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GPS im Rücklicht, Fingerabdruckscanner im Bügelschloss und Telefon im Helm: TechStage zeigt beliebte und günstige Gadgets, die das Fahrrad smart machen.

Klassische Fahrräder sind dumm, an smarten Features mangelt es ihnen komplett. Einige E-Bikes sind da schon etwas weiter, häufig verbinden sie sich zum Auslesen von Daten oder zum Konfigurieren über Bluetooth mit dem Smartphone. Mit Chips lassen sie sich unter Umständen auch tunen, mehr dazu im Ratgeber E-Bike-Tuning: Möglichkeiten, Kosten und Risiko.

Doch es gibt auch genügend Möglichkeiten, ganz normalen Fahrrädern einen smarten Anstrich zu verpassen. Der allereinfachste Weg besteht schlicht darin, sein Smartphone zu montieren. Schon stehen während des Fahrradausflugs smarte Features wie Navigation, Textnachrichten, Social Media und eben alles, was man sonst von seinem Handy gewohnt ist, zur Verfügung. Doch es gibt unzählige verschieden Varianten von Smartphone-Halterungen für das Fahrrad, die jeweils verschiedene Anwendungsszenarien bedienen.

Die klassische Klemmhalterung etwa hängt meist über eine Schelle am Lenker und klemmt das Smartphone mit einer Klammer und zusätzlichen Gummibändern fest ein. Häufig ist das Einspannen des Smartphones etwas fummelig und das Telefon kann etwa während einer Offroad-Fahrt ganz schön durchgeschüttelt werden. Wir empfehlen hier zum Beispiel die Spigen Velo A250 (Testbericht). Sie wirkt gut verarbeitet und kostet mit deutlich unter 10 Euro recht wenig.

Einen etwas anderen Weg geht Finn (Testbericht). Die Fahrradhalterung besteht komplett aus einem transparenten Silikon. Sie ist knapp 20 Zentimeter lang und in ihrer Mitte auf Höhe des Bike-Citizens-Logos etwa 4 Zentimeter breit und 1 Zentimeter dick. Trotzdem hält sie richtig montiert das Fahrrad zuverlässig am Platz und kann nach der Fahrt einfach in die Hosentasche gesteckt werden. Allerdings ist sie keine Dauerlösung und braucht am Lenker recht viel Platz.

Wer das Smartphone zusätzlich gegen Regen, Matsch und weitere externe Einflüsse schützen will, für den könnte auch eine Rahmentasche die Handyhalterung der Wahl sein. Das Smartphone ist, trotzdem es von einer Plastikfolie geschützt ist, weiterhin per Touch-Gesten steuerbar, allerdings bei Weitem nicht so gut wie ohne. Auch ist das Smartphone schwer erreichbar und zu große Smartphones passen nicht in alle Taschen. Dafür hat der Käufer mit der Tasche zusätzlichen Stauraum etwa für Schlüssel, Powerbank und Geld. Hier haben wir uns eine Rahmentasche (Testbericht) genauer angeschaut.

Wer sich für eine gute Halterung interessiert, dem empfehlen wir unseren Vergleichstest: Sechs günstige Handyhalterungen fürs Fahrrad.

Ein Fahrradschloss hat vor allem die Aufgabe, das Zweirad von Diebstahl zu schützen. Zahlenschlösser gelten als unsicher und Schlösser mit Schlüssel nerven, schließlich muss man stets den Schlüssel dabei haben und ihn zum Entsperren rauskramen. Das geht auch einfacher. Für unseren Vergleichstest haben wir uns vier smarte Fahrradschlösser angeschaut.

Die Speichenschlösser I lock it (Testbericht) und Linka Original (Testbericht) ähneln sich bezüglich ihrer Optik und ihrer Funktionen. Beide sind mit etwa 120 Euro recht teuer und bieten nur begrenzte Sicherheit. Schließlich kann ein Dieb das über ein Bügelschloss gesicherte Fahrrad einfach wegtragen. Beide müssen zunächst über das Smartphone eingerichtet werden. Anschließend kann man sie dank Bluetooth über eine App sperren und entsperren. Das geht auch ohne Smartphone, ist jedoch kompliziert.

Das Bluetooth-Kabelschloss Vgeby (Testbericht) ist mit gut 30 Euro ein echtes Schnäppchen unter den smarten Fahrradschlössern. Dabei bietet es bei Erschütterung sogar eine Alarmfunktion. Um das Schloss zu verriegeln, wird der Metallstift in die Verschlussbox gesteckt und der Nutzer drückt die Taste zum Verschließen auf der Vorderseite. Alternativ kann in der App ein Button zum Sperren/Entsperren betätigt werden. Ist jetzt aber der Smartphone-Akku leer, gibt es jedoch keine Möglichkeit, das Schloss manuell ohne Smartphone zu öffnen.

Das Bügelschloss Miikey (Testbericht) reagiert auf Fingerabdruck, App und Schlüssel. Für 50 Euro schützt es das Fahrradvergleichsweise zuverlässig vor Dieben. Für die Einrichtung verlangt die korrespondierende App eine umständliche Registrierung. Auch die weitere Bedienung scheint zum Teil wenig durchdacht und umständlich.

Für diesen Ratgeber haben wir uns zusätzlich das Bügelschloss mit Fingerabdruckscanner AreoX U8 angeschaut. Es macht dank eines hohen Gewichts von 1,4 Kilogramm, dem Maßen von 30 Zentimeter mal 13 Zentimeter und viel Metall zum Schutz der Technik einen sicheren Eindruck. Wirklich smart ist es nicht, schließlich kennt es keine App. Das ist aber kein Nachteil, bedienen lässt es sich komplett und komfortabler als vermutet über den Fingerabdruckscanner.

In den Werkseinstellungen akzeptiert es jeden Finger. Ein langer Druck versetzt es in den Anlernmodus für neue Fingerabdrücke. Wie vom Smartphone gewohnt drückt man zehnmal den Finger in verschiedenen Positionen auf das kleine Feld. Insgesamt lassen sich so zehn Finger anlernen, es kann also von bis zu zehn Personen geöffnet werden. Ein Kunststoffschieber schützt das Feld vor äußeren Einflüssen.

Geladen wird über einen verborgenen USB-C-Port. Laut der Anleitung soll eine Akkuladung für 3000 Öffnungsprozesse reichen. Außerdem ist die Rede von einem Jahr Standby. Das klingt nach einer Menge. Es sollte also genügen, das Schloss alle paar Monate mal ans Netz zu hängen. Sollte doch mal der Akku leer gehen (zuvor warnt eine Leuchte) oder der Fingerabdruck nicht erkannt werden, kann der Nutzer das Bügelschloss über einen der zwei mitgelieferten Sicherheitsschlüssel entriegeln. Das Schloss ist nach IP65 geschützt. So sollte ihm weder Staub noch Spritzwasser etwas anhaben können.

Insgesamt sind wir sehr angetan vom AreoX U8 Bügelschloss. Es wirkt sehr hochwertig und das entsperren über den Fingerabdruck funktioniert stets zuverlässig. Dabei springt es dank zweier Federn befriedend auf. Dass es keine App gibt, sehen wir nicht als Nachteil. Das Anlernen wurde auch ohne gut gelöst. Was wir uns jedoch noch gewünscht hätten, wäre eine Halterung für den Fahrradrahmen. Die kann man sich jedoch für wenige Euro nachkaufen.

Das AreoX U8 kostet bei Banggood (Kauflink) mit Gutscheincode BGf141d2 gut 66 Euro aus China. Deutlich günstiger ist das kleine Yeelock-Schloss mit Fingerabdruckscanner. Es kostet bei Banggood (Kauflink) mit Gutscheincode BG99848b knapp 12 Euro.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, das Fahrrad mit GPS nachzurüsten, um es bei einem eventuellen Diebstahl wiederzufinden. In unserem Beitrag Diebstahlschutz: GPS-Tracker für das Fahrrad zeigen wir, was es für Lösungen gibt. Im Detail haben wir uns den TrackerID LTS-450: GPS-Flaschenhalter am Fahrrad (Testbericht) und den Velocate VC One (Testbericht) angeschaut. Dabei gefällt uns der Velocate besonders gut. Er versteckt den GPS-Tracker im Rücklicht und ist so gut getarnt. Zudem kann er etwa über den Anschluss an einen Dynamo dauerhaft mit Strom versorgt werden, ein externes Laden des Akkus ist dann nicht mehr nötig.

Helme schützen bei Stürzen den Kopf. Dabei ist die Auswahl riesig, eine gute Übersicht bietet unsere Kaufberatung: Mit Köpfchen zum passenden Fahrradhelm. Aber es gibt auch Helme, die mehr können. Sie leuchten, blinken, spielen Musik und eignen sich zum Telefonieren. Eine Übersicht bietet unser Ratgeber: Smarte Fahrradhelme mit Bluetooth, Blinker, Licht und Musik.

Dabei ist integriertes Licht eines der wichtigsten Features, schließlich ist eine erhöhte Sichtbarkeit direkt sicherheitsrelevant. Neben dem normalen Licht bieten viele smarte Helme außerdem die Möglichkeit, über ein Lichtsignal einen Abbiegevorgang anzukündigen. Dies funktioniert am einfachsten über eine mitgelieferte Steuereinheit, die der Fahrradfahrer am Lenker befestigt.

Viele smarte Fahrradhelme verbinden sich via Bluetooth mit dem Handy und können so etwa Musik oder Podcasts wiedergeben. Dabei dringen Außengeräusche im Gegensatz zum Tragen geschlossener Kopfhörer nach wie vor zum Ohr vor. Das hilft dem Fahrer dabei, weiterhin uneingeschränkt auf seine Umgebung reagieren zu können.

Der Lumos Street (Testbericht) etwa gefällt uns im Test dank der guten Passform, dem hellen und auffälligen Licht inklusive Fernbedienung für einen Blinker und der cleveren App. Musik kann er allerdings nicht wiedergeben und auch Telefonieren ist mit ihm nicht möglich.

Die einfachste und naheliegendste Möglichkeit, sein Fahrrad während der Fahrt begrenzt smart zu machen, besteht darin, ein Smartphone über eine Handyhalterung anzubringen. Ein smartes Schloss etwa mit Smartphone-Steuerung, Alarm oder Fingerabdruckscanner hilft Diebe abzuschrecken und erhöht den Komfort. Vom AeroX U8 sind wir wegen seiner Zuverlässigkeit, Sicherheit und einfachen Bedienung sehr angetan. 66 Euro bei Banggood (Kauflink) mit Gutscheincode BGf141d2 sind für das Schloss ein gutes Angebot.

Clever wird es bei der Integration von verstecktem GPS, um bei einem Diebstahl zu wissen, wo genau sich das Fahrrad befindet. Hier ist das Velocate VC One (Testbericht) eine richtig gute Lösung. Immer schlauer werden auch Helme mit smarten Features zum Musikhören und Telefonieren. Einige von ihnen informieren bei einem Sturz gar einen zuvor benannten Notfallkontakt. Mehr dazu im Ratgeber: Smarte Fahrradhelme mit Bluetooth, Blinker, Licht und Musik.

Wer noch auf der Suche nach einem günstigen Fahrrad ist, sollte sich unseren Ratgeber E-Bikes ab 400 Euro: Die besten E-Klappräder aus China anschauen. Infos zum rechtlichen Rahmen gibt es im Beitrag Legal oder illegal? Alles zu E-Bikes und Pedelecs. Ganz sicher legal sind die elektrischen Tretroller aus unserer Top-10-Bestenliste: E-Scooter mit Straßenzulassung.

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