Gopro Hero 10, Hero 9 & Hero 8 Actioncams im Vergleich: Welche Gopro kaufen?

Fünf Gopro Heros im Vergleich: Welche Actioncam kaufen?

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Gopro hat mehrere Actioncams im Angebot, neben der aktuellen Gopro Hero 10 auch noch Vorgänger wie die Hero 9 oder Hero 8 Black. TechStage zeigt die Unterschiede und hilft bei der Auswahl.

Actioncams eignen sich nicht nur für spektakuläre Videos bei Extremsportarten – auch bei Familienurlauben oder Städtereisen sind sie ein kompaktes Werkzeug für schöne Aufnahmen. Folgende Kameramodelle des Marktführers Gopro haben wir getestet:

Aktuell sind folgende drei Gopro-Modelle im Handel erhältlich:

Die Hero 8 Black (Testbericht) sieht den Vorgängermodellen zwar sehr ähnlich, aber es gibt sichtbare Unterschiede. Neben einem leicht überarbeiteten Gesamtdesign und der Farbgebung fällt vor allem der ausklappbare Actioncam-Mount auf der Unterseite ins Auge. Dieser ermöglicht die Befestigung der Kamera auch ohne zusätzlichen Frame. Bei den älteren Modellen war dies immer wieder ein Grund für Kritik.

Zu den technischen Neuerungen gehören eine verbesserte Videostabilisierung (Hypersmooth 2.0) und die Möglichkeit, Videos mit bis zu 100 Mbit/s aufzuzeichnen. Die höhere MBit-Rate kommt vor allem Profis zugute. Für den Heimgebrauch ohne aufwendige Postproduktion macht es allerdings keinen spürbaren Unterschied. Die Stabilisierung funktioniert jetzt in allen Auflösungen und Sichtwinkeln.

Wer die Gopro 8 Black auf Fahrrad oder Helm benutzt, kann zudem den sogenannten Hypersmooth-Boost verwenden. Dieser verengt zwar deutlich das Sichtfeld, die Aufnahmen sind dafür extrem stabilisiert. Tonaufnahme und Aufnahmen bei schlechten Lichtverhältnissen sind nur minimal besser als beim Vorgängermodell. Die Bedienung funktioniert hingegen deutlich flüssiger und zuverlässiger als bei der Vorgängerversion. Die Hero 8 wird zwar warm, die Hitzeentwicklung ist aber deutlich geringer als beim Vorgänger.

Wer aufrüstet, der sollte bedenken, dass Kameragehäuse oder Akkus der Vorgänger nicht kompatibel sind.

Die Gopro Hero 9 war die erste Gopro, die ein zweites farbiges Display an der Vorderseite hatte und 5K-Aufnahmen mit 5120x2880 Pixlen bei 30 Bildern pro Sekunde anfertigen konnte. Bei der 4K-Auflösung hat sich wenig getan, erneut sind maximal 3840 x 2160 Pixel bei maximal 60 Bildern pro Sekunde möglich.

Mit den höheren Bildraten und Auflösungen wird aber das Überhitzungsthema relevanter. Die Gopro Hero 9 wird schnell warm, vor allem, wenn sie statisch betrieben und nicht von der Umgebungsluft gekühlt wird. Im Test der Kollegen von heise online (Actioncam GoPro Hero 9 Black mit Horizontausgleich und 5K-Aufnahme im Test) beendete die Gopro Hero 9 Black nach etwa 30 Minuten die Aufnahme. Alternativ kann man Heatsinks, etwa von einem Rasberry Pi, aufsetzen - dann verliert man aber die Portabilität der Action-Cam.

Diese Probleme sollen nicht davon ablenken, dass die Gopro Hero 9 Black eine sehr gute Action-Cam mit solider Bildstabilisierung ist. Dank der Funktion Horizont Leveling bleibt das Bild gerade, selbst bei unruhigem Untergrund.

Wir beginnen unseren Überblick mit dem aktuellen Top-Modell, der Gopro Hero 10 Black (Testbericht). Im Test gefiel uns hauptsächlich die ausgezeichnete Bildqualität und die sensationell gute Stabilisierung. Gopro hat hier noch einmal eine Schippe draufgelegt, selbst schnelle Radfahrten über einen Waldweg sehen im Video wie eine butterweiche Fahrt mit dem Kamerakran aus.

Technisch hat Gopro einige Kleinigkeiten geändert. Das Objektiv ist nun mit einer speziellen Schutzschicht versehen, die Wassertropfen abperlen lässt. Außerdem erhöht sich die maximale Auflösung auf 5312 x 2988 Pixel (5,3K) mit maximal 60 Bildern pro Sekunde. Wer mit 3820 x 2160 Pixeln aufnimmt, der kann bis zu 120 Bilder pro Sekunden auf die Speicherkarte bannen.

Zumindest in der Theorie, denn die Gopro Hero 10 leidet unter einem Hitzeproblem. Im Test schaltete sich bei 4K-Aufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde nach rund 15 Minuten ab und musste sich erst abkühlen. Bei noch höherer Auflösung oder höherer Framerate gibt sie noch eher auf. Wobei, dann ist eher die Frage, ob es der Kamera zuerst zu warm wird oder ob der Akku vorher leer wird. Vor allem bei 120 Bildern pro Sekunde kann man förmlich sehen, wie es die Batterie leer saugt.

Neben den aktuellen Geräten sind die Vorgänger teilweise noch im Handel, teilweise auf Plattformen wie Ebay erhältlich. Wir würden von einem Kauf abraten, vor allem, da sich das Zubehör ab der Gopro 8 änderte. Der Vollständigkeit halber lassen wir die Informationen im Artikel

Die Hero 2018 (Testbericht) ist das günstigste Modell der Gopro-Serie. Das Gehäuse ist wasserdicht bis zu einer Tiefe von zehn Metern. Videoaufnahmen sind mit bis zu 1440p bei 30 Bildern je Sekunde möglich. Das Bildverhältnis von 4:3 (1920 [×] 1440) ist im Profibereich nicht mehr zeitgemäß. Die Full-HD-Aufnahmen mit 60 fps sind dafür ruckelfrei und auch bei schnellen Bewegungen absolut flüssig. Die Videostabilisierung funktioniert gut und im Vergleich zu günstigen China-Actioncams sind die Videos deutlich ruhiger.

Die Bedienung per App oder Touchscreen ist intuitiv und unkompliziert. Wer beim Filmen keine Hand frei hat, kann die Hero (2018) auch per Sprachsteuerung bedienen.

Zeitraffer-Filme nimmt sie zwar auf – allerdings nur mit einem Bildintervall von 0,5 Sekunden. Auch sonst sind die Einstellungsmöglichkeiten stark begrenzt. Gopro hat bei Ihrem Budget-Modell nicht nur einfachere Hardware verbaut, auch bei den softwareseitigen Optionen ist die Hero stark eingeschränkt. Fotos nimmt die Hero mit zehn Megapixeln auf. Im Serienbildmodus schafft sie bis zu zehn Fotos pro Sekunde.

Für den Preis von 200 Euro gibt es eine solide Actioncam mit ordentlicher Aufnahmequalität. Die 60 fps und die Videostabilisierung bieten einen deutlichen Mehrwert gegenüber günstigen China-Kameras. Das wasserdichte Gehäuse und die Sprachsteuerung sind zusätzliche Kaufanreize. Die wenigen Einstellungsmöglichkeiten schränken die kreativen Möglichkeiten allerdings extrem ein. Mit einem Firmware-Update für die Hero 2018 (Ratgeber) ist dieses Problem allerdings schnell gelöst.

Die Hero 5 Black (Testbericht) war 2017 das Top-Modell von Gopro. Das bis zu zehn Meter wasserdichte Gehäuse liegt dank gummierter Oberfläche angenehm in der Hand; für tiefere Gefilde gibt es ein spezielles Unterwassergehäuse.

Videos nimmt die Actioncam mit bis zu 4K-Auflösung bei 30 fps auf. Wer nur in Full-HD aufnimmt, kann die Bildrate auf bis zu 120 fps hochschrauben und die Clips in Zeitlupe abspielen. Die Videostabilisierung funktioniert bis zu einer maximalen Auflösung von 2,7K und sorgt für deutlich ruhigere Videoaufnahmen.

Die Bildqualität der Fotos ist gut und profitiert vom großen Dynamikumfang. Die bis zu 30 Einzelbilder pro Sekunde haben eine maximale Auflösung von zwölf Megapixeln und sind knackig scharf. Wer die Fotos nachbearbeitet, profitiert vom Protune-Format (RAW-Bilder).

Die integrierte Sprachsteuerung und das berührungsempfindliche Zwei-Zoll-Display auf der Rückseite machen die Bedienung komfortabel. Die Steuerung per Smartphone klappt ebenfalls problemlos. Wer prüfen will, wo welche Aufnahmen entstanden sind, profitiert vom integrierten GPS-Empfänger. Der Akku hält im Test nur knapp über eine Stunde lang durch. Über einen Mikrofoneingang und einen Micro-HDMI-Ausgang verfügt die Kamera ebenfalls. Die Hero 5 Black ist noch immer eine ideale Actioncam für private Zwecke.

Das Design der Hero 6 gleicht dem Vorgängermodell. Technisch gesehen hat sich trotzdem einiges getan. Die Hero 6 Black (Testbericht) schafft in der 4K-Auflösung eine doppelt so hohe Bildfrequenz von 60 fps. Im Full-HD-Mode sind sogar 240 Einzelbilder pro Sekunde möglich. Aufnahmen in Zeitlupe sind so kein Problem und die Ergebnisse sehen wirklich beeindruckend aus.

Die Stabilisierung ist nochmal spürbar besser als beim Vorgängermodell und funktioniert nun auch bei 4K-Auflösung bei bis zu 30 Bildern pro Sekunde. Bei maximaler Bildrate in Full-HD (240 fps) funktioniert die Stabilisierung allerdings nicht. Das Ergebnis ist sehr gut und erinnert an professionelle Aufnahmen mit Gimbal oder Steady-Cam.

Die Eckdaten für Fotos sind unverändert zum Vorgängermodell. Allerdings ist noch der HDR-Modus dazugekommen.

Anders als bei der Hero 6 Black oder der Hero (2018) ist nun auch das Einschalten per Sprachbefehl möglich. Wer seine Videos automatisiert am Smartphone schneiden möchte (QuikStories-Funktion), profitiert vom schnelleren 5-GHz-WLAN. GPS-Empfänger, Micro-HDMI-Ausgang, Mikrofoneingang sind ebenfalls wieder verbaut. Der austauschbare Akku hält, je nach Auflösung, zwischen einer und zwei Stunden durch.

Die Gopro Hero 6 Black ist immer noch eine sehr ordentliche Actioncam. Super-Slow-Motion in Full-HD-Auflösung und bis zu 60 fps bei 4K sprechen ganz klar für das Modell. Die hervorragende Bildstabilisierung, und die Möglichkeit, HDR-Fotos zu schießen sind zwei weitere Vorteile gegenüber der Hero 5 Black.

Optisch sind Hero 7 Black (Testbericht) und die Hero 6 Black bis auf den Aufdruck identisch. Dass der Hersteller Design und Form nicht veränderte, hatte vor allem funktionale Gründe: Das bereits auf dem Markt existierende und von Kunden gekaufte Zubehör blieb kompatibel zur Hero 7.

Die höchste Videoauflösung ist 4K UHD bei 60 Bildern pro Sekunde. Die höchste Bildwiederholrate beträgt 240 fps bei einer Auflösung von maximal 1080p. Die Videobitrate der Hero 7 Black beträgt 78 Mbit/s.Die Hero 7 Black ist bei der Stabilisierung deutlich besser als das Vorgängermodell. Gopro nennt die neue Stabilisierungsfunktion Hypersmooth. Diese funktioniert gut, jedoch nur in heller Umgebung und bei konstanter Belichtung. In einigen Konfigurationen greift die Kamera auf eine einfache Bildstabilisierung zurück, die bereits aus der Hero 6 Black bekannt ist. Bei Dämmerung oder in der Nacht versagt sie komplett und führt zu Verzerrungen. Bei 4K-Videos sind mit Hypersmooth höchstens 60 fps mit dem Sichtfeld Wide möglich. Im Weitwinkelmodus Superview sind stabilisiert maximal 30 fps möglich. Während stabilisierte Videos bei Auflösungen unter 4K hervorragend aussehen, kommt die Funktion bei 4K ganz klar an Grenzen.

Foto- und Videoqualität der Hero 7 Black sind insgesamt sehr ordentlich und etwas besser als bei der Hero 6 Black. Insbesondere Aufnahmen mit Gegenlicht weisen bessere Kontraste auf. Bei Nacht und Situationen mit wenig Licht kommt es allerdings vermehrt zu Bildrauschen. Neu hinzugekommen ist das Aufzeichnen von Videos im vertikalen Format, ideal für kurze Instagram Stories oder Videos auf Tiktok. Wer das Geschehen vor der Kameralinse direkt ins World Wide Web übertragen möchte, für den steht nun eine Live-Streaming-Funktion zur Verfügung.

Eine coole Neuerung ist die Timewarps-Funktion. Dabei handelt es sich um stabilisierte Zeitraffervideos, die man auch unter dem Namen Hyperlapse von Instagram oder Microsoft kennt.

Mit der 7-Serie führt der Hersteller eine überarbeitete Bedieneroberfläche für den berührungsempfindlichen Bildschirm ein. Der Aufbau ist zwar intuitiv und leicht verständlich, allerdings ist die Reaktion der Kamera nicht immer flüssig. Manchmal reagieren Schaltflächen verzögert und manchmal gar nicht. Das größte Problem der Hero 7 Black ist die enorme Hitzeentwicklung bei 4K-Aufnahmen mit hoher Bildwiederholungsrate und bei Live-Streamings.

Wer eine Gopro vor dem Modell 8 Black besitzt, der sollte beim Upgrade aufpassen. Denn das Zubehör ist nicht komplett kompatibel, teilweise muss man also Neuanschaffungen einplanen. Das ist an sich kein Problem, denn die Auswahl an erhältlichem Zubehör ist riesig, selbst für ältere Geräte.

Wer jetzt neu kauft, der sollte genau wissen, wofür er die Kamera verwenden möchte. Längere, stationäre Aufnahmen mit hoher Auflösung und vielen Bildern pro Sekunde mag die Gopro nicht, da werden alle aktuellen Modelle zu heiß. Skifahren, Bungee-Springen, Tauchen oder Surfen, das sind die Sportarten, bei denen sich die Kameras wohfühlen (und wo sie durch den Fahrtwind oder das Wasser gekühlt werden).

Wer eine Gopro 9 besitzt, der muss unserer Meinung nach nicht auf das aktuelle Modell upgraden. Denn auch wenn die Auflösung minimal steigt, so hat man in der Praxis wenig Nutzen dafür, außer man beschäftigt sich stark mit der Bildbearbeitung.

Neben Gopro haben sich inzwischen auch andere Marken etabliert. Die große Konkurrenz sind etwa die DJI Action 2 (Testbericht) oder die Insta360 One R (Testbericht). Noch mehr Alternativen zeigen wir im Beitrag Kleiner und leichter: Alternativen zur klassischen GoPro ab 30 Euro.

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