Komoot verknüpfen. Beim Garmin Edge 530 erfolgt dies über die Garmin Connect App auf dem Smartphone und die online geplanten Routen werden kabellos auf den Edge 530 übertragen. Das Mio Discover muss zur Übertragung extern geplanter Touren zwingend per USB-Kabel an einen Windows- oder Mac-Rechner angeschlossen werden, verfügt es doch über keine Drahtlos-Schnittstelle. Bei einer Planung ohne Rechner kommt dem Mio Discover jedoch sein größerer Bildschirm und seine etwas bessere interne Routenplanung zugute. Direkte Zieleingabe, POI, Kartenpunktauswahl und „Suprise Me“-Routenvorschläge sind für eine grundlegende Navigation ausreichend. Beim Garmin Edge 530 plant man Touren unterwegs einfach mit dem Smartphone - Datenverbindung vorausgesetzt.

Aufgrund des häufig nicht perfekten Kartenmaterials der Navigationsgeräte empfehlen wir beim Kauf unbedingt darauf zu achten, dass sie sich mit gewünschten Plattformen wie Komoot koppeln lassen.

Wer ein externes Fahrradnavi an seinem E-Bike nutzen und diverse Parameter wie zum Beispiel Trittfrequenz, Leistung oder Geschwindigkeit anzeigen will, muss zuerst prüfen, welche Daten vom E-Bike geliefert werden und welche der Navigationscomputer empfangen kann. Ideal sind ANT+ Signale, da diese von den meisten Geräten verstanden werden. Das Mio Discover ist an der Stelle, wegen fehlender Drahtlosfunktion, raus. Das Garmin Edge 530 versteht neben WLAN und Bluetooth auch ANT+.

Die Stärke des Garmin Edge 530 ist das kompakte Format. Es ist kaum größer als ein gewöhnlicher Fahrradtachometer und gerade einmal so groß wie die Displayfläche des Mio. Das Mio Discover benötigt für das 8,9 Zentimeter große Farbdisplay und den dadurch notwendigen, größeren Akku deutlich mehr Gehäusevolumen. Das schlägt sich auch beim Gewicht nieder. Mit 74 Gramm ist das Edge 530 gegenüber den 147 Gramm des Mio geradezu ein Fliegengewicht. Würde man allerdings mit dem Smartphone plus Zusatzakku navigieren muss man in Summe fast ein halbes Kilo mehr mitschleppen.

Die häufig wechselnden Lichtverhältnisse beim Radfahren und feste Position des Navigationsgerätes am Lenker stellen eine große Herausforderung an die Navi-Anzeige. Displaygröße, Darstellung und Technologie entscheiden über die Ablesbarkeit und Akkulaufzeit. Hier unterscheiden sich Mio und Garmin grundlegend. Das kleinere Garmin-Display (6,6 cm Diagonale mit 246 x 322 Bildpunkten) setzt auf reduzierte Farbdarstellung automatisch geregelte Hintergrundbeleuchtung und Transreflektiv-Technik. Bei direkter Sonneneinstrahlung ist das Garmin Edge 530 perfekt ablesbar. Im schattigen Wald wünscht man sich manchmal eine etwas stärkere Hintergrundbeleuchtung oder ein größeres Display. Die Ablesbarkeit reicht aber stets aus, um sicher zu navigieren.

Das Mio Discover geht einen anderen Weg. Ein durch kräftige Farben gekennzeichnetes TFT-Display (8,9 cm Diagonale mit 320 x 480 Bildpunkte) mit Transreflektiv-Technik und manuell einstellbarer Hintergrundbeleuchtung ist bei optimalem Blickwinkel gut ablesbar. Bei direkter Sonneneinstrahlung, respektive heller Umgebung, bleibt es aber hinter dem Garmin Edge 530. Bei dunkler Umgebung ist es hingegen sehr gut ablesbar, das kostet allerdings Batteriestrom. Die Blickwinkelstabilität ist nicht sehr hoch, reicht aber für den Einsatz am Fahrrad vollkommen aus. Bei beiden Geräten stört das spiegelnde Displayglas je nach Lichteinfall.

Der Lieferumfang beim Garmin Bundle lässt kaum Wünsche offen. Herzfrequenz-, Trittfrequenz- und Geschwindigkeitssensor sind neben drei Lenkerbefestigungen in der Verpackung. Zudem gibt es von Drittanbietern ein breites Spektrum an diversen Lenkerhaltern.

Der Lieferumfang bei Mio Discover umfasst neben einem USB-Kabel lediglich eine Schnellkupplung und zwei Kabelbinder. Einen Aerohalter für die Montage des Gerätes vor den Lenker gibt es nur von Drittanbieter. Hier muss Mio nachlegen.

Das Garmin Edge 530 Gerät ist nicht nur Navi, sondern auch ein vollwertiger und bewährter Trainingscomputer. Das kompakte Format und die robuste Tastenbedienung machen es zum idealen Sportbegleiter im Gelände oder bei einer schnellen Rennradtour. Das kleine Display und die reduzierte Kartendarstellung sorgen zwar für eine lange Laufzeit, machen das Navigieren aber zur Übungssache. Die Zielführung funktioniert tadellos. Abbiegehinweise werden akustisch angekündigt, die Pfeil- und Pfaddarstellung ist auch bei ungünstiger Beleuchtung gut abzulesen, es fehlt aber ein wenig die Übersicht. Hat man sich einmal verfahren, dauert es länger bis eine alternative Route gefunden wird und man sieht ohne manuelles Zoomen nicht besonders gut in welche Richtung man sich bewegt. Ein riesiger Funktionsumfang, viel Zubehör und das kompakte Design sind die Stärken.

Das Mio Discover ist für die Navigation bei Radtouren und Wanderausflügen optimal. Der 8,9 Zentimeter große Bildschirm ist hell und farbstark. Die hohe Blickwinkelabhängigkeit ist auf dem Fahrrad oder beim Wandern kein Problem. Die Navigationsführung ist schnell und präzise. Geleitet wird man mit Abbiegehinweisen, Pfeildarstellung und akustischem Signal. Hat man mal den Weg verpasst errechnet das Gerät zügig eine alternative Route zurück. Dank des großen Bildschirms sieht man auch, wo man sich gerade befindet. Die Touch-Bedienung funktioniert auch bei Nässe und mit langen Handschuhen gut. Wer auf die externe Routenplanung unterwegs verzichten kann, findet mit dem Mio Discover ein prima Navigationsgerät für gemütliche Radtouren.

Grundsätzlich sollte man den Kauf eines GPS-Navigationsgerätes an seine eigenen Voraussetzungen anpassen. So hat ein großes Display den Vorteil der besseren Ablesbarkeit. Das kann gerade bei der Navigation hilfreich sein. Allerdings bietet es auch eine größere Angriffsfläche und könnte schneller kaputtgehen. Vor allem aber braucht es mehr Energie. Entsprechende Geräte bieten meist eine kürzere Akkulaufzeit.

Wer ein hochwertiges E-Bike besitzt und Trainingsdaten direkt und kabellos auf sein Navigationsgerät übertragen möchte, sollte auf drahtlose Konnektivitätsfunktionen achten. Besonders ANT+ hat sich dafür bewährt. Für ambitionierte Fahrradfahrer fast schon Pflicht beim Kauf eines externen Navis ist deren Unterstützung Community-basierter Dienste wie Komoot, Strava und Co.

Wer sich für den Kauf eines günstigen E-Mountainbikes interessiert, dem empfehlen wir unseren Ratgeber E-Mountainbikes unter 1500 Euro: Darauf gilt es bei billigen Offroad-E-Bikes zu achten. Auch spannend ist unser E-Bike-Grundlagenartikel: Antrieb, Akku, Schaltung & Co.

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