TV 4K Fernseher

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Keine Angst vor weltweiten Lieferengpässen: Mit dem TechStage-Ratgeber zum TV-Kauf steht der passende neue Fernseher unter dem Weihnachtsbaum.

Nanu, ein Geschenkratgeber Anfang November? Ja, denn es gibt dieses Jahr ein paar gute Gründe, möglichst früh die Weihnachtsgeschenke einzukaufen. Zwei große negative Einflüsse gibt es: einen Mangel in der Chip-Industrie und weltweite Lieferengpässe. Gerade der Transport von Fernsehern aus den Fabriken in Fernost nach Deutschland ist ein Nadelöhr, es gibt viel zu wenig Kapazität und immer wieder Unterbrechungen. Wer daher früh einkauft, der kann nicht nur sparen, sondern gleichzeitig sicherstellen, dass die neuen Geräte auch wirklich unterm Weihnachtsbaum liegen.

In diesem Beitrag aus unserer Themenwelt Fernseher zeigen wir, worauf man beim Kauf eines neuen UHD-TVs achten sollte, was die jeweiligen Abkürzungen bedeuten und welche Features wichtig sind, wenn man einen besonders großen Fernseher oder zu Next-Gen-Konsolen passendes Gerät finden möchte.

Wer sich auf dem Markt für Fernseher umsieht, der wird zunächst von Abkürzungen und kryptischen Bezeichnungen schier erschlagen. Die gute Nachricht: Relevant sind nur ein paar Begriffe, der Großteil ist „nett, aber wenig ausschlaggebend“.

Wirklich wichtig sind die Angaben zur Bildtechnik, genauer gesagt OLED, LED-LCD und QLED. OLED steht für Organic Light Emitting Diode, organische Leuchtdioden. Das bedeutet nicht, dass das Display lebt, lediglich einige der Komponenten sind organische halbleitende Materialien. Der Vorteil dieser Technik ist ein tiefes, echtes Schwarz, was für sensationell gute Kontraste sorgt und Bilder intensiv und lebhaft darstellt. Dafür ist OLED teuer und, zumindest teilweise, anfällig für Einbrenneffekte. Das betrifft primär das Fernsehbild, etwa wenn Senderlogos immer an der gleichen Stelle positioniert sind. Die Hersteller steuern gegen, ein Restrisiko aber bleibt.

LED-LCDs sind die günstige Alternative zu OLED. Diese Geräte sind nicht schlechter, allerdings kommen sie nicht an den krassen Schwarzwert heran. Dafür sind sie enorm günstig zu bekommen. Die Technik ist ausgereift und wenn man keinen direkten Vergleich zu OLED hat, dann kann man bedenkenlos zugreifen. QLED kommt von Samsung und steht für Quantum LED. Sie liefern meist ein besseres Bild als viele günstige LEDs, kommen aber nicht an OLED heran.

Damit die Bilder dargestellt werden können, benötigen alle LED-basierten Fernseher eine zusätzliche Beleuchtung. Diese ist direkt hinter den Dioden angebracht und strahlt jeden Punkt direkt an (Direct Lit). Das sorgt für eine gleichmäßige Ausleuchtung des Bildes, macht die Fernseher aber dicker. Schmalere Geräte kann man bauen, wenn die Leuchtquellen seitlich angeordnet werden (Edge Lit). Das kann allerdings für Lichthöfe oder Wolkenbildung in dunklen Szenen führen. Im Test hatten wir das etwa beim Xiaomi Mi TV 4S (Testbericht). OLED-basierte Fernseher benötigen keine zusätzliche Beleuchtung, die Diodenleuchten hier selbst, was unglaublich schmale (oder faltbare) Displays ermöglicht.

Als Nächstes werfen die Hersteller mit Begriffen wie HDR, Dolby Vision, HDR10 oder HGL um sich. Das bezeichnet, mehr oder weniger, die gleiche Technik in verschiedenen Ausführungen. HDR steht für High Dynamic Range und ermöglicht einen größeren Dynamikbereich im Bild. In einzelnen Bereichen kann man etwa die Helligkeit krass nach oben ziehen. Der große Vorteil dabei ist, dass man Schatten und Helligkeit im Bild darstellen kann, ohne dass man Kompromisse eingehen muss. Schatten sind schwarz, helle Bereiche der Szene sind klar ausgeleuchtet. Außerdem wird auch die Farbwiedergabe verbessert, etwa werden Farbverläufe weicher gestaltet. HDR muss der TV und das Zuspielgerät sowie das Quellmedium unterstützen. Die großen Unterschiede sind, dass die Anbieter für Dolby Vision Lizenzgebühren zahlen müssen, HDR10 ist dagegen lizenzfrei erhältlich. HDR10+ erweitert die Funktionen nochmals und kann einzelne Bilder noch besser optimieren. HGL erlaubt die HDR-Technik in Live-TV-Übertragungen, spielt aber hierzulande keine große Rolle. Die wichtigsten Dienste, etwa Netflix, liefern HDR10 und Dolby Vision aus, entsprechend ist man hier bei der Wahl des Endgerätes vergleichsweise frei.

Bei der Auflösung gibt es aktuell und in den nächsten Jahren keine große Diskussion. Ein Fernseher muss eine UHD-Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln bieten. Das wird gerne auch als 4K bezeichnet, auch wenn es tatsächlich nicht die „echte“ 4K-Auflösung ist. Full-HD-Fernseher gibt es kaum noch, hier lohnt ein Downgrade nicht (anders bei Gaming-Monitoren). Als neuer Trend wird eine 8K-Auflösung beworben, die Inhalte mit 7680 x 4320 Pixlen anzeigt. Es fehlen aktuell und in den nächsten Jahren aber noch die Inhalte. Im Artikel 8K TV ab 1300 Euro: Lohnt ein Fernseher-Upgrade von 4K? erklären wir, warum wir lieber zu einem OLED mit UHD-4K als einem 8K-TV greifen würden.

Spannender sind da schon Klang und, damit einhergehend, die HDMI-Anschlüsse. Dolby Atmos und DTS:X setzen sich langsam im Heimkino durch, auch die neuen Next-Gen-Konsolen unterstützen die Klangtechnik. Dabei wird Klang nicht nur abgemischt, sondern virtuell im Raum platziert. Kompatible Soundbars oder Surround-Systeme, etwa die LG DQP5W (Testbericht) können diese Daten auswerten und umsetzen. So kann man selbst mit einem 3.1.2-System nur an der Front den Eindruck eines raumfüllenden Klangs erzeugen. Dolby Atmos benötigt aber deutlich höhere Datenübertragungsraten als ältere Sound-Formate. Hier kommen eARC und HDMI 2.1 ins Spiel. eARC ist die Erweiterung des Audio Return Channels, der Klang von der Quelle (etwa Konsole oder Blu-Ray-Player) direkt zur Wiedergabe am Surround-Receiver oder der Soundbar durchschleifen kann. Mit eARC und HDMI 2.1 ist die Datenrate hoch genug, um die Atmos-Inhalte unkomprimiert von der Quelle zur Wiedergabe weiterzuleiten. Um es kurz zu machen: Wer jetzt einen neuen Fernseher kauft und hochwertigen Klang über eine Soundbar ausgeben möchte, der sollte auf HDMI 2.1 und eARC achten.

Beim Betriebssystem ist man deutlich flexibler. Die großen Systeme Android, Tizen und WebOS bieten alle relevanten Apps in ihren eigenen App-Stores. Live-TV ist ebenfalls bei allen Geräten möglich. Doch auch bei einem Nischen-OS muss man nicht verzweifeln. Diese Geräte sind dann meist so günstig, dass man problemlos einen Streaming-Stick, etwa den Fire Stick 4K (Testbericht) oder Nvidia Shield TV (Testbericht) mit einplanen kann. Diese Systeme erweitern die Auswahl an Apps massiv und bieten Zugriff auf alle aktuellen Streaming-Anwendungen. Mehr dazu im Artikel Streaming-Boxen im Vergleich: Die besten TV-Sticks.

Wer diese Punkte im Hinterkopf behält, der hat damit alle Vorgaben, um einen vernünftigen Allround-Fernseher auszuwählen, der jede Art von Inhalt vernünftig wiedergeben kann. Im Folgenden zeigen wir die günstigsten TVs aus den aktuellen Größen mit HDMI 2.1 und eARC, sowie günstigere Alternativen. Wer allerdings explizit einen extra großen Fernseher oder ein TV für die Next-Gen-Konsolen Xbox Series X oder Playstation 5 sucht, der sollte weiterlesen.

Die Xbox Series X (Testbericht) und die Playstation 5 (Testbericht) bringen auf der technischen Seite ein paar neue Funktionen mit. Beiden gleich ist, dass sie Inhalte mit bis zu 120 Bildern pro Sekunde wiedergeben können. Beim Spielen sorgt das für einen flüssigeren Bildaufbau, wo möglich sollte man die Funktion aktivieren. Die Konsolen liefern dabei wahlweise 30, 60 oder 120 Bilder pro Sekunde (fps). Meist muss man sich zwischen einer hohen Bildrate oder einer besseren Grafik entscheiden, in unseren Testspielen war eine UHD-Grafik und 60 fps ein sehr guter Mittelwert.

Allerdings muss der Fernseher diese Rate auch wiedergeben können, idealerweise nativ. Damit die Darstellung wirklich flüssig ist, muss aber die Hz-Zahl des Bildschirms zur Einstellung auf der Konsole passen. Sprich: Wird das Spiel mit 60 fps gespielt, sollte der Fernseher 60 Hz darstellen können, analog mit 120 fps. Mehr Hz ist dabei kein Problem, ein 120-Hz-TV kann problemlos 60-fps-Inhalte darstellen. Umgekehrt geht das allerdings nicht, ein Spiel mit 120 fps sieht auf einem 50-Hz-TV nicht besser aus.

Konsole Maximale Auflösung UHD Blu Ray Laufwerk Audio
Xbox Series X 8K UHD, 60 Hz / 4K UHD , 120 Hz Dolby Vision, Dolby Atmos
Xbox Series S 4K UHD per Upscaling / nativ 1440p, 120 Hz Dolby Vision, Dolby Atmos
Playstation 5 8K UHD, 60 Hz / 4K UHD , 120 Hz Tempest 3D Audio
Playstation 5 Digital 8K UHD, 60 Hz / 4K UHD , 120 Hz Tempest 3D Audio

Wichtig ist zudem die HDMI-Version. 120 Hz bei 4K-Inhalten kann erst mit HDMI 2.1 übertragen werden. Neben der Konsole und dem TV muss auch das Kabel diese Technik unterstützen. Diese liegt Xbox Series X und Playstation 5 bei, bei der Xbox Series S (Testbericht) lag zumindest zu Beginn nur ein HDMI 2.0-Kabel bei. Mit HDMI 2.1 kommt auch eARC und damit unkomprimiertes Dolby Atmos (siehe oben) von den Konsolen. Ein weiterer Grund, beim Kauf des TV auf eARC zu achten. Im Ratgeber: Der perfekte TV für Xbox Series X und Playstation 5 gehen wir noch weiter ins Detail.

In der Preisübersicht zeigen Fernseher ab 4K-Auflösung mit HDMI 2.1 und eARC, unterteilt nach LED-LCDs und OLEDs, jeweils mit 50/60 Hz und 100/120 Hz.

Keinen Bock auf winzige TVs? Dann ist die Bildschirmdiagonale wichtig, genauer gesagt ein Wert von 70 Zoll und mehr. Die riesigen Fernseher sind dabei gar nicht so viel teurer. LED-LCDs mit 70 Zoll bekommt man ab knapp 700 Euro. Beim Kauf eines großen Fernsehers gelten alle bisherigen Tipps. Zusätzlich sollte man für genügend Raum zu Hause sorgen. Je größer der Fernseher, desto größer sollte der Sitzabstand sein. Das liegt auch daran, dass die Auflösung respektive das dargestellte Bild auf UHD begrenzt ist. Sprich, nur weil mehr Bildfläche da ist, wird das Bild nicht besser. Im Gegenteil, die Pixel pro Zoll (ppi), eine Einheit, mit der man die Schärfe beurteilen kann, wird bei gleicher Pixel-Anzahl und mehr Zoll kleiner. In den meisten großen Fernsehern sind aber gute Bildprozessoren verbaut, die zumindest etwas gegensteuern können. Sitzt man zudem etwas weiter weg, lässt sich das Auge auch eher täuschen.

Diagonale Zoll Diagonale cm Minimalabstand in cm Maximalabstand in cm
70 178 178 267
75 190 190 285
77 196 196 294
80 208 208 312
85 216 216 324
90 249 249 373,5

Tatsächlich ist das in der Praxis aber wenig auffällig, die Vorteile der großen Displays überwiegen deutlich. In der Redaktion etwa gab es regelmäßig Rennen mit Mario Kart 8 (Testbericht) auf der Nintendo Switch (Testbericht). Dabei hatte jeder Spieler zwar nur ein Viertel des Bildschirms, bei einem großen TV wie dem Aquos LC-70UI7652E (Testbericht) mit seinen 70 Zoll war das aber immer noch genug Platz. Und das, obwohl die Switch im TV-Modus nur Full-HD mit 1920 x 1080 ausgibt. Wer also gerne Koop-Spiele auf der Couch spielt, der kann bedenkenlos zu einem großen Fernseher greifen.

Die Liste zeigt die beliebtesten großen TVs in verschiedenen Größen. Teuer werden die Geräte allerdings, wenn sie HDMI 2.1 und eARC bieten sollen, wir führen diese Geräte separat auf. Mehr Informationen und noch mehr Produkte zeigen wir im Ratgeber Große Fernseher für kleines Geld.

Mit dem Ambilight hat Phillips eine der wenigen großen Alleinstellungsmerkmale bei seinen Fernsehern geschaffen. Die Geräte analysieren die aktuelle Szene an allen Rändern, erkennen die vorherrschende Farbe und projizieren diese über RGB-LEDs links, rechts und über dem Fernseher an die Wand. So endet beispielsweise ein blauer Himmel nicht hart am Rahmen des Fernsehers, sondern das Blau wird an der Wand nach oben weitergeführt. Wer die Technik einmal im Einsatz hat, der gewöhnt sich ziemlich schnell daran und vermisst sie entsprechend beim Kauf eines neuen Gerätes.

Um das zu verhindern, gibt es zwei Möglichkeiten: Das neue TV-Gerät muss entweder ebenfalls Ambilight mitbringen oder man rüstet es nach. Letzteres war vor ein paar Jahren noch die Domäne von Bastlern, inzwischen gibt es aber auf der Basis von Hue und anderen Drittanbietern wie Govee sehr praktikable Lösungen. Im Ratgeber: Ambilight an jedem TV ab 75 Euro nachrüsten zeigen wir die aktuellen Ansätze dafür.

Bei der Recherche für diesen Ratgeber sind wir über die Fundgruben von Mediamarkt und Saturn gestolpert. Wer diese nicht kennt: Jeder Markt kann Vorführgeräte und Rückläufer günstiger verkaufen. Dabei handelt es sich meistens um wenige Produkte, die im Markt gesondert gekennzeichnet sind. Viele der Märkte stellen diese Angebote zudem ins Netz, sortiert nach den jeweiligen Märkten oder in der allgemeinen Übersicht. Dort kann man sehr gute Deals abgreifen, zum Zeitpunkt des Tests gab es etwa einen LG OLED65GX9LA, einen OLED-TV mit 65 Zoll Diagonale, für 1999 Euro. Der nächstgünstige Preis lag bei 2759 Euro – ein krasses Beispiel für einen guten Deal.

Es gibt aber ein paar Nachteile. Zunächst kann man die Geräte nicht direkt in den Einkaufskorb werfen, sondern man muss mit dem Markt Kontakt aufnehmen und hoffen, dass die Anfrage schnell beantwortet wird. Dazu muss man im Zweifel den Versand separat abmachen. In vielen Fällen ist das kein Problem, dennoch sollte man gezielt nachfragen. Schließlich der größte Haken: Das Angebot ist extrem limitiert, meist ist es genau ein Gerät. Es heißt also schnell sein und regelmäßig die Angebote prüfen.

Ohne Panik verbreiten zu wollen: Wer sich einen neuen Fernseher zu einem guten Preise sichern möchte, der sollte so langsam auf die Suche machen. Ja, in den nächsten Wochen kommen noch zwei große Verkaufsevents, der Singles Day und natürlich die Black Week. Wer aber jetzt mit der Planung anfängt, der hat keinen zeitlichen Druck und lässt sich auch von Engpässen bei weltweiten Lieferketten nicht aus der Ruhe bringen.

Der Beitrag ist Teil unserer Themenwelt rund um Fernseher. Dort haben wir neben zahlreichen Einzeltests auch diverse Ratgeber veröffentlicht, etwa zu großen Fernsehern, zu günstigen UHD-TVs oder zu OLED-Fernsehern. Außerdem sehen wir uns die Betriebssysteme von smarten Fernsehern an, zeigen, worauf man beim Kauf eines UHD-Blu-Ray-Players achten sollte und haben einen Vergleichstest zu Streaming-Boxen und -Sticks veröffentlicht.

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