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Geschenktipps: Zehn Gadgets fürs Motorrad
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Motorradfahrer sind hart im Nehmen. Doch mit unseren zehn Gadget-Tipps zu Weihnachten ziehen zumindest etwas Komfort und mehr Sicherheit ein.

Auch fürs Motorrad gibt es immer mehr Gadgets und Zubehör. Viel davon ist unnötig, unsere zehn Tipps machen das Hobby aber sicherer, bequemer oder schützen gegen Diebstahl. Im Rahmen unserer Themenwelt Motorrad zeigen wir zehn konkrete Gadgets, mit denen Biker unterm Weihnachtsbaum ihre Freude haben.

Wer sein Motorrad liebt, will es natürlich so gut wie möglich gegen Diebstahl schützen. Einen erheblichen Beitrag dazu kann das Abus Granit Detecto 8087 SmartX leisten. Das Bremsscheibenschloss wird schlüssellos über eine App gesteuert. Wenn es mit dem Smartphone gekoppelt ist, schließt es per Bluetooth. Es hat einen 13,5-mm-Schließbolzen und ein Gehäuse aus gehärtetem Stahl, da dürften sich die Langfinger die Zähne ausbeißen. Eine 3D-Position-Detektion nimmt kleinste Erschütterungen wahr und schlägt dann für 15 Sekunden mit 100 dB Alarm. Nimmt das Schloss danach keine weitere Erschütterung mehr wahr, kalibriert sich der Lagesensor automatisch neu und schaltet sich wieder scharf.

Für den Besitzer öffnet sich das Granit Detecto 8087 SmartX durch Annäherung mit dem Smartphone und leichtem Drücken des Schlosses gegen die Bremsscheibe. Der Ladezustand des Akkus wird in der App angezeigt und sie warnt, bevor er völlig leer ist. Laut Abus hält der Akku für circa sechs bis acht Wochen, bevor er wieder per USB-C-Anschluss aufgeladen werden muss. Für den Fall, dass das Handy mal verloren geht, bekommt der Besitzer beim Kauf einen Mastercode, der das Koppeln mit mehreren Smartphone autorisiert.

Fazit : Das Granit Detecto 8087 SmartX von Abus gehört zu den besten Motorradsicherungen auf dem Markt. Es ist kaum von Langfingern zu knacken und erspart einem die lästige Schlüsselsuche. Im Gegensatz zu einem Kettenschloss passt das Bremsscheibenschloss in der Regel problemlos unter die Sitzbank. Allerdings ist es mit fast 250 Euro relativ teuer und empfiehlt sich daher vor allem für hochwertige Motorräder.

Motorradfahrende Musikfreunde, die Lautsprecher im Helm oder Verkabelungen nicht mögen, kann das Berliner Start-up Headwave helfen. Der Trick besteht darin, dass der Helm zum Resonanzkörper wird, Headwave nennt es Concert-Capsulate-Technologie. Der Kopf steckt also gleichermaßen im Lautsprecher. Headwave hat den überarbeiteten TAG 2 auf den Markt gebracht, der 20 Prozent lauter ist und 40 Prozent mehr Akkukapazität bietet als das Vorgängermodell.

Die Batterie soll nun zwischen vier und sechs Stunden Strom liefern. Der eher unscheinbare, wasserfeste TAG 2 wiegt nur 144 Gramm und wird einfach per mitgelieferten Klebestreifen auf die Helmrückseite geklebt. Jetzt muss er nur noch mittels Bluetooth mit dem Smartphone verbunden werden und dem Musikgenuss bei der Ausfahrt steht nichts mehr im Weg. Alternativ kann man sich auch die Route der Navi-App ansagen lassen. Einziger Wermutstropfen: Der Sound wird nur Mono geliefert.

Fazit : Headwave bietet mit dem TAG 2 eine interessante technische Lösung für ein Helm-Lautsprechersystem an. Es fällt am Helm gar nicht weiter auf und lässt sich auch leicht installieren. Allerdings ist die Qualität der Akustik abhängig von der Dicke der Helmschale und reicht an hochwertige In-Helm-Lautsprecher nicht ganz heran.

Wenn etwas häufig von Motorradfahrern vernachlässigt wird, dann ist es die lästige Reifendruckkontrolle. Falscher Reifendruck kann aber während der Fahrt sehr gefährlich werden. Dabei kann er bequem sogar während der Fahrt überprüft werden mit Hilfe des Michelin Reifendruck-Kontrollsystems. Das Set lässt sich mit wenigen Handgriffen nachrüsten, indem die Ventilkappen an Vorder- und Hinterrad gegen Drucksensoren getauscht und mit einer Mutter gekontert werden.

Am Lenker oder im Cockpit wird das kleine Display per Magnet befestigt, das automatisch und abwechselnd den Luftdruck in den beiden Reifen anzeigt, sobald das Motorrad losfährt. Es misst den Druck sehr präzise und warnt stufenweise vor Druckverlusten. Die Batterien in den Drucksensoren sollen mindestens vier Jahre halten, der Bildschirm rund drei Monate.

Fazit : Man kann den Luftdruck natürlich an jeder Tankstelle messen oder mit einem günstigen Luftdruckprüfer in der heimischen Garage. Andererseits ermahnt das Reifendruck-Kontrollsystem von Michelin sofort einen falschen Luftdruck zu korrigieren, was wiederum der Sicherheit zugutekommt.

Vor allem bei Customizern sind kleine Dashboards anstelle der großen Original-Instrumente sehr beliebt. Eines der kompaktesten bietet Motogadget mit dem Motoscope Pro an. Es ist halboval und misst nur 109 Millimeter in der Breite und 47 Millimeter in der Höhe. Das Motoscope Pro kann für jedes Motorrad eingetragen werden, da es ein ABE-Gutachten vom TÜV besitzt. In der Anzeige leuchten 734 LEDs, gesteuert von einem 16-Bit-Prozessor.

Angezeigt wird neben dem Tacho, der bis 350 km/h reicht, auch die Drehzahl über eine Band-Darstellung mit Skalierung in Tausender-Schritten und sogar ein Schaltblitz lässt sich einstellen. Außerdem gibt es eine Gesamtkilometeranzeige, zwei Tageskilometerzähler, Ganganzeige, Betriebsstundenzähler, Uhr, Fahrtzeit- und Bordspannungsanzeige. Vier Kontrollleuchten für Leerlauf, Blinker, Fernlicht und Warnfunktion sind ebenfalls an Bord. Lustig wird es mit der Möglichkeit, die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h zu messen oder sich die momentane Beschleunigung anzeigen zu lassen.

Fazit : Das Motoscope Pro ist natürlich nur was für Profis und versierte Bastler, denn der Einbau mit korrekt verlegter Elektrik birgt seine Tücken. Auch wirken die pixeligen LEDs gegen die modernen TFT-Displays inzwischen etwas angestaubt. Aber wer ein wirklich kleines Cockpit haben will, wird mit dem Motoscope Pro glücklich.

Was bei Autos selbstverständlich ist, hat sich bei Motorrädern aus technischen Gründen lange verzögert, doch jetzt gibt es auch Airbag-Systeme in Form von Westen. Held bietet die „In & Motion eVest“, an, die in jede kompatible Jacke des Herstellers eingehängt werden kann. Das Herzstück liefert der Spezialist Inemotion in Form einer kleinen Box. Darin befinden sich die Sensoren und der Algorithmus, der tausendmal pro Sekunde die Beschleunigung und Position des Fahrers bestimmt. Erkennt er einen Unfall, bläst sich das Airbag-Kissen in weniger als 60 Millisekunden auf, um die Aufprallenergie zu reduzieren, die auf den Körper einwirkt.

Dabei schützt der Airbag Rücken, Brust, Bauch und Schlüsselbeine. Die elektronische Airbag-Aktivierung benötigt dafür keine Verbindung zum Motorrad. Da der Algorithmus ständig verbessert wird, können über WLAN, Bluetooth oder USB kostenlose Updates aufgespielt werden. Der Besitzer kann nach einem Auslösen des Airbags die Weste selber wieder einsatzfähig machen und muss sie nicht an den Hersteller einschicken.

Fazit : Das Thema Airbag wird für Motorradfahrer in Zukunft zur Selbstverständlichkeit werden. Hier hat Held einen großen Schritt gemacht und bietet ein wirklich gutes System an. Zurzeit kostet es zwar noch relativ viel Geld, weil es zusammen mit einer auch nicht gerade billigen Jacke gekauft werden muss, aber das sollte einem die eigene Gesundheit Wert sein.

Ein Horror für jeden Motorradfahrer: Man kommt zum Parkplatz zurück und das geliebte Bike ist gestohlen. Doch es lässt sich mit Hilfe des PAJ Motorcycle Finder wieder aufspüren. Der GPS-Tracker ist mit seinen Abmessungen von 71 x 49 x 22 Millimeter und einem Gewicht von nur 56 Gramm sehr kompakt geraten und lässt sich somit auch halbwegs unauffällig an einem Motorrad anbringen. Der PAJ Motorcycle Finder alarmiert den Besitzer per E-Mail oder Push-Nachricht auf das Smartphone, sobald er am geparkten Motorrad eine Erschütterung wahrnimmt, die Maschine weiter als der vorher festgelegte Radius geschoben oder eine bestimmte Geschwindigkeit überschritten oder der Strom zur Batterie unterbrochen wird.

Im Tracker steckt eine SIM-Karte, die sich nicht nur stets die beste Verbindung sucht, sondern in über 100 Ländern funktioniert. So lässt sich die zurückgelegte Strecke am Handy verfolgen, selbst wenn der Diebstahl schon bis zu 100 Tage zurückliegt. Der PAJ Motorcylce Finder kostet 99,99 Euro, die Servicegebühr für die Datenverbindung und das Finder-Portal kostet 4,99 Euro im Monat und ist monatlich kündbar.

Fazit : Endlich ein GPS-Tracker, der klein genug ist, dass er auch an ein Motorrad passt, ohne Dieben direkt aufzufallen. Vor dem Kauf sollte man aber berücksichtigen, dass monatliche Servicegebühren fällig werden. Für teure Motorräder ist der PAJ Motorcycle Finder absolut empfehlenswert.

Wer sich nicht mit der Fummelei beim Einbau eines Kommunikationssystems (Ratgeber) in seinem Helm herumschlagen möchte, kann bei Sena auch direkt einen Helm ordern, in den alles schon ab Werk montiert ist. Der Momentum Evo besitzt eine Glasfaserschale, ein kratzfestes Visier mit Pinlock-Vorbereitung, atmungsaktiven Innenfutter, Ventilationssystem und Doppel-D-Verschluss.

Doch der Reiz liegt in den integrierten Lautsprechern und dem Mikrofon, die dem Sena 30K entsprechen. Die Kommunikation basiert auf Bluetooth-Technologie und das Mesh-2.0-Intercom ermöglicht Gespräche mit einer unbegrenzten Anzahl von Fahrern. Sena behauptet, dass die Übertragung bis zu 1,6 Kilometer weit reicht, in der Mesh-Gruppe mit bis zu 24 Fahrern sollen es sogar acht Kilometer sein. Vom Smartphone kann per Bluetooth Musik übertragen sowie Navi-Anweisungen und Anrufe entgegengenommen werden. Über den im Lieferumfang enthaltenen Wifi-Adapter können Firmen-Updates heruntergeladen werden.

Fazit : Natürlich kann jeder halbwegs geschickte Bastler ein Kommunikationssystem in seinen Helm einbauen, aber Helm plus System kosten vermutlich deutlich mehr als der Momentum Evo – allein das verbaute Sena 30K würde separat gekauft mit 299 Euro zu Buche schlagen.

Es ist beinahe unfassbar, wie klein die Blinker Atto DF von Kellermann sind: Sie haben einen Durchmesser von nur zehn Millimeter, das Glas sogar nur 7,8 Millimeter. Damit würde die Lichtfläche viermal auf eine 1-Cent-Münze passen. Doch das ist noch nicht alles, denn jetzt hat der Spezialist aus Aachen in die Blinker auch noch das Brems- und Rücklicht integriert.

Tatsächlich ist der Atto DF von Kellermann der kleinste zugelassene Blinker mit ECE-Typengenehmigung. Dank LED-Technologie erfolgen alle Funktionen gleißend hell und sind auch aus größerer Entfernung noch gut sichtbar. Sie steckt in einem nur 14 Millimeter langen Metallgehäuse, wahlweise in Schwarz oder Chrom.

Fazit : Winzige Blinker sind Geschmackssache und an vielen modernen Motorrädern sind bereits serienmäßige kompakte Blinker mit LED-Technik verbaut. Dennoch sind kleine Blinker von Kellermann sehr cool und qualitativ ordentlich.

Als Erstes werden beim Motorradfahren immer die Finger kalt. Heizbare Griffe sorgen für warme Hände, aber meist muss zur Bedienung eine große, unförmige Taste montiert werden, die den Lenker verschandelt. Das geht auch viel eleganter, wie die Firma Koso mit den Heizgriffen HG13 beweist. Sie sehen aus wie normale Griffe, der Linke besitzt jedoch einen kleinen Daumenschalter, der bedient werden kann, ohne die Hand vom Lenker nehmen zu müssen.

Die Wärmeabgabe lässt sich in fünf Stufen einstellen, die erste Stufe bringt es innerhalb von fünf Minuten auf angenehme 30 Grad und die höchste Stufe auf satte 50 Grad, nach 30 Minuten sind sogar 75 Grad erreicht – für arktische Winternächte. Für jede Stufe wechselt eine kleine LED-Anzeige am Schalter die Farbe von blau bis rot, damit ein Blick genügt, um die gewählte Stufe festzustellen. Die HG13-Griffe verfügen über ein Schutz-System, das erkennt, wenn die Spannung der Batterie zu niedrig ist und schaltet dann automatisch die Heizgriffe ab, um so den Neustart des Motors zu gewährleisten.

Fazit : Warme Hände sind nicht nur angenehm, sondern beim Motorradfahren auch ein Sicherheitsplus. Die Integration der Taste in den Griff ist wesentlich eleganter und räumt das Cockpit auf, dazu ist der Preis absolut fair.

Auf dem Bike kann man nicht mal eben den guten alten Falk-Plan herausholen. Gerade für unbekannte Touren oder um neue Routen zu entdecken, sollte man sich ein vernünftiges Navi zulegen. Das Highlight ist dabei das Garmin Zumo XT (Testbericht) . Es ist nicht nur gegen Erschütterungen gesichert, es bringt umfangreiches Kartenmaterial und Points of Interest mit. Zudem lässt es sich mit Handschuhen bedienen. Mehr zum Navi zeigt unser Einzeltest.

Fazit: Navis sind auch auf dem Bike super. Wer den hohen Preis für das Garmin-Gerät nicht zahlen möchte, im Artikel Navis für das Motorrad stellen wir zwei günstigere Geräte gegenüber.

Neben der normalen Ausrüstung kann man mit Gadgets deutlich mehr Komfort und Sicherheit herausholen. Keins der Geräte ist essenziell, klar, aber sie machen einfach Spaß.

Wer mehr zum Thema Motorrad-Gadgets erfahren möchte, dem empfehlen wir unsere Themenwelt Motorrad . Wer sich für eine neue Maschine interessiert, dem empfehlen wir die Kategorie Motorrad der Kollegen von heise Autos , in der zahlreiche Einzeltests gesammelt sind.

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